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Akku für Elektroautos: Das riskante Kraftpaket

DPAEin US-Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Rekord-Akku entwickelt: Eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Energiedichte von 400 Wattstunden pro Kilo. Profitieren sollen davon vor allem die Käufer von Elektroautos. Aber der Akku birgt Gefahren.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...818905,00.html
  1. #1

    Hysterie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein US-Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Rekord-Akku entwickelt: Eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Energiedichte von 400 Wattstunden pro Kilo. Profitieren sollen davon vor allem die Käufer von Elektroautos. Aber der Akku birgt Gefahren.

    Akku für Elektroautos: Das riskante Kraftpaket - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
    Ich benutze seit mehr 10 Jahren Lithium-Polymer Akkus im Flugmodellbau und belaste sie sowohl beim Laden als auch Entladen mindestes um Faktor 10 stärker als es im Elektroauto üblich ist. Es kam noch nie zu den befürchteten Problemen, auch nicht bei Abstürzen, bei denen die Akkus schwerste Schäden durch ungeschützte Aufschläge mit über 200kmh erfuhren.

    Für mich ist das alles Hysterie ohne Realitätsbezug. Man stelle sich vor, wir würden seit 100 Jahren elektrisch fahren und nun käme jemand auf die Idee 100l hochexplosives Benzin als Energiespeicher mitzuführen.
    Ich wette, man würde denjenigen für verrückt erklären für so eine absurde Idee.
    Jährlich brennen mindestens 30000 Autos allein in Deutschland und keiner regt sich drüber auf.
  2. #2

    Zitat von deuterius Beitrag anzeigen
    Ich benutze seit mehr 10 Jahren Lithium-Polymer Akkus im Flugmodellbau und belaste sie sowohl beim Laden als auch Entladen mindestes um Faktor 10 stärker als es im Elektroauto üblich ist. Es kam noch nie zu den befürchteten Problemen, auch nicht bei Abstürzen, bei denen die Akkus schwerste Schäden durch ungeschützte Aufschläge mit über 200kmh erfuhren.

    Für mich ist das alles Hysterie ohne Realitätsbezug. Man stelle sich vor, wir würden seit 100 Jahren elektrisch fahren und nun käme jemand auf die Idee 100l hochexplosives Benzin als Energiespeicher mitzuführen.
    Ich wette, man würde denjenigen für verrückt erklären für so eine absurde Idee.
    Jährlich brennen mindestens 30000 Autos allein in Deutschland und keiner regt sich drüber auf.
  3. #3

    Lithium und E-Autos

    Folgende Fragen tun sich auf:

    - Wo bekommt man die irrsinnigen Mengen Lithium her, die man für solche Batterien braucht?

    - Wo kommt die Elektroenergie für den Betrieb der E-Autos her? Aus AKW?

    Im Übrigen verstehe ich das Geschrei um die E-Autos nicht. Die gibt es mindestens ebenso lange, wie es benzingetriebene Autos gibt. Die Post hatte in den 1950er mindestens in Berlin elektrisch angetriebene Paketwagen und eine Brotfabrik fuhr in der Zeit ihre Brote ebenfalls mit Elektroautos aus. Ich selbst bin Ende der 1960er bei zwei süddeutschen Elektrofirmen E-Autos zur Probe gefahren. Was ist eigentlich das Neue?
  4. #4

    Zitat von deuterius Beitrag anzeigen
    Ich benutze seit mehr 10 Jahren Lithium-Polymer Akkus im Flugmodellbau und belaste sie sowohl beim Laden als auch Entladen mindestes um Faktor 10 stärker als es im Elektroauto üblich ist. Es kam noch nie zu den befürchteten Problemen, auch nicht bei Abstürzen, bei denen die Akkus schwerste Schäden durch ungeschützte Aufschläge mit über 200kmh erfuhren.

    Für mich ist das alles Hysterie ohne Realitätsbezug. Man stelle sich vor, wir würden seit 100 Jahren elektrisch fahren und nun käme jemand auf die Idee 100l hochexplosives Benzin als Energiespeicher mitzuführen.
    Ich wette, man würde denjenigen für verrückt erklären für so eine absurde Idee.
    Jährlich brennen mindestens 30000 Autos allein in Deutschland und keiner regt sich drüber auf.
    Sie haben voellig recht. Zumal LiPo Batterien in jedem Laptop und Handy verbaut sind. Ich habe sehr wenige Manschen mit durch ihre Telefone verbrannten Ohren kennengelernt.
  5. #5

    Ob Hysterie ...

    Zitat von deuterius Beitrag anzeigen
    Für mich ist das alles Hysterie ohne Realitätsbezug. Man stelle sich vor, wir würden seit 100 Jahren elektrisch fahren und nun käme jemand auf die Idee 100l hochexplosives Benzin als Energiespeicher mitzuführen.
    Ich wette, man würde denjenigen für verrückt erklären für so eine absurde Idee.
    Jährlich brennen mindestens 30000 Autos allein in Deutschland und keiner regt sich drüber auf.
    Ob Hysterie wird sich zeigen müssen, aber Ihr Vergleich bezüglich der Einführung von Autos, die hochexplosives Benzin mit sich herum führen, gefällt mir. Rückt die Aufregung ins rechte Licht.

    Was die Kapazität betrifft: Ich habe schon seit
    Beginn der E-Autodiskussionen immer gesagt, dass es erst ab 500Wh/kg interessant wird, und 400 Wh/kg klingen gar nicht so schlecht.

    Was mich dabei wirklich interessiert: Was ist die Kapazität nach zwei, bzw. 10 Jahren, und zwischen welchen Ladezuständen kann man die Akkus benutzen, ohne dass man sie schädigt (habe gelesen zwischen 20% und 85%=die benutzbare Kapizität wäre also lediglich 260 Wh/kg).

    Die Zahl der Explosionen sollte man dann in Relation setzen mit der Anzahl der Toten und Verletzten im Strassenverkehr.
  6. #6

    Zitat von Merkzettel Beitrag anzeigen
    Folgende Fragen tun sich auf:

    - Wo bekommt man die irrsinnigen Mengen Lithium her, die man für solche Batterien braucht?

    Wo kommt das Lithium für unsere Handys und Notebooks her?
    Scheint ja einigermaßen kostengünstige quellen zu geben.

    Zitat von Merkzettel Beitrag anzeigen
    - Wo kommt die Elektroenergie für den Betrieb der E-Autos her? Aus AKW?
    Bei 500km Reichweite besteht für viele Deutsche die möglichkeit nach Frankreich zu fahren und CO2 freien Atomstrom zu "tanken". ;-)
    Ansonsten ist der Wirkungsgrad eines Kohlekraftwerks immernoch besser als der eines Ottomotors

    Zitat von Merkzettel Beitrag anzeigen
    Im Übrigen verstehe ich das Geschrei um die E-Autos nicht. Die gibt es mindestens ebenso lange, wie es benzingetriebene Autos gibt. Die Post hatte in den 1950er mindestens in Berlin elektrisch angetriebene Paketwagen und eine Brotfabrik fuhr in der Zeit ihre Brote ebenfalls mit Elektroautos aus. Ich selbst bin Ende der 1960er bei zwei süddeutschen Elektrofirmen E-Autos zur Probe gefahren. Was ist eigentlich das Neue?
    Und was das geschrei um die E-autos angeht. Es gibt sie tatsächlich schon ewig, aber sie konnten nie auch nur annährend die Anforderungen an Reichweite und Komfort genügen, der nötig sind um sie massentauglich zu machen.
    Außerdem war CO2 ausstoß den meisten Menschen for 20 Jahren noch egal, 1950 sowieso....
  7. #7

    Das liegt daran,

    Zitat von paulinenaue Beitrag anzeigen
    Sie haben voellig recht. Zumal LiPo Batterien in jedem Laptop und Handy verbaut sind. Ich habe sehr wenige Manschen mit durch ihre Telefone verbrannten Ohren kennengelernt.
    das beim Laptop/Cell Phone die Energy relativ gleichmaessig zu und abgefuehrt wird. Das Gleiche gilt fuer den Modelbau. Es handelt sich zudem um relativ kleine Einheiten, die sich auch beim Crash anders verhalten als Grosse.

    Hier ein Artikel, der hier zur selben Zeit wie der Obrige im SPON zur Verfuegung stand, nur ein bischen tiefer blaettern.

    Smart Fortwo Electric Drive III: Tritt in den Hintern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto

    Nachdem Sie diesen gelesen haben verstehen Sie dann wohl besser, das die Anforderungen ganz unterschidlich sind und praktisch miteinander nicht vergleichbar sind.
  8. #8

    Auch ich bin seit vielen Jahren Modellbauer und verwende LiPO Akkus nicht nur in Modellflugzeugen sondern auch in 1:10er und großen 1:8er Gelände-und Straßenfahrzeugen.

    Dabei werden die Akkus noch weitaus größeren Stromlastspitzen und mechanischen Belastungen (abgesehen von einem Absturz des Flugmodells) ausgesetzt. Schon mehrfach sind mir diese nur in eine weiche Hülle aus Plastikfolie und Alufolie verpackten Akkus komplett aufgerissen, nie hat es dabei unter Sicherheitsaspekten bedenkliche Probleme gegeben.

    die in EAutos verwendeten Akkus haben eine stabile Blechhülle und sind zusätzlich noch in einer crashfesten Stahlbox untergebracht. Die in den USA so hochgespielten Medienberichte, bei dem ein Chevy Volt (= Opel Ampera) nach einem Crashtest Feuer gefangen hat, erwähnen meist nicht, dass sich der Wagen VIERZEHN TAGE nach dem Crash entzündet hat. Stellt sich irgendjemand ein gecrashtes konventionelles Auto mit randvollem, tropfendem Benzintank vierzehn Tage in die Garage?
    Die 20%/85% dienen nur dazu die Lebensdauer des Akkus zu steigern, mit Sicherheit hat das nichts zu tun.
  9. #9

    300 Wh/kg aus Deutschland

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    und 400 Wh/kg klingen gar nicht so schlecht.
    http://www.cleanthinkireiswerten ng.de/kolibri-akkus-von-dbm-energy-ueberraschen-experten-positiv/21356/
    es scheint da irgendeine milliardenschwere Lobby zu geben, die gar kein Interesse an der Publikation von evtl auch noch billig herzustellenden kapazitätsstarken Akkus hat. Ich kenne eigentlich nur eine Industrie, die über unbegrenzte Mittel und Einfluss verfügt, um sich solche 'unangenehme' Konkurrenz noch für die nächsten Jahre vom Leibe zu halten.


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