Warum eigentlich nicht eins der - im guten wie im schlechten - geschichtsträchtigsten Daten Deutschlands, der 09. November?
DPAJahrzehntelang kämpfte die "Aktion 18. März" vergeblich für ihr Anliegen: einen nationalen Gedenktag, der an die deutsche Bürgerbewegung von 1848 erinnert. In diesem Jahr scheint ein Erfolg endlich möglich. Doch plötzlich machen Gegner mobil - sie kontern mit einem Gegenvorschlag.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-889177.html
Warum eigentlich nicht eins der - im guten wie im schlechten - geschichtsträchtigsten Daten Deutschlands, der 09. November?
18. Mai ist historisch gesehen auch besser.
Eigentlich sollte doch bekannt sein ,dass im März 1848 der preußische König Friendrich Wilhelm IV hieß und dass die immer wieder gern genommene Mär vom 'Kartätschenprinzen' (später Wilhelm I.) auch nicht viel mit der Realität zu tun hat.
Will man daran gedenken, dass sich die Bürger einst für Demokratie bewegten? Heutzutage schafft es ja gerade noch jeder Zweite zur Wahl zu gehen...
Oder will man der Demokratie allgemein gedenken? Das ist pietätlos, damit könnte man wenigstens warten, bis sie völlig tot ist, zerschossen von Lobbyisten, Parteiengeklüngel, internen Absprachen und Interessenkonflikten.
Oder will man einen Tag im Jahr einrichten, an dem der Wählerwille zum Zuge kommt? Versprechungen auf Steuersenkungen einhalten zum Beispiel...
Ich schlage vor wie in Irland, dort sind ca an 8 Monaten im Jahr immer der erste Montag ein gesetzlicher Feiertag! Auf die Frage, warum zum Teufel so willkürlich wird mit Unverständnis reagiert, die anderen Nationen hätten schließlich auch ihre Feiertage. Russen z.B. haben zu Neujahr immer 10 Tage am Stück frei (verständlich wegen alkoholbedingter Produktionseinbußen um die Jahreszeit)
Ich plädiere für eine deutsche lösung für alle! Feiertag ja, aber bitte an jedem 3. Sonntag im März. Dann haben die Aktivisten ihren Feiertag und die normalen Menschen ihre Ruhe!
Eine Emanation nationalliberaler und bildungsbürgerlicher Schwärmerei. Brauchen wir sowas wirklich?
Mit der Mannheimer Voksversammlung am 29.Februar 1848 begann die Deutsche Revolution 1848, die ersten Unruhen begannen dann am 1.März 1848 in Baden und Württemberg. Der badische Grossherzog und der König von Württemberg reagierten dann positiv, so dass die Unruhen in diesen beiden Staaten ohne Blutvergiessen verliefen.
Anders im damals politisch rückständigeren Preussen. Ermutigt vom badischen Beispiel begannen in Berlin am 18.März 1848 die ersten Unruhen, die dann von den hartleibigen Machthabern in Berlin rücksichtslos zusammenkartätscht wurden. Die Revolution in den übrigen deutschen Staaten war damit zu Ende.
Preussen war damit schuld, dass die Revolution in Deutschland erfolglos blieb. Es gibt deshalb keinen Anlass für Süddeutschland, den 18.März zu feiern. Stattdessen können die ehemals preussischen Gebiete diesen Tag lokal feiern, wie es auch mit manchen kirchlichen Feiertagen geschieht.
Auch ich verstehe nicht, warum ein Ereignis, daß in Preußen stattfand, ein deutschlandweiter Gedenktag sein sollte.
Was ist eigentlich mit dem 9. November? Der für mich einzig würdige Nationalfeier- aber eben auch -gedenktag.
http://de.wikipedia.org/wiki/9._November_(Deutschland)