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Als Lehrerin in China : Gemeinschaft - Jeder ist sich selbst der nächste

Katja MeußSechs Jahre lang unterrichtete Katja Meuß, 61, an einem chinesischen Elite-Gymnasium. Bis zuletzt war sie befremdet: Teamarbeit ist verpönt, gewinnen gefordert und wer Fehler macht, wird ausgelacht. Ein Erfahrungsbericht.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...824360,00.html
  1. #1

    beruhigend!

    wäre ja noch schöner, wenn dieses milliardenvolk hunderttausende kreative köpfe hervorbringen würde!

    nein, liebe chinesen - wir denken und entwickeln - und ihr beschränkt euch weiter auf das "abkupfern" unserer ideen - so haben wir beide was davon...
  2. #2

    Kulturexperiment - gescheitert

    Das mag jetzt verkürzt klingen - aber China ist letztlich das grösste sozio-kulturelle Freiluftexperiment der Erde.

    Ein-Kind-Politk (damit verbundenes "Optimierungsbedürfnis" von Seiten der Eltern hinsichtlich des einzigen Nachkommens) + Ein vom Westen "abgekupferter" Leistungsbegriff, der aber völlig aus dem kulturgeschichtlichen Kontext herausgerissen wurde (Sowas wie charakterliche Grösse, Teamgeist oder "Edelmut" gegenüber Verlieren scheint man nicht kopieren zu wollen...) + Ein im Grunde positives (aber mittlerweile pervertiertes) konfuzianisches Ethikverständis = Eine Gesellschaft, der es am Selbstverständnis als Solidar- und Schicksalgemeinschaft komplett mangelt, sich dafür aber einem mechanistischen Leistungs- und Konformitätsbegriff verpflichtet fühlt.

    Solche Gesellschaften bringen keine konstruktiven Querdenker hervor, weil selbige schon im Frühstadium aussortiert werden - oder später im Gefängnis landen.
  3. #3

    Ha, ha von wegen nur chin. Problem

    Ein Besuch an der deutschen Botschaftsschule in Peking hätte gezeigt das es noch perverser zu gehen kann, zumindest ist das meine Erfahrung. 12.000,00 € für 1 Jahr bezahlt mit null Ergebnis für meinen Sohn. Er ist damals eingeschult in der Hoffnung das er seine deutschkenntnisse verbessert und schon nach 3 Monaten fiel der Schule nichts Besseres ein als mir zu schreiben das es für mein Sohn besser wäre er würde auf eine chinesische Schule gehen. Er hätte keinen deutschen Background bzw. er würde nicht wie gefordert zu Hause lernen und vergäße häufig div. Schulmaterialien.
    Dabei war der Schule von Beginn klar gemacht worden das es nicht einfach werden würde. Ich bin Auslandsmonteur und nicht nur in China tätig, meine Frau ist Chinesin spricht aber nur englisch und kein deutsch.
    Nachdem ich damals (2009) das Schulgeld überwiesen hatte war es auch schon aus mit der "Gemeinschaft". Nicht ein einziger Moment wo ich das Gefühl gehabt hätte das man den Jungen in die Gemeinschaft einbezogen hätte und unterstützt hätte. Stattdessen immer nur ein Rumgejammere das bei den Jungen zuhause keiner deutsch spräche.
    Also, bevor man sich bei anderen Schulen sich auslässt, sollte man lieber erstmal vor der eigenen Haustür saubermachen und dann hätte man immer noch Zeit sich etwas weiter aus den Fenster zu lehnen.
    PS: Nach einen Jahr musste ich den Jungen von der Schule nehmen quasi ohne Resultat. Soviel zum Thema: Jeder ist sich selbst der Nächste
  4. #4

    Als Lehrerin in China

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sechs Jahre lang unterrichtete <i>Katja Meuß</i>, 61, an einem chinesischen Elite-Gymnasium. Bis zuletzt war sie befremdet: Teamarbeit ist verpönt, gewinnen gefordert und wer Fehler macht, wird ausgelacht. Ein Erfahrungsbericht.

    Als Lehrerin in China: Gemeinschaft - Jeder ist sich selbst der nächste - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Nach mehr als zweijähriger Lehrtätigkeit als Dozent für deutsche Sprache und Literatur an einer chinesischen Universität (in dieser Zeit habe ich auch Frau Meuß kennen gelernt), kann ich ergänzen, das
    Meuß' kritische Sicht in vielen Facetten auch für die chinesischen Hochschulen Gültigkeit hat. Allerdings sollte man auf das "System" und die Studierenden einen jeweils eigenen Blick haben. Jeder, der China näher kennen gelernt hat, weiß, dass das, was wir modernistisch 'System' nennen, in China auf einem viele Jahrhunderte alten kulturellen Geflecht beruht, das zu verändern mehr als wenige Jahrzehnte benötigt. Umso größer muss die Achtung vor der Anpassungsleistung derjenigen chinesischen Studierenden sein, die nach Deutschland kommen und hier unter unserem System und unseren Lebensbedingungen nicht nur erfolgreich studieren, sondern danach in vielen Fällen auch erfolgreich berufstätig sind.
  5. #5

    .

    Zitat von eldro Beitrag anzeigen
    Nach mehr als zweijähriger Lehrtätigkeit als Dozent für deutsche Sprache und Literatur an einer chinesischen Universität (in dieser Zeit habe ich auch Frau Meuß kennen gelernt), kann ich ergänzen, das
    Meuß' kritische Sicht in vielen Facetten auch für die chinesischen Hochschulen Gültigkeit hat. Allerdings sollte man auf das "System" und die Studierenden einen jeweils .....
    Und welch arrogantes creatives Hirn kann nur soweit denken dass das eigene System auf jeden Fall "besser" ist?
    Der ganze Artikel ist wieder der übliche arrogante Müll, der über eine andere Kultur ausgeschüttet wird, weil sie nicht kompatibel ist. So haben die arroganten Europäer schon vor hunderten von Jahren über Afrikaner und andere Völker geredet.

    Wenn diese Frau 6 Jahre in China unterrichtet hat, und nur Negatives erfahren hat, dann sollte sie mal in sich selbst geht und fragen, wie weit es mit ihrer Kreativität Lernfähigkeit bestellt ist.








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