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Alle Reaktoren vom Netz: Japan feiert die Atom-Auszeit

APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
  1. #290

    Geothermie

    Zitat von cevra Beitrag anzeigen
    1) thermal bedeutet mithilfe einer warmen quelle, nicht unbedingt mithilfe einer von der erde erzeugten warmen quelle, deswegen ist es aus Ihrer sicht (meinetwegen auch aus meiner) ein synonym wenn man keine anderen kraftwerke kennt, aber nicht im allgemeinen, da sind das ober- und unterbegriffe, hatte ich Ihnen das nicht so geschrieben?
    Sie hatten sehr wenig geschrieben, weshalb ich den Punkt, um den es Ihnen ging, zuerst nicht verstanden habe. Und soweit ich den Begriff "Geothermie" kenne, wird er auch für den Mars oder die Jupitermonde Europa oder Io verwendet, obwohl dies ethymologisch nicht ganz logisch ist.

    Zitat von cevra Beitrag anzeigen
    3) der war doch auch Ihre punch line. meine bezog sich auf Ihre falsche behauptung (die allein aus der blinden übernahme des fehlers aus 2) stammt), die Sie ja nun endlich auch eingesehen haben, nicht auf den SPON artikel.
    Es ging nicht um Einsehen, sondern um Verstehen, warum es Ihnen überhaupt geht.
  2. #291

    Schwerkraft

    Zitat von mrotz Beitrag anzeigen
    Mit inhärent sicher baubaren Reaktoren, wie z.B. dem Flüssigsalzthoriumreaktor, hätte man dieses problem auch im Griff. Der Brennstoff würde bei Überhitzung in passiv Gekühlte Tanks abfließen. Kein Strom nötig. Nur Schwerkraft.
    Aber was ist, wenn die Schwerkraft ausfällt? Hundertprozentige Sicherheit kann es bei Kernkraftwerken nicht geben!
  3. #292

    Leider

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Aber was ist, wenn die Schwerkraft ausfällt? Hundertprozentige Sicherheit kann es bei Kernkraftwerken nicht geben!
    haben dies viele immer noch nicht verstanden.Keine Technik ist beherrschbar.vor Jahren wurden die Leute,die nicht fuer Atomkraft waren kriminalisiert.Inzwischen werden sie,von einigen Foristen als Spinner und geistig minderbemittelt klassifiziert.
  4. #293

    Der Tschernobyl RMBK Reaktor-Typ

    Zitat von mrotz Beitrag anzeigen
    ... das einzig und allein den Zweck hatte, Produktion waffenfähigen Plutoniums mit Stromerzeugung zu kombinieren, da man die Brennstäbe während des betriebs tauschen konnte und somit auch den optimalen Brutzeitpunkt fürs Plutonium abzupassen vermochte.
    Plutonium aus Brennstäben, die ein jahr oder länger in Betrieb sind, wie bei Druck und Siedewasserreaktoren, taugen aufgrund der Isotopenzusammnesetzung nicht wirklich für Kernwaffen.
    Das Plutonium dafür wurde (im westen) in eigens dafür errichteten Anlagen gewonnen. Auch in Frankreich.

    Aufgrund der Grafitmoderierung und Wasserkühlung, stieg bei Wasserverlust die Reaktorleistung an, da das Wasser nicht als Moderator fungierte, sondern hauptsächlich als Neutronenabsorber.
    Der RBMK war/ist nicht sicher regelbar und neigt inhärent zur Leistungsexplosion.

    Siede- und Druckwasserreaktoren ziegen dieses verhalten nicht, da das Wasser Moderator und Kphlmittel ist.
    Das Problem dort leigt (nur) in der Nachzerfallswärme, die in Fukushima zum Verhängnis wurde.

    Mit inhärent sicher baubaren Reaktoren, wie z.B. dem Flüssigsalzthoriumreaktor, hätte man dieses problem auch im Griff. Der Brennstoff würde bei Überhitzung in passiv Gekühlte Tanks abfließen. Kein Strom nötig. Nur Schwerkraft.

    nunja.

    mfg
    war ein Spitzenreaktor und wurde auch von der IAEA
    unterstützt.
    Ruckzuck sopotbillig gebaut,
    keine langen Wartungtungsintervalle.
    Zwar gab es gerinfügig mehr radioaktive Emissionen
    als sonst, aber das spielt im weitäufigen Russland keine Rolle.
    Dasnn pustet er im Falle einer Havarie alles
    feinverteilt in die Atmosphäre.
    Man stelle sich mal eine Havarie eines
    Siede/Druckwasserreaktors im laufenden
    Betrieb vor. In Fukushima war ja alles abgeschaltet,
    und nur die Restwärme macht das Problem.


    Der Flüssigsalzthoriumreaktor war klitzeklein,
    und stellte gar keinen Strom her, sondern
    benötigte selbst Strom.
    Dei produzierte Nutzhitze wurde weggeblasen,
    damit die Anlage nicht überhitzt.
    Ob in grossem Masstab der therimische
    Haushalt einer solchen Anlage überhaupt funtioniert hätte,
    weiss kein Mensch. erst Recht nicht, ob da bezogen auf
    die Baukosten nach Lernkurve überhaupt wirtschaftlicher
    Strom rausgekommen wäre.
  5. #294

    Kernkraft ist in Versicherung ausgeschlossen

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Aber was ist, wenn die Schwerkraft ausfällt? Hundertprozentige Sicherheit kann es bei Kernkraftwerken nicht geben!
    Eher wird das Ablassventil klemmen und viele andere Möglichkeiten verhindern die 100%ige Sicherheit.
    Die Auswirkungen der unmöglichen 100% sehen wir in Japan.
    Versicherungen haben das Risiko von Anfang an erkannt.

    Deshalb lesen Sie in Ihrer privaten Gebäude-, Hausrat- und KFZ-Versicherungen:
    "nicht versichert sind Schäden durch Kernkraft"

    Die Versicherungsvertreter würden ja so gerne Geld mit Zusatzversicherungen verdienen.
  6. #295

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    man um alles in der Welt jedes Auto einzeln versichern soll und nicht alle zusammen? Ich vermute weil jedes Auto einzeln den Schaden anrichtet und nicht alle Autos zusammen.
    Glauben Sie wirklich grosse Firmen und Autoverleiher haben fuer jedes Auto einen eigenen Versicherungsvertrag?
  7. #296

    Lftr

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Eher wird das Ablassventil klemmen und viele andere Möglichkeiten verhindern die 100%ige Sicherheit.
    Die Auswirkungen der unmöglichen 100% sehen wir in Japan.
    Versicherungen haben das Risiko von Anfang an erkannt.
    LFTR haben kein Ablaßventil,sondern das Abfließen wird durch gefrorenes Salz verhindert, das bei einem Überhitzen des Reaktorsalzes über die zulässige Temperatur taut und den Abfluß freigibt. Das Schmelzen von festen Körpern bei Hitze ist genauso wie die Schwerkraft ein Naturgesetz.

    Das Problem der Explosionsgefahr und der weiträumigen Verbreitungsgefahr von Radioaktivität läßt sich technologisch durchaus beherrschen. Das Problem, daß man auch in LFTR mit strahlenden Substanzen hantieren muß, bleibt allerdings wie bei allen Kernspaltungskraftwerken bestehen. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn sich andere Kraftwerkstypen (zum Beispiel Höhenwindkraftanlagen) als überzeugendere Antwort zum Lösen des Weltenergieproblems erweisen würden. Trotzdem würde ich die Entwicklung derartiger sicherer Kernspaltungsreaktoren weiter betreiben und sie zumindest in geringer Zahl bauen lassen - sei es um den aktuellen Atommüll zu reduzieren, sei es um radioaktive Nutzsubstanzen zu erzeugen oder um Energiequellen auch in unwirtlichen Gegenden wie dem Mars zur Verfügung zu haben.

    Und da bisher noch keine Energie-Technologie wirklich überzeugen konnte, sollte man sich sowieso alle Optionen offen halten und in alle Richtungen weiterforschen.
  8. #297

    -

    Zitat von mrotz Beitrag anzeigen
    ...
    Mit inhärent sicher baubaren Reaktoren, wie z.B. dem Flüssigsalzthoriumreaktor, hätte man dieses problem auch im Griff. Der Brennstoff würde bei Überhitzung in passiv Gekühlte Tanks abfließen. Kein Strom nötig. Nur Schwerkraft....
    Ja der Flüssigsalzreaktor. Kommt seit 60 Jahren in 30 Jahren. Genau wie die Kernfusion oder sonstigen Ergüsse. Wie wäre es mal wenn man bei der Zirkoniumlegierung anfängt. Sowohl Tschenobyl als auch die 3!! Explosionen in Fukushima sind letzendlich darauf zurückzuführen, das in unseren AKW ein Material verwendet wird welches bei Überhitzung Wasserstoff produziert. Statt sich aber darum zu kümmern und das Material zu ersetzen verwendet man irgendwelche Hilfskrücken wie Rekombinatoren und so ein Gebamsel. Fukushima zeigt eindrucksvoll wie so etwas im Ernstfall funktioniert.

    Nun: Die Verwendung von Zirkoniumlegierugnen ist übrigens in Bereichen die thermisch bis zur Wasserstofffreisetzung beansprucht werden könnten nicht zulässig, verstößt es doch gegen die Regeln der Technik. Man würde ihnen im Maschinenbau oder der chemischen Industrie das Material zu Recht um die Ohren hauen, sollten sie es dennoch thermisch überanspruchbar einsetzen wollen.

    Nun die Atomktechnologen haben in 60 Jahren keinen Ersatz für diese Krücke gefunden. Wenn es daran schon scheitert, dann wird der Flüssiglsazreaktor noch laaaange auf sich warten lassen. Und das ist auch gut so.....

    (P.S. jetzt bitte nicht wieder mit dem ollen Prototypen von anno Tobak nebst daugehöriger Dolchstoßlegende anfangen. Der Prototyp hatte mehr Probelme als Lösungen zu bieten. Er war jedenfalls so erfolgreich, dass ihn keiner weiter entwickeln wollte....)
  9. #298

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    haben dies viele immer noch nicht verstanden.Keine Technik ist beherrschbar.vor Jahren wurden die Leute,die nicht fuer Atomkraft waren kriminalisiert.Inzwischen werden sie,von einigen Foristen als Spinner und geistig minderbemittelt klassifiziert.
    Ist doch schon ein Fortschritt, oder? ;-))))
  10. #299

    Wasser ist das Problem

    Zitat von Reiner_Habitus Beitrag anzeigen
    Ja der Flüssigsalzreaktor. Kommt seit 60 Jahren in 30 Jahren.
    Sie verwechseln das mit der Kernfusion. Am Flüssigsalzreaktor wurde nur weniger als zwei Jahrzente bis 1974 geforscht, wobei nur Forschungsgelder im Millionenbereich verwendet wurden. Präsident Nixon beendete diese sehr geringe Froschungsförderung, hatte aber Milliardensummen für die Forschung an schnellen Brütern zur Verfügung, die bis heute nicht funktionieren.

    Zitat von Reiner_Habitus Beitrag anzeigen
    Genau wie die Kernfusion oder sonstigen Ergüsse.
    Zum Beispiel Windkraftanlagen (werden schon seit Jahrhunderten erforscht), Batterietechnologie (schon seit 200 Jahren werden uns leistungsfähige Batterien versprochen) oder Solarzellen (seit Jahrzehnten wird uns die Marktfähigkeit versprochen).

    Zitat von Reiner_Habitus Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mal wenn man bei der Zirkoniumlegierung anfängt. Sowohl Tschenobyl als auch die 3!! Explosionen in Fukushima sind letzendlich darauf zurückzuführen, das in unseren AKW ein Material verwendet wird welches bei Überhitzung Wasserstoff produziert.
    Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht: Wasser hat in Kernkraftwerken nichts zu suchen, da es Knallgas bildet, einen niedrigen Siedepunkt hat und sich leicht mit der Umwelt vermischt, da es dort allgegenwärtig ist.

    Zitat von Reiner_Habitus Beitrag anzeigen
    Nun die Atomktechnologen haben in 60 Jahren keinen Ersatz für diese Krücke gefunden. Wenn es daran schon scheitert, dann wird der Flüssiglsazreaktor noch laaaange auf sich warten lassen. Und das ist auch gut so.....
    Praktisch alle AKW-Typen der vierten Generation kommen ohne Wasser aus.


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