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Alle Reaktoren vom Netz: Japan feiert die Atom-Auszeit

APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
  1. #340

    Die

    Zitat von einbelgier Beitrag anzeigen
    . Die "Unversicherbarkeit" eines AKW ist ein politischer Kampfbegriff und als solcher rationalen Argumenten nicht zugänglich.


    Der Kampf gegen die Kernkraft ist in Deutschland ein Kulturkampf und der wird immer jenseits der Rationalität ausgefochten. Die "German Atomangst" ist ja das Synonym dieses Kulturkampfes.
    Unversicherbarkeit eines Atomkraftwerkes in Deutschland ist kein politischer Kampfbegriff, sondern ein Fakt. Die Atomkraftvertreter formulieren das z.B.so:
    "... die Situation ist eindeutig so,.., wenn solche Ereignisse...eintreten, dann sind das gesellschaftliche Schäden."
    "Weil das so ist, dass die Schäden so gross sind, wenn sie denn eintreten, dass die Versicherungswirtschaft sagt: Das ist nicht versicherbar."
    so Bundesminister Röttgen ( CDU ) .
    So ist es politisch gewollt.
    ( Panorama Nr. 738 )
    Sie leben noch im letzten Jahrtausend. Deutschland hat 2001 beschlossen aus der Atomtechnik auszusteigen und alle Verfassungsorgane haben 2011 diesen Prozess beschleunigt.
    Ihr Kampf ist der des letzten Jahrtausends, wir sind längst weiter.
  2. #341

    Bei

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Das steht bei meiner auch. In den Geschaeftsbedingungen steht allerdings dass 'unbegrenzt' 40 Millionen Euro heisst.
    welcher Versicherung? Bei mir steht das nicht drin. Bei mir steht:
    Nach dem Gesetz müssen Sie für jeden Schaden in unbegrenzter Höhe haften. Deshalb bietet nur die unbegrenzte Deckungssumme ausreichenden Versicherungsschutz.
  3. #342

    Genau

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    ist falsch.
    Es handelt sich immer um Höchstdeckungssummen, die mit der Haftung nichts zu tun haben, sondern nur mit dem Versicherungsschutz. Kein Bürger haftet für den Schaden, den Sie mit Ihrem Auto anrichten.
    Genau. Und genauso haftet kein Bürger für Schäden, die durch ein KKW angerichtet werden (oder zeigen Sie mir die Norm, die festlegt, dass der Staat oder ein Bürger für Schäden aus einem KKW haftet). Das sind dann Schäden, für die niemand anderes (als der insolvente Betreiber) in Regress genommen werden kann ("gesellschaftliche Schäden"). In der Praxis (so ist es ja häufig nach Naturkatastrophen) wird der Staat dann einspringen. Dazu ist er aber nicht verpflichtet.
  4. #343

    Ablenkungsmanöver, drollige...

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    ist falsch.
    Es handelt sich immer um Höchstdeckungssummen, die mit der Haftung nichts zu tun haben, sondern nur mit dem Versicherungsschutz. Kein Bürger haftet für den Schaden, den Sie mit Ihrem Auto anrichten.
    Herr Felix - das ist doch wieder mal die übliche Ablenkungsmanövertaktik der Ewiggestrigen:

    Fakt ist:

    Japan ist atomstromfrei - und es hat keinen Blackout gegeben.

    Jetzt führen die Atomstromiker hier ihre - natürlich nur politisch motivierten - kümmerlichen Rückzugsgefechte.

    Da wird Japan mal eben - im Vergleich zu Deutschland - klein geredet und der übliche Kram.

    Ein pragmatischer Link:

    Japan wird vorübergehend atomstromfrei (Politik, International, NZZ Online): Der Härtetest steht im Sommer bevor, wenn der Strombedarf wegen der Klimaanlagen am höchsten ist. Vor allem Wirtschafts- und Industrieminister Yukio Edano warnt immer wieder vor Versorgungsengpässen, er befürchtet, dass Industrieunternehmen die Produktion ins Ausland verlegen könnten, wenn die Stromversorgung nicht gewährleistet ist.

    Auch hier die üblichen, politischen Reflexe....
  5. #344

    Nur Kernkraft ist nicht versicherbar

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Die Haftungsbegrenzung auf 2,5 Milliarden, die bei Verursachung durch höhere Gewalt einsetzt, gibt es tatsächlich nur bei der Kernkraft. In allen anderen Fällen entfällt bei höherer Gewalt die Haftung.

    Die Haftungsbegrenzung tritt nicht bei außergewöhnlich schweren Erdebeben etc in Kraft, sondern bei 'schweren Naturkatastrophen außergewöhnlicher Art'.....
    .
    Nein, Versicherung und Haftung entfallen nicht bei höherer Gewalt.
    Alles ist versicherbar außer AKWs.
    "Brücken, Tunnel, Flughäfen, Seehäfen, Wasserkraftwerke, Staudämme und Bergwerke. ... eine Haftpflicht- und eine Montage-Betriebsunterbrechungsversicherung Kraftwerke, Produktionsanlagen, Wind- und Solarparks und Pipelines."
    zitiert aus
    Munich Re - Corporate Insurance Partner - Engineering
  6. #345

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Habe ich gerade getan. Unbegrenzte Deckungshöhe, Schäden aus Atomanlagen sind ausgeschlossen.
    Für jeden Schaden, der mit Ihrem Auto angerichtet wird, muss nach dem Gesetz in unbegrenzter Höhe gehaftet werden. Deshalb bietet nur die unbegrenzte Deckungssumme einen ausreichenden Versicherungsschutz und die Zusatzkosten sind marginal. Deshalb sind heutzutage 90% aller Autohaftpflichtversicherungen in der Höhe unbegrenzt.

    .
    Sie rammen mit Ihrem PKW einen Castor-Transport, der fällt um, geht kaputt und die Brennstäbe liegen auf der Strasse. Unglücklicherweise fegt gerade eine Windhose über diese Strasse und verteilt das Radioaktive Material auf 700 Km². Dummerweise dicht besiedelt, so dass 500.000 Menschen für 10.000 Jahre evakuieret werden müssen.
    Und das zahlt dann alles die Hamburg-Mannheimer?
  7. #346

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Genau. Und genauso haftet kein Bürger für Schäden, die durch ein KKW angerichtet werden ...
    ...lesen Sie das AtG.

    Dort sind Schäden bis zu 2,5 Mrd. EUR "gedeckelt". Bis 2,5 Mrd. EUR zahlt die Atomwirtschaft, alles, was darüber hinausgeht, das zahlen die Steuerzahler - also: Der Staat.

    Wer auch sonst. Das versuchen die Atomstrombefürworter gerne rabulistisch zu vernebeln.
  8. #347

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen

    Und wofür das ganze? Für die dümmste, teuerste, gefährlichste und unzuverlässigste Art Strom zu produzieren, die sich der Mensch je hat einfallen lassen.
    Für die Stromerzeugung die zum Zeitpunkt der Gestehung weitaus billiger zu sein schien wie anderes vorhandenes
    Für eine Stromerzeugung die erstmalig trotz massiver Strommengenzunahme eine Umwelterholung nie dagewesenen Ausmaßes erlaubte

    All dieses passt aber nicht in ein verkrustetes Demkschemata

    Lumpenpack, diese Gierhälse. 120.000 Menschen leben ein Jahr später in einer high tec Nation immer noch in Notunterkünften. Die Entschädigung reicht nicht für die Miete in der gleichen Zeit.
    Ihre Kapitalismuskritik in allen Ehren
    Aber wie so oft verwechseln Sie die Dinge und bringen es durcheinander
  9. #348

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Herr Felix - das ist doch wieder mal die übliche Ablenkungsmanövertaktik der Ewiggestrigen:

    Fakt ist:

    Japan ist atomstromfrei - und es hat keinen Blackout gegeben.

    Jetzt führen die Atomstromiker hier ihre - natürlich nur politisch motivierten - kümmerlichen Rückzugsgefechte.

    Da wird Japan mal eben - im Vergleich zu Deutschland - klein geredet und der übliche Kram.

    Ein pragmatischer Link:

    Japan wird vorübergehend atomstromfrei (Politik, International, NZZ Online): Der Härtetest steht im Sommer bevor, wenn der Strombedarf wegen der Klimaanlagen am höchsten ist. Vor allem Wirtschafts- und Industrieminister Yukio Edano warnt immer wieder vor Versorgungsengpässen, er befürchtet, dass Industrieunternehmen die Produktion ins Ausland verlegen könnten, wenn die Stromversorgung nicht gewährleistet ist.

    Auch hier die üblichen, politischen Reflexe....
    Es bleibt abzuwarten, wie sich die Einführung des deutschen EEG, allerdings mit deutlich höheren Vergütungen, in Japan auf den Ausbau von EE auswirken wird.

    10 GW Zubau pro Jahr allein an PV werden prognostiziert. Da hält nichtmal Deutschland mit, zumal hier nun heftig auf die Bremse getreten wird.

    Denn EE haben 2 Nachteile: zu schnell und zu gut.

    News: » Japan plant Solarförderung nach deutschem Vorbild
  10. #349

    Ach Belgier

    Zitat von einbelgier Beitrag anzeigen
    Sie rammen mit Ihrem PKW einen Castor-Transport, der fällt um, geht kaputt und die Brennstäbe liegen auf der Strasse. Unglücklicherweise fegt gerade eine Windhose über diese Strasse und verteilt das Radioaktive Material auf 700 Km². Dummerweise dicht besiedelt, so dass 500.000 Menschen für 10.000 Jahre evakuieret werden müssen.
    1.Wird der Castor per Bahn transportiert, Ausnahme, die letzten 10 Kilometer in Dannenberg, dort wird er aber von 10 000 Polizisten beschützt, so, dass Sie mit Ihrem PKW auch nicht annähernd in seine Nähe kommen.
    2.Behaupten Sie doch immer, dass ein Castor, wenn er umfällt, nicht kaputt gehen kann.


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