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AKW Fukushima: Freiwillige für*einen Höllenjob

Etwa 200 Arbeiter kämpfen im Atomkraftwerk Fukushima, um den Super-GAU zu verhindern. Der Betreiber Tepco sucht Freiwillige für die Arbeit in der Gefahrenzone - 20 Techniker und Ingenieure haben sich bereits gemeldet. Was motiviert diese Männer?

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751488,00.html
  1. #50

    .

    Zitat von ThomasPr Beitrag anzeigen
    ...Eigenschaften die viele nicht mehr kennen:

    Uneigennutz,
    Selbstdisziplin,
    Dienst an der Allgemeinheit.
    Exakt. Also genau das, was der Ellenbogankaptacismus die letzten 20 Jahre versucht hat, den Menschen auszutreiben... wie würde das in Deutschland laufen? Wenn ich sehe, wie feige sich die THWler aus dem Staub gemacht haben, hab ich da wenig Hoffnung.
  2. #51

    bewundernswert

    lieber möchte ich nicht darüber nachdenken,
    was bei uns in einer solchen Lage
    an leeren Tankstellen passieren würde ...

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fo...-65837-10.html

    _
  3. #52

    Zufall?

    Zitat von familienvater_2_kids Beitrag anzeigen
    der Teil über Herrn Andriy Chudinov ähnelt arg dem Artikel ...
    Der Spiegel schreibt nicht alles von Grund auf neu, andere Zeitschriften auch nicht. Es gibt Presseagenturen, die Zeitschriften mit Nachrichten versorgen, und der Spiegel bezahlt, wie auch andere Zeitschriften, für das Recht, die Inhalte zu veröffentlichen. Die Agenturen wiederum versorgen jeweils nicht nur eine Zeitschrift, sonderen mehrere, deren Inhalte sich darum überschneiden können.

    Das ist weder Zufall noch falsch.
  4. #53

    Helden für kurze Zeit

    Mit großer Trauer erinnere ich an die Feuerwehrmänner vom 11.9.2001. Ich verfolgte damals die Geschehnisse am Fernseher telefonierte mit einem Freund und sah die Staubwolke der stürzenden Türme. Neben den vielen Toten sorgten uns die Überlebenden. Wieviele würden an einer Asbestose sterben? Heute sind viele erkrankt und werden teilweise schäbig allein gelassen. Auch bemaßen sich die Entschädigungen am Einkommen der Opfer. Hier war außer den Terroristen niemand Schuld. Leider endet der Dank sehr schnell.
    Ich hoffe in Fukushima wird kein überflüssiges Opfer gebracht. Keiner der Männer wird sich über den bevorstehenden qualvollen Tod bewußt sein. Auch werden sie die posthumen Ehrungen nicht erleben. Im schlimmsten Fall werden sie zum Beweis geopfert, dass Tepco alles versucht hat. Mir tun die Hinterbliebenen unendlich leid. Keine Ehre kann den Ehemann, Vater oder Großvater ersetzen.
  5. #54

    Ehre wem Ehre gebührt

    Diese 50 oder 200 Fukushima Männer sind Helden der Menschheit und Rollenmodelle für die Zukunft.Sobald dieses Drama vorbei ist, egal wie, sollten sie von der Menschheit geehrt werden. Man sollte auch websites aufmachen, mit einer Möglichkeit Geld zu spenden, da diese Männer und ihre Familien es verdienen unterstützt zu werden, was auch immer passsiert. Ich persönlich bin stolz, daß es solche Männer gibt, denn sie representieren das Beste was die Menschheit anzubieten hat an Selbstlosigkeit und Vorbildlichkeit. Es zeigt auch, daß es auch in unserer schnellen, sensationslüsternen, oberflächlichen und konsumistischen Welt noch Menschen gibt, die echte Werte und Engagement kennen und leben können. Ich hoffe, daß alles gemacht wird, daß man sich an diese Männer für immer erinnern wird, durch Filme, Bücher, Denkmäler und andere Ehren, die es gibt.

    Unser globales Dorf, das am Klimawechsel, Überbevölkerung, Armut und zerstörerischen Wirtschaftsystemen leidet, braucht solche Menschen als Vorbild.
  6. #55

    Heldenverehrung?

    Zitat von dx111ge Beitrag anzeigen
    wem glaub ich jetzt, den Leuten dort die was tun , oder so nem phantasten hier der nur .... bitte spar den strom ! das bringt dann wenigstens der umwelt was. Hochachtung vor Menschen die bewusst etwas tun (siehe Bericht) wissend was das für Sie und andere an Konsequenzen bedeuten kann.
    Sie betreiben HeldenVerehrung und ich bin der Phantast?

    AAAAAAAhhhh ja!

    Ist ja nur drei Minuten:

    http://www.wdr.de/mediathek/html/reg...e&#flashPlayer

    Soviel zur Freiwilligkeit Ihrer "Helden"
  7. #56

    Ich will keinen Titel eingeben

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Zweimal knapp daneben. Draal aus Babylon 5 (A Voice in the Wilderness) und Lois aus Smallville (Charade).

    Alternativ kann ich noch das anbieten: "They never ran out of courage. But in the end, they ran out of time ..."

    Sind zwar "nur" Zitate aus Fernsehserien, aber sie spiegeln dennoch etwas wieder, was man auch im richtigen Leben antrift.

    Der Grundsatz "Frauen und Kinder zuerst" basiert auf dem selben Konzept. Man braucht sie bloß einmal die Geschlechterverteilung der Überlebenden auf der Titanic angucken.
    Für die Verantwortlichen sollte es allerdings "no place to hide" geben.
  8. #57

    Kein Titel

    Zitat von Carnival Creation Beitrag anzeigen
    Exakt. Also genau das, was der Ellenbogankaptacismus die letzten 20 Jahre versucht hat, den Menschen auszutreiben... wie würde das in Deutschland laufen? Wenn ich sehe, wie feige sich die THWler aus dem Staub gemacht haben, hab ich da wenig Hoffnung.
    Die THWler waren dort, um nach dem Erdbeben Verschüttete zu retten oder zu bergen. Nach mehreren Tagen war ihr Job getan bzw. aussichtslos. Der Abzug der THWler hat nun wirklich nichts mit Feigheit zu tun.
  9. #58

    .

    Zitat von drgb
    Im Rahmen der Aktuellen Stunde im WDR Fernsehen (gegen 19:15 Uhr) wurde in einem Bericht eines deutschen Journalisten vermittelt, daß es seit Jahren gängige Praxis in Fukushima sei, bei Bedarf Obdachlose, Ausländer/Fremdarbeiter anzuheuern und sodann bei nachgewiesener Verstrahlung zu feuer
    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Genau, Obdachlose können ja auch den Job eines hochqualifizierten Kernphysikers bzw. Technikers ausüben.
    Gibt's da ein Problem mit der Quelle, dem ARD Journalisten, und dem zitierten Beitrag ? Wenn ja, wie begründet ?
    Ansonsten: sehr unqualifizierte Anmerkung, Crom.
    Denn niemand gab vor, Obdachlose auf Positionen von Technikern und Kernphysikern einzusetzen.
    Der Beitrag zielte ab auf eine - sehr diplomatisch formuliert - etwas weniger herosierende Beschreibung gegebener Zustände.

    nochmals:
    http://www.wdr.de/mediathek/html/reg...e&#flashPlayer

    Mal abwarten was von der Mär des heroischen Voluntariats bei genauerer Betrachtung überbleiben wird ...
  10. #59

    Quotengefasel

    Witzig oder auch eigentlich nicht:
    In dem Spiegel-Artikel ist nun von tapferen Männern die Rede, die nun diesen mit Sicherheit totbringenden Job ausführen (müssen). Als ob es nie anders gewesen wäre und nicht anders werden wird. Fast selbstverständlich.

    Jetzt würde ich gerne mal Frau Roth (Grüne) zur Frauenquote heranziehen und gerne mal fragen, wie sie nun in diesem Zusammenhang darüber denken würde. 20 Prozent wären doch wohl "angemessen" ... oder was?

    Insbesondere auch dann, wenn es um Arbeiten im Steinbruch, im Kohlebergbau und in anderen "Männerdomänen" gehen würde.

    Da will man dann wohl von Quote plötzlich nichts mehr hören.
    Widerlich ist sowas.

    ps: zynismus off.


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