Alkoholpreise in Großbritannien: Cameron will seinem Volk das Trinken abgewöhnen

Getty ImagesDavid Cameron legt sich mit seinen Briten an. Der konservative Premier will Alkohol teurer machen - künftig soll ein gesetzlicher Mindestpreis gelten, um das Komasaufen einzudämmen. Allerdings muss sich der Regierungschef nun auch Fragen nach seiner eigenen Studentenzeit gefallen lassen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...823350,00.html
  1. #90

    Zitat von Christian Weiss Beitrag anzeigen
    Warum eigentlich nicht gleich den Alkohlpreis so hoch raufschrauben, dass es zu Beschaffungskriminalität bei Schwerstabhängigen und Schwarzbrennerei mit negativen Auswirkungen auf das Augenlicht kommt?
    Das mit dem Augenlicht ist ein Gerücht um die Menschen von der Herstellung von Alkohol abzuhalten.
    Das Verfahren zu Hause ist sicher und seit Jahrhunderten bewährt.

    Nur bei steuererhebenden Kreisen ist es unbeliebt wegend des bürokratischen Aufwandes für die Abrechnung der Kleinstmengen.

    Gefährlich sind andere Dinge, die die Schwarzbrenner getrieben haben um Industriealkohol wieder geniessbar zu machen.

    Im Heimbrand sind geringere Schadalkoholanteile als in der Flasche, die sie im Supermarkt Ihres Vertrauens kaufen.
  2. #91

    Kriegstribut !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    David Cameron legt sich mit seinen Briten an. Der konservative Premier will Alkohol teurer machen - künftig soll ein gesetzlicher Mindestpreis gelten, um das Komasaufen einzudämmen. Allerdings muss sich der Regierungschef nun auch Fragen nach seiner eigenen Studentenzeit gefallen lassen.

    Alkoholpreise in Großbritannien: Cameron will seinem Volk das Trinken abgewöhnen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Irgendwo muß das Geld für die Kriegseinsätze, welches Cameron nach Blair mit beiden Händen rauswirft, ja herkommen.
    Man nimmt es den Trinkern und kann es noch als Beitrag für das Gesundheitswesen verbuchen.
    Heutzutage ist nichts mehr unmöglich und undenkbar!
  3. #92

    Zitat von porky1 Beitrag anzeigen
    die Zahl der an Lebererkrankung verstorbenen Menschen ist in den letzten Jahren um 25% gestiegen, darum geht es in erster Linie.
    Das liegt mit Sicherheit nicht am Alkohol, und sollte es eine Studie dazu geben, ist diese grober Unfug. Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten, die Briten hätten bis vor ein paar Jahren weniger getrunken?
  4. #93

    Ganz "nüchtern" betrachtet...

    ...ist Alkohol eine Droge. Die große Mehrheit der Menschen findet es aus guten Gründen völlig Ordnung, dass der legale Verkauf von Drogen verboten ist. Kaum jemand empfindet dieses Verbot als "Bevormundung" des freien Bürgers oder als "Einmischung" in seine Privatsphäre.

    Nun will ich Alkohol und Ecstasy nicht in einen Topf werfen, obwohl sie - exzessiv konsumiert - zu vergleichbaren Ergebnissen führen.

    Den Zugang zur Droge Alkohol über Geld zumindest zu erschweren, ist deshalb m. E. überlegenswert. Es wäre u. a. eine geeignete Maßnahme gegen Alkohol-Abhängigkeit und gegen das Phänomen des Komasaufens, also auch aktiver Jugendschutz.
  5. #94

    nicht nur

    Zitat von Trondesson Beitrag anzeigen
    Das liegt mit Sicherheit nicht am Alkohol, und sollte es eine Studie dazu geben, ist diese grober Unfug. Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten, die Briten hätten bis vor ein paar Jahren weniger getrunken?
    wg Alkohol, aber unter jungen Menschen spielt das eine grosse Rolle, siehe:

    BBC News - Liver disease deaths reach record levels in England

    Haben Sie Ihre eigenen Recherchen gemacht, um behaupten zu koennen, was grober Unfug ist?

    Besonders unter jungen Frauen hat das "Komasaufen" stark zugenommen. Frueher genuegte Cider, heute sind es staerkere Alcopops.
  6. #95

    Merkwürdig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    David Cameron legt sich mit seinen Briten an. Der konservative Premier will Alkohol teurer machen - künftig soll ein gesetzlicher Mindestpreis gelten, um das Komasaufen einzudämmen. Allerdings muss sich der Regierungschef nun auch Fragen nach seiner eigenen Studentenzeit gefallen lassen.

    Alkoholpreise in Großbritannien: Cameron will seinem Volk das Trinken abgewöhnen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich kann das mit den Preisen im Artikel nicht so ganz nachvollziehen. Wie so vieles, ist vor allem der Alkohol dort in allen Formen deutlich teurer als z.B. in Deutschland. Bekannte von uns, Engländerinnen, nehmen 200 km Anreise in Kauf, um sich in Calais das Auto bis unter das Dach mit Weinkanistern und Carlsberg-Dosenbier vollzupacken. Und das sind noch nicht einmal die Kampftrinker. Bier, das bei uns im Lidl nur ein paar Cent kostet, kostet im englischen Lidl ein Mehrfaches. Auch bei Tescos und anderen Läden kosten Bier, Wein und Schnäpse bereits jetzt viel mehr als bei uns. Dabei ist das Bier zumeist auch noch alkoholarm :-).

    Möglicherweise kann man sich als Sozialhilfeempfänger nach der Steuererhöhung eigentlich nur noch ein paar Biere leisten - es sei denn, man spart an was anderem.

    Jedenfalls müsste das ja eigentlich bedeuten, dass die Deutschen ständig breit sind, wenn es denn wirklich eine Preisfrage sein sollte. So ist es aber nicht und wer schon mal in Großbritannien war, merkt den einen oder anderen Unterschied, mal abgesehen vom Karneval im Rheinland.

    Vielleicht ist das hier ja wirklich die Ursache für den starken Alkoholkonsum in GB:

    Zitat von persona-non-grata Beitrag anzeigen
    Nicht gut. Nüchtern würden die Briten feststellen müssen, dass

    - der 2. WK schon seit mehr als 60 Jahren vorbei ist;
    - der einzige Sieg bei einer WM schon mehr als 40 Jahre her ist;
    - sie kein Empire mehr haben; und
    - auf einer kleinen, unbedeutenden Insel irgendwo im Nordmeer Europas leben.

    Ich habe meine Zweifel, ob das dort alle verkraften.
    Jo, thumbs up.
  7. #96

    Currywurst ?

    Zitat von porky1 Beitrag anzeigen
    aus dem Land der Currywurst kommt, sollte sich nicht ueber das Essen anderer Laender beschweren. Mieses Wetter? Waren Sie schon mal in Hamburg? Oder meinen Sie, das Wetter sei zu trocken, da offiziell im Osten Englands gearde Duerre herrscht?

    Aber wiederholen Sie doch ruhig die alten Klischees...andere haben im Zusammenhang mit einem Artikel ueber Alkoholpreise ja schon das Empire erwaehnen muessen...
    Das ist im Gegensatz zu Fisch und Pommes in alter Zeitung ja geradezu ein Hochgenuss. Aber mit einem doppeltem Whisky schmeckt man die Druckerschwaerze ja nicht mehr. Aber halten Sie das alte Empire ruhig hoch, es ist ohnehin von Vorgestern.
  8. #97

    Weitere Option zu Heimbrand ist viel schlimmer.

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Das mit dem Augenlicht ist ein Gerücht um die Menschen von der Herstellung von Alkohol abzuhalten.
    Das Verfahren zu Hause ist sicher und seit Jahrhunderten bewährt.
    Nur bei steuererhebenden Kreisen ist es unbeliebt wegend des bürokratischen Aufwandes für die Abrechnung der Kleinstmengen.
    Gefährlich sind andere Dinge, die die Schwarzbrenner getrieben haben um Industriealkohol wieder geniessbar zu machen.
    Im Heimbrand sind geringere Schadalkoholanteile als in der Flasche, die sie im Supermarkt Ihres Vertrauens kaufen.
    Nach "fast" Alkoholverbot durch Gorbi in der ehemaligen UdSSR sind sehr viele Geringverdiener bzw. Alkoholiker auf verschiedene alkoholhaltige Reinigungsmittel umgestiegen, Jugendliche auf Klebstoff-Riechen. Die Folgen waren fatal, Hunderttausende Tote pro Jahr durch vergiften.
  9. #98

    Zitat von kael Beitrag anzeigen
    ...ist Alkohol eine Droge. Die große Mehrheit der Menschen findet es aus guten Gründen völlig Ordnung, dass der legale Verkauf von Drogen verboten ist. Kaum jemand empfindet dieses Verbot als "Bevormundung" des freien Bürgers oder als "Einmischung" in seine Privatsphäre.

    Nun will ich Alkohol und Ecstasy nicht in einen Topf werfen, obwohl sie - exzessiv konsumiert - zu vergleichbaren Ergebnissen führen.

    Den Zugang zur Droge Alkohol über Geld zumindest zu erschweren, ist deshalb m. E. überlegenswert. Es wäre u. a. eine geeignete Maßnahme gegen Alkohol-Abhängigkeit und gegen das Phänomen des Komasaufens, also auch aktiver Jugendschutz.
    Bei diesem Rundumschlag gegen Alkohol vergessen sie aber, dass dieser erst ab 18 erlaubt ist. Mit Jugendschutz hat das ganze also nichts zu tun.
  10. #99

    Henne, Ei

    Zitat von Quagmyre Beitrag anzeigen
    Dem Volk soll dies abgewöhnt werden, das Volk soll gefälligst so ticken, das Volk soll zu diesem Thema jene Meinung haben ...
    Diese Haltung der Regierenden, insbesondere der EU, die jeden Lebensbereich bis ins Kleinste regulieren will, regt mich auf.
    Ich will keine Gängelungs- und Bevormundungsregierung, sondern Politiker als Vertretung eines mündigen Volkes.
    Aber ach ... der Trend ist leider umgekehrt.

    das neue Totschlag-Argument gegen alles neuerdings... furchtbar (und dieses Zitat nur exepmplarisch). Der Staat hat auch die Aufgabe, die Bevölkerung vor Schaden zu schützen, z.B. vor Alkoholismus, Randale, No-go-Aeareas, etc.


    Sport- und Koma-Saufen in Großbritannien IST ein sehr ernstzunehmendes Problem, ich habe es jahrelang selbst miterlebt.

    Henne, Ei? Verursacht der Alkohol die Probleme oder die Probleme den Alkoholismus? Gerade die Londoner Krawalle im letzten Jahr lassen uns lernen. Das waren eben KEINE sozialen Proteste, es war die pure Lust am Randalieren (in Markenklamotten! und auf Kosten kleiner, armer Ladenbesitzer). Und genau da ist der Alkohol die Ursache gewesen, die Jugs sind einfach aus dem Pub gestolpert und haben mitgemacht.

    Cameron wird mit sowas natürlich scheitern, das Unternehmen ist viel zu kühn und die Briten haben noch immer irgendeinen Ausweg gefunden (weil die Gesetzgebung auch immer lückenhaft war). Aber ausnahmsweise eine richtiger Ansatz der Konservativen.

    Ich finde 40p sogar zu wenig. Gleich rauf auf 1 GBP. Nichtmal die Pubs sollten was dagegen haben, denn die betrifft es ja gar nicht (in der Tat, kaum ein Pint unter 4 Pfund).