Hatte freie Marktwirtschaft nicht mal etwas mit Bedürfnisbefriedigung zu tun? Nein, hatte sie nie! Sie hatte und hat etwas mit Profitmaximierung und Kapitalverwertung zu tun. Natürlich gibt es genug Tätigkeiten, die sinnvollerweise, aus Gründen der Selbstverwirklichung usw. zu verrichten wären. Nur werden sie eben in der mörderische Warenlogik, die den Kapitalismus ausmacht eben nicht getan, da sie nicht profitversprechend verwertet werden können. Arbeit dient nicht dazu - und sie dient immer weniger dazu -, für die Menschheit Sinnvolles und Notwendiges herzustellen oder zu verrichten, sondern das Kriterium ist einzig und allein, was lässt sich verkaufen. Ob es mensch- und naturverträgliche Produkte und Produktionsweisen sind, ist nicht die Frage. Egal ob Tretminen oder Schweinehälften, Haareschneiden oder Finanzberatung, produziert und, ja doch, gedienstleistet wird, was profitabel ist, nicht was gebraucht wird, und um die Maschine am Laufen zu halten, wird mit enormen Aufwand auch noch versucht uns einzureden, daß wir nur mit drei-Klingen-Rasur wirklich glatt, mit antibakteriellem Putzmittel wirklich sauber, mit unterbezahlten Supermarkt-Tüten-Einfüllern wirklich frei wären...
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