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Alle Reaktoren vom Netz: Japan feiert die Atom-Auszeit

APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
  1. #180

    ...

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Also mir nicht.
    Absolut nicht.
    Das hat etwas mit Anstand, Moral, Verantwortungsbewusstein, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen und Menschlichkeit zu tun.
    Charaktereigenschaften die es in unserer Gesellschaft zu wenig gibt.
    Viel zu wenig.
    Also ICH gestatte Ihnen, ja ich bitte Sie sogar herzlichst darum, dann der einzige Mitmensch sein zu dürfen, der Ihnen sch..egal ist.
    Ihre Weltenrettungsphantasien (hier und in anderen Zusammenhängen) machen mir Angst.
  2. #181

    naja

    Zitat von copperfish Beitrag anzeigen
    Tepco ist pleite.
    Naja, technisch gesehen sind die nicht Pleite. Die haben bisher keinen Antrag auf Insolvenz gestellt, soweit ich weiß. Wenn sie Pleite gehen, dann weil sie für die Folgen von Fukushima haften. Das war ja genau mein Punkt: Tepco haftet meines Wissens für die Folgen.
  3. #182

    ja was nun

    Zitat von cevra Beitrag anzeigen
    nein, aber aus Ihrer sicht mal ok.
    Dann spannen Sie mal nicht weiterhin die gesamte Forengemeinde auf die Folter. Wir warten jetzt schon seit drei Beiträgen auf Ihre Definition von "Thermalkraftwerk".
  4. #183

    Glaubwürdiges Politikergehabe

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen


    Aber wie kann man bereits eine Energiewende beschließen, wenn man bei Schlüsseltechnologien noch in der Phase der Forschung und Entwicklung steckt?
    Wenn es um den Machterhalt geht, ist auch das möglich.
  5. #184

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Wären Sie sehr überrascht, wenn jemand morgen ein neues nachhaltiges Stromgewinnungsverfahren entdeckt, das wirtschaftlicher als aktuelle WKA ist und ohne Verspargelung auskommt?
    Nö. Immer her damit, wenn Sie sowas heimlich in Ihrem Keller gebaut haben. Ich würde sogar funktionierende Fusionskraftwerke begrüßen. Nur besteht bei denen das Problem, dass man unabhängig von dem Jahr, in dem man gefragt hat, wann diese denn funktionieren werden, die Antwort "In 50 Jahren" bekommt. Und selbst wenn die in 50 Jahren tatsächlich funktionieren würden, wäre das viel zu spät, um die immer seltener werdenden Öl-, Gas-, Uran- und Kohleressourcen zu ersetzen. Vom Klima fange ich gar nicht erst an.

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Das Problem ist nicht die Ästhetik, sondern der Preis, die Umweltbelastung bei der Herstellung und die Entsorgung.
    Über die Preise habe ich schon in einigen Beiträgen dieses Threads was geschrieben. Das tippe ich jetzt nicht nochmal alles ab. Umweltbelastung und Entsorgung hält sich bei Si-Zellen, die den Hauptteil der Solaranlagen ausmachen, in Grenzen. Umweltbelastung gibt's fast nicht und Entsorgung löst sich schon allein dadruch, dass die Hersteller gerne das alte Silizium recyclen, statt energieaufwändig neues herzustellen oder zu kaufen, auch wenn es nahezu unendlich auf unserem Planeten vorhanden ist. CdTe-Zellen, bei denen die Umweltbelastung und das Recycling tatsächlich eine Herausforderung darstellt, werden sich wahrscheinlich nicht durchsetzen, auch wenn sie billiger sind als Si-Zellen.

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Die Frage nach der Netzparität ist irrelevant. Entscheidend für die Subvention ist die Preisdifferenz im Einkauf für den Stromlieferer und nicht zum Netzpreis des Kunden. Und die beträgt im Schnitt immer noch ca. 15 Cent oder mehr pro kwh.
    Nein. Für sämtliche Privathaushalte ist die Netzparität die entscheidende Größe. Wenn ein großer Teil der deutschen Haushalte seinen eigenen produzierten Strom selbst verbraucht und das auch noch billiger, als wenn die Haushalte den Strom von ihren Netzbetreibern kaufen würden, kostet das auch keine zusätzlichen Subventionen mehr. Und an dieser Stelle sind wir schon fast. Das einzige, was noch fehlt, ist eine kostengünstige Speichermöglichkeit für Privathaushalte. Daran hapert's noch.

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Aber wie kann man bereits eine Energiewende beschließen, wenn man bei Schlüsseltechnologien noch in der Phase der Forschung und Entwicklung steckt?
    Weil die Forschung und Entwicklung nie stattfinden würde, wenn man keine verlässlichen Vorgaben machen würde.
    Aber Schwarz-Gelb ist daran selbst schuld. Der ursprüngliche rot-grüne Ausstieg war mit den Betreibern im Konsens vereinbart und bis fast 2030 wäre nach und nach ein AKW nach dem anderen vom Netz gegangen und hätte bis dahin sogar noch Geld verdienen können. Erst der schwarz-Gelbe Ausstieg aus dem Austieg und der ein Jahr später folgende Ausstieg aus dem Ausstieg des Ausstieges hat dazu geführt, dass letztes Jahr 9 AKWs auf einen Schlag vom Netz gingen. Hätte man den rot-grünen Konsens belassen und ihn nicht aus Klientelgründen aufgegeben, wäre der Übergang wesentlich sanfter gewesen. Aber jetzt ist es halt, wie es ist.
  6. #185

    Zitat von karlgutknecht Beitrag anzeigen

    Wenn Sie denken, das sich die Zerstörung der Lebensgrundlage des Homo sapiens einzig und allein am Thema Energie festmachen lässt, sollten Sie vielleicht einmal gründlicher Recherchieren, unter was für Probleme die Menschheit noch leidet, Sie werden feststellen, dass das Thema AKWs dabei ziemlich am Ende steht.
    Die Priorität ist wohl derzeit eher örtlich festzumachen: Der Angehörige eines Liquidators in Tschernobil oder gar er selber, falls er denn noch lebt, wird Sie möglicherweise ebenso wie eine ganze Menge der um Fukushima Evakuierten ob einer solchen Aussage kräftig irgendwo hintreten (wenn sie / er noch kann). Sie würden das möglicherweise mit sich selber machen, wenn neben Ihnen, aus egal welchen Gründen, ein deutsches AKW hochgegangen ist.

    Was die Ihrer Nachkommen, die noch wissen, wer die Probleme verursacht hat, von Ihnen halten werden, wenn sie feststellen, dass die möglicherweise nicht vernünftig endgelagerten Reste dieser genialen Idee ihre Lebensgrundlagen zerstören, ist eine andere Frage - ich würde Sie auf jeden Fall als ein solcher in die tiefste Hölle wünschen. Sein Sie vorsichtig, es gibt Religionen, die glauben, auch eine postmortale Verfluchung bewirkt was.

    Sollten diese Nachkommen allerdings - aufgrund irgendwelcher menschengemachter Katastropfen - gar nicht wissen, was für ein Zeug sie da gerade gefunden haben, haben Sie Glück gehabt: Man wird es als die Strafe irgendwelcher Götter sehen und wahrscheinlich die am stärksten davon gezeichneten als böse Geister verbrennen.

    Alles keine Sachen, die Sie interessieren müssen, denn Sie leben ja schon lange nicht mehr. Und so lange Sie gelebt haben, haben Sie ja gut gelebt - unter anderem auch aufgrund jeder Menge preisgünstiger subventionierter Atomenergie.

    Fleurs
  7. #186

    Schlimmes passiert?

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Wie heißt der Spruch: Es muss erst immer was Schlimmes passieren.
    Deutschland braucht noch etwas, da ist noch nicht genug Schlimmes
    passiert.
    Ein so ein Gau wie in Tschernobyl oder Fukushima und Deutschland
    gibt es nicht mehr und die haben vorher auch gedacht, dass so etwas
    nie passieren kann.
    EHEC? Mit Dioxin "verseuchte" Bio-Eier, Botulismus, Abholzung der Wälder, Berge von Solarsondermüll, zerfetzte Vögel, Umweltschäden durch Förderung von Neodym, brennende Biogaskraftwerke... Was muss noch alles passieren, damit die Leute diese Ökoesoterik endlich mal sein lassen?

    Es gibt Argumente für und gegen Kernenergie, genauso wie es welche die für und gegen die "erneuerbaren Energien". Und ich komme zu dem Schluss: Die Gefahren, die man bei der Kernenergie eingeht, sind okay. Der Preis ist gewiss nicht zu hoch. Der ist bei den "erneuerbaren Energien" viel höher, genauso wie der Preis für Ökolebensmitteln viel zu hoch ist (EHEC!).

    Der Grund, dass man die Gefahren so unterschiedlich bewertet, liegt an der Unwissenheit und Hysterisierung.

    Wissen Sie was? Ich bin nicht nur für Kernnergie, sondern auch für die grüne Gentechnik. Die hat Potential.
  8. #187

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Die Erneuerbaren Energien sind aber immer noch am Anfang ihrer Entwicklung. Dennoch sinkt das Verhältnis von Subvention/Leistung seit 3 Jahren immer schneller, denn die technische Entwicklung in dem Bereich ist mittlerweile auch so weit, dass man die Kapazität der EEG immer weiter vergrößern kann, ohne jedoch die Subventionen im gleichen Maße erhöhen zu müssen. Beispielsweise steigt die EEG-Umlage für Solaranlagen kaum noch, obwohl jedes Jahr riesige Kapazitäten neu ans Netz gehen. Aber mittlerweile ist es für die neuen Anlagen ja schon günstiger, den Strom selbst zu verbrauchen, statt ihn zu verkaufen.
    Bei Wind ist es ähnlich. Die Vergütungssätze und damit die Subventionen für Neuanlagen sinken stetig und trotzdem werden immer mehr Anlagen ans Netz gebracht.
    Da verbreiten Sie aber nur Wunschdenken, denn:

    Erneuerbare Energien: EEG-Umlage könnte um bis zu einem Drittel steigen - Industrie - Unternehmen - Handelsblatt

    Die Umlage für die Förderung der erneuerbaren Energien wird im kommenden Jahr nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochsausgabe) aus dem Umfeld der Übertragungsnetzbetreiber drastisch steigen. Man stelle sich auf eine Spanne „zwischen 4,8 bis 5,2 Cent“ je Kilowattstunde Strom ein, hieß es. Derzeit beträgt die Umlage 3,59 Cent. Eine Erhöhung auf 4,8 Cent entspräche einem Anstieg um 33 Prozent.
  9. #188

    Nur für

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Zumindest in Deutschland ist das schlicht falsch:

    (1) Betreiber eines KKW haften für Schäden durch das KKW verschuldensunabhängig (§§25ff ATomG). Das ist eine deutliche Haftungsverschärfung für KKWs.

    (3) Jeder Betreiber haftet mit seinem gesamten Vermögen für Schäden durch das KKW.

    (2) Jedes KKW in Deutschland ist für EUR 256 Mio haftpflichtversichert, darüber hinaus besteht eine gegenseitige Deckungszusage aller europäischer KKW-Betreiber über EUR 2,25 Mrd.

    Also: Der Betreiber haftet in vollem Umfang unbegrenzt. Wenn er nicht genug Geld hat (weil er insolvent wird), gibt es pro KKW 256 Mio aus der Haftpflicht und noch einmal (das ist aber nur notwendig, wenn der Betreiber Pleite ist) 2,25 Mrd von andern Betreibern.

    Ich wüsste nicht, dass es bei anderen Industrieanlagen (z.B. Windkraftwerken) eine ähnliche Haftungsregelung gibt. Hier von einer Subvention zu sprechen ist schlicht Unsinn.
    Sie:
    Müssten RWE und Co ihre Kernkraftwerke gegen einen schweren Atomunfall .. versichern, wäre Atomstrom in Deutschland unbezahlbar - und alle 17 Meiler würden sofort stillgelegt.
    ( 12.Mai 2011 DIE ZEIT S.24)

    Um 14 Cent pro kWh würde sich danach der Preis einer kWh Atomstrom verteuern, wenn die Versicherungssumme 100 Jahre angespart werden könnte. Da aber in 10 Jahren bei uns Schluss ist, würde sich die kWh um mindesten 4 Euro/kWh Atomstrom verteuern.
    Da sind die 1,94 Euro/kWh die Frankreich neulich für deutschen Strom zahlte direkt ein Schnäppchen gegen.
    Natürlich gibt es keine ähnliche Haftungsregel, die ist massgeschneidert auf Atomanlagen, da keine Versicherung der Welt Atomunfälle versichert.
    Jede Solaranlage ist natürlich versichert und der Betreiber haftet in vollem Umfang. Da gibts erst gar keine Diskussion.
    Wie würden Sie denn die Bevorzugung der Atomanlagen per Gesetz sonst nennen, wenn nicht Subvention?
  10. #189

    ?

    Zitat von copperfish Beitrag anzeigen
    Falsch.
    Ausgelegt wird so eine Anlage nach Erfahrungs- und vor allem Finaziellen "Werten".
    Genau. Und so kommt man zur Definition des "größten anzunehmenden Unfalls.
    Zitat von copperfish Beitrag anzeigen
    Nicht für "Größte anzunehmende Unfälle".
    Denn dann gäbe es keine Kernkraftwerke.
    Wie gesagt, es ist eine technische Definition. GAU ist der größte Unfall, für den die Anlage ausgelegt ist.

    Ich verstehe ehrlich gesagt ihr Problem nicht.








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