Forum


 

Alle Reaktoren vom Netz: Japan feiert die Atom-Auszeit

APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
  1. #270

    Zitat von soulbrother Beitrag anzeigen
    Dennoch brauchen wir mittelfristig Gaskraftwerke, um die Schwankungen auszugleichen. Von daher sollte man für die Bereitstellung von Kapazitäten einen geeigneten Anreiz bieten.
    Also werden die Gewinne der EE privatisiert und die wahren Kosten (Speicher, Netzausbau, usw.) sozialisiert.
  2. #271

    ..

    Zitat von bernhardt11 Beitrag anzeigen
    Genau. Neben den Kosten für das verstrahlte Gebiet und allen Nebenannehmlichkeiten, hat man nun noch Mehrkosten von 30 Mia, weil man sich auf die Kernkraft verlassen hatte, was man heute NICHT tut.

    Nebenbei: Sind denn die 30 Mia die Kosten oder nur die Verluste der japanischen EVU? ;)
    30mrd sind die Mehrkosten für die Rohstoffe. Das hat nix mit "Verlassen auf" zu tun oder verstrahlte Gebiete. Um soviel ist die Erzeugung von Strom mit AKWs in Japan günstiger im Vergleich zu konventioneller Erzeugung.

    Atomstaat ohne Atomstrom - heute-Nachrichten
  3. #272

    Zitat von 5Minute Beitrag anzeigen
    Na dann ist ja ökologisch wieder alles in Butter, oder?
    Die Mehrheit hier in SpON findet das offensichtlich OK.
  4. #273

    Dann

    [QUOTE=Rodelkönig;10134041] Das SpOn-Forum ist wahrscheinlich das einzige Forum im ganzen Internet, wo man sich normalerweise mit "Sie" anspricht.QUOTE]

    sollten Sie sich daran halten.
  5. #274

    ..

    Zitat von bernhardt11 Beitrag anzeigen
    Das ist eine hypothetische Aussage. Hätte man das Geld in EE statt in abgeschaltete Kernkraftwerke gesteckt...
    Nix ist hypothetisch.
    Die kwh aus Erneuerbaren Energien kostet mehr als aus Öl, Gas Kohle.
    Also so wäre ein EE Ersatz für KernKraft in Japan nochmals wesentlich teurer als 30mrd jährlich.
  6. #275

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Naja. Noch ist Deutschland und Europa ein landwirtschaftliches Exportland. Verhungern werden wir hier nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass die EU ja sogar das Brachlegen von Ackerflächen subventioniert, weil wir überall in Europa eine gewaltige Nahrungsmittelüberproduktion haben. Nicht umsonst haben die EU-Agrarexportsubventionen die halbe afrikanischen Landwirtschaft wegkonkurriert von dem bissl, was die überhaupt hatten.
    Sehr fatalistische Betrachtungsweise
    Wir importieren Mais, da wir zuwenig haben-unserer wird vergoregn
    Wir importieren nun auch noch Weizen (da wir mittlerweile zuwenig anbauen)

    Brachflächensubvention gibt es nahezu keine mehr!
    Und Bodenpachtpreise (das betrifft knapp 45% der Flächen) werden für konventionelles teurer (bis Faktor 5) da Biomasseanbau subventioniert, Salat aber nicht wird

    Ergo: Salat wird teurer
    Und: Woanders können sich Menschen Lebensmittel nicht mehr leisten

    Nur: Wir steigen auch mit Biogas aus, weil ja so gefährlich (für uns)
  7. #276

    Ein Gau

    Zitat von les.fleur.du.mal Beitrag anzeigen
    Ich komme rein sprachlich und logisch nicht damit klar, dass es einen SuperGAU überhaupt geben kann.

    Also ist ein GAU der zu erwartende größte Unfall - unter normalen Umständen, oder wie?
    ist der "Grösste anzunehmende Unfall", der in der Auslegung eines KKWs berücksichtigt und beherrscht werden muss.Zum Beispiel Abriss einer Frischdampfleitung.
    Alles was nicht beherrsct wurde, ist als Supergau benannt worden, vom wem auch immer.
  8. #277

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Naja. Noch ist Deutschland und Europa ein landwirtschaftliches Exportland. Verhungern werden wir hier nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass die EU ja sogar das Brachlegen von Ackerflächen subventioniert, weil wir überall in Europa eine gewaltige Nahrungsmittelüberproduktion haben. Nicht umsonst haben die EU-Agrarexportsubventionen die halbe afrikanischen Landwirtschaft wegkonkurriert von dem bissl, was die überhaupt hatten.



    Das macht die CDU aber nicht, weil die CDU bzw. CSU sich damit ihre halbe Wählerschaft zum Feind machen würde. Denn mit den Energiepflanzen verdienen die Bauern wesentlich mehr, als sie mit Nahrungsmitteln, die sie wegen der Überproduktion sowieso nicht kostendeckend verkaufen könnten, jemals verdienen könnten. Aber grundsätzlich gebe ich Ihnen damit recht, dass es für die Welt als ganzes klüger wäre, lieber mehr Nahrungsmittel statt Energiepflanzen anzubauen und die Energie lieber aus Sonne, Wind und eventuell noch Wasser und Geothermie zu gewinnen. Wenn man allerdings nur Deutschland oder Europa betrachtet, sieht die Sache anders aus, da wir einfach wesentlich mehr Nahrungsmittel produzieren als wir verbrauchen.
    Den 40%-Überschuss, wenn wir statt Energiepflanzen nur noch Weizen anbauen, könnten wir dann an Afrika verschenken. Kaufen könnten die ihn nicht, weil sie ihn sich nicht leisten könnten, aber verschenken könnten wir ihn. Es ist eine Sache Ihres und meines Gewissens, ob Sie das befürworten würden oder nicht.
    Ergänzung: Wir importieren nicht aus der EU und es ist innerhalb der EU kein Nullsummenspiel, sondern wir importieren von Brasilien Argentinien und Russland.
    Die widerum importieren auch aus den Regenwaldgebieten......

    Wir tragen also direkt und über 2 Ecken unseren Biogaswahn in den Urwald, ob es uns passt oder nicht
  9. #278

    Störfall AVR Jülich

    Zitat von les.fleur.du.mal Beitrag anzeigen
    Also haben sie sich doch wohl leider ein bisschen vertan, oder?
    Ja, auch in Deutschland, z.B. AVR Jülich am Rande des Supergau
    zitiert aus wikipedia
    "... 1978 traten infolge eines Lecks im Überhitzerteil des Dampferzeugers 27,5 t Wasser .....in den Reaktorkern ein. ... dieser Störfall ... stellt er wegen des positiven Reaktivitätseffekts des Wassers (Möglichkeit einer prompten Überkritikalität des Reaktors) und der möglichen chemischen Reaktion des Wassers mit dem Graphit mit Bildung explosionsfähiger Gase einen der gefährlichsten Störfälle für einen Hochtemperaturreaktor dar.

    Der Störfall blieb wahrscheinlich nur deshalb ohne schwere Folgen, weil der Kern nur Temperaturen unter 500 °C aufwies und weil das Leck klein blieb.

    Unter dem Reaktor befindet sich noch durch den Störfall radioaktiv belastetes Erdreich und Grundwasser. Durch den Störfall wurde nämlich das Fundamentkammerwasser, welches mit der Umgebung in direktem Kontakt steht, mit Strontium-90 und Tritium radioaktiv kontaminiert."
  10. #279

    freude und eierkuchen

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    1) Sie haben bisher immer noch nicht erklärt, warum ein Thermalkraftwerk kein Synonym für ein Geothermiekraftwerk sein soll. Welche anderen Thermalkraftwerkstypen gibt es denn noch?
    2) Sie haben recht, was den Spiegel-Originaltext betrifft: es gibt dort einen Übersetzungsfehler aus dem Englischen. thermal power station wurde fälschlicherweise mit "Thermalkraftwerk" statt mit "thermisches Kraftwerk" übersetzt. Das war mir nicht aufgefallen.
    3) Von dem semantischen Fehler im Spiegel bezüglich der Verwenung des Begriffes "thermisches Kraftwerk" (da AKW selbst thermische Kraftwerke sind) wurde bereits gesprochen.
    1) thermal bedeutet mithilfe einer warmen quelle, nicht unbedingt mithilfe einer von der erde erzeugten warmen quelle, deswegen ist es aus Ihrer sicht (meinetwegen auch aus meiner) ein synonym wenn man keine anderen kraftwerke kennt, aber nicht im allgemeinen, da sind das ober- und unterbegriffe, hatte ich Ihnen das nicht so geschrieben?
    2) ach
    3) der war doch auch Ihre punch line. meine bezog sich auf Ihre falsche behauptung (die allein aus der blinden übernahme des fehlers aus 2) stammt), die Sie ja nun endlich auch eingesehen haben, nicht auf den SPON artikel.


TOP



TOP