APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.
Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
Nö. Immer her damit, wenn Sie sowas heimlich in Ihrem Keller gebaut haben. Ich würde sogar funktionierende Fusionskraftwerke begrüßen. Nur besteht bei denen das Problem, dass man unabhängig von dem Jahr, in dem man gefragt hat, wann diese denn funktionieren werden, die Antwort "In 50 Jahren" bekommt. Und selbst wenn die in 50 Jahren tatsächlich funktionieren würden, wäre das viel zu spät, um die immer seltener werdenden Öl-, Gas-, Uran- und Kohleressourcen zu ersetzen. Vom Klima fange ich gar nicht erst an.
Über die Preise habe ich schon in einigen Beiträgen dieses Threads was geschrieben. Das tippe ich jetzt nicht nochmal alles ab. Umweltbelastung und Entsorgung hält sich bei Si-Zellen, die den Hauptteil der Solaranlagen ausmachen, in Grenzen. Umweltbelastung gibt's fast nicht und Entsorgung löst sich schon allein dadruch, dass die Hersteller gerne das alte Silizium recyclen, statt energieaufwändig neues herzustellen oder zu kaufen, auch wenn es nahezu unendlich auf unserem Planeten vorhanden ist. CdTe-Zellen, bei denen die Umweltbelastung und das Recycling tatsächlich eine Herausforderung darstellt, werden sich wahrscheinlich nicht durchsetzen, auch wenn sie billiger sind als Si-Zellen.
Nein. Für sämtliche Privathaushalte ist die Netzparität die entscheidende Größe. Wenn ein großer Teil der deutschen Haushalte seinen eigenen produzierten Strom selbst verbraucht und das auch noch billiger, als wenn die Haushalte den Strom von ihren Netzbetreibern kaufen würden, kostet das auch keine zusätzlichen Subventionen mehr. Und an dieser Stelle sind wir schon fast. Das einzige, was noch fehlt, ist eine kostengünstige Speichermöglichkeit für Privathaushalte. Daran hapert's noch.
Weil die Forschung und Entwicklung nie stattfinden würde, wenn man keine verlässlichen Vorgaben machen würde.
Aber Schwarz-Gelb ist daran selbst schuld. Der ursprüngliche rot-grüne Ausstieg war mit den Betreibern im Konsens vereinbart und bis fast 2030 wäre nach und nach ein AKW nach dem anderen vom Netz gegangen und hätte bis dahin sogar noch Geld verdienen können. Erst der schwarz-Gelbe Ausstieg aus dem Austieg und der ein Jahr später folgende Ausstieg aus dem Ausstieg des Ausstieges hat dazu geführt, dass letztes Jahr 9 AKWs auf einen Schlag vom Netz gingen. Hätte man den rot-grünen Konsens belassen und ihn nicht aus Klientelgründen aufgegeben, wäre der Übergang wesentlich sanfter gewesen. Aber jetzt ist es halt, wie es ist.
Die Priorität ist wohl derzeit eher örtlich festzumachen: Der Angehörige eines Liquidators in Tschernobil oder gar er selber, falls er denn noch lebt, wird Sie möglicherweise ebenso wie eine ganze Menge der um Fukushima Evakuierten ob einer solchen Aussage kräftig irgendwo hintreten (wenn sie / er noch kann). Sie würden das möglicherweise mit sich selber machen, wenn neben Ihnen, aus egal welchen Gründen, ein deutsches AKW hochgegangen ist.
Was die Ihrer Nachkommen, die noch wissen, wer die Probleme verursacht hat, von Ihnen halten werden, wenn sie feststellen, dass die möglicherweise nicht vernünftig endgelagerten Reste dieser genialen Idee ihre Lebensgrundlagen zerstören, ist eine andere Frage - ich würde Sie auf jeden Fall als ein solcher in die tiefste Hölle wünschen. Sein Sie vorsichtig, es gibt Religionen, die glauben, auch eine postmortale Verfluchung bewirkt was.
Sollten diese Nachkommen allerdings - aufgrund irgendwelcher menschengemachter Katastropfen - gar nicht wissen, was für ein Zeug sie da gerade gefunden haben, haben Sie Glück gehabt: Man wird es als die Strafe irgendwelcher Götter sehen und wahrscheinlich die am stärksten davon gezeichneten als böse Geister verbrennen.
Alles keine Sachen, die Sie interessieren müssen, denn Sie leben ja schon lange nicht mehr. Und so lange Sie gelebt haben, haben Sie ja gut gelebt - unter anderem auch aufgrund jeder Menge preisgünstiger subventionierter Atomenergie.
Fleurs
EHEC? Mit Dioxin "verseuchte" Bio-Eier, Botulismus, Abholzung der Wälder, Berge von Solarsondermüll, zerfetzte Vögel, Umweltschäden durch Förderung von Neodym, brennende Biogaskraftwerke... Was muss noch alles passieren, damit die Leute diese Ökoesoterik endlich mal sein lassen?
Es gibt Argumente für und gegen Kernenergie, genauso wie es welche die für und gegen die "erneuerbaren Energien". Und ich komme zu dem Schluss: Die Gefahren, die man bei der Kernenergie eingeht, sind okay. Der Preis ist gewiss nicht zu hoch. Der ist bei den "erneuerbaren Energien" viel höher, genauso wie der Preis für Ökolebensmitteln viel zu hoch ist (EHEC!).
Der Grund, dass man die Gefahren so unterschiedlich bewertet, liegt an der Unwissenheit und Hysterisierung.
Wissen Sie was? Ich bin nicht nur für Kernnergie, sondern auch für die grüne Gentechnik. Die hat Potential.
Da verbreiten Sie aber nur Wunschdenken, denn:
Erneuerbare Energien: EEG-Umlage könnte um bis zu einem Drittel steigen - Industrie - Unternehmen - Handelsblatt
Die Umlage für die Förderung der erneuerbaren Energien wird im kommenden Jahr nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochsausgabe) aus dem Umfeld der Übertragungsnetzbetreiber drastisch steigen. Man stelle sich auf eine Spanne „zwischen 4,8 bis 5,2 Cent“ je Kilowattstunde Strom ein, hieß es. Derzeit beträgt die Umlage 3,59 Cent. Eine Erhöhung auf 4,8 Cent entspräche einem Anstieg um 33 Prozent.
Sie:
Müssten RWE und Co ihre Kernkraftwerke gegen einen schweren Atomunfall .. versichern, wäre Atomstrom in Deutschland unbezahlbar - und alle 17 Meiler würden sofort stillgelegt.
( 12.Mai 2011 DIE ZEIT S.24)
Um 14 Cent pro kWh würde sich danach der Preis einer kWh Atomstrom verteuern, wenn die Versicherungssumme 100 Jahre angespart werden könnte. Da aber in 10 Jahren bei uns Schluss ist, würde sich die kWh um mindesten 4 Euro/kWh Atomstrom verteuern.
Da sind die 1,94 Euro/kWh die Frankreich neulich für deutschen Strom zahlte direkt ein Schnäppchen gegen.
Natürlich gibt es keine ähnliche Haftungsregel, die ist massgeschneidert auf Atomanlagen, da keine Versicherung der Welt Atomunfälle versichert.
Jede Solaranlage ist natürlich versichert und der Betreiber haftet in vollem Umfang. Da gibts erst gar keine Diskussion.
Wie würden Sie denn die Bevorzugung der Atomanlagen per Gesetz sonst nennen, wenn nicht Subvention?