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Alt-Bundespräsident Horst Köhler: "Ein bisschen Verständnis, wenn es knirscht"

Horst Köhler, Bundespräsident a.D.,*hat sich indirekt zur Causa Wulff geäußert. Er warb um Verständnis dafür, dass es in der Politik manchmal knirsche. Den Namen seines umstrittenen Amtsnachfolgers nannte er allerdings nicht.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...807830,00.html
  1. #1

    Köhler + Wulff sind nicht vergleichbar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Horst Köhler, Bundespräsident a.D.,*hat sich indirekt zur Causa Wulff geäußert. Er warb um Verständnis dafür, dass es in der Politik manchmal knirsche. Den Namen seines umstrittenen Amtsnachfolgers nannte er allerdings nicht.

    Alt-Bundespräsident Horst Köhler: "Ein bisschen Verständnis, wenn es knirscht" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Sehr verehrter Herr Köhler,

    ich gehe davon aus, dass Sie aus Gewissensgründen zurückgetreten sind, weil Sie die von der Bundesregierung beschlossenen Gesetze nicht mit Ihrem Amtseid (zum Wohle des Volkes) und Ihrem Gewissen vereinbaren konnten. Das empfinde ich als honorig und integer, wenngleich Sie uns mit Ihrem Rücktritt einen Nachfolger beschert haben, der den Titel "Bundespräsident" nicht verdient. Aber das ist nicht Ihr Verschulden, sondern der parteipolitischen Taktik der Bundeskanzlerin, die inzwischen eh alle Werte über Bord geworfen hat (siehe Verteidigung Guttenberg und Wulff), anzukreiden.

    Es gereicht Ihnen zur Ehre, dass Sie Ihren Nachfolger indirekt in Schutz nehmen. Nur, sehr verehrter Herr Köhler, einen Mann in Schutz zu nehmen, der sich nicht dem deutschen Volke, sondern seinen eigenen kleinen finanziellen Interessen und Vorteilen verpflichtet fühlt und der die im Grundgesetz verankerte Pressefreiheit mit Füßen tritt, ist mit Ihnen schlichtweg nicht vergleichbar!

    Ein Bundespräsident wie Wulff, der das Grundgesetz nicht versteht, kann kein Bundespräsident sein, er sollte nicht einmal Mitglied einer demokratischen Partei sein!

    Fazit: Zwischen Ihnen und Herrn Wulff liegen unvergleichbare Welten!
  2. #2

    Lieber ein Wort von von Weizsäcker...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Horst Köhler, Bundespräsident a.D.,*hat sich indirekt zur Causa Wulff geäußert. Er warb um Verständnis dafür, dass es in der Politik manchmal knirsche. Den Namen seines umstrittenen Amtsnachfolgers nannte er allerdings nicht.

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    ... als Sätze von einer beleidigten Leberwurst.
  3. #3

    Der Herr Köhler fühlte sich als Bundespräsident selbst von der Presse auf den Schlips getretten. Er war diesbezüglich übertrieben zart beseidet. Es ist also kein Wunder, wenn er sich nun bei denen einreiht, die sich mehr darüber empören, dass Politiker öffentlich kritisiert werden, als über das, was die Ursache der Kritik ist. Wir alle wissen, dass in unserer Gesellschaft nicht alles gerecht zugeht. Aber muss man das auch noch sanktionieren? Jeder kleine Beamter wird zur Rechenschaft gezogen, kriegt die fristlose Kündigung und verliert die Pensionsansprüche und ein Bundespräsident, bzw. Ministerpräsident, der uns alle repräsentieren, bzw. vertreten soll und dafür noch sehr gut bezahlt wird und trotzdem die Taschen nicht voll genug bekommt, für den gelten andere Regeln? Wie denken denn Merkel und Co in dieser Sache, etwas so: "ein bischen Klüngel mit Industriellen zum eigenem Vorteil, was ist schon dabei, liebe Bürger, regt Euch deswegen nicht so auf und hört nicht auf die bösen Medien". Ich denke an Bella-Italia!
  4. #4

    Verharmlosung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Horst Köhler, Bundespräsident a.D.,*hat sich indirekt zur Causa Wulff geäußert. Er warb um Verständnis dafür, dass es in der Politik manchmal knirsche. Den Namen seines umstrittenen Amtsnachfolgers nannte er allerdings nicht.

    Altbundespräsident Horst Köhler: "Ein bisschen Verständnis, wenn es knirscht" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es ist schon erschreckend, wenn Herr Köhler die Korruptheit und Verlogenheit von Wulff ebenso wie dessen versuchte Nötigung als ein "Knirschen" verharmlost.
    Nein, Wulff gehört aus dem Amt gejagt. Gerne auch geteert und gefedert auf einer Eisenbahnschwelle.
  5. #5

    Sehr geehter Herr Köhler,

    Sie schulden demjenigen, der Ihre Alimentation trägt, immer noch die Antwort, warum Sie das Amt verlassen haben.
    Man hat auch Pflichten !
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Horst Köhler, Bundespräsident a.D.,*hat sich indirekt zur Causa Wulff geäußert. Er warb um Verständnis dafür, dass es in der Politik manchmal knirsche. Den Namen seines umstrittenen Amtsnachfolgers nannte er allerdings nicht.

    Altbundespräsident Horst Köhler: "Ein bisschen Verständnis, wenn es knirscht" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ach je, bislang hielt ich recht viel von Köhler, nach diesen seinen naiven Verharmlosungen hat sich das aber erledigt.
  7. #7

    Wenn es knirscht

    Ja, wenn die Bürger wegen dieser unmoralischen Selbstbedienungsmentalität der Politkaste (Vorteilsnahme nach 331 StGB) mit den Zähnen knirschen.

    Köhler machte schon in seiner Regentschaft auf mich oft einen eher unbedarften Eindruck.
  8. #8

    Jetzatla ...

    endlich versteht auch der Steuermichel, warum Köhler auch nach seiner Amtszeit ein solch fürstliches Gehalt beziehen MUSS. Derart zeitlos geistreiche Erkenntnisse kann es natürlich nicht zum Nulltarif geben.

    "Politiker braucht man" als Entschuldigung für alle Entgleisungen, oder was. Steuerbürger sind ein ebenso notwendiges Übel (für die Politiker). Aber welche Vorteilsnahme lässt man uns deswegen durchgehen ?
  9. #9

    Jeder ist in irgendeinem Wissensbereich "unbedarft"

    Zitat von stanislaus2 Beitrag anzeigen
    Köhler machte schon in seiner Regentschaft auf mich oft einen eher unbedarften Eindruck.
    "Unbedarft" heißt nicht dumm und ist auf jeden Fall besser und honoriger als ein abgebrühter, unberechtigter Vorteilsnehmer oder Schnorrer wie Wulff. Ich glaube, Gauck könnte man noch mehr als "unbedarft" einstufen, denn er hatte noch nie (im Gegensatz zu Köhler) richtig mit Geld zu tun, sondern hat sich eher seinen religiös-moralischen Ansprüchen gewidmet.








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