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Akademiker im Glück: Absolventen gelingt Traumstart in den Job

Sie werden besser bezahlt, fühlen sich kompetenter und schauen zuversichtlicher in die Zukunft als frühere Jahrgänge: Hochschulabsolventen starteten sehr erfolgreich ins Berufsleben, zeigt eine neue Studie.*Nur*zentrale Ziele der*Bologna-Reform*wurden nicht erreicht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...794231,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden besser bezahlt, fühlen sich kompetenter und schauen zuversichtlicher in die Zukunft als frühere Jahrgänge: Hochschulabsolventen starteten sehr erfolgreich ins Berufsleben, zeigt eine neue Studie.*Nur*zentrale Ziele der*Bologna-Reform*wurden nicht erreicht.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...794231,00.html
    Na da muss aber jemand die Umfrage ziemlich kreativ interpretiert haben - kann doch nicht sein, dass in diesem Land bei unsäglichen Schikanen und nur Verschlimmbesserungen in der Bildung die Absolventen auch noch zufrieden sind mit ihrer Entwicklung. (ja dürfen die das überhaupt?)

    Naja - mal Scherz beiseite. Mit Sicherheit bietet jede statistische Erhebung Raum für Interpretation und die Form der Formulierung geht ja auch oftmals von suggestiv bis unverschämt (60% Zufriedene heisst ja eigentlich auch 40% Unzufriedene).
    Nichtsdestotrotz sehe ich hinter all der oft und laut geäußerten Kritik (die durchaus auch Berechtigung hat), aber auch eine Realität die keineswegs so düster ist, wie sie häufig gemalt wird. Ein Einstiegsgehalt von 40k pro Jahr ist keineswegs Ausbeutung (jemand mit "nur" einer Berufsausbildung muss dafür in nem gängigen Tariflohngefüge durchaus schonmal 15-20 Jahre gearbeitet haben). Und die Perspektiven sind gut.

    Jajaja... die Industrie will billige Ingenieure um sie zu verheizen, auszubeuten und bei kleinsten Widrigkeiten fallen zu lassen und stattdessen nen Ingenieur aus Indien oder Usbekistan für einen Hungerlohn einstellen zu können...
    Aber in der Realität sehe ich, dass die Einarbeitung eines Ingenieurs Zeit braucht und teuer ist - und jemand, in den man demzufolge auch schon einiges investiert hat, lässt man nur ungern wieder gehen sobald er gelernt hat seine Arbeit zu machen... naja - zumindest solange er sich als gut erwiesen hat.
    Und die billigen Ingenieure aus Indien.... die sind auch nicht wirklich billig sondern jeder der sich international um Stellen bemüht, ist sich seines Wertes auch bewusst. (ganz davon abgesehen, dass die ganzen großen Unternehmen ohnehin nach Tarif zahlen... und da sind für Ingenieurstätigkeiten auch entsprechende Gehaltsgruppen vorgesehen)
  2. #2

    Kaum Arbeitslose

    Ich perönlich finde 37% Abgänger mit einem festen Job eine ziemlich miese Quote. Was man nicht so alles Schönreden kann.


    "Nach einem Jahr sind [...] 60 Prozent der Universitätsabgänger im Beruf; [..] 37 Prozent [...] sogar unbefristet und Vollzeit beschäftigt."
  3. #3

    ...

    Zitat von krugaan Beitrag anzeigen
    Ich perönlich finde 37% Abgänger mit einem festen Job eine ziemlich miese Quote. Was man nicht so alles Schönreden kann.


    "Nach einem Jahr sind [...] 60 Prozent der Universitätsabgänger im Beruf; [..] 37 Prozent [...] sogar unbefristet und Vollzeit beschäftigt."
    Nicht alle haben direkt im Anschluss ans Studium auch gleich den Berufseinstieg... zum Einen, weil man sich natürlich umsehen muss, zum Anderen, weil ich auch durchaus nachvollziehen kann, dass man dann erstmal das Bedürfnis hat, sich mal drei Monate Auszeit zu gönnen. (und nicht zu vergessen, dass es eine Menge Absolventen mit Studiengänge gibt, die eben nicht die direkten Anforderungsprofile der Wirtschaft erfüllen)
    Und ich stelle doch keinen Berufsneueinsteiger direkt mit unbefristetem Vertrag ein - schließlich kaufe ich doch auch kein Auto ohne Probefahrt. (und hören sie mit der Probezeit auf - ein frischer Ingenieur braucht schon ne Weile für reine Einarbeitung und anschließendes Ankommen im Tagesgeschäft - sofern es das überhaupt gibt)
    Die 37% in Festanstellung nach einem Jahr halte ich für keine verwerfliche Quote. Klar könnte das noch ein bisschen besser sein - aber das ist in meinen Augen wirklich keine schlechte Basis.
  4. #4

    Miesreden

    Zitat von krugaan Beitrag anzeigen
    Ich perönlich finde 37% Abgänger mit einem festen Job eine ziemlich miese Quote. Was man nicht so alles Schönreden kann.
    Man kann aber auch alles offensichtlich miesreden: Es sind naemlich 80% der FH Absolventen und 60% der Uni-Absolventen innerhalb eines Jahres im Beruf, also teilweise in befristeten Arbeitsverhaeltnissen.

    Das ist nicht schlecht, bedenkt man, dass in Deutschland der Trend zu befristeten Arbeitsverhaeltnissen dadurch verstaerkt wird, dass es unglaublich schwierig ist einen Festangestellten wieder loszuwerden, wenn er nicht ins Team passt. Da muss man als Arbeitgeber einfach vorsichtiger sein mit Festanstellungen.

    In den USA z.B. ist man zwar durch sehr kurze Kuendigungsfristen potentiell schneller den Job los, hat aber auf der anderen Seite schneller wieder einen neuen Job, da das Einstellen eines neuen Mitarbeiters ein kleineres Risiko darstellt als in Deutschland.

    Cheers!
  5. #5

    Alles Ausbeuter

    Zitat von MartinS. Beitrag anzeigen
    Nichtsdestotrotz sehe ich hinter all der oft und laut geäußerten Kritik (die durchaus auch Berechtigung hat), aber auch eine Realität die keineswegs so düster ist, wie sie häufig gemalt wird. Ein Einstiegsgehalt von 40k pro Jahr ist keineswegs Ausbeutung (jemand mit "nur" einer Berufsausbildung muss dafür in nem gängigen Tariflohngefüge durchaus schonmal 15-20 Jahre gearbeitet haben). Und die Perspektiven sind gut.
    Das sehe ich genauso. Es wird sich manchmal hierzulande schon auf sehr hohem Niveau beklagt.

    Zitat von MartinS. Beitrag anzeigen
    Jajaja... die Industrie will billige Ingenieure um sie zu verheizen, auszubeuten und bei kleinsten Widrigkeiten fallen zu lassen und stattdessen nen Ingenieur aus Indien oder Usbekistan für einen Hungerlohn einstellen zu können...
    Ach, es wird alles nicht so heiss gegessen wie es gekocht wird. Wer sich als gut ausgebildeter und erfolgreicher Ingenieur ausbeuten laesst ist in den meisten Faellen selbst schuld. Da die Nachfrage von Arbeitgeberseite hoch ist, braucht man sich nicht ausnutzen lassen. So lange man mutig genug ist sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und sich nicht immer als Opfer sieht, stehen einem momentan in D alle Tueren offen.

    Zitat von MartinS. Beitrag anzeigen
    Und die billigen Ingenieure aus Indien.... die sind auch nicht wirklich billig sondern jeder der sich international um Stellen bemüht, ist sich seines Wertes auch bewusst. (ganz davon abgesehen, dass die ganzen großen Unternehmen ohnehin nach Tarif zahlen... und da sind für Ingenieurstätigkeiten auch entsprechende Gehaltsgruppen vorgesehen)
    Yeap - gut Leute kosten gutes Geld, egal wo sie herkommen. Das wissen auh die "boesen Ausbeuter" aus der Industrie. ;)
  6. #6

    error 404

    Zitat von krugaan Beitrag anzeigen
    Ich perönlich finde 37% Abgänger mit einem festen Job eine ziemlich miese Quote. Was man nicht so alles Schönreden kann.
    "Nach einem Jahr sind [...] 60 Prozent der Universitätsabgänger im Beruf; [..] 37 Prozent [...] sogar unbefristet und Vollzeit beschäftigt."
    Es liegt auch daran, dass mal wieder alle Studiengänge über einen Kamm geschoren wurden. Die ganze Diskussion über Berufschancen von Akademikern krankt daran. Als ob es den Berufsabschluss "Hochschulabsolven" gäbe.
  7. #7

    Echo...

    Zitat von chris38083 Beitrag anzeigen
    ...der Trend zu befristeten Arbeitsverhaeltnissen dadurch verstaerkt wird, dass es unglaublich schwierig ist einen Festangestellten wieder loszuwerden, wenn er nicht ins Team passt.
    Also erstmal gibt es die PROBEZEIT. Da kann man jeden ohne Probleme SOFORT loswerden. Und dann später gibt es dann noch gesetzliche Kündigungsfristen, wo man auch Jeden "Betriebsbedingt" ziemlich schnell los wird. Da ist halt was Kreativität gefragt. Und zuallerletzt gibt es auch befristete Arbeitsverträge. Nach einiger Zeit sollte man sich dann zwar doch auch entschieden haben, aber das sollte dann schon planbar sein.
    Aber das Problem ist dann auch, dass das Ganze Beiderseitig geht. Sollte der AN seine Freiheit unverschämterweise selber nutzen, und den Krempel mitten im Projekt hinschmeißen, ist das auch nicht wünschenswert. Bei einer Leiharbeitsbude ist das kaum der Fall, die zieht ihre Mitarbeiter nicht so ohne Weiteres ab.

    Auch laufen die Firmen durch jahrelangen Einstellungsstopp schon längst auf 150%. Die wichtigen Mitarbeiter haben gar keine Zeit mehr, sich um Neulinge zu kümmern, wenn es sie überhaupt noch gibt. Da wird eine Stelle neu ausgeschrieben, kurz bevor jemand vorhersehbar geht, und dann wird gejammert, dass man so schnell keine Leute findet.

    Und wenn der Personaler endlich nach langer Überlegung und vieeeel Testerei und Brüterei, sich endlich mal für jemanden entschieden hat, der dann doch nicht das Gelbe vom Ei ist, dann muss er sich die Frage gefallen lassen, was er denn so die ganze Zeit so getrieben hat. Dann steht der selber schnell in der Schusslinie, und seine eigene Arbeitsleistung wird hinterfragt.

    Ich glaube also, dass hier viel Verantwortung auf AG-Seite weggeschoben wird.
  8. #8

    komische Interpretationen/Umfrage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden besser bezahlt, fühlen sich kompetenter und schauen zuversichtlicher in die Zukunft als frühere Jahrgänge: Hochschulabsolventen starteten sehr erfolgreich ins Berufsleben, zeigt eine neue Studie.*Nur*zentrale Ziele der*Bologna-Reform*wurden nicht erreicht.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...794231,00.html
    Selten so eines Stuss gelesen! In welchem Land wurde diese Umfrage gemacht?? Nicht in dem Deutschland in dem ich lebe, da sieht die Realität ganz anders aus!








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