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Alternativer Antrieb: Brennstoffzellen fehlt die Wasserstoff-Tanke

Sie ist leise, stark und sauber: Eigentlich wäre die Brennstoffzelle der ideale Antrieb für das Auto - wenn es denn eine Infrastruktur für Wasserstoff gäbe. Mittlerweile ist die Technik zwar so gut wie serienreif, aber die Markteinführung noch immer offen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...753119,00.html
  1. #1

    ...höchst explosiv

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie ist leise, stark und sauber: Eigentlich wäre die Brennstoffzelle der ideale Antrieb für das Auto - wenn es denn eine Infrastruktur für Wasserstoff gäbe. Mittlerweile ist die Technik zwar so gut wie serienreif, aber die Markteinführung noch immer offen.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...753119,00.html
    ...das Problem ist nicht neu, denke ich, aber immer noch brandaktuell, doch eben ein Politikum, vergleichbar etwa dem jeweiligen Austitrieren des Ölpreises:
    man stelle sich doch mal vor, Öl würde nicht mehr gebraucht?
    Die Ölmultis würde eben umsatteln auf Wasserstoff, aber was würde dann aus den heute noch Öl- oder Erdgas-produzierenden Ländern, speziell den dann wieder bettelarmen arabischen Staaten?, die klugen Saudis vielleicht ausgenommen?
  2. #2

    Es fehlt nicht nur die Wasserstoff-Tankstelle ...

    ... es fehlt auch der Wirkungsgrad. Die Umwandlung Strom -> Wasserstoff -> Strom bringt es gerade mal auf 25%. Zum Vergleich Strom -> Akkuladung -> Strom erreicht mit guten Ladegeräten und Akkus über 80%.

    Die Brennstoffzelle taugt somit eher weniger für die Basisversorgung mit Mobilität. Denkbar ist aber, in Elektroautos eine kleine Brennstoffzelle einzubauen, die den Akku nachlädt, wenn dessen Ladung zur Neige geht.


    Jag
  3. #3

    Ideologie pur!

    Im Grunde wird der Brennstoffzellenantrieb wieder einmal auf ideologischer Ebene bekämpft, weil er nicht in das Raster der Glaubenskrieger aus der Ökoecke passt.
    Bei der Diskussion wird beispielsweise total unterschlagen, dass Wassertsoff, der kaum Verwendung findet, in größerem Ausmaß in der chemischen Industrie anfällt. Aufbereitet koönnte er für eine nennenswerte Zahl -zumindest für einige 10000-von Brennstoffzellenfahrzeugen als Startenergie quasi kostenlos und CO2 frei zur Verfügung stehen. Darüber hinaus liefern Windkraftwerke und auch viele Solarzellenanlagen zu Zeiten Strom, in der er mangels Speichermöglichkeiten keine sonstigen Verwendungen bestehen. Hier könnte ebenfalls in großem Stil Wasserstoff fsat CO2-frei hergestellt werden. Schwachlastzeiten von konventionellen Kraftwerken würden sich ebenfalls hervorragend dafür eignen.
    Die Angabe, von der eingesetzten Energie kämen thermisch nur ca. 16 % (600 % Ausgangsenergie) grenzt an Bösartigkeit. Verschwiegen wird dabei, dass die heute eingesetzten Verbrennungsfahrzeuge beim thermischen Wirkungsgrad ab Quelle gerechnet noch deutlich schlechter abschneiden und außerdem wird bei der Betrachtung des Brennstoffzellenantriebs mit unrealistischen "verschlechternden" Annahmen gerechnet. Bei dem Wert für die Batteriefahrzeuge (150%) wird offensichtlich der thermische Wirkungsgrad der Kraftwerke (ca. 50 %) von vornherein unterschlagen. Also letztlich ein tendenziöser Äpfel-Birnen-Vergleich erzeugt.
  4. #4

    Ökologische Produktion von Wasserstoff ist möglich!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie ist leise, stark und sauber: Eigentlich wäre die Brennstoffzelle der ideale Antrieb für das Auto - wenn es denn eine Infrastruktur für Wasserstoff gäbe. Mittlerweile ist die Technik zwar so gut wie serienreif, aber die Markteinführung noch immer offen.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...753119,00.html
    Bei der industriellen Erzeugung von H2 werden fossile Brennstoffe oder auch Biogas verwendet, weil die Elektrolyse von Wasser zu energieaufwendig ist und nur 57% der verwendeten Energie bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird. Deswegen, also aus Kostengründen, spaltet die Industrie den Wasserstoff lieber von fossilen Brennstoffen ab. Derartiges H2 ist also im Betrieb umweltfreundlich, nicht aber in der Produktion.

    Es geht aber auch anders. Zwei Wege möchte ich aufzeigen.

    Der erste besteht im Grunde nur aus einer mathematisch-logischen Bewertung des Begriffs "Energieeffizienz". In einer Großproduktion von H2 muss in der Tat neben den Investionen in die technischen Anlagen und Personal bezahlter Strom aufgewendet werden, um H2 zu erzeugen. Da bei der Elektrolyse nur etwa 57% der aufgewendeten Energie am Ende zur Verfügung stehen, ist die großindustrielle Elektrolyse ökonomisch und ökologisch ineffektiv. Deswegen entscheiden sich die Chemiekonzerne für chemische Reaktionen, bei denen H2 von von Kohlenwasserstoffverbindungen (in der Regel Erdöl) abgespalten werden. Das ist ökonomisch deutlich besser, ökologisch natürlich genauso fragwürdig.

    Anders sieht es aus, wenn man H2 nicht in Großproduktion verwenden würde, sondern beim Verbraucher. Verwendet der Verbraucher Strom aus Photovoltaik, Wind- und wenn vor Ort vorhanden Wasserkraft, der sowieso verpuffen würde, entweder weil Energiegewinnung bislang noch gar nicht vor Ort betrieben wurde, oder wenn, die aus Überschusszeiten (Wind- und Wasserkraft in der Nacht oder bei starkem Sonnenschein am Tag) dann spielt die Energieeffizienz eigentlich keine Rolle mehr. 57% Energieausbeute sind IMMER besser als 100% Verpuffung. Diese selbst erzeugte Wasserstoffmenge wird mit Sicherheit immer dazu ausreichen, Stadtfahrten und die Wege zum Arbeitsplatz mit Wasserstoffautos ohne Zukauf von Energie aus der Tankstelle zu erledigen.

    Der zweite Ansatz könnte sich ableiten von Forschungsfortschritten, die am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA erzielt wurden. Dort wurde mit Hilfe neuer Elektroden erreicht, dass die Elektrolyse einfacher und effektiver abläuft. Das eröffnet auch der Industrie neue Möglichkeiten. Es könnte aber auch die heimische Produktion, die ich unter Punkt 1 ausführte, effektiver machen, also MEHR mobile Energie zur verfügung stellen.

    Wie man leicht ersehen kann, haben wir es mit einer politisch ökonomischen Problemstellung zu tun, weniger mit einer ökologisch-technischen. Denn würden derartige Konzepte umgesetzt werden, würde ein Großteil des Tankstellen- und Heizöllieferantenumsatzes wegfallen. Man muss kein Hellseher sein, um die heftigen Lobbyaktivitäten gestern, heute und morgen genau damit in Verbindung zu bringen.

    Noch einmal: Regenerative Energien ohne dezentrale Produktion machen aus meiner Sich keinen Sinn. Biomasse darf niemals über den sowieso anfallenden Abfall hinaus in den Energiemix einfließen.
  5. #5

    wettbewerb ermöglichen!

    evus kleiner machen => lobbyismus und monopole reduzieren.
    dann haben kreative entwickler eine chance und müssen nicht für die schublade der "beharrenden" evus produzieren.
  6. #6

    Aber E10 geht?

    Was für ein selten dämliches Argument!

    Es gibt offensichtlich kein Problem, E10 einzuführen, soll aber ein Problem geben, Wasserstoff einzuführen?

    Gesetz machen - fertig !

    Selten so einen Artikel ohne Minimalkritik gelesen!
  7. #7

    Unsinn und Propaganda...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie ist leise, stark und sauber: Eigentlich wäre die Brennstoffzelle der ideale Antrieb für das Auto - wenn es denn eine Infrastruktur für Wasserstoff gäbe. Mittlerweile ist die Technik zwar so gut wie serienreif, aber die Markteinführung noch immer offen.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...753119,00.html
    "Eigentlich wäre die Brennstoffzelle der ideale Antrieb für das Auto..." - wenn nur der Konjunktiv nicht wär´.

    Die Wasserstofftechnologie setzt sich nie durch, weil die Wirkungsgrade zu gering sind. Es ist immer noch der alte, energiefressende Zerknalltreibling, der den Antrieb macht.

    Der Viertaktmotor hat mit Ach und Krach einen Wirkungsgrad von 24%. Die Energiewandlung von Sonnenlicht in Wasserstoff ist bisher die gleiche, wie die für Elektroantriebe. Der Elektromotor hat aber einen Wirkungsgrad von bis zu 96% und dazu arbeitet er mit Bremsenergie als Generator.

    Die Akkumulatorentechnologie wird immer besser. Es bleibt als Resümee: der Verbrennungsmotor wird nur aus Konservativismus und Lust am "Gebrüll", dem Motorengeräusch, bevorzugt. Reine Nostalgie und Potenzallüren also und in Zukunft und heute nicht wettbewerbsfähig.
  8. #8

    Wasserstoff aus Afrika

    Zitat von Benjowi Beitrag anzeigen
    Im Grunde wird der Brennstoffzellenantrieb wieder einmal auf ideologischer Ebene bekämpft, weil er nicht in das Raster der Glaubenskrieger aus der Ökoecke passt. [..........]
    Aufbereitet koönnte er für eine nennenswerte Zahl -zumindest für einige 10000-von Brennstoffzellenfahrzeugen als Startenergie quasi kostenlos und CO2 frei zur Verfügung stehen. [....]Die Angabe, von der eingesetzten Energie kämen thermisch nur ca. 16 % (600 % Ausgangsenergie) grenzt an Bösartigkeit. Verschwiegen wird dabei, dass die heute eingesetzten Verbrennungsfahrzeuge beim thermischen Wirkungsgrad ab Quelle gerechnet noch deutlich schlechter abschneiden [.....].
    Manche diskutieren die solare Stromerzeugung in der Wüste und den aufwendigen Energietransport über Höchstspannungs-Gleichstromnetze nach Europa. Warum eigentlich nutzen wir den in der Wüste zu erzeugenden Strom nicht zur Seewasserelektrolyse an der Küste und transportieren den so gewonnenen Wasserstoff per Tankschiff nach Europa? Das fände ich viel sicherer als den Transport von Elektroenergie oder Öl. Und es könnte eine gute Hilfe sein für die in Nordafrika neu entstehenden (hoffentlich) demokratischen Staaten sowie für eine vom Öl unabhängige Energieversorgung.
    Gruß Hermann
  9. #9

    der markt wird es regeln

    Zitat von andir Beitrag anzeigen
    ...Es gibt offensichtlich kein Problem, E10 einzuführen, soll aber ein Problem geben, Wasserstoff einzuführen?
    Gesetz machen - fertig!...
    alternativen zum benzin werden sich über den preis durchsetzen.
    wenn sich die leute keine benziner mehr leisten können, sich die kostenkurven schneiden, werden mögliche ersatzantriebsstoffe von den konsumenten angenommen. sei es batteriestrom, wasserstoff oder eine noch gar nicht existente, aber langersehnte, heiss erflehte, lösung - möglicherweise wieder aus dem ländle der tüftler und erfinder? ;-)








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