Alle Reaktoren vom Netz: Japan feiert die Atom-Auszeit

APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
  1. #540

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen


    Wirbelschichtfeuerung, Berieselungsfilter, Kalkneutralisation - u.v.a.m.

    Sie müßten nur - googlen.
    Wirbelschichtbefeuerung und Kalkneutralisation steht in direktem Bezug da für die Wirbelschichtbefeuerung Kalk zugesetzt wird-also auch gefiltert werden muss.
    Zudem ein altes Prinzip

    Der Forist fragte jedoch nach neuen Filtertechniken seit 2007
    Sie lieferten dazu nichts bzw nur alte Standartbegriffe

    weitergoogeln
  2. #541

    Sehen Sie

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Ja, der Betreiber haftet mit seinem gesamten Vermögen. Die Haftpflichtversicherung stellt ihn frei - bis zur Höhe der Deckungsgrenze (EUR 256 Mio). Nahezu jede Haftpflichtversicherung (z.B. KFZ-Haftpflicht) hat eine Deckungsgrenze. Würden Sie behaupten, das sind alles keine Haftpflichtversicherungen, weil es diese Deckungsgrenze gibt?

    Der Bund übernimmt nur die Verteilung, wenn das vorhandene Vermögen zur Deckung der Schäden nicht ausreicht.
    da kommen wir der Sache schon wieder näher. Sie kreiseln.
    256 Mill Euro reichen für die Beileidstelegramme, für den Rest haftet der Betreiber mit seinem Vermögen. Da der keins hat ( gerade unser deutschen Anlagenbetreiber sind so klein, das ist direkt lächerlich im Vergleich zur möglichen Schadenshöhe ), hat unsere Bundesregierung recht, die sagt: Die Schäden sind so gross, dass sie nicht versicherbar sind und deshalb ist die Situation eindeutig , wenn solche Ereignisse eintreten , dann sind es gesellschaftliche Schäden. Das heisst, alle Bürger müssen zahlen .( So Bundesminister Norbert Röttgen ) So ist es politisch gewollt .

    und Sie bekommen im Ernstfall nix.Im Gegenteil, der Bund wird die Anlieger noch zu Anliegerkosten bei der Dekontamination strahlender Erden heranziehen. Da kein Vermögen mehr vorhanden, eben Frondienste als Liquidatoren oder so etwas. Gut dass wir da raus sind und Sie hier Dönekens aus dem letzten Jahrtausend erzählen.
  3. #542

    Eigenkapital??

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Das ist eine Falschinformation. Der Bund übernimmt die Verteilung - und den Rest der Schadendeckung, falls das Eigenkapital der Unternehmen für die Haftung nicht ausreicht.
    Korrekt wäre: Der Bund übernimmt die VErteilung, falls die Deckungsvorsorge und das gesamte Vermögen des Betreibers nicht ausreicht.

    1. Fehler: "Eigenkapital" ist ein Bilanzposten, der grundsätzlich nichts mit der zur Verfügung stehenden Haftungsmasse des Unternehmens zu tun hat. Als Haftungsmasse stehen alle Wirtschaftsgüter des Unternehmens (dazu gehören insbesondere die stillen Reserven, die im Eigenkapital nicht abgebildet sind) zur VErfügung.
    2. Fehler: Der Rest des Schadens - also der Schaden, der über die Deckungsvorsorge von EUR 2,5 Mrd. UND den Wert der gesamten Wirtschaftsgüter des Unternehmens hinausgeht - ist ungedeckt.
    Das MUSS der Bund NICHT übernehmen (Ausnahme: Nicht durch die Deckungsvorsorge abgedeckte Schäden bis EUR 2,5 Mrd., dann aber nur bis 2,5 Mrd. gem. § 34 AtomG und § 38 AtomG, das vor allem internationale Sachverhalte regelt).

    Möglich, dass der Bund das in der Praxis macht, aber es besteht keine Verpflichtung.
  4. #543

    Naja

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    da kommen wir der Sache schon wieder näher. Sie kreiseln.
    Nö. Ich habe die ganze Zeit das gleiche behauptet. Vereinfacht: unbegrenzte Haftung der Betreiber, zusätzlich 2,5 Mrd. Deckungsvorsorge, davon 256 Mio Haftplichtversicherung und der Recht (ca. 2,25 Mrd) Deckungszusage anderer Betreiber.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    256 Mill Euro reichen für die Beileidstelegramme, für den Rest haftet der Betreiber mit seinem Vermögen.
    Im Prinzip haben Sie Recht, Sie vergessen nur die Deckungszusage über 2,25 Mrd.
    Wie gesagt, das habe ich am Anfang schonmal erklärt:
    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Haftung nach dem AtomG kurz gefasst:
    (i) Der Betreiber haftet nicht nur für verschuldete Schäden, sondern für alle Schäden, im Zusammenhang mit der Anlage ("Gefährdungshaftung"). Das ist eine Verschärfung gegenüber der normalen Haftung und in § 25 Abs. 1 AtomG iVm dem Pariser Atomhaftungsübereinkommen geregelt.

    (ii) Der Betreiber haftet ......
  5. #544

    ...

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    ich nicht. Ich bin auch ehrlich gesagt überfragt, wass die um Grössenordnungen höhere Müllmenge eine Gaskraftwerkes darstellen soll.
    Einerseits Abgase, andererseits die Stoffe die bei der Förderung übrig bleiben. Das ist auch Atommüll. Siehe z.B. auf Wiki
    Erdgas
    unter radioaktiver Abfall.
  6. #545

    ...

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Das ist er eben NICHT. Wie der Link über die DKVG besagt. Sie müssen nur nicht hineininterpretieren, was dort nicht steht.
    Genau das widerspricht Ihnen.
    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Darum geht es auch nicht. Sie verlieren sich in Haarspaltereien.
    Es geht um die Gesundheitsauswirkungen der Kohleversteromung die Sie ignorieren wollen.
  7. #546

    Zum letzten

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Ja, der Betreiber haftet mit seinem gesamten Vermögen. Die Haftpflichtversicherung stellt ihn frei - bis zur Höhe der Deckungsgrenze (EUR 256 Mio). Nahezu jede Haftpflichtversicherung (z.B. KFZ-Haftpflicht) hat eine Deckungsgrenze. Würden Sie behaupten, das sind alles keine Haftpflichtversicherungen, weil es diese Deckungsgrenze gibt?

    Der Bund übernimmt nur die Verteilung, wenn das vorhandene Vermögen zur Deckung der Schäden nicht ausreicht.
    mal jetzt, das hat nun wirklich nichts mit unserem Thema zu tun. Nur meine angeborene Höflichkeit veranlasst mich, Ihnen zu antworten. Bitte zum Thema.
    Das Vermögen unserer Kleinunternehmen gibt es nicht mehr im Schadensfall. Deshalb sagt ja die Bundesregierung, die Versicherungswirtschaft und der Atomanlagenbetreiber: Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das kann kein Unternehmen .
    Selbst grosse Unternehmen wie Tepco und EdF können einen solchen Schadensfall nicht tragen und auch kein Versicherungsunternehmen. Deshalb
    Norbert Röttgen: " Weil das so ist, dass die Schäden so gross sind ..dass die Versicherungswirtschaft sagt: Das ist nicht versicherbar.".. Dann sind das gesellschaftliche Schäden", d.h. Bei einem Reaktorunglück müssen alle Bürger zahlen. So ist es politisch gewollt.
    Und die Opfer bekommen weder von der Versicherung ( Die reicht noch nicht einmal für das Reaktorgebäude) noch vom Betreiber auch nur einen Pfennig( der hat nämlich nichts mehr, und der Aktionär ist über alle 7 Berge) und von Vater Staat die Notunterkunft und die Rechnung über die Dekontaminierung als Anliegerkosten.
    So , und jetzt bitte zurück zum Thema.
    Japan feiert die Atom-Auszeit. Mal sehen, wie lange die anhält.
    Beten Sie zu Gott, dass nicht auf die letzten Tage bei uns so etwas passiert und ein Atommeiler explodiert.
  8. #547

    Was

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    In Ihnen gelieferten Links-die Sie sicher gelesen haben wird der Energiegehalt des Maiskornsmitgerechnet bei der Silagenerzeugung
    Vielleicht sollten die Bauern bei Ihnen lernen?


    Da haben Sie doch bestimmt einen Link dazu, das Mais getrennt wird nach:
    Gut ins Töpfchen, Schlechtes in die Biogasanlage
    Und wieso man Mais importieren muss wenn wir die angebliche "zufällige" Überproduktion vergären haben Sie auch nicht erklärt
    hat das denn schon wieder mit japanischen abgeschalteten Atommeilern zu tun? Wenig zielführend.
  9. #548

    Das

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Korrekt wäre: Der Bund übernimmt die VErteilung, falls die Deckungsvorsorge und das gesamte Vermögen des Betreibers nicht ausreicht.

    1. Fehler: "Eigenkapital" ist ein Bilanzposten, der grundsätzlich nichts mit der zur Verfügung stehenden Haftungsmasse des Unternehmens zu tun hat. Als Haftungsmasse stehen alle Wirtschaftsgüter des Unternehmens (dazu gehören insbesondere die stillen Reserven, die im Eigenkapital nicht abgebildet sind) zur VErfügung.
    2. Fehler: Der Rest des Schadens - also der Schaden, der über die Deckungsvorsorge von EUR 2,5 Mrd. UND den Wert der gesamten Wirtschaftsgüter des Unternehmens hinausgeht - ist ungedeckt.
    Das MUSS der Bund NICHT übernehmen (Ausnahme: Nicht durch die Deckungsvorsorge abgedeckte Schäden bis EUR 2,5 Mrd., dann aber nur bis 2,5 Mrd. gem. § 34 AtomG und § 38 AtomG, das vor allem internationale Sachverhalte regelt).

    Möglich, dass der Bund das in der Praxis macht, aber es besteht keine Verpflichtung.
    heisst, um auf das Thema Japan zurückzukommen, im Gegensatz zu dem japanischen Bauern,Herrn Kusano , der zumindest die Monatsmiete von ca. einem halben Jahr als Entschädigung für Haus,Hof,Viehherde,Grund und Boden, lebenslange Arbeitseinkünfte und Gesundheitsschäden bekam, bekäme der betroffene deutsche Bürgern nichts.
    Also, gut dass wir diesem Spuk ein Ende bereitet haben und in Zukunft nicht mehr mit unserer Gesundheit unserem Vermögen , Hab und Gut für die Gier einiger weniger Grossanlagenbetreiber haften müssen.
    Das haben unsere Regierungen in den letzten 12 Jahren endlich mal gut gemacht. Man muss die auch mal loben, insbesondere im Interesse unserer Kinder. Allerdings den strahlenden Müll und Milliardenkosten haben die trotzdem an der Backe.
  10. #549

    Ach

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Einerseits Abgase, andererseits die Stoffe die bei der Förderung übrig bleiben. Das ist auch Atommüll. Siehe z.B. auf Wiki
    Erdgas
    unter radioaktiver Abfall.
    Sie meinen gar nicht den Stromerzeuger, sondern den Energieträger. Sagen Sie das doch direkt. Klar, deshalb geht die Regierung ja weg von den fossilen Energieträgern, hin zu unendlichen, sauberen Energieträgern möglichst ohne Brennstoffkosten. Die sind doch nicht blöd. Natürlich sehen die das Abgasproblem. Ein ganz zentrales Anliegen bei EE. Der Ausbau der EE hat im letzten Jahr den deutschen CO2 Ausstoss um 127 Millionen tonnen verringert. Und das ist ja erst der Anfang. In diesem Jahr wird das schon erheblich mehr werden.