Ahmadinedschad bei Mursi: Die Scheinehe

DPAIrans Präsident Ahmadinedschad und Ägyptens Präsident Mursi haben einiges gemeinsam: Beide sind Islamisten, in innenpolitische Machtkämpfe verstrickt, gelten als Antisemiten, beschimpfen gern den Westen. In Kairo zelebrieren sie nun ihre neue Freundschaft. Klingt harmonisch - ist es aber nicht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-881613.html
  1. #1

    Zwar haben beide bezüglich Syrien unterschiedliche Positionen

    Trotz der unterschiedlichen Positionen haben sie viele gemeinsame Interessen in Syrien. Der Iran braucht ein befreundetes Land in der nähe vom Libanon für die Waffentransporte zur Hisbollah. Ägypten will den Muslim-Brüdern in Syrien an die Macht helfen. Mögen die Positionen noch so unterschiedlich scheinen, so kollidieren ihre Interessen nicht. Schlussendlich werden Sie sich über den jeweiligen BATNAs finden.
  2. #2

    Hallo???

    Der Text grundsätzlich mit so wenigen belegen geschrieben ,ohne genaue Infos werden zwei Völker dargestellt ,die sich angeblich sich gegen seitig hassen.Dies ist grundsätzlich falsch!!
  3. #3

    Bis auf den

    polemischen Unterton an einigen Stellen ein sehr guter Artikel.
    Schön zu sehen, das es noch Qualitätsjournalismus gibt.
  4. #4

    Vorsicht!!!!!!!

    Wenn die beiden sich auch nicht verstehen, aber wenn es gegen den Westen geht, dann sind sie beide militante Islamisten.
  5. #5

    Gelten als Antisemiten??

    Also wer Juden als Abkömmlinge von Affen und Schweinen bezeichnet, der ist ein Antisemit.
  6. #6

    Mal abwarten.

    Das war nicht unbedingt ein Bruderkuss - das war vielleicht Mitleid und ein bisschen Menschlichkeit von Seiten Herrn Mursi. Herr AchMachdieDschihad kam ja mit einer klapprigen über 45 Jahre alten B-707-300 angedüst, und er war vielleicht einfach nur froh, nicht in der irakischen oder arabischen Wüste runtergefallen zu sein - schliesslich hat er ja noch einen Ausflug in eine Umlaufbahn um die Erde geplant. Und nebenbei: wie gut das Verständnis zwischen konservativen Sunniten und konservativen Schiiten sein wird, über die Tatsache hinaus, dass der Westen die Hölle ist (und Israel ihr Repräsentant) - das wird man mal abwarten müssen.
  7. #7

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Also wer Juden als Abkömmlinge von Affen und Schweinen bezeichnet, der ist ein Antisemit.
    Gehören Sie denn zu den Kreationisten?
  8. #8

    Iran ja, Ägypten nein!

    Zitat von audumbla Beitrag anzeigen
    Wenn die beiden sich auch nicht verstehen, aber wenn es gegen den Westen geht, dann sind sie beide militante Islamisten.
    Denn im Gegensatz zum ölreichen Persien, das sich durch seine Rohstoffexporte bedingt immer Nahrungmittel importieren kann, ist Ägypten eben wegen fehlender Bodenschätze nicht in der Lage, seine Bevölkerung zu ernähren. Es ist auf die gratis Weizenlieferungen für seine immer noch schnell wachsende Bevölkerung seitens der USA angewiesen. Selbst Mursi weiß, daß man den Koran nicht essen kann!
  9. #9

    Pragmatisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kurzerhand ersetzte der Dolmetscher auf Farsi das Wort Syrien jedes Mal durch Bahrain. In Bahrain waren mehrheitlich schiitische Aufstände von Saudi-Arabien niedergeschlagen worden unter iranischem Protest. Schon konnten Ägypter und Iraner in freundschaftlicher Einigkeit weiter Mursis Rede folgen.
    Es gibt eigentlich gar keine unterschiedlichen Interessen oder Konflikte, sondern nur Übersetzungsprobleme.
    Wenn die UN-Dolmetscher ähnlich kreativ wären, hätten wir längst den ewigen Weltfrieden.