Zitat von
seine-et-marnais
Ist es den USA gelungen in Pakistan oder Somalia mit Hilfe von Drohnen Terroristen zu vertreiben? Nein. Warum sollte das in Nord-Mali klappen?
Überhaupt gibt es wenige die da intervenieren wollen. Frankreich will (kann) da keine Bodentruppen hinschicken, und die umliegenden afrikanischen Staaten wollen da auch nicht so recht ran weil sie von Mauretanien (islam.) Senegal (überwiegend islam) bis nach Nigeria Schwierigkeiten bei ihren islamischen Minderheiten befürchten, Und wenn sie eingreifen dann nur unter 'Zugeständnissen'. Die einzigen die da eingreifen könnten sind die Algerier, aber die sind bis heute über Kreuz mit Frankreich wegen des Algerienkrieges.
Statt da Drohnen, mit ihren bekannten katastrophalen Folgen, auf die Bevölkerung, die ja keinesfalls alle Islamisten sind, loszulassen, sollte man einmal fragen wo die Aqmi zB ihr Benzin für ihre Fahrzeuge bekommt, die Lebensmittel für Nord-Mali, die Waffen (obwohl das müssten die Amerikaner ja wissen)? Wer unterstützt denn den Ableger von al Qaïda? Wer hat denn die Situation in Nord-Mali, die erst nach dem Libyen-Krieg entstanden ist, zu verantworten. Jeder weiss welche Staaten diese Situation zu verantworten haben, jeder kennt die Staaten die al Qaïda mitfinanzieren, jeder kennt die Staaten die dies, nicht nur billigend sondern auch indirekt fördernd, in Kauf nehmen weil Öl mehr zählt als Blut.
Die einfachste Weise sich aus der Verantwortung zu stehlen sind diese Drohnen. Man führt dann einfach einen 'sauberen' Krieg, eigene Soldaten sind nicht gefährdet, und die vielen kollateralen Opfer sind halt Opfer von 'Drohnen'. Lösung ist das keine.