Zitat von
Lumi
Ich habe diesen wunderbaren Artikel gelesen und konnte dabei kaum meine Tränen verhindern. Alles was dieses wunderbare Mädchen geschrieben hat, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, zumal ich selber deutscher- und kosovarischer Staatsangehöriger bin. Ich habe in Deutschland erfolgreich studiert und war zunächst zutieft enttäuscht, als ich auf meine Bewerbungen nur Absagen bekam, obwohl meine "echt deutschen" Kommilitonen mit schlechteren Zeugnissen sofort eine Stelle bekamen. Anstatt zu resignieren, entschloss ich mich, selbständig zu machen, mit Erfolg und bis heute glücklich. Ein bitterer Geschmack ist trotzdem geblieben, zumal man mich, genau so wie unsere sympathische Autorin dieses Artikels, nicht vorwerfen kann, nicht integriert zu sein. Ich besuche auch regelmäßig den Kosovo und treffe dort jedes Jahr Familienangehörige, die in den USA, England oder Kanada leben. Für diese Menschen ist es vollkommen normal zu sagen (und Fühlen), "ich bin Amerikaner", "Ich bin Kanadierin". Ich kann das gleiche leider nicht behaupten und ich quäle mich seit Jahren mit der Frage: "Warum wohl nicht!". Es liegt bestimmt nicht daran, dass ich dieses Land (Deutschland) nicht liebe, denn das tue ich. Ein Stück Gefühl, dazu zu gehören, fehlt leider trotzdem.