APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.
Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
Auf die Gefahr hin, dass es abgedroschen klingt... heutige deutschen Sicherheitsstandards unterscheiden sich dann doch ein wenig von denen (beispielsweise) in Tschernobyl...
Wenn ich das recht im Kopf habe, ging der Reaktor dort hoch, weil die Betriebsmannschaft das Ding mal so richtig stressen wollte und dabei leider ein bisschen euphorisch zu werke ging... (nennt man "menschliches Versagen" oder auch schlicht Dummheit... )
Fukushima wurde an der Küste gebaut und von einem Tzunami zerstört... bei näherer Betrachtung auch nicht gerade eine sicherheitstechnische Meisterleistung...
Nur weil irgendein Idiot mit Sommerreifen auf Glatteis ein Kind überfährt, wird niemand ernsthaft fordern Autos abzuschaffen. Beim bösen Atom, den bösen Banken oder den bösen Moslems funktioniert das...
Angst essen Seele auf ; Arbeitstitel: alle Türken heißen Ali
Das Interessanteste an der Meldung finde ich, dass die Lichter bisher in Japan nicht ausgehen, ich bin sicher die Japaner mussten sich diesen Spruch von der Atomindustrie auch anhören: "Ohne Atomkraft gehen die Lichter aus."
Jetzt wünsche ich den Japanern, dass sie lokal die Kraft aufbringen, das Hochfahren der Werke zu verhindern.
Jetzt rege man sich doch nicht so über die vergleichsweise als gering empfundene Anzahl der Teilnehmer auf. In Japan gibt es bei weitem keine solche "Demonstrationskultur" wie in westlichen Ländern. Im Übrigen ging es hier doch lediglich um das Feiern der Abschaltung des letzten AKW, also nicht in erster Linie um Protest. Der Drang, gegen Atomkraft auf die Straße zu gehen, ist wohl geringer, wenn sie doch im Moment sowieso keine Rolle spielt.
Vor einem Jahr, als das Unglück in Fukushima passierte, hörte ich in allen Medien - Japan gewinnt den größten Teil seiner Energie aus Atomkraft. Wie haben sie es geschafft innerhalb eines Jahres auf andere Quellen umzusteigen? Oder ist es in Japan jetzt dunkel? Ich gewinne den Eindruck, dass die damalige Berichterstattung unkorrekt und irreführend war. In Deutschland kämpft man seit Jahrzehnten um neue Energien und in Japan geht das innerhalb eines Jahres.
Die Japaner warten Ihre Atomkraftwerke fast alle immer gleichzeitig. Ist also nichts besonders. 5500 Demonstranten ist einfach nur lächerlich. Die Mehrheit der Japaner sind für die Kernenergie. Überigens an die Antiatom-Hysteriker hierzulande, beim Atomunfall in Fukushima gab es keinen einzigen Strahlentoten ;-)
... eventuell hat der Großteil der Japaner auch einfach nur ganz andere Sorgen und ob die auch noch so euphorisch sind, wenn im Sommer erstmal hier und da die Lichter stundenweise ausgehen, bleibt abzuwarten...
Ob die Gesamtheit der Japaner die möglichen Konsequenzen überhaupt begriffen haben, in kauf nehmen, oder sie schlichtweg einfach nur ignorieren oder verdrängen, wissen weder Sie noch ich...
... genauso wenig wie der Spiegel.
Es wird ja immer gerne ins Feld geführt, daß Unfälle ja auch anderswo passieren, so'n Windrad kann auch umkippen und 'nen Spaziergänger erschlagen, und da fordert dann auch niemand ... etc. pp.
Der große Unterschied bei Atomanlagen sind doch die u.U. massiven Auswirkungen: Tödliche, unsichtbare Strahlung (da kann man als normaler Mensch nicht einfach zur Seite springen oder 'nen Helm aufsetzen), Fallout in weit entfernten Regionen ist möglich, ganze Landstriche sind u. U. für zehntausende von Jahren unbewohnbar, Unfruchtbarkeit oder Mißbildung von Kindern ...
Ein "normaler" Unfall ist quasi sofort erledigt, während Atomunfälle noch Generationen später Auswirkungen haben.