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Aids-Behandlung: Frühzeitige Therapie dämmt HIV langfristig ein

CorbisUS-Forscher berichteten von der Heilung eines HIV-positiven Babys - sie hatten es sehr früh behandelt. Französische Wissenschaftler haben bei Erwachsenen jetzt den gleichen Effekt festgestellt. Die Betroffenen lebten Jahre ohne Medikamente, bevor sich die Viren wieder stark vermehrten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-889088.html
  1. #1

    "Durch PCR (ein genetisches Kopierverfahren, durch das winzige Teile des Erbmaterials beliebig vervielfältigt werden können) kann man leichter feststellen, daß bestimmte Menschen das HIV in sich tragen. Und einige dieser Leute sind an AIDS-Symptomen erkrankt. Aber das ist nicht einmal der Beginn der Antwort auf die Frage, ob HIV AIDS verursacht. Der menschliche Körper ist voll von Retroviren. Wir wissen nicht, ob es hunderte, tausende oder hunderttausende sind. Wir haben erst vor kurzem begonnen, sie zu erforschen. Aber sie haben bisher niemals irgendjemand getötet. Die Menschen haben immer mit Retroviren überlebt."
    Dr. Kary B. Mullis, Molekularbiologe, Nobelpreis 1993 für die Entwicklung der Technologie zur Polymerase-Kettenreaktion (PCR), zit. n.: Psychologie heute, Heft 5/94, S. 40
  2. #2

    HIV-Industrie 2013

    HIV-Industrie: Eine Milliardenindustrie.

    Und das Beste:

    Im Durchschnitt lebten die von Asier Sáez-Cirión beschriebenen 14 Patienten sieben Jahre ohne Medikamente, ein Mann zeigte über zehn Jahre keine Anzeichen eines neuerlichen Ausbruchs der Erkrankung.

    Ich wiederhole:

    1. ohne Medikamente
    2. zehn Jahre keine Anzeichen

    Hat jemand die Patienten untersucht, wie sie leben (Alkoholmißbrauch, Schlafmangel, psychischer Konflikt, Drogenmißbrauch, etc.), als es erneut gesundheitliche Probleme gab ?
  3. #3

    Zitat von jos777 Beitrag anzeigen
    HIV-Industrie: Eine Milliardenindustrie.
    Ist es was Schlechtes, wenn ein gefährlicher Virus erforscht wird? Selbstverständlich gibt es viele weitere Krankheiten, wie z.B. Malaria, für die ebenfalls mehr Geld zur Verfügung gestellt werden müsste.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Durchschnitt sieben Jahre lang mussten sich die Betroffenen keiner neuerlichen Therapie unterziehen [...]
    Wo liegt da die Verbesserung? Ich dachte immer, es entspricht dem natürlichen Verlauf der HIV-Krankheit, daß die Betroffenen nach der Infektion durchschnittlich 6 bis 8 Jahre ohne Medikamente auskommen?
  5. #5

    Zitat von Medienkenner Beitrag anzeigen
    "Durch PCR (ein genetisches Kopierverfahren, durch das winzige Teile des Erbmaterials beliebig vervielfältigt werden können) kann man leichter feststellen, daß bestimmte Menschen das HIV in sich tragen. Und einige dieser Leute sind an AIDS-Symptomen erkrankt. Aber das ist nicht einmal der Beginn der Antwort auf die Frage, ob HIV AIDS verursacht. Der menschliche Körper ist voll von Retroviren. Wir wissen nicht, ob es hunderte, tausende oder hunderttausende sind. Wir haben erst vor kurzem begonnen, sie zu erforschen. Aber sie haben bisher niemals irgendjemand getötet. Die Menschen haben immer mit Retroviren überlebt."
    Dr. Kary B. Mullis, Molekularbiologe, Nobelpreis 1993 für die Entwicklung der Technologie zur Polymerase-Kettenreaktion (PCR), zit. n.: Psychologie heute, Heft 5/94, S. 40
    Kary Mullis ist ein bekannter AIDS Leugner, dessen wirren Theorien schon vor Jahren von renommierten Vertretern dieses Forschungsfeldes auseinanderngenommen wurden.
  6. #6

    Zitat von kindchen Beitrag anzeigen
    Wo liegt da die Verbesserung? Ich dachte immer, es entspricht dem natürlichen Verlauf der HIV-Krankheit, daß die Betroffenen nach der Infektion durchschnittlich 6 bis 8 Jahre ohne Medikamente auskommen?
    Aids bricht i.d.R. einige Jahre nach der Erstinfektion aus, wenn keine Behandlung erfolgt. Durch die Behandlung wird die Viruslast im Blut auf praktisch Null gesenkt. Wird die Behandlung dann aber abgesetzt, schnellt die Viruslast üblicherweise schnell wieder an.
    Bei den Fällen in dieser Studie war dies aber nicht so, trotz Absetzen der Behandlung blieb die Viruslast mehrere Jahre niedrig.
  7. #7

    Zitat von Tulipan# Beitrag anzeigen
    Aids bricht i.d.R. einige Jahre nach der Erstinfektion aus, wenn keine Behandlung erfolgt. Durch die Behandlung wird die Viruslast im Blut auf praktisch Null gesenkt. Wird die Behandlung dann aber abgesetzt, schnellt die Viruslast üblicherweise schnell wieder an.
    Bei den Fällen in dieser Studie war dies aber nicht so, trotz Absetzen der Behandlung blieb die Viruslast mehrere Jahre niedrig.
    Aber letztlich hatten die Patienten doch keinerlei Vorteil davon. Nach Absetzen der Therapie hatten sie im Durchschnitt sieben therapiefreie Jahre. Ganz ohne Therapie hätten sie im Durchschnitt ebenfalls sieben therapiefreie Jahre gehabt.

    Nach meiner Kenntnis verläuft eine therapierte HIV-Krankheit nach Absetzen der Therapie an dem Punkt weiter, wo sie vor Beginn der Therapie war (wobei es üblicherweise zu einem kurzen "überschießenden" Verlauf mit erhöhter Viruslast und verstärktem Abfall der Helferzellen kommt, bevor sich die Werte wieder auf dem Vor-Therapie-Stand einpendeln).

    D.h., wenn ein Patient unmittelbar nach der Infektion mit einer Therapie beginnt, wird der Krankheitsverlauf gewissermaßen auf diesem Stand "eingefroren". Wenn er die Therapie nun zu einem späteren Zeitpunkt abbricht, hat er seine durchschnittlich sieben therapiefreien Jahre eben zu diesem Zeitpunkt statt gleich am Anfang.

    Daß die Viruslast in den ersten Jahren nach der Infektion manchmal unter die Nachweisgrenze rutscht, ist wohl auch nicht so ungewöhnlich. Schon Ende der 90er Jahre gab es bei dem Berliner Arzt Heiko Jessen den Fall eines Patienten, der unmittelbar nach der Infektion mit einer Therapie begonnen und diese einige Zeit später abgesetzt hatte, wobei zur Überraschung des Arztes die Viruslast auch nach Absetzen der Therapie unter der Nachweisgrenze blieb.

    Damals wurde auch vermutet, daß das durch die frühe Therapie bewirkt worden sein könnte und Ärzte auf der ganzen Welt versuchten, dieses "Wunder" nachzuvollziehen. Es stellte sich aber heraus, daß es bei den meisten Patienten nicht funktionierte. Stattdessen erkannte man in den folgenden Jahren, daß es auch bei vollkommen unbehandelten Patienten manchmal vorkommt, daß die Viruslast für längere Zeiträume unter die Nachweisgrenze rutscht.
  8. #8

    optional

    >Wo liegt da die Verbesserung? Ich dachte immer, es entspricht dem natürlichen Verlauf der HIV-Krankheit, daß die Betroffenen nach der Infektion durchschnittlich 6 bis 8 Jahre ohne Medikamente auskommen?

    Nein, die Leute haben ohne Behandlung jahrelang oft keine Symptome - aber sehr wohl kontinuierlich steigende Virusmengen im Blut. Kurz gesagt verursacht HIV selbst relativ wenige Symptome, das Immunsystem kann das lange Zeit gut ausgleichen nach aussen hin. Das ist aehnlich wie bei einem Alkoholiker, der bricht auch erst zusammen, wenn die Leber massiv geschaedigt ist, nicht frueher. Aber da das Immunsystem versucht, den Virus zu eliminieren, werden alle als infiziert identifizierbaren Zellen angegriffen - und das sind leider Zellen des Immunsystems selbst.
    D.h. ab einem bestimmten Zeitpunkt sind so wenige dieser Zellen uebrig, die Krankheiten abwehren koennen, dass das Immunsystem zusammenbricht, AIDS Symptome auftreten, sich HIV exponentiell und damit der Kreislauf sich abrupt hochschaukelt und die Leute sterben.
    Was im Artikel beschrieben wird, sind Leute, die fruehzeitig massiv behandelt worden sind, wodurch nur wenige langzeit-ueberlebende Zellen des Immunsystems (normalerweise sterben diese nach wenigen Wochen und werden durch neue erzetzt) infiziert werden. Diese fungieren aber als Reservoir, d.h. je weniger Latenz-Reservoir da ist, desto weniger Virusquelle gibt es laengerfristig. Und wenn man dann nach dem initialen starken Behandlungsdruck die Medikamente absenkt, dann ist entweder das Reservoir schon zu gross und der Virus kommt gleich wieder hoch. Oder die Reservoirbildung wurde erfoglreich eingeschraenkt und es wird nur sehr wenig Virus produziert, bis das Reservoir gross genug ist, damit der herkoemmliche Zyklus wieder einsetzt.
  9. #9

    Zitat von kindchen Beitrag anzeigen
    D.h., wenn ein Patient unmittelbar nach der Infektion mit einer Therapie beginnt, wird der Krankheitsverlauf gewissermaßen auf diesem Stand "eingefroren". Wenn er die Therapie nun zu einem späteren Zeitpunkt abbricht, hat er seine durchschnittlich sieben therapiefreien Jahre eben zu diesem Zeitpunkt statt gleich am Anfang.

    Daß die Viruslast in den ersten Jahren nach der Infektion manchmal unter die Nachweisgrenze rutscht, ist wohl auch nicht so ungewöhnlich.
    Das ist allerdings korrekt meines Wissens nach, der Zeitpunkt der Therapiefreiheit wird nach hinten geschoben. Aber: das bedeutet, dass die Leute mit voll funktionalem Immunsystem unter Therapie sind und dann sieben Jahre Therapiefreiheit mit funktionalem Immunsystem haben. Im umgekehrten Fall, wo ca. 7 Jahre nach Infektion die Symptome Therapie noetig werden lassen, haben diese Patienten nur noch ein sehr stark geschwaechtest Immunsystem. D.h. Nebenwirkungen durch die Therapie UND Infektionerskrankungen von Kommensalen etc.








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