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Akademikerabgabe*statt Studiengebühren: Wer hat, dem wird genommen

Die Studiengebühren sind fast beerdigt, doch woher sollen künftig die Milliarden zur Bildungsfinanzierung kommen? Die Lösung, sagt Bildungsexperte Dieter Dohmen im SPIEGEL-ONLINE-Interview, ist eine Abgabe für Berufstätige mit Uni-Abschluss - wer gut verdient, soll mehr bezahlen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...716157,00.html
  1. #350

    wer lesen kann ist klar im Vorteil...

    Zitat von shera zade Beitrag anzeigen
    0,02 % vom künftigen Einkommen?
    also je 100.000 EUR 20 EUR?
    Das wären bei einem Gehalt von 2,000 EUR pro Monat in 7 Jahren insgesamt 33,60 EUR
    Die monatlichen Raten gehen von 6 % des Einkommens aus.
    Herr Titz - solche Differenzen sollten jemandem schon auffallen. Spätestens wenn der Artikel geschrieben wird und im Interesse des Lesers und der Darstellung würde es sich aanbieten beim Interviewten noch mal nachzufragen. Dass bei vielen Zeitungen die völlige Unkenntnis von Mathematik eine Einstellungsvoraussetzung ist, ist ja kein Geheimnis.
    Und bevor der Artikel in Druck geht, sollten Sie ihn nochmal lesen. Es sind einige unvollständige Sätze und doppelte Wörter drin.
    Im Text steht "0,02 %" PRO CREDIT... pro Semester sind in den meisten Studienfächer Leistungen im Umfang von 30 Credit Points zu erwerben, also wirds dann deutlich mehr. Habs nicht nachgerechnet, die Größenordnung sollte dann aber stimmen. Aber das ist typisch für das SPON-Forum: erst mal meckern und allen anderen Unfähigkeit vorwerfen...
    Im übrigen finde ich (Akademiker) die Idee insgesamt eine der besseren zum Thema Finanzierung des Studiums. Zumindest allemal besser als sofort zu bezahlende Studiengebühren, ohne dass man dann weiß, inwiefern sich die Ausgaben für das Studim nachträglich armortisieren. Zumindest ein gewisser Anteil an den Studienkosten könnte über ein solches nachgelagertes, Einkommensabhängiges und gedeckeltes System fair und gerecht erhoben werden. Dennoch denke ich, dass ein anderer Teil der Kosten für eine universitäre Ausbildung aus der Staatskasse kommen sollte, da ja tatsächlich beim Studium ein langer Lohnverzicht, häufig zumindest in den ersten Jahren auch nicht gerade prickelnde Einkommensverhältnisse, das dann (hoffentlich...) irgendwann doch deutlich höhere Steueraufkommen (die Abgabe für das Studium sollte dann natürlich sowies auch für die Steuer anrechenbar sein) etc., eine wichtige Rolle spielen, wie das ja in vielen Beiträgen hier auch deutlich (und im Grundsatz zutreffend) benannt wird.
  2. #351

    Akademikerabgabe

    [QUOTE=Kabe;6202273]Man sollte mal darüber nachdenken, dass ein gut verdienender Akademiker dem Staat auch heute schon über die Steuerprogression überproportional finanziert - wie im Übrigen auch ein beruflich gut ausgebildeter.

    Insofern liegt Bildungsförderung in allen Bereichen im ureigensten Interesse des Staates. Es ist für keinen normal denkenden Menschen auch nur ansatzweise nachvollziehbar, dass wir hunderte Milliarden für Banken und die Staatsschulden anderer Länder zahlen aber hier über vergleichsweise kleine Beträge im Bildungsbereich gesprochen wird.

    QUOTE]
    Dem ist grundsätzlich zuzustimmen. Die sog. Akademikerabgabe wäre allenfalls dann sinnvoll, wenn es nicht so viele Studienabbrecher gäbe. Im Artikel heißt es, ein Akademiker koste den Staat im Schnitt 116.000,- EUR. Es wird aber verschwiegen, was ein Mensch die Allgemeinheit kostet, der keinerlei berufliche Qualifikation hat oder der nicht bereit ist, einer bezahlten Tätigkeit nachzugehen. Ein Bürger, der sein Leben lang von Transferleistungen lebt, kostet den Staat vermutlich weit mehr als ein Akademiker.
    Jeder, der aus irgendwelchen Gründen keiner bezahlten Tätigkeit nachgehen kann, sollte m.E. vom Staat gut versorgt werden. Aber leider gibt es mittlerweile viele, auch unter jungen Leuten, die sich ausrechnen, daß sie als "Hartzer" auf ihr ganzes Leben bezogen, kaum schlechter dastehen, als wenn sie jahrelang mit großem Einsatz für ihre berufliche Ausbildung/ihr Studium lernen müssen.
  3. #352

    Gibt Foren wo der Beitrag auch ohne Titel geht!

    Zitat von !fledermaus! Beitrag anzeigen
    Aber leider gibt es mittlerweile viele, auch unter jungen Leuten, die sich ausrechnen, daß sie als "Hartzer" auf ihr ganzes Leben bezogen, kaum schlechter dastehen, als wenn sie jahrelang mit großem Einsatz für ihre berufliche Ausbildung/ihr Studium lernen müssen.
    Wenn wir über Mindestlohn reden, dann muß das Verständnis der Industrie noch gewaltig wachsen, um H4 unattraktiv zu machen.
    Wer ohne Ausbildung arbeiten geht, arbeitet für 1-2 Euro die Stunde (mehr als der H4er fürs Fernehen im Bademantel bekommt).
  4. #353

    Zitat von dr.frostbold Beitrag anzeigen
    noch bessere idee: hartz 4 empfänger müssen von ihren lottogewinnen die leistungen der letzten 4 jahre zurückzahlen oder schlicht die einführung einer dummensteuer!
    Gibt es hier eigentlich irgendein Thread, in dem Hartz-IV-Empfänger ausnahmsweise nicht niedergemacht werden?
    Ferner ist es eine Frechheit, Hilfeempfänger explizit als dumm zu bezeichnen. Schade, dass Frostbolds Beitrag genehmigt worden ist.
  5. #354

    Doller Plan

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Studiengebühren sind fast beerdigt, doch woher sollen künftig die Milliarden zur Bildungsfinanzierung kommen? Die Lösung, sagt Bildungsexperte Dieter Dohmen im SPIEGEL-ONLINE-Interview, ist eine Abgabe für Berufstätige mit Uni-Abschluss - wer gut verdient, soll mehr bezahlen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...716157,00.html
    Erstklassig. Da wurde wieder richtig mitgedacht. Auf der einen Seite kommen permanent die Klagen, es gäbe zuwenig Studenten/künftige Akademiker in Deutschland, im gleichen Atemzug kommt dann so ein Knüller.

    Und mal eine Frage an die die Juristen hier im Forum:
    Wäre die Akademikerabgabe für diejenigen, die ihr Studium bereits abgeschlossen haben, nicht eine verfassungsrechtlich unzulässige echte Rückwirkung?

    Außerdem habe ich ein gewisses Störgefühl, wenn der Absolvent, der in Regelstudienzeit abschließt, genausoviel zahlen soll, wie der, der 10 Semester länger gebraucht hat. Wenn beide letztlich abschließen, wäre die Anzahl der Credits ja wohl die selbe (wenn nicht zwischenzeitlich die Studienordnung geändert wird). Beide müssten demnach gleich viel zahlen, der Langzeitstudent hätte aber deutlich mehr gekostet und leistet aufgrund des späteren Eintritts ins Berufsleben über die Steuern und Sozialabgaben einen geringeren Ausgleich. Kommt mir so auch nicht ganz astrein vor.








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