Altersarmut bei Frauen: 45 Jahre gearbeitet - 140 Euro Rente

DDPMillionen Frauen müssen trotz harter Arbeit fürchten, im Alter arm zu werden. Gefährdet sind laut Sozialministerium vor allem Minijobber. Deren Rente liegt selbst nach 45 Arbeitsjahren unter 140 Euro im Monat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824163,00.html
  1. #200

    mannomann

    Zitat von Pizza No.7 Beitrag anzeigen
    Ja, und? Wer so gut wie nix in die Rentenkasse einbezahlt, bekommt auch so gut wie nix hinterher raus. Und wer glaubt, ein 400 Euro-Job wäre ein Ersatz für eine Vollzeittätigkeit, dem kann man echt nicht helfen. Es ist ein nettes Taschengeld zusätzlich, mehr nicht.

    Und die Umschreibung "trotz harter Arbeit" ist gänzlich daneben. Die Damen haben ein paar Stunden im Monat gearbeitet und sich den Rest der Zeit vollumfänglich ihrem Privatkram gewidmet. So hart wird's wohl eher nicht gewesen sein.
    Man muss sich wirklich fremdschämen, wenn man derartige Beiträge liest und dann an die Generation der Großeltern denkt, in der besonders die Frauen das vom Krieg zerstörte Land wieder aufgebaut haben. Ohne "Vollzeittätigkeit".
    Hätten diese Frauen damals in ihren Kategorien gedacht, würden wir wahrscheinlich immernoch auf einem Trümmerhaufen wohnen.
    Als Dankeschön wird dann noch das Großziehen von Kindern noch verächtlich als "Privatkram" bezeichnet. Wirklich kein Wunder, dass sich D abschafft.

    Ach übrigens: 8,6 Millionen Deutsche würden gerne mehr arbeiten | Telepolis

    Altersarmut ist die logische Konsequenz von HartzIV, also der staatlichen Subvention von Billiglöhnen.
  2. #201

    Zitat von joey55 Beitrag anzeigen
    Beamte erhalten auch keine Rente, sondern eine Pension. Und da ist ein größerer Unterschied als nur ein Begriff.

    Aber Sie können ja gerne fordern, dass bei Ostdeutschen nur die Jahre angerechnet werden, die sie ins Rentensystem eingezahlt haben. Das würde ein Spaß!
    Warum sollte ich das fordern?

    Ich will hier lediglich verdeutlichen, dass wir in Deutschland mehrere Rentensysteme haben, so z.B. für Ärzte, Rechtsanwälte, Beamte und andere Angestellte und Arbeiter.
    Während ein Apotheker bei 1.000 EUR Beitrag eine Rente von ca. 4.000 EUR erwartet, so stehen der Pension keine eigenen Beiträge gegenüber ausser einem nicht ausgewiesenem hohem Bruttogehalt welches sich auch steuerlich angenehm bemerkbar macht.
    Lediglich den Rentenbeitragszahlern und Rentnern werden die Kosten einer verfehlten Politik aufgebürdet.
    Ausserdem besteht kein Rechtsanspruch auf etwaige Leistungen, da diese von der Politik jederzeit gekürzt werden können, auch rückwirkend.
  3. #202

    Zitat von jws1 Beitrag anzeigen
    "Wer so gut wie nix in die Rentenkasse einbezahlt, bekommt auch so gut wie nix hinterher raus."

    Außer den Beamten.
    Beamte bekommen auch nix aus der Rentenkasse.
  4. #203

    Schiefer Ansatz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Millionen Frauen müssen trotz harter Arbeit fürchten, im Alter arm zu werden. Gefährdet sind laut Sozialministerium vor allem Minijobber. Deren Rente liegt selbst nach 45 Arbeitsjahren unter 140 Euro im Monat.

    Altersarmut bei Frauen: 45 Jahre gearbeitet - 140 Euro Rente - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Debatte ist schon im Ansatz schief, weil auch Mini-Renten auf die sog. Grundsicherung angerechnet werden (ca. Euro 347,00 + Wohngeld und Heizung monatl.). Wer sich eine Rente von 145 Euro erarbeitet hat, steht daher im Alter genauso wie jemand, der überhaupt nichts gearbeitet hat. Fairerweise müsste man die Minieinkommen von Beiträgen zur Rentenversicherung bis zur Höhe der Grundsicherung freistellen. Aber das würde ja etwas kosten, weshalb es nicht geht. Da ist es schon besser, auch arme Leute zur Ader zu lassen. Denn wo käme man sonst hin?
  5. #204

    So ist eben die neoliberale Welt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Millionen Frauen müssen trotz harter Arbeit fürchten, im Alter arm zu werden. Gefährdet sind laut Sozialministerium vor allem Minijobber. Deren Rente liegt selbst nach 45 Arbeitsjahren unter 140 Euro im Monat.

    Altersarmut bei Frauen: 45 Jahre gearbeitet - 140 Euro Rente - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Der Staat ermöglicht es den Firmen die Tarifverträge auszuhebeln und erzeugt damit Lohnskaven\innen die dann im Alter fallen gelassen werden.

    Mini\EinEuro-Jobber halt eben. Wenn die Solidarität in der Gesellschafft weiter weggezüchtet wird, interessiert sich bald keiner mehr für die Unterpriviligierten. Man investiert lieber in Mauern Zäune und Überwachungsanlagen um sich vor dem Pöbel zu schützen.

    Das nenne ich wahrlich spätrömische Dekadenz. Wir entwickeln uns Kulturell zurück von einer Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft zu einer monetären Oligarchie ohne jegliche soziale Skrupel.

    Ich versuche mit allen Mitteln dagegen zu halten, aber die Kommentare Beispielsweise zu den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst zeigen ganz deutlich wie weit fortgeschritten die Entsolidarisierung der Gesellschaft schon fortgeschritten ist.

    Genauso ist es bei Grossprojekten: Alle wollen Windstrom und ein Atomares Endlager und ein Fernstromnetz, aber nur vor der Tür anderer Leute.

    Solidarität ? Wie schreibt man das ? Keiner will zu gunsten der Allgemeinheit irgendwelche Einschränkungen hinnehmen, wie komme ich denn dazu ? Und überhaupt, wer Steuern zahlt ist schön blöd, wozu gibt es denn die Schweiz ?

    Vielleicht führen wir bald wieder die geplante Euthanasie für Sozialrentner und Jugendliche mit IQ unter 80 ein, die liegen uns ja sowieso nur ein Leben lang auf der Tasche.

    Fricklerzzz
  6. #205

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Millionen Frauen müssen trotz harter Arbeit fürchten, im Alter arm zu werden. Gefährdet sind laut Sozialministerium vor allem Minijobber. Deren Rente liegt selbst nach 45 Arbeitsjahren unter 140 Euro im Monat.

    Altersarmut bei Frauen: 45 Jahre gearbeitet - 140 Euro Rente - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Sehr geehrte Frau von der Leyen,

    Sie sagen:

    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Geringverdienern ab 2013 mit der Zuschussrente helfen. Davon sollen auch Minijobber profitieren, sofern sie selbst Beiträge zahlen, genügend Versicherungsjahre vorweisen können und von 2014 an zusätzlich privat oder betrieblich vorsorgen.
    Diese Menschen sind Minijobber, MINI! , selbst Beiräage zahlen und zuätzlich privat vorsorgen.

    Ich möchte ise darauf hinweisen, daß ein Minijob BIS ZU 400€ im Monat bringt.

    Ich zweifle hiermit offiziell ihre charakteerliche und vor allemm intelektuelle Leistungsfähigkeit an. Sie sind ungeeignet, da Sie nicht in der Lage sind, die Realität zu sehen und Ihre Forderungen und Wünsche auf dieser abzubilden.

    Um es für Sie Minderintellligente mal einzudampfen:

    WOVON soll ein Minijober seine eigenne Rentenebiträge aufstocken und zusätzlich noch privat vorsorgen. WOVON?
  7. #206

    Rentenformel

    Zitat von Nemetz Beitrag anzeigen
    Diese nichtsnutzen Griffelspitzer in Berlin bei der BfA verbraten sage und schreibe ca. 14% aller Zwangsversichertengelder fuer die eigene Verwaltung, alleine in Berlin 21.500 Angestellte - mit ein paar Clicks koennen die dort Zwangsversicherten ohne jedes Problem den Landesversicherungsanstalten zugeschlagen werden mit der Folge ganz massiver Kostensenkungen, die wiederum Kleinrentnern ohne Umweg zugute kommen.
    das wäre wirklich ein hoher Verwaltungsanteil.

    Dessen Entschlackung hat aber für die berechneten Renten keine Relevanz.
  8. #207

    Altersarmut für Selbständige nach Insolvenz

    In den den ganzen Überlegungen vergisst man die kleinen Betriebe und Handelsvertreter in Deutschland! Es wurde mir alles, was ich für mein Alter gespart habe gnadenlos weggenommen! Lebensversicherung + 3 Wohnungen, jetzt muss ich Grundsicherung beantragen! Eingereicht am Mai 2011 und bis heute nur Ablehnungen , mit allen möglichen und verleumderischen Begründungen! Um unsere Probleme sollte man sich auch mal kümmern, meine Rente nach 48 Jahren Arbeit ( nie arbeitslos ) 128€ ! Mein größter Fehler war eine Lebensversicherung abzuschließen, ich hätte diese Gelder in der Rentenkasse einzahlen müssen, dann hätte man mir diese Gelder nicht wegnehmen dürfen!
    Wenn mir Freunde nicht helfen würden, wäre ich unter einer Brücke in Berlin zu finden! 35 Jahre habe ich meinen gelähmten Bruder bis zu seinem Tod gepflegt ! Meine Mutter 10 Jahre, habe 3 Söhne groß gezogen ! Meine ex Frau hat mich aus meinem Zuhause raus geklagt und Hilfe bekomme ich von diesem Staat nicht! Wenn ich dann die ungerechte Überversorgung von Wulf von über 16.000€ lese-könnte ich von morgens bis Abends nur noch ko..n ! Es ist ein großes Unrecht, was in Deutschland abgeht!!
  9. #208

    Zitat von Traffical Beitrag anzeigen
    auch die sehr beliebte Form offiziell nur einen 400 eurojob zu machen, der Rest wird schwarz bezahl, führt im Alter zu eine Grundsicherung. Anders wird man nicht eingestellt.
    In vielen Branchen (Gaststätten - Hotel) ist dies üblich. Auch jeder Aufstocker fällt in Alter in die Armut. Jeder Vollzeitarbeiter der im Niedriglohnsektor, vorallem Zeitarbeit, wird da landen. Zeitverträge, lange Parktika, kürzere Zeiten von Arbeitlosigkeit summieren sich. Ausbildungs und Studienjahre werden meines Wissens auch nicht mehr angerechnet.
    Ja leider, die Kosten eines Mitarbeiters sind eben nciht unerhelblich und müssen erwirtschaftet werden.

    Beispiel:

    Sie verdienen 1800 € brutto.

    Sie erhalten daraus 1249,12 € netto
    Sie kosten den AG 2153,07 € zzgl Unfallversicherung, Betriebsgenossenschaft, also um die 2200€.

    Sie bekommen aber nur 1249,12 raus von dem ,was für Sie aufgewendet wird. Das ist minimal etwas über die Hälfte. Und ob nun Gäste im Hotel da waren, oder im Resatuarant, interessiert hierbei nicht.
    Die Kosten kommen jeden Monatsanfang, Steuern und Abgaben jedes Monatsende. Egal was passiert.
  10. #209

    Mal abgesehen von Minijobbern, ich glaube dass die Altersarmut, welche vielen Menschen in den nächsten jahren droht, von den Regierenden völlig unterschätzt wird. Oder bewußt ausgeblendet wird. Beides ist verwerflich.

    Gerade im Osten gehen in den nächsten Jahren viele Menschen mit einer ab 1990 unterbrochenen Erwerbsbiografie in Rente. Mitte der 90er Jahre hätten diese Leute noch Glück gehabt, denn unter Bimbes-Kohl wurden gesunde 55-jährige mit vollen Bezügen in Rente geschickt. Heute gibt es Hartz4, Teilzeit, Zeitarbeit etc.

    Aber unsere Politiker haben wichtigeres zu tun. Der Temperaturanstieg muß begrenzt werden. Die jüngeren unter uns werden 2050 erleben, dass auch dieses unsinnige Ziel verfehlt wurde und sich die Welt trotzdem weiterdreht.

    Und unsere verantwortliche Reichs- pardon Bundesarbeitsministerin? "Sozial ist was Arbeit schafft" Toller Spruch, gab es in abgewandelter Form schon mal.