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al-Qaida: US-Regierung prüft Drohneneinsatz in Mali

USAFDie USA erwägen Luftangriffe im Norden von Mali. Der nordafrikanische Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida hat die Region unter seine Kontrolle gebracht. Mit Hilfe von Drohnen sollen wie in Pakistan oder Somalia die Terroristen vertrieben werden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859270.html
  1. #1

    Öl ist dicker als Blut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA erwägen Luftangriffe im Norden von Mali. Der nordafrikanische Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida hat die Region unter seine Kontrolle gebracht. Mit Hilfe von Drohnen sollen wie in Pakistan oder Somalia die Terroristen vertrieben werden.

    Die USA wollen in Mali al-Qaida mit Drohnen bekämpfen - SPIEGEL ONLINE
    Ist es den USA gelungen in Pakistan oder Somalia mit Hilfe von Drohnen Terroristen zu vertreiben? Nein. Warum sollte das in Nord-Mali klappen?
    Überhaupt gibt es wenige die da intervenieren wollen. Frankreich will (kann) da keine Bodentruppen hinschicken, und die umliegenden afrikanischen Staaten wollen da auch nicht so recht ran weil sie von Mauretanien (islam.) Senegal (überwiegend islam) bis nach Nigeria Schwierigkeiten bei ihren islamischen Minderheiten befürchten, Und wenn sie eingreifen dann nur unter 'Zugeständnissen'. Die einzigen die da eingreifen könnten sind die Algerier, aber die sind bis heute über Kreuz mit Frankreich wegen des Algerienkrieges.
    Statt da Drohnen, mit ihren bekannten katastrophalen Folgen, auf die Bevölkerung, die ja keinesfalls alle Islamisten sind, loszulassen, sollte man einmal fragen wo die Aqmi zB ihr Benzin für ihre Fahrzeuge bekommt, die Lebensmittel für Nord-Mali, die Waffen (obwohl das müssten die Amerikaner ja wissen)? Wer unterstützt denn den Ableger von al Qaïda? Wer hat denn die Situation in Nord-Mali, die erst nach dem Libyen-Krieg entstanden ist, zu verantworten. Jeder weiss welche Staaten diese Situation zu verantworten haben, jeder kennt die Staaten die al Qaïda mitfinanzieren, jeder kennt die Staaten die dies, nicht nur billigend sondern auch indirekt fördernd, in Kauf nehmen weil Öl mehr zählt als Blut.
    Die einfachste Weise sich aus der Verantwortung zu stehlen sind diese Drohnen. Man führt dann einfach einen 'sauberen' Krieg, eigene Soldaten sind nicht gefährdet, und die vielen kollateralen Opfer sind halt Opfer von 'Drohnen'. Lösung ist das keine.
  2. #2

    optional

    Diese Entscheidung kann ich nur begrüßen. Man muss nicht einem Land den Krieg erklären, wo Terroristen waren. Man muss den Terroristen einfach immer auf den Fersen bleiben und die angreifen. Egal wo die sich befinden. Es kann nicht sein, dass ein Stück Papier in der UN mehr wert ist als ein Menschenleben. Souverinität eines Landes kann nie so wichtig sein, dass man dadurch Terroristen in Ruhe lässt, die eine Woche später Anschläge verüben.
  3. #3

    Zitat von seine-et-marnais Beitrag anzeigen
    Ist es den USA gelungen in Pakistan oder Somalia mit Hilfe von Drohnen Terroristen zu vertreiben? Nein. Warum sollte das in Nord-Mali klappen?
    Überhaupt gibt es wenige die da intervenieren wollen. Frankreich will (kann) da keine Bodentruppen hinschicken, und die umliegenden afrikanischen Staaten wollen da auch nicht so recht ran weil sie von Mauretanien (islam.) Senegal (überwiegend islam) bis nach Nigeria Schwierigkeiten bei ihren islamischen Minderheiten befürchten, Und wenn sie eingreifen dann nur unter 'Zugeständnissen'. Die einzigen die da eingreifen könnten sind die Algerier, aber die sind bis heute über Kreuz mit Frankreich wegen des Algerienkrieges.
    Statt da Drohnen, mit ihren bekannten katastrophalen Folgen, auf die Bevölkerung, die ja keinesfalls alle Islamisten sind, loszulassen, sollte man einmal fragen wo die Aqmi zB ihr Benzin für ihre Fahrzeuge bekommt, die Lebensmittel für Nord-Mali, die Waffen (obwohl das müssten die Amerikaner ja wissen)? Wer unterstützt denn den Ableger von al Qaïda? Wer hat denn die Situation in Nord-Mali, die erst nach dem Libyen-Krieg entstanden ist, zu verantworten. Jeder weiss welche Staaten diese Situation zu verantworten haben, jeder kennt die Staaten die al Qaïda mitfinanzieren, jeder kennt die Staaten die dies, nicht nur billigend sondern auch indirekt fördernd, in Kauf nehmen weil Öl mehr zählt als Blut.
    Die einfachste Weise sich aus der Verantwortung zu stehlen sind diese Drohnen. Man führt dann einfach einen 'sauberen' Krieg, eigene Soldaten sind nicht gefährdet, und die vielen kollateralen Opfer sind halt Opfer von 'Drohnen'. Lösung ist das keine.
    So viel kolleterale Schäden gibt es bei Drohnen nicht. Darum setzt man die ja auch ein. Gerade darum, weil diese Waffen so wenig kolleteralen Schaden hinterlassen. Drohnen sind nicht für ihre Effektivität bekannt, auch nicht, weil eigene Soldaten ungefährdet sind. Das sind die in Kampfflugzeugen auch nicht. Drohnen sind in erster Linie dafür beliebt, weil es danach nur sehr wenig kolleterale Schäden gibt. Darum werden die immer beliebter und beliebter.
  4. #4

    Realität und Größenwahn

    In Erwägung zu ziehen, Drohnen im Norden Malis einzusetzen ist realitätsfern und zeigt den westlichen Größenwahn. Es ist bekannt, was diese Flugkörper anrichten, selbst US Juristen kritisieren ihren Einsatz. Es geht doch nicht um Terroristen, sondern darum, wer künftig Zugang zu den Ressourcen in der Region hat und wer diese als Brückenkopf für seine Afrika-Politik nutzen kann. In der Realität leben hier in Mali Menschen, die bitter arm sind und die gar nicht fassen können, wir ihr Land in eine solche Situation geraten konnte. Da es sich eindeutig um einen "Kollateralschaden" des Lybien Krieges handelt, sehe ich durchaus die Verantwortung der westlichen Länder - gleichwohl gilt es Mali und seine Bevölkerung zu respektieren. Was passiert eigentlich, wenn man sich mit den Besatzern auf die Einführung einer "moderaten" Charia einigt (falls es sowas gibt)? Dann wird man wohl endlich ehrlich sein müssen und zugeben, dass es der Kampf zwischen arabischen Ländern (repräsentiert durch Al Quaida und andere), USA und China um die Vormachtstellung in einer zersplitternden Welt geht - mal wieder ausgetragen in der Realität auf dem Rücken der Menschen in Afrika!
  5. #5

    Realität und Größenwahn

    In Erwägung zu ziehen, Drohnen im Norden Malis einzusetzen ist realitätsfern und zeigt den westlichen Größenwahn. Es ist bekannt, was diese Flugkörper anrichten, selbst US Juristen kritisieren ihren Einsatz. Es geht doch nicht um Terroristen, sondern darum, wer künftig Zugang zu den Ressourcen in der Region hat und wer diese als Brückenkopf für seine Afrika-Politik nutzen kann. In der Realität leben hier in Mali Menschen, die bitter arm sind und die gar nicht fassen können, wir ihr Land in eine solche Situation geraten konnte. Da es sich eindeutig um einen "Kollateralschaden" des Lybien Krieges handelt, sehe ich durchaus die Verantwortung der westlichen Länder - gleichwohl gilt es Mali und seine Bevölkerung zu respektieren. Was passiert eigentlich, wenn man sich mit den Besatzern auf die Einführung einer "moderaten" Charia einigt (falls es sowas gibt)? Dann wird man wohl endlich ehrlich sein müssen und zugeben, dass es der Kampf zwischen arabischen Ländern (repräsentiert durch Al Quaida und andere), USA und China um die Vormachtstellung in einer zersplitternden Welt geht - mal wieder ausgetragen in der Realität auf dem Rücken der Menschen in Afrika!
  6. #6

    optional

    Es gibt immer noch Völker, die nicht aus dem Mittelalter gekommen sind, die Handlung der Al Qaida erinnert mich stark an die Inquisition.


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