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Alleinerzogene Jungen: Papa, wo bist du?

Jedes fünfte Kind in Deutschland wächst nur mit einem Elternteil auf, meist ist es die Mutter. Der fehlende Vater ist nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern vor allem für Jungen problematisch. Selbst Jahrzehnte später haben sie ein erhöhtes Depressionsrisiko.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...679334,00.html
  1. #1

    Tja Papa,

    Du Arsch, so sieht es aus. Vielen Dank auch, wo immer und wer immer Du auch bist.

    Ich musste 28 Jahre alt werden um zu merken, dass in meinem Leben etwas ganz wesentliches fehlt. Was kann schon aus einem Mann werden, der in mit feministischer Mutter und zwei Schwestern aufwächst?

    Argh :(
  2. #2

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jedes fünfte Kind in Deutschland wächst nur mit einem Elternteil auf, meist ist es die Mutter. Der fehlende Vater ist nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern vor allem für Jungen problematisch. Selbst Jahrzehnte später haben sie ein erhöhtes Depressionsrisiko.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...679334,00.html
    Führt die Quote bei Scheidungskindern ein! 50% an die Väter, 50% an die Mütter, nach dem Zufallsprinzip.
    Nebenwirkungen u.a.:
    - Scheidungswillige Frauen überlegen es sich genauer, ob sie diesen Schritt wegen einer persönlicher Selbstverwirklichung wagen wollen, wenn die eigene Versorgung auf ungewissen Füssen steht, wenn sie für den eigenen Lebensunterhalt auf unabsehbare Zeit arbeiten müssen und wenn ihnen eine vieljährige monatliche Alimentenzahlung an den Vater ins Haus steht

    - Genaue Daten im Vergleich: wie gedeien Kinder wo am besten? Wenn sie nur vom Vater oder nur von der Mutter grossgezogen werden? Welche Kinder sind im Endeffekt alltagstauglicher, selbständiger, gesünder?
  3. #3

    2 ähnliche Artikel

    Unabhängig von der nicht zu verleugnenden Relevanz der Problematik(en) hätten meiner Ansicht nach die beiden Artikel mit ziemlich ähnlichem Quellenmaterial vielleicht einen qualitativ hochwertigeren ergeben.
  4. #4

    Das Jugendamt

    ..hilft nach meiner Erfahrung auch allein erziehenden Vätern nicht. Ich war zehn Jahre lang ein solcher. Als einer meiner Söhne mit der Polizei in Kontakt kam, habe ich beim Jugendamt einer westdeutschen Großstadt um Hilfe bei der Erziehung angesucht - völlig vergebens. Ich fühlte mich seinerzeit genau so überfordert mit Beruf und Kindererziehung wie eine allein erziehende Mutter.

    Die Behandlung durch die im Jugendamt arbeitenden Damen war derartig abweisend, dass ich dort nie wieder vorgesprochen habe. Stattdessen hat uns eine kirchliche therapeutische Einrichtung dauerhaft und sehr erfolgreich weiter geholfen (und das obwohl ich kein "Mitglied" bin).
  5. #5

    So ist es, leider

    Kann dich gut verstehen Panasonic.
    Ich bin innerlich einerseits wütend, andererseits nehm ich es gelassen. Wer weiß wie meine Persönlichkeit und mein Leben heute wäre, wenn meine Eltern mit den Problemen die sie hatten nur wegen mir zusammen geblieben wären.

    Diese Femininisierung ist mir auch schon aufgefallen und wenn ich dies irgendwo als überwiegend empfunden habe, hab ich es die Damen auch spüren lassen. Überhaupt vermisse ich es mal wieder Mann sein zu dürfen. Als Mann fühlt man sich bei den Frauen nur noch anerkannt, wenn man schwul ist. Ansonsten wird man als lächerliches armseeliges Subjekt abgestempelt, dass nur zum Spinnen totmachen und Kloverstopfung beseitigen taugt. Ich hab die Schnauze voll von Alice Schwarzer und ihrer Frauenbewegung. Irgendwann ist Schicht im Schacht und bei mir ist der Schacht jetzt zu ende.

    Was man bräuchte wäre einen "echten" Männertag. Kein heiliges Besäufnis, denn dafür braucht man eigentlich keinen Grund mehr in dieser Gesellschaft. Ich meine etwas, wo Männer sich wirklich mal zusammenfinden und einfach das machen können wozu man sonst nicht kommt. Unter Männern die Gartenlaube bauen, am Auto rumschrauben, mal Fussball spielen oder meinetwegen an der Modeleisenbahn gemeinschaftlich rumbasteln. Irgendwas, damit unser WIR-Gefühl wieder da ist, das ja so elendig kaputt gemacht wurde. Und das ist leider kein Problem, welches nur existiert, weil einige von uns ihren Vater nie oder nur selten zu Gesicht bekommen haben.
  6. #6

    Fazit ...

    Nicht der mangelnde Kontak zum Vater
    ("Hallo liebe Familiengerichte!"), sondern der mangelnde
    Kontakt zu Männern ist fürJungs ein Problem. Abgesehen von der hohen Frauenquote in der Frühbildung fehlt es auch im Privatleben nach der Schule an männlichen Bezugspersonen.
    Da zeigt sich wieder, wie stark der einzelne in unserGesellschaft vereinsamt und gleich der Ruf nach dem Staat laut wird, was unsinnig und teuer ist. In einer Gesellschaft von Einzelkindern fehlen halt auch
    Onkel und durch die Scheidung bricht ja leider oft der Kontakt zur anderen Hälfte der Familie ab.
    Gleich 2 Türen weiter wohnt vermutlich ein netter Nachbar, der würde sich vielleicht sogar freuen, wenn er mit dem Jungen Modelle bauen könnte, oder am Computer spielen, oder im bei den Hausaufgaben helfen. Aber Nachbarn in der Grossstadt, die bleiben besser anonyme Masse - sind ja alles Verbrecher und Kinderschänder - sieht man jeden Tag im Fernsehen!

    Also lassen wir es besser den Staat richten. Zahlen wir teure Prämien, um wieder Männer an di Grundschule zu locken. Ganztagsschule wollten wirja sowieso einführen - warum Kinder nicht gleich nach der Abnabelung ins Internat stecken - dann kann man Kinder und Beruf noch besser miteinander in Einklang bringen! Oder führt Ganztagsschule, also weniger Kontakt zu Vater und Mutter zu noch mehr Depressionen?

    Sollte man nach solchen Horrorgeschichten die Ehenicht sowieso abschaffen - offenbar wären viele Menschen ohne Ehe und Scheidung und Kindern glücklicher.
  7. #7

    Gratulation

    Zitat von AllesGrau Beitrag anzeigen
    Sollte man nach solchen Horrorgeschichten die Ehenicht sowieso abschaffen - offenbar wären viele Menschen ohne Ehe und Scheidung und Kindern glücklicher.
    Gratulation! Die Ehe an und für sich ist doch ohnehin ein völlig überbewertetes gesellschaftliches Gut.
  8. #8

    ein starker Kerl

    Zitat von Panasonic Beitrag anzeigen
    ...Ich musste 28 Jahre alt werden um zu merken, dass in meinem Leben etwas ganz wesentliches fehlt. Was kann schon aus einem Mann werden, der in mit feministischer Mutter und zwei Schwestern aufwächst?...
    Ein starker Kerl, der gelernt hat, sich gegen die weibliche Übermacht durchzusetzen?
  9. #9

    nur Scheidungskinder?

    interessanter Artikel- allerdings ohne Überraschung. Was mir fehlt sind die Nicht-Scheidungskinder deren Väter zwar für die Familie arbeiten gehen, aber keine Beziehung zu den Kindern aufbauen können (zeitlich) oder wollen.
    Für viele Väter ist es sicherlich nicht so einfach, denn z.B. die Generation meines Vaters ist vermehrt aufgrund des Krieges selbst ohne Vater aufgewachsen. Die Erziehung erfolgte durh die besonders starken "Trümmerfrauen". Was dann später aus der Gefangenschaft zurrückkam war ein eher ungeeignet schwach und altgewordener Mann der grade für seine eingstürzten Ideale ein paar schwierige Jahre hinter sich gebracht hat.
    Ich behaupte dass wir einen Teil der "Vaterschaftskriese" immernoch einem alten Kriegsleiden verdanken.








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