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Alle Reaktoren vom Netz: Japan feiert die Atom-Auszeit

APWarnungen vor einem Stromausfall konnten die Freude nicht trüben: Tausende Japaner bejubeln die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors. Zum ersten Mal seit 42 Jahren kommt das Land ohne Atomenergie aus. Doch trotz Fukushima soll es kein endgültiger Ausstieg werden.

Atomkraft: Japan schaltet letzten Meiler im AKW Tomari ab - SPIEGEL ONLINE
  1. #110

    Nein

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Selbst wenn man die enorme Subvention der fehlenden Versicherungshaftpflicht für AKWs mal außen vor lässt.
    Zumindest in Deutschland ist das schlicht falsch:

    (1) Betreiber eines KKW haften für Schäden durch das KKW verschuldensunabhängig (§§25ff ATomG). Das ist eine deutliche Haftungsverschärfung für KKWs.

    (3) Jeder Betreiber haftet mit seinem gesamten Vermögen für Schäden durch das KKW.

    (2) Jedes KKW in Deutschland ist für EUR 256 Mio haftpflichtversichert, darüber hinaus besteht eine gegenseitige Deckungszusage aller europäischer KKW-Betreiber über EUR 2,25 Mrd.

    Also: Der Betreiber haftet in vollem Umfang unbegrenzt. Wenn er nicht genug Geld hat (weil er insolvent wird), gibt es pro KKW 256 Mio aus der Haftpflicht und noch einmal (das ist aber nur notwendig, wenn der Betreiber Pleite ist) 2,25 Mrd von andern Betreibern.

    Ich wüsste nicht, dass es bei anderen Industrieanlagen (z.B. Windkraftwerken) eine ähnliche Haftungsregelung gibt. Hier von einer Subvention zu sprechen ist schlicht Unsinn.
  2. #111

    Wärme als primäre Energiequelle

    Zitat von cevra Beitrag anzeigen
    unsinn. nur weil bei atomkraftwerken die umwandlung in elektrische energie mit einem umweg über wärmeenergie realisiert wird (weshalb sie zurecht als steinzeittechnologie bezeichnet wird), sind sie nicht gleich thermalkraftwerke. namensgebend ist immer die primäre energiequelle, hier die starke wechselwirkung, auch kernkraft genannt.
    Das Mißverständnis könnte auch auf Ihrer Seite liegen. Die einzige Energiequelle, bei der Wärme primär ist, ist die Geothermie. Gemäß Ihrer Definition wäre somit der Begriff "Thermalkraftwerk" ein Synonym für "geothermisches Kraftwerk". Daß allerdings die Japaner ihre Kernkraftwerke durch bereits stillgelegte und wieder hochgefahrene geothermische Kraftwerke ersetzt haben, würde mich sehr überraschen.
  3. #112

    ....

    Zitat von mob Beitrag anzeigen
    Dieser Spiegel-Artikel, zumal auch ganz oben auf der Online-Seite platziert, erweckt den Eindruck, als wenn es in Japan eine breite Front in der Bevölkerung gegen Atomkraft gibt.
    In Tokio alleine wohnen 12 Millionen Menschen, zählt man die umliegenden Städte Kawasaki und Yokohama sowie die Vorstädte in den Präfekturen dazu, kommt man leicht auf 30 Millionen Menschen, die im Umkreis von 50 km um die Stadt leben. Wenn dann 6.000 Menschen in Tokio demonstrieren, sind das 0,02% der Bevölkerung dort. Also etwa so bedeutsam wie eine Demo zuhause in Bremen mit 120 Menschen. Das ist keine Meldung, und schon gar keine Schlagzeile.
    Ihr Mangel an Wissen über die japanische Kultur ist bedauerlich.
    In einer Gesellschaft die Konsens und Ausgleich sucht sind kleine Demonstrantenzahlen anders als bei uns wo jeder zum Wutbürger wird.

    Der Konsens in Japan aus der Atomkraft auszusteigen wurde still, schnell und ohne viel Demos getätigt.

    Wer nichtmal ein paar Brocken Japanisch kann sollte sich bißchen mit transferierenden Zahlenspielen zurückhalten.

    dewa mata
  4. #113

    Die

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Natürlich wird Japan seine Atomkraftwerke weiter betreiben, da es sich politisch nicht von wenigen Brennstoffen mit schwankenden Weltmarktpreisen oder von Ländern wie China abhängig machen will. Daß es in der Lage ist, in kurzer Zeit seiner Atomkraftwerke abzuschalten, zeigt, daß dieses Land eine hohe energiepolitische Flexibilität und Weitsichtigkeit besitzt. Und diese Flexibilität wird es nicht verlieren wollen, indem es die AKW endgültig abschaltet - abgesehen von den wesentlich geringeren flexiblen Kosten eines AKW im regulären Betrieb.

    Und wer behauptet, die Energiequelle der Zukunft sei bereits gefunden, verkennt die Realität. Es mag durchaus sinnvoll sein, einige Prozent des Stromverbrauches durch Windkraftanlagen inklusive Windgaserzeugung, Gasspeicher und Gaskraftwerke für 30 cent pro kwh zu produzieren, um die Stromerzeugung weiter zu diversifizieren und die Forschung und Entwicklung in neue Richtungen anzustoßen. Allerdings zum jetzigen Zeitpunkt bereits einseitig auf die Zukunft der aktuellen Wind- und Solartechnik zu setzen (um nicht zu sagen zu wetten), ist energiepolitisches (und immens teures) Vabanque-Spiel.

    Die Energiequelle der Zukunft ist noch nicht gefunden. Und wer dies ändern möchte, der sollte vor allem forschen und entwickeln - und zwar in alle Richtungen und ohne ideologische Scheuklappen.
    Energiequelle der Zukunft wurde schon vor zig Milliarden Jahren gefunden: Die Sonne.
    Entscheidend ist nur, was man aus ihrer Energie macht. Sie schickt uns jeden Tag das 10.000fache der Energie, die wir benötigen. Wir stehen eben nur noch in den Anfangsschuhen der Nutzung, einige sogar auf der Bremse.
    Das nutzbare Energiepotential der Sonne beträgt mehr als 365% des globalen Energieverbrauches. Man muss nur intelligent sein, es wollen und nicht zu faul sein. Energie haben wir im Überfluss. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern mit Physik. Aus Dummheit,Faulheit oder Bosheit einen Planeten zu plündern, das hat mit Ideologie zu tun.
  5. #114

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    dann räumt man auf und stellt neue "Spargel" auf. Wo Problem ?
    Die "Spargel" scheinen deutlich betriebssicherer zu sein als AKWs, im Falle unvorhergesehener Naturereignisse.

    Windenergie sichert die Energieversorgung in Japan nach Erdbeben, Tsumani und atomarem Unfall oekonews.at - Erste Tageszeitung für ERNEUERBARE ENERGIE und Nachhaltigkeit - Zeitung Medium Portal Fachblatt Zeitschrift tagesaktuell Erneuerbare Energien
  6. #115

    Das

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    WELCHE?
    Waren Sie etwa bei den Geigerzaehlerjungs dabei, die wir damals immer schallend ausgelacht haben?
    Trauen Sie sich keine Eierschwammerl mehr essen?
    Nein, meine Frau und ich haben damals den Lügen der BaWü-Regierung geglaubt und haben trotz radioaktivem Jod-und Cäsium-Niederschlags tagelang den ganzen Tag im Freien gearbeitet. Warum unser Sohn wenige Jahre später mit einem schweren Gen-Defekt auf die Welt gekommen ist bleibt Spekulation.

    Mir ging die "Katastrophe" damals VOLLKOMMEN am Allerwertesten vorbei.
    Das glaub ich aufs Wort. Da war bei Ihnen noch Hemd und Hose an einem Stück.
    Da fehlt einfach (wie heute) - Hirn.
  7. #116

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Sind Sie wirklich Ingenieur?
    Ja. Aber Sie können mir gerne mal ein 100% sicheres technisches System zeigen, wenn Sie glauben eines zu kennen.
  8. #117

    Nein

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Noe. Kein Problem. Geld ist ja in unendlichem Masse da.
    Schrauben wir halt den Strompreis rauf. Kein Ding.
    Koennen sich die 'kleinen Leute' halt keine warme Bude mehr leisten. Macht ja nix.
    Interessiert den gruenbewegten Apple-Aktionaer ja nicht.
    interessiert mich auch nicht, was Leute wie Sie so schräg daherbringen. Ich verzichte auch jetzt darauf, die Unterschiede eines GAUs und der Havarie von Windkraftanlagen aufzuführen.
  9. #118

    Ich

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Noe. Kein Problem. Geld ist ja in unendlichem Masse da.
    Schrauben wir halt den Strompreis rauf. Kein Ding.
    Koennen sich die 'kleinen Leute' halt keine warme Bude mehr leisten. Macht ja nix.
    Interessiert den gruenbewegten Apple-Aktionaer ja nicht.
    habe noch vergessen:

    Für das Geld, das Ihre Havarie in einem AKW kostet, können wir wahrscheinlich halb D mit Spargeln zustellen.
    Ich wollte, ich wäre Apple-Aktionär und nicht armer Grüner :-)
  10. #119

    Dem

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Das frage ich mich auch schon die ganze Zeit.
    ist abzuhelfen. Fahren Sie nach Fukushima und schauen Sie sich mal ein bischen um. Sollte enorm viel Platz am Strand für einen Badeurlaub im Moment bieten (so die nächsten paar hundert Jahre, denke ich...)








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