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Alltag in Palästina: Kalter Fisch gegen Fieber

Die Medizin entwickelte sich in der Antike zur Wissenschaft, praktizierte Operationen und Arzneikunde. Doch die Erfolgsquote war gering - Jesu Zeitgenossen setzten auf Wunderheilungen.

http://www.spiegel.degeschichte/0,1518,805197,00.html
  1. #10

    Alle Schrift [ist] gottgehaucht

    Zitat von digitalesradiergummi Beitrag anzeigen
    Handelt es hier im geschichtssoziologische Quacksalberei?
    Jesus hatte kein Geschäftsmodell, und war auch kein Wunderheiler.
    Es gibt eine Zahl von Episoden in der Bibel (NT) über Jesu.
    Wenn man nun irgendwie wissenschaflich an die Sache
    ranginge, würde man mitunter für die damalige
    Gesellschaft ähnliches wie über unsere feststellen.
    Lauter Quellen für pschysomatischer Erkrankunken.
    Jesus brachte hier Erlöserwissen
    Das kann man in die heutige Zeit mitnehmen.
    Ich übersetze pschysomatisch = psychosomatisch = Eigenschaftswort zu Psychosomatik (altgr. ψυχή psyché für Atem, Hauch und Seele und σῶμα soma für Körper, Leib und Leben). Warum sagen Sie eigentlich nicht gleich seelisch-körperlich? Eine Seele ohne Körper hätte es im Leben möglicherweise ebenso schwer wie ein Körper ohne Seele. Aber um das den Weisen mitzuteilen, benötigt man wohl so einen Seelenfänger. Hier natürlich im positiven Sinne: einer, der die Seelen der Menschen interessieren kann.

    Interessant z.B.:
    Das Pfingstwunder (Apostelgeschichte 2): Vnd man sahe an jnen die Zungen zerteilet / als weren sie fewrig / Vnd er satzte sich auff einen jglichen vnter jnen /vnd wurden alle vol des heiligen Geists / Vnd fiengen an zu predigen mit andern Zungen / nach dem der Geist jnen gab aus zusprechen.

    Passend dazu: 1 Korinther 12.
    ... Vnd es sind mancherley Krefften / aber es ist ein Gott / der da wircket alles in allen.
    ...
    Einem andern der Glaube / in dem selbigen Geist. Einem andern die Gabe gesund zu machen / in dem selbigen Geist.
    ...
  2. #11

    Jesus war kein Geschäftsmann...

    "Geschäftsgrundlage"
    "aufstrebende Wanderprediger"

    Klingt ja fast wie die Geschichte eines tüchtigen Tellerwäschers, der zum Wohlstand gelangen möchte. Sozialer Status/Prestige, Konformität, Neid, Missgunst etc.

    Als Katholik weiß ich nicht, ob ich darüber lachen soll, Jesus mit den Absichten und der Mentalität eines heutigen Durchschnittsmenschen gleichzusetzen, oder ob ich darüber traurig sein soll wegen der Ignoranz.

    P.S.: die industrialisierte Medizin kennt heute natürlich allerhand Gegenmittel gegen allerhand Krankheiten. Aber das Fließbandmäßige abarbeiten von Patienten mit massivem Medikamentenverbrauch produziert auch eine Menge nur vordergründig gesunder Menschen. Der Mensch ist aber auch Seele, soviel zum Handauflegen.
  3. #12

    Schulmedizin auch nicht der Weisheit letzter Schluss

    Jeder, der sich einmal ernsthaft mit der Geschichte der Medizin auseinander gesetzt hat, kann erkennen, dass es sich dabei nicht um einen eindimensionalen Fortschritt handeln kann, sondern um das gegenseitige Sich-Ablösen verschiedener Modelle. Demnach bedingen die verschiedenen Perspektiven auf den Menschen und Krankheit/Gesundheit immer eine Konzentration auf bestimmte Aspekte. Es geht nicht darum, die Erkenntnisse der Schulmedizin von heute zu marginalisieren, aber es gibt durchaus auch "antike" Heilmethoden, die Bereiche abdecken, in denen die heutigen Mediziner nicht weiterkommen.
    Das wären z.B. die Probleme der modernen Medizin, auf den Menschen an sich und nicht nur seine Krankheit einzugehen, was sich angesichts einer einseitig naturwissenschaftlichen Ausrichtung eben nicht leisten läßt. Da sind andere Perspektiven hilfreich, ob sie nun als religiös/magisch, ganzheitlich oder psychosomatisch bezeichnet werden.
    Und Kohlgewächse aus der Familie der Kreuzblütler lassen sich auch heute noch erfolgreich gegen Hautleiden und allerlei Verdauungsprobleme einsetzen, außerdem wurden durch Kohlwickel schon etlichen Menschen Amputationen wegen tiefen Nekrosen und Entzündungen erspart, denen die Schulmediziner mit Antibiotika nicht mehr Herr geworden sind.
  4. #13

    Zitat von Semmelweis Beitrag anzeigen
    Jeder, der sich einmal ernsthaft mit der Geschichte der Medizin auseinander gesetzt hat, kann erkennen, dass es sich dabei nicht um einen eindimensionalen Fortschritt handeln kann, sondern um das gegenseitige Sich-Ablösen verschiedener Modelle. Demnach bedingen die verschiedenen Perspektiven auf den Menschen und Krankheit/Gesundheit immer eine Konzentration auf bestimmte Aspekte. Es geht nicht darum, die Erkenntnisse der Schulmedizin von heute zu marginalisieren, aber es gibt durchaus auch "antike" Heilmethoden, die Bereiche abdecken, in denen die heutigen Mediziner nicht weiterkommen.
    Das wären z.B. die Probleme der modernen Medizin, auf den Menschen an sich und nicht nur seine Krankheit einzugehen, was sich angesichts einer einseitig naturwissenschaftlichen Ausrichtung eben nicht leisten läßt. Da sind andere Perspektiven hilfreich, ob sie nun als religiös/magisch, ganzheitlich oder psychosomatisch bezeichnet werden.
    Und Kohlgewächse aus der Familie der Kreuzblütler lassen sich auch heute noch erfolgreich gegen Hautleiden und allerlei Verdauungsprobleme einsetzen, außerdem wurden durch Kohlwickel schon etlichen Menschen Amputationen wegen tiefen Nekrosen und Entzündungen erspart, denen die Schulmediziner mit Antibiotika nicht mehr Herr geworden sind.
    Gerade der Kohl steht heute bei den Molekularbiologen hoch im Kurs. Stichworte: Sulforaphan (hat krebshemmende Wirkungen , sogar auf Krebsstammzellen) und Isothiocyanate. Also waren die Altvorderen - auch ohne Reagenzglas und ausgeklügelte Analysen - aufgrund ihrer Erfahrungen durchaus nicht so ganz daneben...

    Vor allem eines hatten sie uns voraus: Sie schauten noch nach dem ganzen Menschen - inklusive seiner Sehnsüchte, Ängste, Neurosen - und versuchten nicht alles aus seiner Biochemie zu erklären bzw. damit zu therapieren. In Zeiten ständig steigender - bald unbezahlbarer - Ausgaben für immer neue Arzneimittel ein durchaus bedenkenswerter Ansatz.








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