Airport Frankfurt: Gewerkschaft ruft auch Fluglotsen zum Streik auf

dapdEs ist eine Kampfansage an den Frankfurter Airport-Betreiber Fraport. Die Gewerkschaft der Flugsicherung will ihren Streik massiv ausweiten, für Mittwochvormittag rief sie auch die Fluglotsen und alle anderen Mitarbeiter am Flughafen-Tower zum Ausstand auf.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...817948,00.html
  1. #50

    es darf gelacht werden!

    Zitat von graubereich Beitrag anzeigen
    Ach so, weil sich deutsche Leistungsträger, die hart für Ihren Erfolg und den anderer, arbeiten, ihrer Meinung nach die Taschen vollhauen. Sollen sich jetzt auch 200 Vorfeldlotsen zu kleinen Vorständen aufschwingen und können ohne Leistung zu erbringen sich auch die Taschen vollhauen?
    Seltsame Einstellung zur.....
    das ist das lächerlichste was ich in letzter zeit gelesen habe!
    die leistungsträger? meinen sie blessing commerzbank(am staatstropf) oder schrempp bis 2005 bei daimler(ca 50mrd€ versenkt vor bei fokker 7mrd dm) oder mehdorn oder die liste wäre beliebig vortsetzbar.
    also erzählen sie bei den selbstbenannten spitzenkräften nicht von leistungsträgern! noch eine bemerkung meistens werden diese versager mit einer fetten abfindung und noch fetterem altersgeld in die wüste geschickt während die lohnempfänger bei versagen beim arbeitsamt schlange stehen.
  2. #51

    Inside John Graubereich

    Zitat von graubereich Beitrag anzeigen
    Ach so, weil sich deutsche Leistungsträger, die hart für Ihren Erfolg und den anderer, arbeiten, ihrer Meinung nach die Taschen vollhauen. ... Vorstände und Vorgesetzte arbeiten nicht nur 25h - 35h Stunden in der Woche, da kommen ganz leicht mehr als 80h pro Woche zusammen. Will das jemand von den Flug- oder Vorfeldlotsen? Ich glaube nicht. Also aufhören mit diesen unsäglich Peinlichen Vergleichen.
    Ihre Welt darf ich mir so vorstellen. Nachdem Dr. Schulte den Check-In mit den quäkenden Kleiudkindern abgewickelt hat, trägt er die Koffer zum Flieger, rennt retour, kockt was Leckeres für die Passagiere, nebenher weist er ein paar Flugzeuge ein und verkauft Duty-Free Artikel. Denn die Lotsen schauen ja nur gelegentlich gelangweilt auf ihre Bildschirme und der Rest fährt Autorennen mit den Follow-Me's. Auch wenn Sie es sich schwer vorstellen können, die meisten Arbeitnehmer arbeiten hart, nur durch die gemeinsame Leistung aller sind herausragende Ergebnisse möglich. Wenn also der Gewinn steigt, haben die meisten Beschäftigten Anteil daran. Apropos peinliche Vergleiche, für 1 Mio p.a. wären sicher die meisten Vorfeldlotsen bereit 80h pro Woche zu arbeiten, das geht nur komplett am Thema vorbei.
  3. #52

    Was Sie in Ihrem Eifer übersehen haben ist, dass

    Zitat von tercerapodo@web.de Beitrag anzeigen
    mit Streiks etc. sind wichtig. Selbst in wichtigen Sparten mit großer Macht wie seinerzeit bei den Lokführern hatte ich Verständnis, da die Gehälter doch recht niedrig waren.

    In diesem Fall liegt aber leider ein Mißbrauch vor, denn die Forderungen sind jenseits vertretbaren Verständnisses. Wir erleben hier eine Romanisierung des Gewerkschaftsverhaltens. In Frankreich oder Spanien mag so ein Verhalten normal sein (Griechenland lasse ich bewusst weg), aber auch hier sei die Frage gestattet, ob nicht auch die Abkoppelung von berechtigten Lohnerhöhungen und Sozialleistungen von der Wirklichkeit nicht langfristig für alle ein Bärendienst ist. Diese Tarifrunde wird noch allen sauer aufstossen und das insbesondere den Beschäftigten dieses Bereichs.
    1. Die GdF den von Herrn Ole v. Beust vorgetragenen Schlichterspruch akzeptiert hätte, FRAPORT selbigen aber unterlief
    (obwohl Herr Von Beust seitens AG vorgeschlagen wurde!),
    2. FRAPORT offenkundig das Ziel hat, die Tarife insgesamt zu kippen - durch AUSLAGERUNG des Vorfelds in eine eigene GmbH.

    Im übrigen gehe ich davon aus, daß die Bezahlung eine gewisse Gesundheits- und Gefahrenzulage enthält: zum einen dürfte sich der Geräuschpegel über die Zeit auf den Blutdruck auswirken (trotz Ohrenschutz!) - und ab und an werden Mitarbeiter in Düsen gesaugt.
  4. #53

    Und diese 70-%igen FRAPORTEIGNER

    Zitat von MonacoMartino Beitrag anzeigen
    Die exorbitante Einkommensentwicklung des Managements - welche der GdF augenscheinlich als Vorbild gilt - wurde von der Politik aktiv unterstützt. Denn wie Sie sicher wissen gehört die Fraport zu (gerundet) 20% der Stadt Frankfurt, 30% dem Land Hessen und 20% dem Bund. Auf allen allen Ebenen stellt die CDU die Mehrheitsfraktion.
    Dr. Schulte sitzt als beispielgebender Manager außerdem im Wirtschaftsrat der CDU.
    Landesvorstand - Wirtschaftsrat Deutschland
    wollen jetzt mal so richtig Frühkapitalismus spielen, damit die Landeskinder mal wieder wissen, wo der Bartel den Most holt
    - und das Vorfeld durch AUSGRÜNDUNG in einer eigenen, tariflosen GmbH unterbringen. Kennen wir doch schon von vielen Kliniken.

    Frage mich in diesem Zusammenhang nur, wo der Sozialflügel der CDU
    bleibt ! Ist der mit Herrn Blüm komplett verrentet worden ??
  5. #54

    Leseschwäche?

    Zitat von twocent Beitrag anzeigen
    Billiglohn?
    Durchschnittlicher, monatlicher Bruttoarbeitslohn der Angestellten (TVÖD):
    Vorfeldkontrolle zwischen 3400 und 5700, Schichtleiter bis 6500 Euro.
    Verkehrszentrale zwischen 2800 und 4000, Schichtleiter bis 4700 Euro.
    Vorfeldaufsicht zwischen 2700 und 4200 Euro einschließlich Schichtleiter.

    Dafür müssen andere studieren und einige Jahre Berufserfahrung vorweisen. Es geht hier aber um Tätigkeiten, die offenbar relativ kurzfristig angelernt werden können. Ich kenne altgediente, promovierte Ingenieure in der Entwicklung, die in diesem "Billigspektrum" arbeiten.
    Wenn Sie alles gelesen hätten, hätten Sie feststellen müssen, daß man versucht, die Leute in eine eigene, tariflose GmbH auszugliedern, - eben um Billiglohn zahlen zu können.

    Im übrigen:
    € 3000 brutto gibt bei 180 h/Monat einen StdL von 16,66 €.
    Dafür arbeiten Ihre Dr.-Ings nicht, soviel steht fest.
    Die Jobs da sind übrigens nach Aussage der GdF sämtlich Ausbildungsberufe.
    Wieviel Stunden/Monat tatsächlich geleistet werden, weiß ich nicht,
    aber ich nehme nicht an, daß zitierte Akademiker im Schichtdienst mit Nachtzuschlag arbeiten, - und eher auch im Warmen, Trockenen ohne
    Geräuschbelästigung.
  6. #55

    Eben, Eben, Andreas J. !!

    Zitat von Andreas J. Beitrag anzeigen
    Sie können alle nicht rechnen. Glauben Sie denn, es wäre möglich, allen Angestellten 33% mehr zu zahlen, ohne dass Fraport insolvent wird? Nein, sicher nicht. Und ein Verantwortungsträger wie ein Vorstand - immerhin hängt es von ihm ab, ob es der Gesellschaft gut geht und die Anteilseigner ( indirekt auch kleine Leute) ihre Rendite bekommen. Die Gehälter von Vorstandsvorsitzenden und Arbeitsdirektoren richten sich auch nach deren Leistung und diese Leistung wird u.a. gemessen am finanziellen Erfolg der Firma.
    ... und je niedriger die Löhne der AN, desto höher die Leistung der AGs.
    L o g i s c h

    Arbeitsfriede sieht anders aus. Da gibts noch ein paar Sozialkomponenten.

    Ich persönlich würde mich bei einem solchen Verhalten meinerseits meiner Arbeitnehmerschaft gegenüber in Grund und Boden schämen.

    Sie gehören wohl nicht zur Gründergeneration.
  7. #56

    Wenn das Ihr Arbeitgeber wüßte!

    Zitat von Andreas J. Beitrag anzeigen
    Ist es wirklich rechtens, dass man jetzt auch die Lotsen mit einbezieht? Sind Sympathiestreiks im deutschen Recht abgedeckt? Da sollte der Gesetzgeber/die Gerichte einschreiten. Das darf nicht sein. Demächst wollen die Putzfrauen ein dreifaches Gehalt, weil sie in der GdF organisiert sind und die Fluglotsen streiken mit.
    Streikrecht: ja. Ausuferndes Streikrecht: nein.
    Sie, Andreas J., treiben sich während Ihrer Arbeitszeit im Internet umher ?
    Wissen Sie eigentlich, was Sie pro Minute kosten ?
  8. #57

    Kaum

    Zitat von Andreas J. Beitrag anzeigen
    Ist es wirklich rechtens, dass man jetzt auch die Lotsen mit einbezieht? Sind Sympathiestreiks im deutschen Recht abgedeckt?
    Ja, wenn die Fluglotsen ebenfalls am Streikergebnis partizipieren (Landesarbeitsgericht Köln, Az. 12 Ta 41/07). Ob das der Fall ist, kann ich nicht beurteilen.

    Zitat von Andreas J. Beitrag anzeigen
    Da sollte der Gesetzgeber/die Gerichte einschreiten.
    Morgen entscheidet das Arbeitsgericht Frankfurt über den dort anhängigen Antrag der Fraport auf Erlass einer einstweiligen Verfügung.

    Zitat von Andreas J. Beitrag anzeigen
    Das darf nicht sein. Demächst wollen die Putzfrauen ein dreifaches Gehalt, weil sie in der GdF organisiert sind und die Fluglotsen streiken mit.
    Kaum.

    Zitat von Andreas J. Beitrag anzeigen
    Streikrecht: ja. Ausuferndes Streikrecht: nein.
    So ungefähr ist das ja auch. Die Frage ist, wann das Streikrecht "ausufert." Von außen lässt sich das schwer beurteilen.
  9. #58

    Zahlung nach Qualifikation

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Also zurück zum Sozialismus? Streiks mit Polizeigewalt verbieten?

    Klar ist es ungerecht, dass Fluglotsen, Lokführer und Vorstände mehr Macht und mehr Gehalt haben als Frisörinnen und Kassierer bei Aldi - aber ein besseres System kann ich mir auch nicht vorstellen.

    Abgesehen davon, aus volkswirtschaftlicher Sicht sind die Streikkosten gar nicht soo hoch. Denn was Lufthansa und Fraport verlieren, haben Bahn und Autoindustrie als Mehreinnahmen.

    Wenn es so einfach ist, das Personal zu ersetzen, wie es die Arbeitgeber vorgeben sollen sie doch versuchen das Personal auszutauschen. Der Arbeitgeber kann alle möglichen Abmahnmöglichkeiten voll ausnutzen. Wenn die Leute teures Geld wollen werden sie ja auch so klug sein keine Abmahnmöglichkeiten zu bieten.

    Abmahnmöglichkeiten als Vorstufe zur Kündigung kann man beispielsweise bei: Trinken alkoholischer Getränke. Da kann man bei Verdacht zu Dienstbeginn auch mal einen Alkoholtest machen. Bei Androhung von Krankheiten, bei Androhung oder Praktizieren von "Dienst nach Vorschrift", bei Verstoß gegen Rauchverbot, bei unentschuldigtem Fehlen, bei ungenügender Leistung, bei Unpünktlichkeit, verspätete Krankmeldungen. Das kann man auch mal enger auslegen.

    Aber keine Angst: Wenn die Leute doch nicht so einfach zu ersetzen sind, dann werden es die Arbeitgeber schon nicht übertreiben. Immerhin können sie nicht schneller abmahnen und entlassen als sie neues Personal ausbilden können.