Wenn die Finanzkrise erst einmal voll ausbricht, wird der Wirtschaftsweise Rente mit 96 fordern.
Die sind doch völlig verrückt.
Bald sollen die Deutschen noch länger arbeiten: Die Wirtschaftsweisen plädieren dafür,*das Renteneintrittsalter bis 2060 auf 69 zu erhöhen. Anders ist der demografische Wandel aus ihrer Sicht nicht zu bewältigen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...763323,00.html
Wenn die Finanzkrise erst einmal voll ausbricht, wird der Wirtschaftsweise Rente mit 96 fordern.
Die sind doch völlig verrückt.
Hehe, ganz recht!
Was auch mir immer wieder auffällt ist, dass bei allen möglichen Schweinderln, die so kreuz und quer durchs Dorf getrieben werden, niemand eins und eins zusammenzählt. Die schweinderltreibenden Politiker nicht, und das staunende Wahlvolk auch nicht.
Ein Regeleintrittsalter in die Rente erst von 69 Jahren würde eine erhöhte Arbeitslosenquote bedeuten, wenn denn wirklich bis in dieses Alter gearbeitet würde. Das ist völlig eindeutig. Genauso eindeutig ist aber wohl auch, dass kaum ein Arbeitnehmer so lange durchhalten wird. Das wissen auch unsere Freunde im Berliner Dilettantenstadel. Die wollen auch keinen fast 70jährigen Dachdecker oder Maurer im Gerüst hängen sehen.
Worum geht es also? Um eine Senkung der Rentenbezüge. Um nichts anderes geht es und ging es auch schon bei Einführung der Rente mit 67!
Vor diesem Hintergrund wird die Aussage der Dame von der Leine erst recht zynisch: Sie fordert eine „Zuschussrente“, hat dies aber vorsichtshalber noch nicht mit dem Finanzminister abgestimmt:
http://www.ftd.de/politik/deutschlan...tml?mode=print
Bei FTD.de liest sich das alles ein bisschen anders als beim SPIEGELonline.
Das ist keine Kosmetik sondern knallhartes Kalkül. Dank zwei parallel auftretenden, durch Medienpropaganda gestützten Phänomenen: dem Jugendwahn und Altersbashing, wird das Alter, in welchem die Beschäftigten durch die Wirtschaft abserviert werden, immer mehr sinken -> die Anzahl der arbeitslosen älteren Menschen steigt -> bei Hartz-IV wird kein Rentenbeitrag mehr übernommen -> gigantische Kostenerspanisse -> schrumpfende Renten -> Altersarmut. Das ist eine brutale, aber nüchterne Kostenberechnung, in einer Gesellschaft, in welcher alte Menschen kein lohnendes Humankapital mehr bieten können sondern nur noch als Kostenfaktoren dastehen.
Tja, die Abschaffung des Sozialstaates ist eben das Ziel Nr. 1 der neoliberalen Agenda. Da muss man halt immer ein Stückchen weiter gehen, so lange die Bevölkerung es sich gefallen lässt. Hat ja bisher in diesem Land wunderbar geklappt!
daß man ihnen die Rente völlig streicht. Schließlich war es Deutschland, das unbedingt den Euro einführen wollte. Kaum ein deutscher Wähler hat dagegen aufbegehrt. Jetzt sollen sie auch die Zeche zahlen.
Ich bin mir sicher, daß der Rentensparvorschlag problemlos durchs Parlament geht und daß noch etliche weitere Maßnahmen folgen werden. Das geschieht dem dummen Michel recht. Wer jetzt noch jung genug ist, der sollte auswandern und wer jetzt noch über Kinder nachdenkt, der sollte sich bewußt werden, welches Leben denen im bankrotten Deutschland einst blüht.