Forum


 

Alle Reaktoren vom Netz: Japan feiert die Atom-Auszeit

APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
  1. #200

    Zitat von r.horn Beitrag anzeigen
    Ihre Weltenrettungsphantasien (hier und in anderen Zusammenhängen) machen mir Angst.
    Diese Angst ist ein ganz normales Phänomen, also nur keine Angst.
  2. #201

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Sie:
    Müssten RWE und Co ihre Kernkraftwerke gegen einen schweren Atomunfall .. versichern, wäre Atomstrom in Deutschland unbezahlbar - und alle 17 Meiler würden sofort stillgelegt.
    ( 12.Mai 2011 DIE ZEIT S.24)
    Das ist ein schönes Beispiel für Überschriftenleser
    Sie gehen mit dieser Überschrift haussieren wie ein Vertreter

    Frage: Wrum um alles in der Welt sollten sich die Kraftwerke einzeln versichern, wieso nicht alle zusammen?

    Um 14 Cent pro kWh würde sich danach der Preis einer kWh Atomstrom verteuern, wenn die Versicherungssumme 100 Jahre angespart werden könnte. Da aber in 10 Jahren bei uns Schluss ist, würde sich die kWh um mindesten 4 Euro/kWh Atomstrom verteuern.
    Wie gesagt, nur wenn man unehrenhaft argumentiert
    oder eben nicht versteht was in dem Artikel steht
    Da sind die 1,94 Euro/kWh die Frankreich neulich für deutschen Strom zahlte direkt ein Schnäppchen gegen.
    Das war klar, das Klischee mussten Sie auch noch bringen

    Wie wärs noch mit Ihrem weiteren gebetsmühlentext: unter 1 Cent
    Jede Solaranlage ist natürlich versichert und der Betreiber haftet in vollem Umfang. Da gibts erst gar keine Diskussion.
    Wären Sie denn mal so freundlich und würden aufzeigen, welche versicherung die Folgen von einem Klimakollaps dankk CO" durcch Braunkohle abdekt?

    Wie würden Sie denn die Bevorzugung der Atomanlagen per Gesetz sonst nennen, wenn nicht Subvention?
    Auch hier wieder: Eine zutiefst scheinheilige Argumentation
    Die Atomkraftwerke wurden nur deswegen gebaut weil keine Versicherung nötig gewesen ist

    Nur Paragraphenreiter denen es nicht um die Sache sondern ums "Palawern" geht reiten darauf rum

    Es ist also keine Subvention sondern Bestandsschutz
    Und den Sachverhalt finden Sie in tausenden gesetzen
  3. #202

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    (1) Nein. Da kommen EUR 2,5 Mrd. zuzüglich des Wertes des gesamten Vermögens des Betreibers.
    Schön. Da kommen dann also nochmal 5 Milliarden dazu. 130 Milliarden minus 7,5 Milliarden macht aber immer noch eine Lücke von 122,5 Milliarden

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    (2) Ich kenne die Haftungsregelung in Japan nicht. Aber ich gehe davon aus, dass Tepco in vollem Umfang haftet.
    Tepco hat aber nur einen kleinen Bruchteil des Wertes, den der Unfall kosten wird,
  4. #203

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen

    Was glauben Sie denn wieviele Menschen ein geeignetes Dach besitzen?
    Weniger als 22%

    Um den Strombedarf Deutschlands vollständig solar zu decken, wären bei heutigem Modulwirkungsgrad rund 3.000 km2 Photovoltaikmodule notwendig. Allein an Dachflächen stehen mehr als 2.800 km2 zur Verfügung.
    Photovoltaik
  5. #204

    technologischer Fortschritt läßt sich nicht erzwingen

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Die Zeit drängt jetzt und nicht irgendwann in der Zukunft.
    Daß man etwas unbedingt will, heißt nicht daß man es auch kann.

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    2 Havarien in den letzten Jahren zeigen eindringlich, dass nicht auf irgendwelche Utopien gewartet werden kann.
    In Deutschland gab es bisher keine Havarien. Und in Deutschland wird über deutsche Kraftwerke entschieden.

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Wie lange wird schon an der Fusion, Thorium und wasweissichnoch geforscht ?
    An der Fusion seit ca. 40 Jahren, an Thorium LFTR für sieben Jahre von 1966 bis 1973, dann nicht mehr. An WKA übrigens schon seit mehreren hundert Jahren. Und an Höhenwindkraftanlagen erst seit relativ kurzer Zeit.

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Das sagt Jemand, der nicht Mal ein Endlager für seinen strahlenden Müll hat.
    1) Daß ein Lager gebraucht wird, ist unabhängig von einer längeren oder kürzeren Laufzeit.
    2) Ich bin gegen Endlager, sondern für Zwischenlager mit der Option einer späteren Rückholung zwecks Vernichtung, z.B. in einem LFTR
    3) Es gibt hinreichend Plätze, die derart zwischenlagertauglich sind. Daß sie bisher nicht freigegeben sind, liegt daran, daß bevor noch kein lagerfähiger Müll vorliegt, diesbezüglich keine politischen Entscheidungen getroffen werden.

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Alleine der Preis für die Sicherung der Asse ist astronomisch. Entsorgung?
    Asse ist kein Endlager und auch nie eines gewesen, sondern ein Bergwerk, das entgegen der Bestimmung genutzt wurde. Die Kosten zur Sanierung sind hier nicht von den Kunden, sondern von den Verantwortlichen zu zahlen.

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Bis auf wenige Ausnahmen sind Solarzellen jederzeit recyclebar.
    Welche Firma macht das?

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Das sagt Jemand, der etwa 7 Mrd. alleine in den Testreaktor von Kalkar gesteckt hat.
    Ich weiß nicht, für wen Sie mich halten. Es ist allerdings schmeichelhaft, daß Sie mir ein solches Vermögen zutrauen. Hätte ich allerdings eine solche Summe in Kernenergie stecken wollen, dann hätte ich sie nicht in einen schnellen Brüter, sondern in einen LFTR gesteckt. Den Milliardenzufluß in die Schnellebrütertechnologie habe ich immer für falsch gehalten.

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Die Risiken sind nicht beherrschbar. Darum ist der schnelle Umstieg etwas holprig.
    Daß eine Technologie nachteilbehaftet ist, beantwortet noch nicht die Frage, was sie ersetzen kann.

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Hätte die Schwarz-Gelbe Regierung den Ausstiegsbeschluß der damaligen Rot-Grünen Regierung so durchgeführt, wie geplant, hätten wir jetzt nicht diese Hektik.
    Die Hektik gäbe es in jedem Falle, weil es Blödsinn ist, einen Ausstieg zeitlich festzulegen, ohne gleichzeitig einen Einstieg in einen Ersatz genauso zeitlich festzulegen, und darauf zu vertrauen, daß er rechtzeitig erfunden und entwickelt werden wird.

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Da haben sich die Atomiker selber ein ganz schönes Ei gelegt. Dumm gelaufen, würde ich sagen....
    Man kann wissenschaftlich-technologischen Fortschritt nicht erzwingen. Er findet dann statt, wenn er technisch möglich und die Zeit dafür reif ist.
  6. #205

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Versicherungspflicht besteht nicht
    Es war eine gesellschaftliche vereinbart.
    Eben. Das ist ja das Problem. Wir, die Steuerzahler, müssen dann für die Kosten eine GAUs aufkommen. Und das finden Sie nicht irgendwie komisch?

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Wenn der gesetzgeber das nun ändert soll er eben Regress leisten
    Wieso? Wenn der Staat jetzt Subventionen streicht, soll er wohl dafür extra noch Entschädigung leisten? Ich glaube, Sie verdrehen da irgendwie die Realität.

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Haben Sie nebenbei schon einmal eine Versicherung gegen Treibhauseffekte der Kohlekraftwerke gesehen?
    Nennt sich Emissionszertifikat.
  7. #206

    Das

    eil das
    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Zusätzlich noch das gesamte Vermögen der KKW-Betreiber. Da werden Sie auf deutliche höhere Summen kommen.

    Trotzdem ist es doch keine Frage, dass ein Super-GAU u.U. Kosten verursachen wird, die ganz andere Dimensionen erreichen. Darum ging es aber nicht.
    Es geht nicht um die Frage, ob KKW haftpflichtversichert sind. Das ist der Fall. Wer etwas anderes behauptet sagt die Unwahrheit.
    Problem ist:
    1) Das havarierte Atomkraftwerk Fukushima gehört mit zu dem Vermögen Tepcos. Damit ist Tepcos Vermögen im Minus, kein Mensch kauft denen Fukushima ab. Selbst der Versuch der japanischen Regierung, die Wasserkraftwerke aus dem Unternehmen abzutrennen und die Atomanlagen in staatl.Besitz zu überführen, scheint nicht zu funktionieren. Im Ernstfall ist das Vermögen des Betreibers weniger als null. Der deutsche Gesetzgeber wusste das, gerade bei den kleinen deutschen Atomkraftbetreibern. Da haftet am nächsten Tag keiner mehr. Die Aktie ist dann wertlos und die Eigentümer sind weg.Es besteht keine Nachschusspflicht für Aktionäre.
    2) Zur Haftpflichversicherung: Norbert Röttgen: "Weil das so ist, dass die Schäden so gross sind, wenn sie denn eintreten, dass die Versicherungswirtschaft sagt: Das ist nicht versicherbar."( Panorama Nr.738)
    Nicht versicherbar? Oder ist eine solche Versicherung nur zu teuer? Für eine winzige Schadenssumme müssen sich unsere AKW nämlich durchaus versichern... Deckungssumme 2,5 Mrd. Euro. Ein Tropfen auf einen heissen Stein, wie Tschernobyl zeigt. Die Ukraine zahlt noch heute jedes Jahr 5% des BIP für Schäden durch die Strahlung .
    Prof. Olav Hohmeyer : " Damit ... reicht es mal gerade für die Beileidstelegramme... aber nicht für ...(die) Schäden "
    Norbert Röttgen: " ... die Situation ist eindeutig so, ..,wenn solche Ereignisse ... eintreten, dann sind das gesellschaftliche Schäden."
    - weniger diplomatisch ausgedrückt: Bei einem Reaktorunglück müssen alle Bürger zahlen. So ist es politisch gewollt.

    Sie müssten also mit der Bundesregierung ausdiskutieren, weshalb Sie bezahlen sollen, obwohl nach Ihrer Aussage die Atommeiler haftpflichtversichert sind. Die Versicherungswirtschaft,die Betreiber und die Bundesrepublik Deutschland sagen: Sie sind nicht ausreichend haftpflichtversichert. Ansonsten müssten nicht die Betreiber zur Haftung herangezogen werden, noch vor dem Bürger.
  8. #207

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie darauf? Aber wenn der Staat sie verpflichtet, Ihr Auto zu versichern, ist das wohl kaum eine Subvention, oder?
    Also so langsam glaube ich, Sie kennen die Bedeutung des Wortes "Subvention" nicht. Natürlich ist es keine Subvention, wenn der Staat mich verpflichtet, mein Auto haftpflichtzuversichern. Eine Subvention wäre es, wenn der Staat bzw. die Gesellschaft für mich die Haftpflicht meines Autos übernehmen würde. Und genau das machen wir als Gesellschaft für die Betreiber der AKWs mit ihren Kraftwerken.

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Wer hat je behauptet, das die Haftpflichtversicherung - bei Annahme eines Super-Gaus - ausreichend ist?
    Sie.
  9. #208

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Natürlich bekamen sie Anschubsubventionen. Sag ich doch. Und sie verlangen jetzt wieder "Anschubsubventionen" für neue AKWs, weil es sich ansonsten gar nicht rechnet.
    "Gesellschaftliche Versicherung" ... so nennt man das also. Natürlich ist das eine Subvention. Was glauben Sie, warum die Gesellschaft nicht Ihre Kfz-Haftpflicht oder Ihre Hausratversicherung übernimmt?
    Sie argumentieren eben als Theoretiker ohne Wissen zu haben

    Schöller wollte keine AKWs bauen, nie und nimmer
    Erst als die Politik Bau und Versicherung "übernahm" kam ein AKW Bau heraus

    Wie kann man da heute den Betreibern einen Vorwurf machen?

    Sie müssen ja den Rest der Bevölkerung für ziemlich dumm halten. Klar gibt's auch in dem Bereich irgendwelche Absahner, die die Gelegenheit genutzt haben und gern Geld damit verdienen. Aber der Anteil der kleinen Eckhausbesitzer und ganz normalen "kleinen Leute", die auf Omas kleines Häuschen ein paar Solarmodule drauflegen, ist in dem Bereich wahrscheinlich wesentlich höher als bei den AKWs, oder?
    Auch hier scheint Wissen zu fehlen?

    14% der seit 2004 instalierten Kapazität gehört den "kleinen Leuten", ist also auf dem tpischen EFH

    Frage: Wenn 30% der Bevölkerung keine Geld hat
    weitere 40% der Bevölkerung 14% der installierten Kapazität besitzen

    wieviel % verteilen sich dann auf die reichsten 30% der Bevölkerung?
  10. #209

    nene

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Naja, technisch gesehen sind die nicht Pleite. Die haben bisher keinen Antrag auf Insolvenz gestellt, soweit ich weiß. Wenn sie Pleite gehen, dann weil sie für die Folgen von Fukushima haften. Das war ja genau mein Punkt: Tepco haftet meines Wissens für die Folgen.
    Nene, die haben sich schon etliche Milliarden von der Regierung "geliehen", die sie nie mehr zurückzahlen können.








TOP



TOP