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Aktion gegen Rechtsextremismus: Tausende Hamburger protestieren gegen Neonazi-Aufmars

DPAIn Hamburg demonstrierten am Samstag Tausende gegen einen behördlich genehmigten Neonazi-Aufmarsch. Die Proteste verliefen am Vormittag zunächst friedlich. Doch dann brannten die ersten Straßenbarrikaden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836587,00.html
  1. #110

    Etwas unscharf

    Zitat von midnightrunner Beitrag anzeigen
    Wir haben ne wirklich tolle Demokratie,die Nazis dürfen ungestört auflaufen und werden noch von der Polizei geschützt,
    Na, ungestört dürfen die nicht auflaufen, dieser mickrige Haufe muss leider von linken Weltverbessereren vor brutalen, lebensbedrohenden Angriffen geschützt werden. Ohne diese linken Chaoten kann eine Demokratie auch funktionieren - siehe unsere demokratischen Nachbarländer, die ohne diese Psychosen von Mitte-Links gut auskommen. N@zismus hat in Deutschland keinerlei Chance, weil die seinerzeitigen Förderer - das deutsche Finanzkapital überhaupt nicht fähig und gewillt ist, Expansionspläne umzusetzen. Das geht heutzutage anders, ohne Faschisten ...
  2. #111

    paradox

    Ohne die Gegendemo hätte im restlichen Land vermutlich kaum einer Notiz von der Nummer genommen. Ich frage mich, ob diese ganze Publicity nicht sogar im Sinne der Neo-Nazis ist und somit kontraproduktiv?
  3. #112

    Leider haben die Medien dem eigentlichen Skandal wenig Beachtung geschenkt:
    Die Route wurde in letzter Minute geändert! Ohne Vorwarnung, ohne Vorbereitung. Plötzlich hieß es die Route würde geändert, keine 5 Minuten später hatten wir hier einen linksautonomen Mob vor der Haustür, Mülltonnen brannten, Flaschen flogen, es wurde in die Hinterhöfe eingedrungen. Die Polizei kam erst ne Stunde später, und zwar nicht etwa um uns Anwohner zu schützen sondern um den braunen Mob zu schützen, der irgendwo im Grenzgebiet zwischen Eilbek und Hamm eingekesselt war, wo bereits ein Häuserkampf tobte. Wir wurden weder gewarnt noch beschützt. Das ist völlig inakzeptabel, wenn die ursprüngliche Route nicht eingehalten werden kann weil die Bevölkerung sich dem widersetzt dann muss man das ganze eben abbrechen, nicht völlig planlos umleiten und unschuldige Leute dem aussetzen!! Wir sind immer noch unter Schock über das, was sich hier vor unserer Haustür abgespielt hat!!
  4. #113

    Nein...

    Zitat von gievlos Beitrag anzeigen
    Ohne die Gegendemo hätte im restlichen Land vermutlich kaum einer Notiz von der Nummer genommen. Ich frage mich, ob diese ganze Publicity nicht sogar im Sinne der Neo-Nazis ist und somit kontraproduktiv?
    ...es ist nicht Paradox!! Wenn man rechte Demos einfach ignoriert, kommen sie nächtes Jahr wieder. Und das Jahr darauf auch...
    Dabei werden es dann immer mehr und mehr...

    Woher kommt bloß die Mentalität her das Wegsehen gegen Rechts hilft?
  5. #114

    Wer schreibt so einen Schei...!

    Nun wohne ich direkt in der Nebenstraße vom Eilbeker Weg, Luftline ca. 75m, und die brennenden Barrikaden entpuppten sich beim vorbeigehen als 1 große Mülltonne und einen umgestürzten Bauzaun. Die "wilden Horden" sind dann auch noch direkt durch unsere ruhige Wohnstraße gestürmt und haben alles zertrümmert (vorsicht Ironie). Warum übernimmt der SPON solche halbwahren Geschichten von irgend einer Presse-Agentur?

    Der Skandal war eigentlich, dass so eine Demo von Glatzen in einem friedlichen und bürgerlichen Wohngebiet genehmigt wurde. Der Hamburger Freihafen wäre doch ein schönes Demo-Ziel gewesen, oder Hamburg Hammerbrook.
  6. #115

    Zitat von afer Beitrag anzeigen
    Es ist schon richtig, dass man in einer Demokratie akzeptieren muss, dass es andere Meinungen gibt, allerdings heißt das ja nicht, dass man nicht friedlich gegen diese Meinungen demonstrieren darf, vor allem, wenn es sich um so menschenverachtende Meinungen wie die der Nazis handelt. Skins findet man auf rechten Demos heute übrigens auch nur noch vereinzelt, der Nazi von heute kleidet sich im schicken linken Autonomenkostüm mit Kapuzenpulli und Palästinensertuch.
    im Palästinertuch?

    Au Backe..die Nazis von heute sind auch nicht mehr das was sie mal waren :-P

    Sicher darf man demonstrieren aber welchen Sinn hats denn schließlich , dass dadurch das braune Gesocks mehr Aufmerksamkeit bekommt als ohne. Zudem nervt mich als Steuerzahler ungemein das jedesmal bei ner winzigen Demo von denen zig Tausend Euro ausgegeben werden damit es nicht dazu kommt das sich die gewaltbereiten doofen beider Lager die Köpfe einhauen...was sie doch ruhig tun sollen solange sie die Krankenhauskosten etc komplett selbst bezahlen :-)
  7. #116

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ich bin zwar nicht wirklich ein "Linkensympathisant"; aber:
    Sie wollen doch wohl nicht wirklich ein paar pseudolinke Hooligans, die ein bisschen Randale machen und ein paar Bundeswehr- und Polizeiautos anzuenden mit perfekt organisierten Nazis mit eiskaltem rechten Gedanken und Vorhaben vergleichen?
    Sie sollten wirklich mal Ihren Kontrast ein wenig justieren lassen!
    Erstmal vorweg: Ich habe keine Ahnung für was genau diese Neonazis auf die Straße gegangen sind. (Fehlt leider im Artikel).

    Wenn Sie hierzu tatsächlich genauere Kenntnisse haben, können Sie diese "eiskalten rechten Gedanken und Vorhaben" dieser konkreten Gruppe hier mal darlegen? Würde mich wirklich interessieren.
  8. #117

    keine Gegendemo - keine Bühne

    Zitat von gievlos Beitrag anzeigen
    Ohne die Gegendemo hätte im restlichen Land vermutlich kaum einer Notiz von der Nummer genommen. Ich frage mich, ob diese ganze Publicity nicht sogar im Sinne der Neo-Nazis ist und somit kontraproduktiv?
    Das ist wohl wahr. Erinnert mich an eine Demo linker Aktivisten in Köln-Kalk vor gut 1 -2 Monaten. Plötzlich wurde die Kreuzung gesperrt, die liefen mit durchaus fragwürdigen Transparenten und Fahnen über die Hauptstraße, der "Zug" war dann durch, die Straße wieder frei und weiter ging das Leben.

    Das waren so um die 100 lautstarke Männeken, die unbehelligt da durchliefen. Und da ich nicht Indymedia oder sonstige Verschwörungsportale aufsuche, hab ich nicht mal in der Lokalpresse davon gelesen. Obwohl da Demokratiefeinde aufmarschierten, interessierte sich keiner dafür. Sind aber eben die guten Demokratiefeinde. Und von rechten Gegendemonstranten habe ich auch noch nicht viel gehört.

    So würde das auch in Hamburg möglich sein. Wenn keine Sau zuschaut, bietet man den Rechten auch keine Bühne. Erst die Tausenden an Schaulustigen, Polizisten, Medienvertretern, Gegendemonstranten... eröffnen die Bühne.
  9. #118

    Zitat von neu_ab Beitrag anzeigen
    Reine Wortklauberei, denn sie können natürlich verboten werden, was praktisch einer "negativen Genehmigung" gleichkommt.
    Das ist überhaupt keine Wortklauberei, sondern juristisch ein riesiger Unterschied.

    Und "natürlich verboten werden" können Demonstrationen nicht. Eine Demonstration darf nur unter extrem engen Voraussetzungen verboten werden, dazu gibt es nun wirklich tonnenweise Rechtsprechung von den einfachen Verwaltungsgerichten bis hoch zum Bundesverfassungsgericht.

    Genau aus diesem Grund sind ja auch alle Versuche, NPD-Demonstrationen zu verbieten, regelmäßig gescheitert.

    Das halte ich für ein Gerücht, das mit den "Spontandemonstrationen".
    Beschluss des Ersten Senats des Bundesverfassungsgericht vom 14. Mai 1985, Az. 1 BvR 233, 341/81.
    Wenn Sie sich informieren möchten:Brokdorf-Beschluss
  10. #119

    Die uniformierten Unkiformhasser

    Zitat von gievlos Beitrag anzeigen
    Ohne die Gegendemo hätte im restlichen Land vermutlich kaum einer Notiz von der Nummer genommen. Ich frage mich, ob diese ganze Publicity nicht sogar im Sinne der Neo-Nazis ist und somit kontraproduktiv?
    Genauso ist das. Keine PR-Agentur kann für mehr Aufmerksamkeit für die Braunen sorgen, als die tapferen "Antifaschisten" in ihren schwarzen "Nonkonformistenuniformen".

    Die Frage ist, warum benehmen sich diese "Antifaschisten" eigentlich immer genauso, wie man es von den Faschisten erwartet?

    Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass es um Politik geht, das ist reine Triebabfuhr, so wie die jungen Männer die sich kloppten, weil sie aus dem Nachbardorf stammten oder dem anderen Verein angehörten. Is ja schon geil, so eine Adrenalindusche. Heute dürfen allerdings auch die Mädels mitmachen, was man wohl als Fortschritt sehen mag.








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