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"Agrar Simulator": Das merkwürdigste Spiel des Jahres

Koch MediaTrecker fahren, ernten, pflügen: "Agrar Simulator" könnte ein wunderbar obskures Spiel sein. Doch statt historischer Landmaschinen bewundert man in dieser Werk Häuser, die in der Luft schweben und Schweine, die durch Wände laufen. Carsten Görig hat es eine Stunde angespielt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...841094,00.html
  1. #1

    Ich finde es ja immer wieder faszinierend, dass solche Titel überhaupt entwickelt werden. Irgendwo muss sich sowas tatsächlich jemand kaufen! Kaum zu glauben.....
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trecker fahren, ernten, pflügen: "Agrar Simulator" könnte ein wunderbar obskures Spiel sein. Doch statt historischer Landmaschinen bewundert man in dieser Werk Häuser, die in der Luft schweben und Schweine, die durch Wände laufen. <i>Carsten Görig</i> hat es eine Stunde angespielt.

    "Agrar Simulator": Der Trecker-Simulator im Test - SPIEGEL ONLINE
    ich hoffe der author fordert, evtl unter mithilfe des verbraucherschutzes, sein geld zurück. und das bitte medienwirksam und öffentlich.

    DAS würde der ganzen spielergemeinde vor solchen - leider alltäglich gewordenen - unfertigen spielen schützen.
  3. #3

    Sehr schöne Grafik

    Ich kenne das Spiel nicht weiter aber die Grafik wirkt schön scharf und ohne diese ätzenden Nebel und Weichzeichner wie in einigen anderen Spielen. (imho)
  4. #4

    Für 20 euro bekomme ich gebraucht beim Gamestop ein Spiel mit ansperechender Grafik, gutem Gameplay etc. Warum für einen schlechten Simulator mit Steinzeitgrafik Geld ausgeben? Als Browserspiel umsonst vielleicht, aber so ...
  5. #5

    1000 Euro

    So ein Spiel wird Koch Media wahrscheinlich irgendwo im Bereich von 1.000 Euro kosten.

    Die "Engine", nicht nur die Grafik, sondern das ganze Gerüst, um das das Spiel gebaut wird, ist dem Aussehen nach entweder Open Source (gibt's etliches im Netz) - also kostenlos - oder seit 10 Jahren abgeschrieben.

    Die Assets (Modelle, Texturen, Animation, Sounds) sind dermaßen schlecht, daß die entweder aus alten Beständen stammen, im Internet gefunden werden oder von Praktikanten gemacht werden. In dieser Reihenfolge.

    Alte Bestände ist normalerweise Konkursmasse kleiner Unternehmen, die im Laufe der Jahre Pleite gehen. Solche, die vor 10 Jahren mal einen Autobahnsimulator programmiert haben. Da kriegt der Chef dann bei Koch Media ein Büro und bringt dafür eine Festplatte voll veralteter Assets mit.

    Wenn da nix gefunden wird, gibt es im Internet mittlerweile dutzende Communities, wo Mitglieder ihre Arbeiten veröffentlichen. Die schlechten gibt's meist umsonst.

    Zur Not wird auf den Praktikantenpool zurückgegriffen. Die Videospiel-Industrie in Deutschland stützt sich massiv auf die Tatsache, daß jedes Semester tausende Studenten irgendwelcher Kreativ- und Medienstudiengänge Praktika absolvieren müssen. Die machen das meist umsonst.
    Ich habe bei diverser Developern gearbeitet, Praktikantenquoten von 80% sind normal.

    Zusammenbauen tun das Spiel auch Praktikanten. Vom Gamedesign bis hin zum Verpackungsgestaltung. So sieht's dann halt auch aus.

    Dazu wird man sich nicht zu Schade sein, diverse Fördermittel abzugreifen. Die technische Unbedarftheit der öffentlichen Hand ist schon als Realsatire zu bezeichnen.

    Unterm Strich würde es mich wundern, wenn es Koch Media mehr als 1.000 Euro kostet, den Schund zu "entwickeln".

    Da müssen dann deutschlandweit nur ein paar Hundert Kopien verkauft werden und schon lohnt sich das. Irgendwie. Aus ökonomischer Sicht.
  6. #6

    Grafik

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    Ich kenne das Spiel nicht weiter aber die Grafik wirkt schön scharf und ohne diese ätzenden Nebel und Weichzeichner wie in einigen anderen Spielen. (imho)
    Ironie?
    Oder haben Sie noch nie ein Computerspiel gesehen, das in den letzten 6-7 Jahren veröffentlicht wurde? Die Teaktormodelle sehen ja noch ganz passabel aus, aber die Umgebungsgrafik ist jawohl eine Frechheit.
  7. #7

    Zitat von skep.sys Beitrag anzeigen
    So ein Spiel wird Koch Media wahrscheinlich irgendwo im Bereich von 1.000 Euro kosten.

    Die "Engine", nicht nur die Grafik, sondern das ganze Gerüst, um das das Spiel gebaut wird, ist dem Aussehen nach entweder Open Source (gibt's etliches im Netz) - also kostenlos - oder seit 10 Jahren abgeschrieben.

    Die Assets (Modelle, Texturen, Animation, Sounds) sind dermaßen schlecht, daß die entweder aus alten Beständen stammen, im Internet gefunden werden oder von Praktikanten gemacht werden. In dieser Reihenfolge.

    Alte Bestände ist normalerweise Konkursmasse kleiner Unternehmen, die im Laufe der Jahre Pleite gehen. Solche, die vor 10 Jahren mal einen Autobahnsimulator programmiert haben. Da kriegt der Chef dann bei Koch Media ein Büro und bringt dafür eine Festplatte voll veralteter Assets mit.

    Wenn da nix gefunden wird, gibt es im Internet mittlerweile dutzende Communities, wo Mitglieder ihre Arbeiten veröffentlichen. Die schlechten gibt's meist umsonst.

    Zur Not wird auf den Praktikantenpool zurückgegriffen. Die Videospiel-Industrie in Deutschland stützt sich massiv auf die Tatsache, daß jedes Semester tausende Studenten irgendwelcher Kreativ- und Medienstudiengänge Praktika absolvieren müssen. Die machen das meist umsonst.
    Ich habe bei diverser Developern gearbeitet, Praktikantenquoten von 80% sind normal.

    Zusammenbauen tun das Spiel auch Praktikanten. Vom Gamedesign bis hin zum Verpackungsgestaltung. So sieht's dann halt auch aus.

    Dazu wird man sich nicht zu Schade sein, diverse Fördermittel abzugreifen. Die technische Unbedarftheit der öffentlichen Hand ist schon als Realsatire zu bezeichnen.

    Unterm Strich würde es mich wundern, wenn es Koch Media mehr als 1.000 Euro kostet, den Schund zu "entwickeln".

    Da müssen dann deutschlandweit nur ein paar Hundert Kopien verkauft werden und schon lohnt sich das. Irgendwie. Aus ökonomischer Sicht.
  8. #8

    Bild 6 von 10 schaut aus wie eine fiktive "Counter Strike"-Map ...
  9. #9

    Wenn man in einschlägigen, großen Elektronik-"Fachmärkten" nach PC-Spielen sucht dann füllen diese Art von Titeln ganze Regale. Es entsteht folgender Eindruck
    - billigste Machart und Spielidee
    - die Masse bringts: irgendwelche Dödel werden das schon kaufen: Preis ist "ok", und es ist kein Ego-Shooter bzw. man ist sicher vor einem Gewaltspiel, das man in der Altersklasse von 6-1x eben nicht verschenken will.
    So verstehe ich die Kalkulation bzw. den möglichen Erfolg hinter diesen Produkten.


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