Deutschland trauert, weil*ein*alter Scherzkeks*gestorben ist - das hätte Loriot sicher gefreut. Sein Humor vereinte*die Nation*in einem Zwangsregime der guten Laune.*Grund genug für*"Titanic"-Chefredakteur Leo Fischer, dem Witzbold einen letzten, unbeholfenen Nachruf hinterzuwerfen.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...783259,00.html
Großartig.
Titanic verachtet Spiegel-Online genau wie dessen pseudointellektuelle Leser. Mit diesem Beitrag hat Herr Fischer:
1. Spon einen "nonsens-Nachrruf" Untergejubelt der zwischen allen anderen erschienen ist
2. Damit an viele Leser einfach Fehlinformationen gesendet
3. Pseudointellektuelle Leser die denken sie wären schlauer dazu gebracht sich lauthals zu beschweren und damit ebenfalls zum Spotopfer gemacht
Ganz großartig.
Ich lerne ja gerne dazu. Aber dennoch kann ich nicht verstehen, was daran großartig ist, andere Leute zu verschaukeln. Können Sie den Witz daran erklären?
Ich lache lieber mit anderen zusammen als auf Kosten anderer, bitte verzeihen Sie meine Humorlosigkeit.
Statt zu versuchen, meine Frage zu beantworten, werden Sie ausfallend.
Sie scheinen ja den Humor gepachtet zu haben...
Wer wird denn wo ausfallend?
Welche Frage?
Dass niemand "den" Humor für sich gepachtet hat, hatte ich bereits 2mal gepostet (Kernaussage).
Und warum artet mein einfacher Einwurf bzgl. der Argumentationskultur in einem Zwiegespräch aus?
Es sei Ihnen verziehen.
Es macht auch nicht unbedingt Spaß. Bestimmte Vorraussetzungen sollten schon besten.
Gewisse Personengruppen mit intelligenten Aktionen von ihrer Überheblichkeit abzubringen, Klischees bedienen - oder Leute dazu bringen sich Klischeehaft zu verhalten, hat schon immer amüsiert. Man lacht ja auch Schadenfroh, wenn im Film jemand auf der Bananenschale ausrutscht.
In diesem Beitrag und der dazugehörigen Diskussion wird darüber gelacht, dass ein offensichtlich nicht ernst gemeiner Nachruf - ein "allerletzter, unbeholfener Nachruf", sehr strake Entrüstung auslöst. Besonders bei Leuten die den Großmeister verehren und eigentlich Humor haben sollten. Die gar mit ihrer Richtigstellung genau das ausdrücken wollen.
Außerdem kann man sich darüber amüsieren, dass jemand der den Text nicht versteht, manche der Zitate im Ohr behalten wird, und sie Loriot zuschreibt. Das sind dann zwar falsche Lorbeeren, aber das interessiert den Spon-Leser ja nicht.
Viel trauriger als den Tod Loriots (der mich, obwohl ich Loriot sehr mochte, überhaupt nicht tangiert hat) finde ich, wie viele hier die simpelste Satire nicht raffen.
Wie kann es sein, daß man hier, auf der Internetplattform des besten deutschen Nachrichtenmagazins der Welt, so viele Leute antrifft, die blind für das Alleroffensichtlichste sind? Wie kann das sein? Ich raff es nicht.
Beim besten Willen nicht. Wie kann man nur, also mit Verlaub, aber wie kann man nur so DÄMLICH sein und glauben, der Autor wüßte nicht, daß seine Zitate nicht von Loriot stammen? Muß man sechs Semester Titanologie studiert haben, um so etwas zu sehen?
Traurig finde ich auch, wie unkomisch Leo Fischers "Nachruf" geworden ist. Ich hatte mich schon gefragt, wie man in Humorkreisen auf Loriots Tod reagieren wird, aber diese formulaische Kacke hätte Fischer sich auch sparen können.
Oder ist das eine Art Meta-Komik, die ich jetzt nicht raffe? Eine Satire auf die Satire? Ein bitterer Abgesang auf die Neue Frankfurter Schule? Schnell was runtergeschrieben, weils a) so lustig ist, mal so richtig loszuätzen und b) die Kohle stimmt?
Oder ist eine Verhöhnung der SPON-Leser? Glasperlen vor die Säue?
Ist mir auch egal, ich finde da rein gar nichts, keine Komik, keinen Ernst, keinen Sinn, nur Geplärre.
Vielleicht sollte Loriot nochmal sterben, das gäbe dann eine zweite Chance für alle, mal was anderes zu bringen als ihr übliches Programm.