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Alle Reaktoren vom Netz: Japan feiert die Atom-Auszeit

APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
  1. #70

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Das liegt vielleicht daran, das die Technik für WKA bei Bau der AKWs nicht so weit war

    Und vielleicht liegt es auch daran, das es die Wahl zwischen bezahlbarer Energie oder den tollen WKA richtungsweisend für Überschuldung und Bankrott eines Staates sind

    Wir erleben es ja hierzulande gerade wie teuer es wird (ich weis, alles Verschwörung, und in Frankreich kostete die KWh schon mal 1,92-daggen haben wir Aldistrom
    1) Windkraftanlagen gibt es in Japan seit Jahrtausenden. Mit unterschiedlichsten Aufgaben: Wasser pumpen,Holz sägen, Hammerwerke antreiben, Strom produzieren, Getreide mahlen,Öl pressen . Japan ist eine hightec Nation. Die wissen schon was sie tun. Bei denen fallen die WKA genau sowenig um wie bei uns. Pillepalle
    2)Japan betrieb 50 Atommeiler und hat die weltweit höchste Staatsverschuldung. Atomstrom ist der teuerste, dümmste,gefährlichste und unzuverlässigste Strom, den Menschen jemals produzierten. Sollten Sie sich merken.
    3) Richtig, wir merken wie teuer der Strom aus fossilen Kraftwerken,
    aus Atommeilern und EE wird. Er wird immer teurer werden, solange wir nicht auf Energiequellen ohne Brennstoffkosten umsteigen, ungebremst. Nach meiner Kenntnis: Frankreich ,grösster Atomstromproduzent Europas, im Februar wurden da 1,94 Euro/kWh bezahlt. Wäre ein Jahr vorher undenkbar gewesen.
  2. #71

    Japaner

    Zitat von 5Minute Beitrag anzeigen
    Was sind schon tausende Japaner.Nix.

    Sie finden hier auch tausende Rechtsradikale und das sagt trotzdem nichts über die Deutschen aus.
    Naja, so wie ich bisher die Japanische Mentalität erlebt habe, ist ein demonstrierender Japaner schon vielfach Bedeutsamer als ein Ami, Chinese, Russe, oder ein Franzose der auf die Straße geht. Und in Deutschland geht man, trotz ihrer obrigkeits-hörigkeit und einer Geschichte von "Revolutionen von Oben", doch relativ häufig auf die Straße, wenn auch manchmal mit einem ideologisch äusserst fragwürdigem Hintergrund, wie in ihrem Beispiel. Naja die dümmsten Schweine entscheiden sich halt aus freien Stücken für ihren Schlachter.
  3. #72

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    2 ) Auch janpanische Reiche sind nicht unermesseßlich und unendlich reich.
    Was wollen Sie damit sagen? Und was hat das mit dem Teil meines Beitreages zu tun, auf den Se sich beziehen?
  4. #73

    Zitat von prospektor Beitrag anzeigen
    Es wird ja immer gerne ins Feld geführt, daß Unfälle ja auch anderswo passieren, so'n Windrad kann auch umkippen und 'nen Spaziergänger erschlagen, und da fordert dann auch niemand ... etc. pp.

    Der große Unterschied bei Atomanlagen sind doch die u.U. massiven Auswirkungen: Tödliche, unsichtbare Strahlung (da kann man als normaler Mensch nicht einfach zur Seite springen oder 'nen Helm aufsetzen), Fallout in weit entfernten Regionen ist möglich, ganze Landstriche sind u. U. für zehntausende von Jahren unbewohnbar, Unfruchtbarkeit oder Mißbildung von Kindern ...
    Ein "normaler" Unfall ist quasi sofort erledigt, während Atomunfälle noch Generationen später Auswirkungen haben.
    Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass sich in den Blutkreislauf jedes Menschen, bereits eine große Anzahl von Nanoteilchen befindet, deren Auswirkungen bis heute noch nicht wirklich bekannt sind?

    Trotzdem werden immer mehr Nanokunststoffteilchen in die Umwelt entlassen…, im Übrigen ohne Proteste der betroffenen...

    Im Übrigen, googeln Sie mal nach Chemieunfällen, noch heute sterben ca. 12.000 Menschen in Indien an den Auswirkungen des Chemieunfalls in Bhopal…

    Sevesos in Italien ist ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, dass Dioxine ebenfalls einen Landstrich für lange Zeit unbewohnbar machen können.

    Eigentlich ist das ganze Leben gefährlich, trotzdem nutzen wir täglich Verkehrsmittel, obwohl die Wahrscheinlichkeit um mehrere Potenzen höher ist, mit der Benutzung sich oder andere Teilnehmer zu verletzen oder schlimmeres.

    Trotzdem schätzen die Menschen diese Gefahren als deutlich geringer ein, weil sie der Meinung sind, sie könnten diese Gefahren beherrschen…
  5. #74

    arm dran

    sind auch die 10 größten energieversorger in japan.
    in den monaten april bis dezember 2011 durften die rund 1.000.000.000.000Yen (YUP! eine billion yen) _MEHR_ berappen, für fossile brennstoffe als im gleichen Vorjahreszeitraum.
    sie haben 2,3 mal mehr öl importiert, und 1,5 mal mehr LNG. hinfort mit klimazielen. und im sommer 2011 sind dann trotzdem die lichter ausgegangen, strom rationiert und notstandsmaßnahmen ergriffen.
    diesen sommer fehlt 15% erzeugungskapazität in der spitzenzeit.
    japan hat alles andere als den ausstieg gut verkraftet.
  6. #75

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Da scheinen Sie aber folgendes nicht mitbekommen zu haben

    Selbiges gilt auch für PV Anlagen, WKA Anlagen, KWK, Braunkohlekraftwerke, Gaskraftwerke usw usf

    alle schreien nach Subventionen
    Ja, richtig. Ich habe auch nirgendwo was anderes behauptet. Das ist in der Energieerzeugung nunmal so und seit 150 Jahren schon immer so gewesen.
    Aber die großen Atomkraftprediger hier im Forum tun ja immer so, als wären AKWs die große Ausnahme. Sind sie aber nicht. Da beschwert man sich als Atomlobbyist, dass die Erneuerbaren Energien nach sage und schreibe 12 Jahren EEG immer noch auf Subventionen angewiesen seien, aber dass die Atomkraft nach über 60 Jahren genauso noch auf staatliche Subventionen angewiesen sind, vergisst man dann bei dieser Gelegenheit immer zu erwähnen.
  7. #76

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

    Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
    Es ist eine historische Wende, die in Japan stattfindet. Das laut den aktuellen Umfragen in Japan 80% gegen Atomkraft sind, wäre vor dem Unglück undenkbar gewesen, so sehr hat man dort an die Atomtechnik geglaubt und keine Autoritäten in Frage gestellt. Fukushima hat das alles verändert, und es bleibt abzuwarten, ob wieder ein AKW ans Netz gehen wird.
  8. #77

    Unsinn?

    Zitat von bode1211 Beitrag anzeigen
    das ist Unsinn. Man könnte mit Offshore-Anlagen ganz Japan versorgen. Und die Japaner haben auch die technischen Fähigkeiten dazu. Sie haben nur aufs falsche Pferd gesetzt.
    Windkraftanlagen, die vor Japan im zumeist sehr tiefen Ozean bei günstigem Windverhältnissen (außer Taifunen gibt es dort auch Flauteperioden) Strom ins Netz einspeisen, müssten ganz anders aussehen als die uns bekannten Windspargel, von den es in Japan an den wenigen dafür geeigneten Stellen auch schon einige wenige gibt.

    Zwar gibt es schon einige Prototypen, die für japanische Verhältnisse vielversprechend sind ( fliegende Anlagen mit umschaltbaren Propellern , Drachensegel ) aber um darauf eine Stromversorgung für ein hochindustrialisiertes Land aufzubauen, benötigt man neben viel Wissen nicht nur Geld sondern auch viel Zeit.

    Japan ist also in einer sehr ähnlichen Situation wie Deutschland. Schaun mer mal, ob die Japaner damit werden besser umgehen können.

    Ich pesönlich tippe auf Japan, denn die Japaner sind trotz allem noch immer weniger dogmatisch und technikfeindlich eingestellt als die heutigen Deutschen
  9. #78

    Zitat von xianjin Beitrag anzeigen
    Ich bin der Ansicht, dass die Atomenergieforschung weitergehen sollte. Mit den AKWs der vierten Generation ist man da schon auf gutem Wege und hoffentlich schaffen wir dann eines Tages auch die "kalte Fusion" durchzuführen.

    Zugleich sollte man auch in Richtung EE weiterforschen, damit der ganze Laden endlich auch ohne Milliarden vom Staat überlebt. Was wir wirklich langsam loswerden sollten, ist die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen, von denen es immer weniger gibt und die für die Umwelt wesentlich schädlicher sind als AKWs. Komisch, dass keiner in diese Richtung denkt...lieber weiter die alten Parolen brüllen.
    Was bitte ist mit den Milliarden-Subventionen für die Atomenergie und den noch gar nicht einkalkulierten und ausgegebenen für eine sichere Entsorgung?

    Da die Atomenergie schon in der Vergangenheit bei weitem mehr Subventionen als die EE erhalten hat, kann sie ja gerne, auf eigene Kosten, weiterforschen.

    Gleichzeitig soll Sie aber bitte Rückstellungen in zigfacher (wenn nicht zig-hundertfacher) Milliardenhöhe für die Erforschung und Sicherstellung einer auch auf Jahrhunderte (oder Jahrtausende?) sicheren Endlagerung des Atommülls vornehmen - das ist schließlich ihr Müll, aber es sind unsere Nachfahren, um die es geht.

    Fleurs
  10. #79

    Interessant ...

    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    Man kann nur hoffen, dass nicht noch mehr Regierungen auf diese Energiequelle verzichten. Ist doch wieder für die Mineralölkonzerne gefundenes Fressen, die Ölpreise erneut steigen zu lassen. Ich weiss nicht, was in den Köpfen der Politiker alles so vorgeht, Fukushima hat ja keinen GAU alleine durch die Kernspaltung erlebt, sondern durch schmuddelige Arbeit am Kraftwerksgebäude. Viel zu nahe am Meer, miserable Notstromaggregate usw. !!!!
    Was, bitte, hat denn der Atomausstieg mit der Mineralölindustrie zu tun?

    Ich wollte schon voreilig auf Ihren Post antworten, wo sie die Hoffnung äußern, dass die nicht protestierenden Japaner alle für die Atomkraft sind.

    Aber jetzt? Was soll das? Die AKW werden im allerschlimmsten Fall durch Kohlekraftwerke ersetzt. Im zweit schlimmsten Fall durch Gaskraftwerke.

    Wenn es gut läuft, dann wird die Energieversorgung künftig durch Wind, Biogas, Wasserkraft und Sonne (eigentlich ist alles Sonnenenergie B-) europaweit gesichert. Dann werden die Energieversorgungsnetze so ausgebaut, dass immer und überall ausreichend Strom vorhanden ist.

    Das wird wahrscheinlich ziemlich teuer. Klar.

    Aber haben Sie schon einmal überlegt, wie viel die Menschheit in den letzten 67 Jahren für Rüstung ausgegeben hat? Stellen Sie sich einmal vor, wir würden dermaßen viel Geld in die Energieversorgung stecken - der Strom wäre kostenlos verteilbar.

    Und nun erklären Sie der Welt doch bitte, was dagegen zu sagen ist, dass die Menschen keine Technik wollen, mit der sie den Kindern für mehrere hunderttausend Jahre allergrößte Probleme hinterlässt, mit der immer wieder Kinder missgebildet zur Welt kommen, die irrsinnig teuer ist und die lediglich den Großkonzernen gute Gewinne sichert


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