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Airport Frankfurt: Flughafenarbeiter verlängern Streik bis Freitag

REUTERSDie Fronten im Tarifkonflikt am Frankfurter Flughafen verhärten sich, die 200 Vorfeldmitarbeiter verlängern erneut ihren Ausstand. Statt nur bis Mittwochfrüh zu streiken, legen sie ihre Arbeit nun bis Freitagabend 23 Uhr nieder. Die Lufthansa sagte 160 Starts und Landungen für heute ab.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...816577,00.html
  1. #10

    ...

    Zitat von diegobally Beitrag anzeigen
    (Fluglotsen verdienen sechsstellig) hat jede Bodenhaftung verloren.
    Fluglotsen arbeiten 28 Stunden die Woche, gehen mit 55 in den
    Ruhestand und freuen sich über üppige Pensionszahlungen, auf die selbst überbezahlte EU-Abgeordnete neidisch sind.
    Sie verwechseln da was... Es sind nicht die Fluglotsen die streiken (die nebenbei zu Recht so üppig entlohnt werden) sondern die Vorfeldlotsen, die im Schnitt mit 40000€/Jahr nach Hause gehen...

    Zum einen zeigt sich gerade, dass diese 200 Leute anscheinend doch nicht so unersetzlich sind, wie sie dachten - und zum anderen ist eine Forderung von 50% bis 70% mehr generell einfach nur unverschämt. Mir fehlt hier jegliches Verständnis für diesen Streik.
  2. #11

    who cares

    Zitat von chewbacca1 Beitrag anzeigen
    Jedes Mal, wenn ich hierüber etwas lese, werde ich richtig sauer.
    ach ja, deutschland und seine neiddebatten.

    Zitat von chewbacca1 Beitrag anzeigen
    Wie kann man eine derart unverschämte Forderung stellen?
    warum lässt 'hermes' für hungerlöhne schuften? warum lässt 'apple' von wehrlosen sklavenarbeitern fertigen? warum leckt sich der hund die testikel? weil er's kann.

    "Wer sich der Marktwirtschaft mit moralischen Ansprüchen nähert, hat ihre Funktionsweise nicht verstanden". hans werner sinn

    Zitat von chewbacca1 Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich eine Sauerei, dass man diesen Streik nicht abwenden kann.
    ja, es ist schon ein kreuz mit dem grundgesetz.

    Zitat von chewbacca1 Beitrag anzeigen
    Die sollen sich mal vor Augen halten, wie viel Geld sie fordern.
    bloß nicht. dann geht Ihnen womöglich auf, dass es nur ein paar prozent der einkünfte der 'fraport'-vorstände sind.

    Zitat von chewbacca1 Beitrag anzeigen
    Wer bitte soll das bezahlen?
    die fraport ag (jahresumsatz 2,2 mrd). wer sonst?
  3. #12

    Ich will die ÖTV wieder haben.

    Versteh nicht, warum die Leute früher immer über die gute alte ÖTV so geschimpft haben. Da war alle drei jahre mal zwei Wochen so richtg Streik und dann war wieder Ruhe. Heute wechseln sich im Turnus irgendwelche Splittergruppen ab vom Flugzeugeinwinker über die Stewardessen, die Fluglotsen, das Bodenpersonal, die Piloten, die Mülleimerausleerer, das Sicherheitspersonal, die Flugzeugtankwarte, die Flugzeugenteiser hin zu den Schalterbeamten. Und jeder Einzelne ist natürlich unersetzlich, und von jedem gibt es nur ein paar. Anfangs hatte ich das Urteil des Verfassungsgerichts begrüßt, dass die Flugsicherheit nicht privatisiert werden darf, aber mittlerweile frge ich mich, ob nicht auch hier etwas mehr Konkurrenz am Platze wäre.

    Bei der Bahn ist es nebenbei das Gleiche.
  4. #13

    Ein Streik, den man unterstützen könnte

    Geschrieben scheinen alle bisherigen Beiträge von eingefleischten Fans des Frankfurter Flughafens (pardon, ‚Airport’) zu sein.

    Da fordert ein Blogger ‚entsprechende Gesetze zur Abschaffung der Gewerkschaft’, ein anderer freut sich, dass umgeschulte Mitarbeiter die Arbeit so schnell übernehmen können (doch fragt er sich nicht, wie lange?), ein dritter hält die Forderungen der Gewerkschaft für eine ‚Sauerei’, die niemand bezahlen kann (am Ende könnten die Fluggäste ja auf den Zug umsteigen - nicht schlecht, oder?), ein vierter verkündet das Scheitern des Streiks aufgrund erfolgreicher Umschulung von Mitarbeitern (was aber geschieht, wenn die umgeschulten Mitarbeiter am Ende dasselbe verlangen?), ein fünfter sieht die Lösung in einer Wegrationalisierung der Mitarbeiter (‚Tätigkeit .. weitestgehend ohne Menschen’) und hält den deutschen Arbeitnehmer für „keine verlässliche Größe mehr, zu teuer und fehlerhaft“ (was aber, wenn nicht der deutsche Arbeitnehmer, sondern der Blogger „fehlerhaft“ tickt?), wieder ein anderer hält die Flughafen-Mitarbeiter für Millionäre usw.

    Doch könnte man den Streik der Gewerkschaft am Frankfurter Flughafen für Lohnzuschläge und bessere Arbeitsbedingungen (und damit für eine Erhöhung der Flugpreise) auch unterstützen.
    Wo sind die 40.000 Frankfurter Bürger, die zuletzt gegen den unerträglichen Fluglärm protestiert haben?
    Schaut man sich die Flüge an, die ausfallen, so handelt es sich durchweg um innerdeutsche Flüge (‚zehn Flüge zwischen Berlin und Deutschlands größtem Airport’, ‚Flugverkehr in Leipzig/Halle und Dresden’ usw. usw.) - was, wie der Bericht mitteilt, 20% aller Flüge ausmacht.

    Das sind 20% weniger Krach und die Leute könnten zugunsten der Anwohner und besserer Luft auf den Zugverkehr umsteigen.
  5. #14

    so ist es richtig

    Zitat von u.loose Beitrag anzeigen
    wenn angelernte Parkservice Mitarbeiter einen ganzen Flughafen still legen wollen aber nicht können. Anscheinend kann die "hochqualifizierte" Aufgabe ja durchaus von im Schnelldurchgang "Umgeschulten" übernommen werden.

    Bei denen scheint die kommunistische Weisheit? vorzuherrschen "Alle Räder stehen still, wenn mein starker Arm das will"...
    Oder soll es besserheißen: Alles, was Arbeit schafft, ist sozial. Wieviel der Staat draufzahlt, damit der Untergebene leben kann, ist unbedeutend für den Arbeitgeber=
  6. #15

    Einige Foristen haben sich...

    ...entweder nicht informiert oder kennen die Hintergruende nicht, SPON schreibt ja auch nicht darueber.

    Die "Bodenlotsen" wollen nichts anderes, als dass seitens der Bezuege und Arbeitsbedingungen, diese an die von Berlin und Muenchen angeglichen werden, sozusagen ein Flaechentarif geschaffen wird, so er denn dann auch noch keiner ist.
    Diese in den Raum gestellten 70 oder 50% sind nichts weiter, als eine Forderung, die gestellt wurde, ohne dass jetzt die Arbeitsbedingungen beruecksichtigt wuerden.
    Schauen Sie sich das moderate Verhandlungsergebnis des CDU-Schlichters Ole von Beust an. Haben Sie damit Probleme????

    Warum steht Fraport, nach Verlesung des Schlicherterspruchs auf, und verlaesst den Raum? Wissen Sie doch sehr wohl, dass mit der Kohle, die hier durch den Streik verbrannt wird, sie jeden Bodenlotsen nach ein paar Tagen Streik mit einer fuerstlichen Rente, nach Hause schicken koennten. Was soll das?
    Schauen Sie auf den Vorstand der Fraport! Die haben Ihre Bezuege im letzten Jahr um bis zu 130% angehoben, und mehr als ein Steak koennen die auch nicht fressen.
    Hier ist auch SPON gefordert, etwas mehr zu vermitteln, als nur ein paar heisse Schlagzeilen.

    Also schauen Sie sich den alle Seiten an, und diese Gier in den oberen Etagen empfinde ich als widerlich. Die Kleinen sollen es dann ausbaden, noch widerlicher.
  7. #16

    .

    Zitat von betty.ford Beitrag anzeigen
    ...
    warum lässt 'hermes' für hungerlöhne schuften? warum lässt 'apple' von wehrlosen sklavenarbeitern fertigen? warum leckt sich der hund die testikel? weil er's kann.
    Sie haben (vermutlich) den Zusammenhang nicht richtig gelesen. Es geht hier nicht um Apple oder Hermes, es geht um normal qualifiziertes (was sind schon 2 Jahre Ausbildung...) Personal, welches mit ca. 40k im Jahr entloht wird und jetzt nicht für 2, 3 oder 4% "mehr" streikt, sondern für 50-70%. Ein netter Versuch, mehr nicht. Verständnis darf man damit nicht erwarten. Und das der Arbeitgeber hier jetzt aufräumt und das "renitente" Personal ersetzt, ist aus dessen Sicht nachvollziehbar.
  8. #17

    ...

    Nächste Woche steht für mich ein Flug über Frankfurt an. Zauberhafte Vorstellung, hierbei auf das Wohlwollen dieser Typen angewiesen zu sein.

    Kann man denen nicht alle die Papiere in die Hand drücken und neue Leute anstellen? Scheint ja kein Hexenwerk zu sein, was die Herrschaften da so machen...
  9. #18

    Vielleicht öffnet sich die Gewerkschaft der Flugsicherungsmillionäre

    ja auch noch für andere Berufsgruppen, die sich unterbezahlt fühlen. Wenn jetzt sogar Berufsgruppen wie Flugzeug-Parkplatzeinweiser, deren wichtigste Job-Qualifikation die Bereitschaft zur Mitgliedschaft in einer sach- und fachfremden sog. Gewerkschaft ist, aufgenommen werden, dann möchte auch ich als ambitionierter Modellflugzeugbauer in Gehaltsfragen von der GdF vertreten werden.
    Übrigens: im Vergleich zu deutschen Fluglotsen und Vorfeld-Parkplatzeinweisern bekommen die Kollegen in UK nicht annähernd das gleiche Gehalt; und das bei höherer Wochenarbeitszeit, späterem Renteneintrittsalter und wesentlich geringeren Pensionen. Trotzdem wird dort weniger gestreikt, als in D.
  10. #19

    ...

    Zitat von hasenfuss27 Beitrag anzeigen
    Sie verwechseln da was... Es sind nicht die Fluglotsen die streiken (die nebenbei zu Recht so üppig entlohnt werden) sondern die Vorfeldlotsen, die im Schnitt mit 40000€/Jahr nach Hause gehen...

    Zum einen zeigt sich gerade, dass diese 200 Leute anscheinend doch nicht so unersetzlich sind, wie sie dachten - und zum anderen ist eine Forderung von 50% bis 70% mehr generell einfach nur unverschämt. Mir fehlt hier jegliches Verständnis für diesen Streik.
    Ganz genau so ist es. 50 bis 70% Lohnerhöhung? Ich hatte diese Meldung zuerst für einen Karnevalsscherz gehalten, aber die meinen das tatsächlich ernst!
    Da frage ich mich, was in den Köpfen der Leute vorgeht.
    Ich bin selbst Gewerkschaftsmitglied, aber ich würde NIEMALS streiken, für solch abstruse Vorstellungen.


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