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Allianz-Datenpanne: Die Rache des Detektivs
dapdAus dem Allianz-Konzern sind persönliche Kundendaten an die Öffentlichkeit geraten - Ermittlungsakten, Zeugenaussagen, Kontoinformationen. Es war die Tat eines einzelnen Ermittlers, den das Unternehmen geschasst hatte. Der Fall zeigt: Daten sind bei Großkonzernen kaum zu schützen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...851293,00.html
- #1 21.08.2012 17:10 von
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Ein Datenleck wäre es nur, wenn der Detektiv Daten erhalten hat, die nichts mit seinen Fällen zu tun haben. In jedem Fall hat der Detektiv sich strafbar gemacht. Eine einzige Frage habe ich in diesem Zusammenhang: Wieso beschäftigt die Allianz nicht eigene Detektive? Ein externer Detektiv ist wesentlich teurer als ein angestellter Detektiv. Zusätzlich können Querverbindungen zwischen Geschädigten, Zeugen, ... nur dann aufgedeckt werden, wenn der grosse Überblick behalten wird. Das geht nur in einer eigenen Abteilung.
Beim Volkssport Nummer 1, dem Versicherungsbetrug, müsste noch viel härter durchgegriffen werden. Auch und gerade von den Staatsanwaltschaften und Richtern. - #2 21.08.2012 17:37 von
Ein Datenleck ist ein Datenleck, wenn Daten in irgendeiner Weise an Unbefugte Dritte geraten. Bei festangestellten Detektiven wäre für die Allianz aber die Gefahr um ein vielfaches höher, bei gesetzlich nicht ganz koschere Aktionen, belangt zu werden. Und die Querverbindungen zu analysieren schafft schon das interne Datawarehouse, dafür bedarf es keine eigene Abteilung.
- #3 21.08.2012 17:53 von
Ich kann nicht nachvollziehen warum eine Versicherung bei Betrugsverdacht eigene Ermittlungen anstellen und sich Zugang zu Ermittlungsakten, Bankunterlagen etc verschaffen darf.
Ausserdem ist das ein Armutszeugnis für Staatsanwaltschaft und ermittelnde Behörden.
Sind die nicht in der Lage tatsächliche Betrugsfälle aufzudecken?
Ich als Privatperson habe maximal Akteneinsicht über meinen Anwalt, egal ob ich Geschädigter bin oder Schädiger.
Zur Kopie überlassen darf mir der Anwalt die Unterlagen nicht.
Oder hat sich da was geändert? - #4 21.08.2012 18:34 von
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Das ist eine Versicherung. Letztlich wird jeder Schadensfall geprüft. Bein Altkunden mit unauffälligem Schadensverlauf reicht ein OK vom Vertreter, wenn irgendwas merkwürdig ist, wird untersucht. Soll jede Untersuchung ab Anfangsverdacht von der Polizei gemacht werden? Wer soll das bezahlen?
Es ist ganz trivial. Daten, mit denen Menschen arbeiten, sind letztlich nicht gegen diese Menschen zu schützen. Und wenn die Technik absolut perfekt wäre: ein damit befasster Sachbearbeiter, der jeden Abend nach Feierabend aufschreibt was er noch aus dem Gedächtnis zusammen bekommt, hat nach ein paar Monaten auch eine zur Erpressung ausreichende Datenmenge. Irgendwas ist immer nicht ganz sauber.
Das ist eben so. Datenschutz ist wichtig, aber nie umfassend. Ist wie Diebstahl. Gibt es auch seit es Eigentum gibt, und wird seit dem bekämpft. Und trotzdem gibt es Diebe. Das ist aber kein Argument, die Verfolgung aufzugeben.
Gelassenheit. - #5 21.08.2012 19:16 von
- #6 21.08.2012 20:50 von
Nun ja, in der Praxis ist es doch so
daß ein Versicherungsagent dem klammen Mittelständler sogar einen getürkten Einbruch,Schaufensterschaden usw. sogar vorschlägt.Sowas lässt sich im Milieu gg.Bez. leicht arrangieren. Der Agent kassiert 30% des Schadens, der klamme Geschäftsmann/frau freut sich über ein paar 1000er. Sowas ist sicherlich auch im großem Stil üblich.
- #7 21.08.2012 21:22 von
Wie
Gegen kriminelle Energie kann sich niemand wasserdicht schützen. Das ist nunmal so. Ich empfinde den Artikel als rufschädigend für die Allianz. Immerhin hätte dieser Fall sicher JEDER Versicherung passieren können.
Es wird immer Mitarbeiter geben, die auf sensibele Daten zugreifen können. Wie soll man das verhindern? - #8 21.08.2012 21:30 von
Ihr Weltbild geraderücken
Die ermittelnden Behörden haben oftmals gar kein Interesse, Betrugsfälle auszudecken. Denn das ist mit deutlicher Mehrarbeit verbunden. Es werden Fälle als abgeschlossen betrachtet, wenn auch nur der Hauch einer Möglichkeit besteht, dass die Schilderungen wahr sein könnten. Auch wenn man dafür die Gesetze der Logik und der Physik ziemlich weit auslegen muss. Manche Spuren werden erst gar nicht in die Akten aufgenommen, damit es keine unangenehmen Nachfragen von der Staatsanwaltschaft oder von den Anwälten gibt. Die Wahrheit interessiert kaum jemanden in diesen Behörden.
Es ist übrigens ein Unding, dass ich als Bürger keine Akteneinsicht erhalten darf. Immerhin muss ich wissen, was in den Akten steht, um geeignet darauf reagieren zu können. Ob mit oder ohne Anwalt. - #9 21.08.2012 21:30 von
Ist das jetzt gut
Also wenn die Daten aus der Schweiz kommen ist das doch gut. Vielleicht kann man damit auch Sozialversicherungsbetrüger überführen. Hannelore übernehmen Sie!
Oder täusche ich mich da und das ist schlecht? Kann doch gar nicht so wild sein, mir wurde in den Sponforen immerwieder dargelegt, dass man Daten gar nicht stehlen kann. Ist also alles Paletti - bis es dann die eigenen Daten vom Arzt und/oder der Krankenversicherung sind. Und dann immer schön an die eigenen Argumente erinnern!
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