Jürgen PanderImmer wieder hört man in der Autobranche, dass sich der VW-Konzern gern die italienische Marke Alfa Romeo einverleiben würde. Nach einer Bekanntschaft mit dem Alfa Giulietta kann man die Wolfsburger verstehen. So fetzig wird ein VW Golf in hundert Jahren nicht aussehen.
http://www.spiegel.de/auto/fahrberic...830567,00.html
Meine Frau hatte einen SLK. Der fing nach 7 Jahren an mehreren Stellen an zu rosten. Erinnern Sie sich noch an den "Nuttenchrom" um die Radkästen in den 80zigern? Die hat man dort wegen Unterrostung angebracht. Aber man kauft ja spätestens alle 3 Jahre einen Neuen.
Nur ich nicht wieder - und das ist gut so!
Der Doppelnockenmotor von Alfa ist, wenn ich nicht irre, eine Konstruktion aus den 1930er Jahren und war bis in die 80 top. Wird leider nicht mehr gebaut, weswegen auch der Alfa sound ausgestorben ist.
Das Problem von Fiat sind nicht die Ideen, oder die Technik (Common Rail zb ist eine Erfindung von FIAT) sondern die Verarbeitungsqualitaet.
Jemand hat mir mal vor Jahren gesagt, was der Unterschied zwischen VW und Fiat ist:
VW will gute Autos machen, Fiat will Geld machen.
Das hat sich mit Marchionne als CEO nicht gebessert, im Gegenteil.
Das ist eigentlich ganz einfach: Autos sind heute im Design nicht mehr wirklich eigenständig. Formentechnisch ist in den letzten 50 Jahren alles gesagt worden, heute diktieren spezielle Erfordernisse die Formgebung. Im Ergebnis sehen alle Autos fast gleich aus.
Volkswagen sind moderne Autos für Menschen, die ein vernünftiges Auto suchen und keinerlei Emotionen dafür übrig haben.
Es gibt auch Autos für Menschen, die Autos hassen (Peugeot z.B.) und dieses deutlich machen wollen.
Es gibt aber auch immer noch Menschen, die Autos unvernünftigerweise lieben und sich in der Historie der Fahrzeuge auskennen. Das sind die BMW und Alfa - Besitzer. Letztere sind eine relativ kleine Gruppe, das macht sie zu einem exklusiven Klub.
Vor nicht allzu langer Zeit konnte man noch Alfa fahren. Vorausgesetzt man war bewandelt was die Reparatur anging. Da hieß es dann mit dem Schätzchen eine Ausfahrt machen und danach gleich schauen was kaputt ist. Heute ist das etwas schwieriger außer man hat die Tools ;-) Wer Leistung und ein vernünftigen kompakten sucht sollte mal den Auris 2.2 Diesel in betracht ziehen. (aber keine von 2007-2009 die sollen nich so gewesen sein...) Mich würde mal interessieren was der Diesel mit 170 PS real verbraucht. Also meiner verbraucht Stadt/Land 6,9 Stadt 7,3 Autobahn 8,2 (Autobahn bedeutet maximal mögliche Geschwindigkeit, je nach Verkehr und Gesetz z.B 40km 140-180 und 60km 180-220). der 2.2er hat 177PS, meiner aber 208... Bei Vernünftiger Fahrweise (trotzdem flott) kann man sicher bei jedem noch 0,5-1Liter runterrechnen... Zum Thema Golf: Mutter meiner Freundin hat Golf4 Scheibe runtergeplumpst beide Seiten und 3 mal so häufig Lichter wechseln wie beim Mitsubishi ihres Vaters. Freundin Golf6 Firmenwagen ständig irgendwelche Macken, Pasat Firmenwagen keine Macken (komisch ist ja das selbe gelumps drin... vieleicht ist der Golf ein Montagsauto...) ich hatte BMW320 Firmenwagen. Gähn keine Power auch zu oft in der Werkstatt und die Scheibe hat ab 160 gepfiffen und musste gewechselt (oder neu eingesetzt) werden.
Also ich hatte mit Toyota noch nie Probleme (2 mal nen Corolla und jetzt halt den Auris). Allerdings muss man aufpassen aus welchen Jahren die Autos kommen, weil Toyota eine Zeit lang probleme wegen der rasant wachsenden stückzahlen hatte. Ist aber seit 2010-2011 soweit ich weiß alles ok und im Rahmen.
Was ich etwas seltsam finde, sind dann die Leute, die ihr lässiges Individualisten-Lebensgefühl so "vehement deutsch" verteidigen. "Hallo Alfahändler, einmal Individualismus mit alles bitte!".
Seit doch froh, dass die anderen alle Golf fahren.
Mir gefallen die Alfa-Kisten auch sehr, aufgrund Grossstadtleben will ich aber nicht Angst darum haben wollen und fahre gebrauchte Mainstreamware. Individualismus kauft man nicht im Autohaus, sondern lebt ihn (mit interessanten Menschen, gutem Essen, Reisen).
Also muss ich gut essen und ausgeflippte Reisen unternehmen um individuell zu sein? Ein sehr seltsames Verständnis. Wo steht denn geschrieben wie sich Individualismus bei einem Menschen auswirken muss? Ich kann also nicht individuell sein indem ich in Sachen Autos einen anderen Geschmack hab als der Mainstream, sondern nur indem ich andere Länder bereise als es vielleicht im "Mainstream" üblich ist?
Dieses Verständnis kann ich nicht teilen. Die Argumentation scheint auch irgendwie nicht ganz einleuchtend zu sein. Es gibt doch keinen der einem vorschreibt wie sich sein Individualismus äußern muss, die einen Fahren ein etwas anderes Auto und der nächste kleidet sich vielleicht ausgeflippt. Warum kann jetzt der eine individuell sein und der andere nicht? Man kann auf tausende Wege individuell sein, mir fallen nur wenige Dinge ein die so wenigen Restriktionen unterliegen wie Individualismus.