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Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger

DPAGibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Im Schul-Kleinklein der 16 Bundesländer bleiben einerseits junge Menschen auf der Strecke, andererseits lernen viele viel zu wenig.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...820475,00.html
  1. #170

    Sozialfaschisten fast alle hier!

    Zitat von sophiaminerva Beitrag anzeigen
    Leider wird die Bedeutung von Intelligenz und Vererbung in diesen Artikeln und Foren meist ausgespart - ist wohl politisch nicht korrekt? Dass auch Intelligenz vererbbar ist, steht außer Frage; nur in welchem Maße diese Anlage weitergegeben wird, wird in der Wissenschaft nach wie vor diskutiert.
    In Familien mit höheren Einkommen sind die Eltern mit größerer Wahrscheinlichkeit Akademiker als in Familien mit geringem Einkommen / Transferleistungen.
    Akademiker sind in der Regel in der Lage, anspruchsvollere intellektuelle Leistungen zu erbringen, als Menschen mit niedrigeren Abschlüssen.
    Da Intelligenz (zu einem gewissen Teil) vererbbar ist, folgt daraus: Die Kinder von Akademikern sind intellektuell eher in der Lage, anspruchsvolle Leistungen zu erbringen als (weniger intelligente) Kinder von Nicht-Akademikern bzw. bildungsfernen Menschen. Ergo: Schlaue Eltern - schlaue Kinder.
    (Dass die finanzielle Leistungskraft in der Familie einer von mehreren Faktoren ist, der die (Aus-)Bildung der Kinder beeinflusst, soll mit diesem Beitrag nicht in Abrede gestellt werden.)
    Grauenhaft, was man hier lesen kann. Da kann einem aber angst u. bange werden, wenn man sich so etwa zwei Drittel der hiesigen Beiträge zu Gemüte führt. (Werd ich in Zukunft auch lassen)

    - Deutschland ist ein Einwanderungsland geworden. Ob man will o. nicht. Das ist - von der Wirtschaft gewollte - Realität.

    - unser Bildungsystem spiegelt die Drei-Klassengesellschaft wieder, u. verfestigt diese unter neo-liberal, wirtschaftsfreundl. Vorzeichen noch

    - Lösung: Gesamtschule für alle, zweijährige betriebl. Ausbildung für alle, danach Studium. Verbot des Privatfernsehens, u. stattdessen Ganztagsschule.

    Das hat nichts mit "Gleichmacherei" zu tun, sondern mit einem evolutionären Weg zu mehr sozialer Gerechtigkeit u. Aufweichung der Klassengesellschaft.
  2. #171

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Im Schul-Kleinklein der 16 Bundesländer bleiben einerseits junge Menschen auf der Strecke, andererseits lernen viele viel zu wenig.

    Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    die wievielte Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema ist das eigentlich, frag ich mich grade?
    Eigentlich weiß doch jeder, daß Menschen soziale Wesen sind, die sich gegenseitig anregen - will sagen: die Isolierung von Menschen voneinander in verschiedene Schulsysteme, betoniert Fähigkeiten und Unfähigkeiten.
    Naja, hoffentlich finanzieren sie das bei Bertelsmann aus eigener Tasche.
  3. #172

    Zitat von Rage-Guy Beitrag anzeigen
    Die zusammgengetragenen Punkte mögen stimmen. Ungerecht ist das Schulsystem jedoch nicht.

    Es ist heute zwar aufgrund der politischen Korrektheit verpöhnt, aber zwei Punkte müsssen angsprochen werden:

    - Arme Menschen legen im Schnitt deutlich weniger Wert auf die Bildung ihrer Kinder. Diese Kinder kommen also nicht deshalb seltener aufs Gymnasium weil sie kein Geld haben, sondern weil sie aus einem an Bildung desinteressierten Umfeld kommen. Der Staat ist nicht in der Pflicht, diese familiären Versäumnise zu korrigieren!

    - Bei Kindern von Ausländern verhält es sich gleich.

    Es ist doch klar, dass eher die wohlhabenden Menschen ein Interesse an Bildung haben.

    Ich finde es zwar auch schlimm, dass so viele arme Menschen lieber den ganzen Tag Privatfernsehen gucken, verantwortlich bin ich nicht. Das Schulsystem ist gut!
    Sie zeigen vorbildlich, wohin diese ach so mutige politische Inkorrektheit führt: zu völliger Missachtung empirischer Befunde und Tatsachen im Namen der Ideologie. Wie interpretieren sie denn die Tatsache, dass Kinder aus benachteiligten sozialen Schichten bei GLEICHER Leistung weitaus geringere Chancen haben eine Empfehlung für das Gymnasium zu erhalten? Vielleicht Glauben sie, dass dies gerechtfertigt ist, da die Eltern dieser Kinder sich ja nicht um deren Erfolg kümmern? Ihr Beitrag ist mir ein völliges Rätsel - kaum Bezug zum Beitrag, keine Logik und auch noch Ignoranz. Wieder mal Applaus für die politisch Inkorrekten!
  4. #173

    Zitat von grana Beitrag anzeigen
    Das größte Problem sind die Lehrer, schon in meiner Schulzeit gab es mehr schlechte als gute Lehrer, ich würde behaupten, dass ich in meiner ganzen Schulzeit nur zwei sehr gute Lehrer hatte.
    Die Generation der heutigen Lehrer sind doch die Produkte der Generation die vor der der heutigen Lehrer lag.

    Und die der gestrigen Lehrer sind wiederum die Produkte der davorliegenden Generation.

    Und so ist jede Generation Lehrer schlechter als die davorliegende, denn durch die ewigen Reformen ist die Ausbildung ja nicht besser, sondern schlechter geworden.
  5. #174

    Stimmt!

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Ha! Zitat:

    GENAU DAS SOLL ES JA GRADE NICHT SEIN!

    Sollte es noch nie sein!

    Es sollte bestehende Gesellschaftsstrukturen stabilisieren, nicht verändern! Es wird höchstens in Sonntagsreden gesagt, dass es besser werden soll, aber wollen tut es wirklich niemand von denen, die dafür verantwortlich sind!
    Weil jeder weiß, wie schwierig der schulische Aufstieg ist, versuchen Eltern ihre Kinder immer gleich von Anfang an auf den höchsten Schulzweig zu schieben. Demnach ist es nur logisch, dass es mehr Ab- als Aufstieg gibt, diese Erosion ist gleich mit eingeplant: von den Lehrern ebenso wie von den Eltern. Und siehe da: so kommt es dann auch ...

    Wer das ändern möchte, müsste bei den Lehrern ansetzen und ihnen in ganz anderer Intensität klarmachen, dass sie mindestens genauso stark Richter wie Pädagogen sind. In unserem heutigen Schulwesen mit dem Notendruck ist jede Klausur, jedes Zeugnis, ein Urteil – aber quasi ohne Möglichkeit zu Berufung oder Revision. Eine Potenzialeinschätzung findet nicht statt, es zählen nur abgelieferte Leistungen – ohne jedes Infragestellen, wie diese denn erreicht wurden. Gerade diese Betrachtung – also das Schließen aus der Vergangenheit in die Zukunft, ist aber nicht kindgerecht und widerspricht dem Anspruch an Chancengerechtigkeit.

    Es ist so, wie es ist, weil es schon immer so war. Verstärkt wird das dadurch, dass in Sachen Bildung ja jedermann „Experte“ ist, weil man selbst mal die Schule besucht hat. Gerade dieser jede Intellektualität vermissende Ansatz verhindert zuverlässig, dass Schule wieder etwas mit humanistischem Bildungsansatz zu tun haben wird. Weil sich die Fragestellungen dahinter ja verändert haben müssten, so wie sich die Gesellschaft verändert hat, das Fragen aber schon verhindert wird, weil die Eltern ihren, seinerzeitigen, Bildungsidealen nacheifern („hat mir ja auch nicht geschadet“). So müsste Fortschritt in der Schule anfangen, sie ist aber Hort einer merkwürdigen Restitutionspolitik – es gibt nichts Reaktionäreres!

    So spuckt unser Schulsystem zwar nicht die Besten, wohl aber die am besten Angepassten aus. Wer nicht frühzeitig kapiert hat, dass jeder Hänger bestraft wird und jeder Widerstand zwecklos ist, bekommt es eben bewiesen. Wer hieran rüttelt, bekommt es mit eben diesen Lehrern und Eltern zu tun, deren persönliche Erfolgsstrategie genau hierauf basierte.
  6. #175

    Ergo: Schlaue Eltern - schlaue Kinder.
    QUOTE]

    Ergo: Dumme Eltern - dumme Kinder.
    Na, so ein Quark. Pseudowissenschaftlicher Blödsinn.
    Liebe Frau, Du hast nicht verstanden, was die Studie in Wirklichkeit
    aussagt. Nicht die Intelligenz ist im deutschen Schulsystem alleine ausschlaggebend für den Erfolg. Die soziale Herkunft ist mindestens genauso wichtig. In der Nachbarschaft lebt eine Familie. Die Eltern gehören nicht zu den reichen intelligenten "Erbträgern". Die Tochter hat trotzdem erfolgreich ihr Abitur geschafft. Dumme Eltern - schlaue Tochter. Die Frage ist, ob der Schulabschluss überhaupt etwas über die Intelligenz eines Menschen aussagt? Kann man Intelligenz wirklich messen?
  7. #176

    Zitat von psycheciety Beitrag anzeigen
    Interessant auch, dass der Begriff Integration vorkommt, aber von INKLUSION nirgendwo was zu lesen ist. "Förderschulen" sollten ja der Vergangenheit angehören. Niemand muss integriert werden, der durch Inklusion gar nicht erst ausgeschlossen werden soll(te). Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) spricht das deutlichst an. Aber was soll man schon erwarten, wenn ja leider, leider mal wieder "für nichts" Geld da ist... Der Sozialabbau geht weiter; jetzt sind "die Kinder" mal wieder "dran"...

    psy
    danke!
  8. #177

    Wenig Neues...

    OK, Kinder aus "bildungsnahen" Familien haben viel bessere Chancen. Was ist daran neu oder unerwartet? Wer zu Hause hochstehendere Gespräche und Fernsehsendungen usw. mitbekommt, erhält einen Vorsprung, der durch 30 Schulstunden pro Woche schlicht nicht auszugleichen oder gar aufzuholen ist. Eltern mit geringer Bildung können aus dieser Tatsache allenfalls lernen, dass es sinnvoll ist, die Kinder möglichst früh zu fördern und in Kontakt mit einem "bildungsnäheren" Umfeld zu bringen. Denn die von staatlicher Seite theoretisch mögliche Lösung, alle Kinder ab Alter 3 für 70 Wochenstunden in ein Schulsystem zu zwägen, damit garantiert kein Kind Vorteile erhält, wäre absurd.
  9. #178

    Dräger fehlt die Schulpraxis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Im Schul-Kleinklein der 16 Bundesländer bleiben einerseits junge Menschen auf der Strecke, andererseits lernen viele viel zu wenig.

    Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    sonst wüede er nicht so einen Blödsinn behaupten von der schlechten Durchlässigkeit des Bildungssystems. Ich rate ihm einmal, die Studienanfänger an den fachhochschulen nach ihrem schulischen Werdegang zu befragen. Da bekommt er Durchlässigkeit demonstriert. Insofern ähnelt die Studie der der OECD, verantwortet von einem praxisfernen 3. Welt-Bildungspolitiker. Die Probleme bildungsferner Haushalte sind nicht dem Schulsystem anzulasten, sondern einem bekannten tabuthema. Dann würde er auch eine Erklärung für den relativen Erfolg Sachsens erhalten.
  10. #179

    Wohl der Kinder

    Zitat von diedahinten Beitrag anzeigen
    Solange die Gutmenschen nicht begreifen, dass eben nicht alle Kinder gleich sind und dass Bildung und akademische Reife nicht durch den Geldbeutel, sondern durch Leistung erlangt werden, wird das auch mit der Aussicht auf eine gute Ausbildung schon von der Grundschule an, nichts werden.

    Im Gleichmachwahn hat man Gesamtschulen geschaffen, teilweise Haupt- und Realschule zusammengefasst - beides hat die Situation noch verschlimmert. Und als Lösung wird diskutiert, noch weiter zusammen zu fassen. Solange es hier nicht endlich ein Umdenken zum Wohle der Kinder gibt, wird es mit der Bildung an deutschen Schulen auch weiter bergab gehen. Was soll es auch bringen, auf Teufel komm raus, jedes Kind aufs Gymnasium zu lassen. Eltern sind immer ehrgeizig. Und wenn nicht von neutraler Seite schon erkannt wird, ob ein Kind geeignet oder ungeeignet ist, wird nicht nur das Abitur entwertet (schon heute braucht man für normale Berufe schon Abitur, wo es zu meiner Zeit auch locker ein mittelmäßiger Realschulabschluss getan hat) sondern auch ein Haufen überforderter Kinder regelrecht ins Unglück getrieben.

    Dass ein Anpassen der schulischen Anforderungen nach unten an die schlechtesten Schüler auch keine Lösung ist, beweist diese Studie auf dramatische Weise. Seltsamerweise haben die Bundesländer, die seit Jahren aufgrund ihrer für zu hart befundenen Schulsysteme verschrien sind, die besten Punkte erreicht. Wohingegen jene, die meinen, dass man alles gleich machen muss, die schlechtesten Zahlen präsentieren. Ich glaube, deutlicher geht es wohl nicht mehr. Mich wundert es jedenfalls nicht, dass die KMK keine Zahlen rausrücken und keine Veröffentlichungen wollen - ist es doch der unmittelbare Beweis für die Unfähigkeit der Beteiligten...
    Hallo auch ich oute mich als sogenannter "Gutmensch" (schreckliches Wort). Die "Schlechtmenschen" hier im Forum, die von Gleichmacherei reden können eigentliche keine Kinder im Grundschulalter in Bayern haben. Was da teilweise zur Erlangung des "Grundschulabiturs" läuft ist richtig mies. Da ist es klar, dass das Kind einer Alleinerziehenden Mutter, die sich in der 4. keine Nachhilfe leisten kann eher auf der Hauptschule landet. Das gleiche Kind hätte, wenn es aus einem reicheren Elternhaus kommt automatisch mehr Chancen auf einen Übertritt. Und gesiebt wird in Bayern in den Gymnasien dann natürlich nochmal. Dann kommen die Durchfaller auf die Real- oder Hauptschule. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich will keine "Kuschelpädagogik". Und die Anforderungen auch nicht soweit zurückschrauben, dass möglichst viele das Abitur schaffen. Aber momentan werden in D die Versager von morgen "produziert". Das muss doch auch anders gehen. Und dann muss man auch Geld in die Hand nehmen!

    Ich empfehle folgende Seite als Lektüre: Gemeinschaftsschule! Die bessere Antwort für Bayern. / Start








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