Zitat von
Semmelweis
Jeder, der sich einmal ernsthaft mit der Geschichte der Medizin auseinander gesetzt hat, kann erkennen, dass es sich dabei nicht um einen eindimensionalen Fortschritt handeln kann, sondern um das gegenseitige Sich-Ablösen verschiedener Modelle. Demnach bedingen die verschiedenen Perspektiven auf den Menschen und Krankheit/Gesundheit immer eine Konzentration auf bestimmte Aspekte. Es geht nicht darum, die Erkenntnisse der Schulmedizin von heute zu marginalisieren, aber es gibt durchaus auch "antike" Heilmethoden, die Bereiche abdecken, in denen die heutigen Mediziner nicht weiterkommen.
Das wären z.B. die Probleme der modernen Medizin, auf den Menschen an sich und nicht nur seine Krankheit einzugehen, was sich angesichts einer einseitig naturwissenschaftlichen Ausrichtung eben nicht leisten läßt. Da sind andere Perspektiven hilfreich, ob sie nun als religiös/magisch, ganzheitlich oder psychosomatisch bezeichnet werden.
Und Kohlgewächse aus der Familie der Kreuzblütler lassen sich auch heute noch erfolgreich gegen Hautleiden und allerlei Verdauungsprobleme einsetzen, außerdem wurden durch Kohlwickel schon etlichen Menschen Amputationen wegen tiefen Nekrosen und Entzündungen erspart, denen die Schulmediziner mit Antibiotika nicht mehr Herr geworden sind.