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Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger
DPAGibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Im Schul-Kleinklein der 16 Bundesländer bleiben einerseits junge Menschen auf der Strecke, andererseits lernen viele viel zu wenig.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...820475,00.html
- #10 12.03.2012 05:53 von
Bildung???
Vor langer Zeit wurde noch Wissen und Leistung belohnt. Um in die Oberstufen zu kommen, musste man Pruefungen ablegen. Wurden Sie bestanden kamen die Allerbesten aufs Gymnasium, die Besten auf die Realschule und die anderen blieben.
Was haben wir uns immer gefreut ueber die Ruecklauefer, in meiner Klasse waren es drei, die aus der Realschule zurueckkamen und dann eine Klasse unter uns wieder anfangen mussten.
Und sie alle vergessen die NONNE Schawan, die seit Beginn ihrer Ministerkarriere nichts, aber auch nichts zustande gebracht hat.
Kein Wunder bei einer solchen Vorgesetzen. ( Merkel). Da war es wohl viel leichter in der DDR seinen "Doktor zu bauen!"
Seit 60 (sechszig) Jahren hat sich nichts veraendert. Arbeiterkinder hatten niemals, vielleicht ganz selten, eine Chance " aufzusteigen!"
Selbst der kleinste Handwerksmeister verlangte damals schon
"Realschulabschluss" zur Ausbildung. Den VOLKSSCHUELERN blieb nicht anderes uebrig, als Hilfsarbeiter irgendwo einzusteigen!!!
Aber heute gibt es diesen HA nicht mehr.
Frau Schawan, sie sollten noch mehr beten, hilft Ihnen bestimmt weiter!
Mein Gott was mich das anko...! - #11 12.03.2012 05:56 von
- #12 12.03.2012 05:56 von
*kopfschüttel*
...andererseits lernen viele viel zu wenig. Ich arbeite an einer Hauptschule. Leute, Ihr habt keine Ahnung, wie viele Kids da täglich kommen, wenn sie kommen, die aus Elternhäusern kommen, wo wir alle nicht leben wollen. Die Eltern versagen da auf ganzer Linie. Wir sind zu 80 % mit Sozialarbeit beschäftigt, die Wissensvermittlung ist Randgeschäft. Weil es bei den Kids gar keine Aufnahmebereitschaft gibt, Wissen aufzunehmen, zu ver- und erarbeiten. Da geht es um leere Mägen, Gewalt, Chaos. Die interessiert keine Textanalyse oder die Berechnung von Textaufgaben. Das Fach Englisch ergibt für sie keinen Sinn, weil sie mit sich beschäftigt sind. Mit ihrem Überleben. Da steckt das Übel - in den Elternhäusern und der Überlastung der Jugendämter. Da muss was passieren.
VG - #13 12.03.2012 06:03 von
Nicht ganz richtig
Wenn man sich die Tabellen anschaut, sieht man, dass in Niedersachsen etwa 40 % nach der vierten Klasse auf das Gymnasium wechseln, aber nur 24 % schließlich auch das Abitur machen.
Die Schüler dürfen also sehr wohl auf "die begehrte Schulform". Allerdings scheitert dann fast die Hälfte auf dem Weg zum Abitur.
Hier müsste man mit der Ursachenforschung ansetzen.
Außerdem darf in Niedersachsen jeder auf das Gymnasium. Die Schullaufbahnempfehlung, die dort sehr restriktiv gehandhabt wird (man muss schon ein kleiner Einstein sein, um eine Gymnasialempfehlung zu bekommen) ist in Niedersachsen nicht bindend.
Die Eltern können frei entscheiden.
Allerdings wissen die Rektoren und Lehrer auf den Gymnasien sehr wohl, welches Kind welche Empfehlung hatte und bemühen sich anscheinend nach Kräften, die Schullaufbahnempfehlung nachträglich zu rechtfertigen, indem Schüler mit der "falschen Empfehlung" mehr oder weniger subtil benachteiligt und wieder ausgesiebt werden. - #14 12.03.2012 06:04 von
Keine Experimente
Leider sind die Kinder immer wieder Opfer der Experimente politisch irrer Reformer.
Die Bildungspolitiker haben vergessen oder verlernt, wofür Schulen Verantwortung tragen.
Da wird regelmäßig "reformiert" was schon gestern einmal "reformiert" wurde. Das geht jetzt schon seit fast 40 Jahren so.
Alles muß besser, alles muß gerechter gemacht werden.
Die Lehrer wissen doch überhaupt nicht mehr, was richtig ist bzw. war.
Vorgestern so, heute so, morgen wieder anders.
Bringt doch den Kindern die einfachsten Sachen bei. Rechnen, Lesen und Schreiben.
Dann können sie selbst später einmal entscheiden was richtig ist, aber mit einer soliden Grundlage, die nicht ideolisch geprägt ist, sondern sich an realem Wissen orientiert. - #15 12.03.2012 06:07 von
...
Wobei die Fakten, wie immer, Auslegungssache sind. Einerseits wirft man SH ja immer vor, ein zu lasches Schulsystem zu haben (im Vergleich zu BY z.B.). Andererseits lassen wir mit am wenigsten Schüler auf das Gymnasium. Da kann man nun sagen, dass die Schüler hier einfach zu dumm sind, weil die Lehrer schlechte Arbeit leisten, oder man kann sagen, dass hier das Gymnasium eben noch eine Schule für die stärksten Schüler ist, was es ja auch sein soll.
Was ich eigentlich nur sagen will: ich traue keinen Studien. Und bevor jemand fragt: ja, ich bin Gymnasiallehrerin in SH und daher sicherlich voreingenommen. Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass Studien grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind, da Fakten alleine noch keine Aussagekraft haben. - #16 12.03.2012 06:08 von
Die unendlich weisen Kultusminister...
Unsere unendlich weisen Kultusminister haben da natürlich eine Lösung parat:
Sie unterdrücken bei Strafe die Verwendung der PISA-Ergebnisse - siehe hier:
Pisa-Daten unter Verschluss | ZAPP Medienmagazin | NDR - YouTube - #17 12.03.2012 06:10 von
Bekannte Taktik: Problemlösung durch Problemleugnung
Das kennt man ja mittlerweile - was der Wähler nicht weiß, macht den Wähler nicht rebellisch.
Auch dieser Artikel tut so, als wär es überall alternativlos schlecht. Das ist mitnichten so. Ein anderer Artikel zeigt ein ganz anderes Ergebnis:
Bildung: Deutschland muss von Sachsen lernen - Nachrichten Print - DIE WELT - Politik - WELT ONLINE
"Am ehesten schafft es Sachsen, ein leistungsfähiges Schulsystem anzubieten, das gleichzeitig gerecht ist. Unter gerecht verstehen die Verfasser der Studie, dass ein Schüler soziale Nachteile überwinden und sein Leistungspotenzial ausschöpfen kann. Bremen, Berlin und Brandenburg schneiden in dem Vergleich relativ schwach ab. [...] In Sachsen etwa haben Kinder aus unteren Sozialschichten relativ gute Chancen auf einen Gymnasialbesuch, und nur wenige Kinder bleiben sitzen. Zudem gehören die leistungsstärksten und leistungsschwächsten Schüler deutschlandweit zu den Besten ihrer Vergleichsgruppe"
Die SPD-regierten Länder, die Gerechtigkeit am lautesten fordern, zeigen wieder mal, dass "Gut gemeint" oft das Gegenteil ist von "Gut gemacht". - #18 12.03.2012 06:12 von
- #19 12.03.2012 06:16 von
Nur mal so am Rande: Die Verbindliche Grundschulempfehlung ist in BaWü weggefallen. Das heißt, dass die Eltern entscheiden, wer auf das Gymnasium kommt, und nicht das Land oder die Lehrer.
Sollten die Eltern von "reichen Eltern" sechs mal so häufig sich für das Gymnasium entscheiden, wie "arme Eltern", dann ist das nicht die Schuld des Schulsystems.
Außerdem gibt es hier schon lange einen Run auf die Realschule. Irgendwie lese ich von dieser aber nie etwas, sondern immer nur Gymnasium, Gymnasium, Gymnasium ...
Gerade BaWü hat durch eine sehr große Auswahl an verschiedenen Schulsystemen so gut wie immer das Richtige für den individuellen Schüler dabei.
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