Forum


 

Ahmadinedschad im ZDF-Interview: "Machen Sie sich keine Sorgen um uns"

REUTERSIrans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat dem ZDF eines seiner seltenen Interviews gegeben. Iran strebe nicht nach der Atombombe, halte aber an seinem Nuklearprogramm fest. Von Kompromissbereitschaft zeigte der Politiker im Gespräch mit Claus Kleber keine Spur.

Ahmadinedschad im ZDF-Interview: "Machen Sie sich keine Sorgen um uns" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #1

    Ahmadinedschad sagt die Wahrheit über Atomwaffen

    Für Ahmadineschad ist die ganze Welt eine einzige Verschwörung. Ohne seine Feindbilder, die er hagt und pflegt, könnte er wohl nicht. Er hält alle Wahrheiten des Westens für falsch und würde sogar widersprechen, wenn man das westliche Gras 'grün' nennte und hielte auch das für eine Verschwörung der westlichen Regierungen.

    Trotzdem ist er nicht gefährlich und vor allem kein Kriegstreiber. Er ist trotzig und stur aber neigt nicht zu Gewalt und ist auch ehrlich. Wenn er Atomwaffen verurteilt, sollte man ihm das glauben.
  2. #2

    kleiner Mann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat dem ZDF eines seiner seltenen Interviews gegeben. Iran strebe nicht nach der Atombombe, halte aber an seinem Nuklearprogramm fest. Von Kompromissbereitschaft zeigte der Politiker im Gespräch mit Claus Kleber keine Spur.

    Ahmadinedschad im ZDF-Interview: "Machen Sie sich keine Sorgen um uns" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    "Wenn Ahmadinedschad eine Bombe bauen möchte oder will, wird er das bekanntgeben":
    diese Aufschneiderei ist typisch für einen kleinen Mann: weder hat er die politische Befugnis, so etwas zu entscheiden, noch hat er die Intelligenz bzw. Ausbildung, "eine Bombe zu bauen".
    Ein kleiner Soldatenoffizier eben.
    Auch der Rest ist im Stile der früheren Interviews im Spiegel gehalten.
    Wie muss ein Volk unter Kontrolle sein, dass solche Einfalt bis in die Staatsführung gespült werden kann?
  3. #3

    ...

    Was für ein Artikel. Alleine diese Formulierung: "Die in der Vergangenheit geäußerte Forderung, Israel müsse von der Landkarte getilgt werden, wollte Ahmadinedschad gegenüber Kleber nicht wiederholen." ...zeigt wier SPON bei dem Thema tickt. Er kann diese Aussage nicht wiederholen, weil er sie so nie gemacht hat und das ist mittlerweile auch im Mainstream bekannt und wurde auch richtig gestellt.

    Zitat Süddeutsche: "Kein Satz wird so häufig mit dem amtierenden Präsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, assoziiert wie dieser: Israel muss von der Landkarte radiert werden. Das Problem ist nur - er hat diesen Satz nie gesagt."
    Umstrittenes Zitat von Ahmadinedschad - Der iranische Schlüsselsatz - Kultur - sueddeutsche.de

    Würde mich freuen, wenn ich durch die Zensur komme. ;-)
  4. #4

    "grünes" Gras

    Zitat von meisterraro Beitrag anzeigen
    Für Ahmadineschad ist die ganze Welt eine einzige Verschwörung. Ohne seine Feindbilder, die er hagt und pflegt, könnte er wohl nicht. Er hält alle Wahrheiten des Westens für falsch und würde sogar widersprechen, wenn man das westliche Gras 'grün' nennte und hielte auch das für eine Verschwörung der westlichen Regierungen.

    Trotzdem ist er nicht gefährlich und vor allem kein Kriegstreiber. Er ist trotzig und stur aber neigt nicht zu Gewalt und ist auch ehrlich. Wenn er Atomwaffen verurteilt, sollte man ihm das glauben.
    Wenn Leute wie Netanjahu, Obama oder Sarkozy behaupten das westliche Gras wäre "grün", würde ich auch erstmal daran zweifeln. Würde erst dann wieder daran glauben, wenn ich es vor mir sehe.

    Israel und die USA behaupten seit ca. 15 Jahren, dass der Iran nach Atomwaffen strebe und beständig kurz vor dem Besitz stehe. In diesem Fall glaube ich eher Ahmadinedjad als Netanjahu und Obama dem Friedens-Nobelpreisler, der vor vier Jahren versprach Guantanamo zu schliessen, sollte er Präsident werden.

    Dieses Gras ist ziemlich "gelb" geworden.
  5. #5

    Ich finde es nicht in Ordnung, dass das nachweislich falsche Zitat Israel müsse von der Landkarte getilgt werden, noch in diesem Artikel verwendet wird.
    Bei aller Abscheu vor diesem Herrn Ahmadinedschad, aber es ist nicht nötig Lügen über ihn zu verbreiten, um ihn zu diskreditieren. Dafür reicht bei solch einer Persönlichkeit auch die Wahrheit. Bleiben wir doch bitte also dabei.

    Ansonsten finde ich es höchst charmant wie gönnerhaft er uns 300.000 Arbeitsplätze erhält. Wahrhaftig eine Geste des guten Willens, von einem großen Staatsmann und Diplomaten.

    Und dann schon wieder das leidige Thema Holocaustverleugnung. Bin gespannt auf die entsprechenden Auszüge aus dem Interview. Ich bin mir sicher, dieser Teil wurde vom Interviewer ganz schnel abgewürgt, wie es sich gehört.

    Alles in allem gut, dass dieser Mann- anders als man im absichtlich falsch informierten/informierenden Westen glaubt- nichtmal die Befehlsgewalt einer hiesigen Kanzlerin im Staatsapparat hat. Würde es nach ihm gehen, wäre die Bombe gar nicht mal so unwahrscheinlich.

    Aber so wie es momentan läuft ist Deutschland der Atombombe um einiges näher als der Iran (wir haben hierzulande sowohl das Know-How, als auch die technischen Möglichkeiten in kurzer Zeit massive Mengen hochangereichertes Uran herzustellen, als auch bereits genug waffenfähiges Uran in Forschungsreaktoren wie etwa dem in Garching bei München)
  6. #6

    da gibt es auch die Gegendarstellung...

    Zitat von Netcube Beitrag anzeigen
    Was für ein Artikel. Alleine diese Formulierung: "Die in der Vergangenheit geäußerte Forderung, Israel müsse von der Landkarte getilgt werden, wollte Ahmadinedschad gegenüber Kleber nicht wiederholen." ...zeigt wier SPON bei dem Thema tickt. Er kann diese Aussage nicht wiederholen, weil er sie so nie gemacht hat und das ist mittlerweile auch im Mainstream bekannt und wurde auch richtig gestellt.

    Zitat Süddeutsche: "Kein Satz wird so häufig mit dem amtierenden Präsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, assoziiert wie dieser: Israel muss von der Landkarte radiert werden. Das Problem ist nur - er hat diesen Satz nie gesagt."
    Umstrittenes Zitat von Ahmadinedschad - Der iranische Schlüsselsatz - Kultur - sueddeutsche.de

    Würde mich freuen, wenn ich durch die Zensur komme. ;-)
    Sie sollten auch DAS lesen, wenn Sie wirklich informiert sein wollen.
    Hab ich übrigens bereits zwei Dutzend mal als Antwort auf die immer selbe Aussage hier im Forum gepostet.

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/um...mpfes-1.257767
  7. #7

    Zitat von kittekatz Beitrag anzeigen
    Ich finde es nicht in Ordnung, dass das nachweislich falsche Zitat Israel müsse von der Landkarte getilgt werden, noch in diesem Artikel verwendet wird.
    Bei aller Abscheu vor diesem Herrn Ahmadinedschad, aber es ist nicht nötig Lügen über ihn zu verbreiten, um ihn zu diskreditieren. Dafür reicht bei solch einer Persönlichkeit auch die Wahrheit. Bleiben wir doch bitte also dabei.



    Und dann schon wieder das leidige Thema Holocaustverleugnung. Bin gespannt auf die entsprechenden Auszüge aus dem Interview. Ich bin mir sicher, dieser Teil wurde vom Interviewer ganz schnel abgewürgt, wie es sich gehört.
    1.
    Bald ist das dritte Dutzend voll :-)
    Umstrittene Aussage Ahmadinedschads - Agitator des letzten Kampfes - Kultur - sueddeutsche.de

    2.
    "Ansonsten finde ich es höchst charmant wie gönnerhaft er uns 300.000 Arbeitsplätze erhält. Wahrhaftig eine Geste des guten Willens, von einem großen Staatsmann und Diplomaten."
    Sie glauben, DAS kann irgendwer ernst nehmen? Sie erheitern in höchstem Maße!
    Achmadinedschad ist ein kleingeistiger Geheimdienst-Spezialtruppen-Offizier (!!!), der es bei uns nicht mal zum Präsidenten eines Kegelclubs schaffen würde.
  8. #8

    Krieg=Wachstum

    In einer Welt des Neusprechs in der Zerstörung (BIP)-Wachstum bedeutet hat Kriegstreiberei schlichte ökonomische Gründe. Das Krieg ist ein Riesengeschäft für die die ihn wollen und daran verdienen. Der Iran ist dabei eine viel geringere Gefahr als die westliche Rüstungsindustrie und gekaufte Politiker. Zu den Hintergründen: Die Ökonomie des Krieges | thebabyshambler
  9. #9

    Zitat von cour-age Beitrag anzeigen
    Sie sollten auch DAS lesen, wenn Sie wirklich informiert sein wollen.
    Hab ich übrigens bereits zwei Dutzend mal als Antwort auf die immer selbe Aussage hier im Forum gepostet.

    Umstrittene Aussage Ahmadinedschads - Agitator des letzten Kampfes - Kultur - sueddeutsche.de
    Mal ganz ehrlich ... Sie wollen doch wohl nicht behaupten, Sie würden irgendetwas von dem verstehen, was die Autorin dort in wirren Sätzen schwafelt - sonst müßte ich annehmen, Sie hätten das selbe üble Zeugs geraucht.

    Von dem dort kritisierten gibts übrigens auch eine gut verständliche Antwort:
    Zitat von http://www.steinbergrecherche.com/08bpb.htm
    Sehr geehrte Frau Ourghi,

    es reicht nicht immer, nur ein Wörterbuch, den Alavi, zu konsultieren – zumal wenn es sich dabei um ein Wörterbuch handelt, das schon über fünfzig Jahre alt ist und schon in seinem Erscheinungsjahr als umstritten galt. Denn häufig wird darin – wie auch in diesem Fall – nur das ursprüngliche arabische Wort übersetzt, ohne darauf zu achten, welchen Kontext dieses Wort annimmt, wenn es beispielsweise zusammen mit den persischen Hilfsverben shodan oder kardan verwendet wird.

    Als Quelle würde ich Ihnen künftig das Farhang-e bozorg-e sokhan, ein persisch-persisches Wörterbuch von Hassan Anvari empfehlen. Es hat den entscheidenden Vorteil, dass es das Sprachgefühl der heute lebenden Iraner wiedergibt. Dort findet sich der Hinweis, mahv shodan sei masdar-e lazem, was – ich vermute, ich brauche Ihnen das nicht zu erklären – „intransitiver Infinitiv“ bedeutet. Anvari gibt auch die Synonyme für mahv shodan wieder: az beyn raftan und pak shodan, die allesamt gleichfalls intransitiv sind.

    Weil shodan im Persischen auch als Hilfsverb für Passivkonstruktionen verwendet wird, kommt es des öfteren vor, dass, wer kein Sprachgefühl besitzt, alle mit shodan gebildete Konstruktionen für Passivkonstruktionen hält. Dem ist jedoch nicht so. Es gibt auch Konstruktionen mit shodan, die dem so zusammengesetzten Verb einen intransitiven Sinn verleihen – wie auch in unserem Fall. Und genau deshalb heißt mahv shodan ‚verschwinden’ und nicht ‚vernichtet werden’.

    Anbei auch noch ein link zu einem amerikanischen Nahostwissenschaftler, Juan Cole, der diese Aussage bestätigt. Steele On Ahmadinejad Of Arenas Of | Informed Comment

    Erstaunlich überdies, dass Sie sämtliche meiner Hinweise auf den Kontext der Ahmadinejad-Äußerung, die eigentlich deutlich machen, wie der Satz zu übersetzen ist, so geflissentlich übergehen, um dann in epischer Breite auf Ahmadinejads absurden Mahdi-Rekurs einzugehen, dessen gleichzeitige Ungefährlichkeit Sie mit dem Hinweis auf die von mir erwähnte relative Unwichtigkeit Ahmadinejads im Räderwerk der iranischen Politik belegen.

    Davon abgesehen kann ich nur sagen: wenn solche Übersetzungen als Legitimation von Angriffskriegen dienen könnten, kann ich es mir und Ihnen nicht ersparen, mich in Haarspaltereien zu ergehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Katajun Amirpur








TOP



TOP