Zitat von
almeo
Natürlich haben Sie in so weit recht, dass soetwas nicht passieren darf. Es gibt immer wieder Situationen, in denen Schüler einen an den Rand des Wahnsinns treiben und das meine ich tatsächlich genau so. Die Idee der lieben, netten Kinder stimmt leider nicht immer, selbst Grundschüler können Lehrkräfte zur Weißglut treiben. Dass man hier aber anders reagieren muss steht nicht zur Debatte. Ja, ich setzte auch ab und an einen Schüler in die Nachbarklasse wenn es partou nicht klappt, ja, bei mir endet die Notenskala auch nicht bei der 3+, allerdings rumschreien, beleidigen, Interna ausplaudern oder sogar handgreiflich werden, das ist absolut unmöglich.
Allerdings entstehen solche Situationen ja gerade aus dem Problem, dass Eltern nicht mehr hinter den Lehrern stehen. Glauben Sie mir, "ausflippende" Lehrkräfte sind eine Schande, ja, allerdings sind Eltern, die ihre Kinder in fünf Instituten testen lassen, bis sie die völlig verkorkste Erziehung auf LRS, ADHS, oder Hochbegabung schieben können, Eltern die mit Anwälten drohen und bei denen Elterngespräche nurnoch in Anwesenheit der Schulleitung durchgeführt werden können oder Eltern die wegen einem übersehenen Fehler in einer Klassenarbeit gleich zum Schulamt gehen mindestens eine ebenso große Schande. Es gibt sicher auch die netten, ganz normalen Eltern, deren Anzahl aktuell vermutlich an vielen Schulen noch überwiegt, aber es reicht eben schon ein einziger Querschläger um eine halbe Schule zu beschäftigen. Und das geht über kurz oder lang an die Substanz.
Hier muss man einfach - wie überall - ein wenig Augenmaß bewahren, es gibt immer bessere und schlechtere Lehrer, ich kenne auch Kollegen die ihren "Verlag an der Ruhr" Sammelband durchkopieren und nach 12 Wochen "Vom Korn zum Brot" Gerste nicht von Weizen unterscheiden können, aber das ist nun wirklich nicht die Regel...