Gewinnt der Sozialist Hollande gibt es keine EU mehr.
DPAEs war die aggressivste Debatte, die es in einem französischen Präsidentschaftswahlkampf je gab: Nicolas Sarkozy wollte unbedingt den Befreiungsschlag gegen seinen Herausforderer François Hollande. Er provozierte, agitierte. Und wurde Opfer seiner eigenen Taktik.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...831049,00.html
Gewinnt der Sozialist Hollande gibt es keine EU mehr.
Zwei Schwätzer, deren Gefasel niemand ernst nehmen kann - so ähnlich wie in Deutschland :-)
Die Debatte hat eigentlich nicht viel Neues gebracht. Die Ueberraschung war vor allem dass Hollande gegenueber einem nervoesen Sarkozy 'praesidialer', ruhiger wirkte. Die Debatte war weitgehend ausgeglichen, aber spaetestens bei dem eher peinlichen Versuch DSK ins Spiel zu bringen, einem Versuch der klaeglich misslungen ist, merkte man dass Sarkozy angeschlagen war.
Ein Vergleich der 'Schlussworte' machte den Unterschied deutlich.
Hollande mit seinem x-fachen 'Moi président, je..' was man etwas frei uebersetzen koennte mit 'Ich will Praesident werden, um (und hier folgt eine Aufzaehlung der Massnahmen die er als Praesident verspricht durchzufuehren) stand ein Sarkozy gegenueber der offen die Waehler von Le Pen und Bayrou aufrief ihn zu waehlen, und das mit einem viel kuerzeren Motto 'Ich will Praesident bleiben'.
Kurze Anmerkung: 'Wenn dieses 'Moi président, je...' inzwischen selbst musikalisch unterstrichen im Netz kursieren sollte, ein guter PR-Zug des PS.
dürften diese Sendung tatsächlich gesehen haben hierzulande.
Der Autor hat das sicherlich. Aber irgendwie hat man beim Lesen den Eindruck: Das hat der weitgend schon vorher geschrieben, weil das so halt seiner Einstellung entspricht. Aber das war bei den hiesigen TV-Debatten auch nicht anders mit den Kommentaren.
Spanndend wird das jedenfalls- vor allem für die EU. Wenn Hollande gewinnt, ists ein weiterer dicker Riss im Gebälk.
Wenn die Franzosen wirtschaftlich wieder auf die Erfolgsspur wollten, dürften sie sicher alles wählen, nur nicht die Sozialisten mit Hollande.
Die 35 StundenWoche und ein hoher Mindestlohn sind alles andere als wirtschaftspolitische Erfolgsrezepte.
Zumal der Fiskalpakt definitiv nicht wieder aufgeschnürrt werden kann,ohne den Euro zu sprengen.
Wünschen sollte man sich die Sozialisten nirgendwo in Europa aber leider sind sie immer für einen gewissen Unterhaltungswert gut.
Schau´n mer mal, was die Franzosen am Sonntag so umtreiben wird.
.... auf die Mattscheibe und manche davon glauben wohl immer noch, Politiker seien dazu bereit, Verantwortung für eine mögliche Zukunft aller Menschen zu übernehmen.
Dabei vergessen vor allem jene, die noch die Freiheit der Entscheidung bezüglich ihres persönlichen Lebensstils in eigenen Händen halten, dass die Welt endlich ist - wie jedes Menschenleben.
Oder liegt es vielleicht gerade an dieser Endlichkeit, die bewirkt, dass jene die Macht haben, jene die Erfolg, Glück und Zugriff auf hohes Vermögen oder Einkommen besitzen, tagtäglich wie Hyänen an einer toten Erde nagen, gierig und ohne Sinn und Verstand?
Die Milliarden Menschen die heute schon arm, machtlos und völlig abhängig von Sklavenhaltern dahinvegetieren, sie sehen dieser Orgie zu, sie träumen meist nur einen Traum - auch endlich auf das Aas zu springen und mitzufressen.
Der Mensch hat die Fähigkeit zu lernen - doch was lehren jene, die über vermeintliches Lebensglück verfügen?
Es ist eine uralte Geschichte. Vor 2000 Jahren versuchte man es mit einer Religion und 10 einfachen Regeln.
Jene die sich als Hüter und Verkünder dieser Regeln verstanden, hielten sich an keine, sie lehrten nur eines, breche die Regeln und werde reich.
(einige Gruppen bildeten und bilden die sprichwörtliche Ausnahme von der Regel)
Frankreich hat nur eine Wahl, die Wahl, dass sich die Menschen auf ihre eigene Verantwortung besinnen, dass sie ganz einfache Regeln der Gerechtigkeit und Menschlichkeit (im positiven Sinne) beherzigen, dass jene die Kraft im Überfluss haben, diese in den Dienst der Schwachen stellen.
Eine Wahl die auch wir in Deutschland haben.
Parteien und Politiker sind keine Heilsbringer, sie sind nur Protagonisten der Menschlichkeit im negativen Sinne.
Eitelkeit, Egoismus, Mitläufertum, Phantasielosigkeit, Formalismus, Gewissenlosigkeit, Hass, Gier, Kampf, Verlogenheit, ich bin mir sicher jedem der dies liest fallen noch viele, viele Eigenschaften dieser Leute ein.
SPON hat ja so rech: Verachtung und Abscheu, dies sind die Emotionen die wir all jenen entgegenbringen müssten, die nicht reflektieren was Leben bedeutet.
Leben bedeutet nicht, möglichst früh anzufangen, andere zu übertrumpfen, andere zu nutzen, andere zu betrügen!
Leben bedeutet sich gemeinsam in der gelebten Daseinsform symbiotisch und harmonisch mit der Umwelt durch die Zeit zu bewegen!
Der Mensch wäre so klug, er könnte dies sogar ohne grausamen Mordorgien und hemmungslosen Fresswahn bewerkstelligen.
Warum nur, findet er es so hässlich und langweilig, warum nur, widerstrebt es ihm so, warum nur, möchte er lieber ein hässliches, aufrecht laufendes Übel sein?
Tatsache ist, dass sich Sarkozy mit der deutschen Wirtschaft verbündet hat, was nicht wenige irgendwie an die Vichy-Regierung denken lässt.
Er hat sich aber mit jemandem verbündet, mit der deutschen Poliitik=Wirtschaft, der es absolut nicht gut meint mit 100ten von Millionen einfachen Menschen in Europa.Etwas, was Europa, unter überraschend brutalen Vorzeichen, zu einer von der deutschen Wirtschaft abhängigen Kolonie machen will, die ihn der BRD ebenfalls nur mit Unterdrückung von Arbeitnehmerrechten, extremen Daumenschrauben und Angstverbreitung (vor Hartz4) ihre morallosen Gewinne scheffelt. Die den Menschen ausbeutet, anstatt mit ihm zusammen ein lebenswertes Land für ALLE zu schaffen (was eigentlich die Aufgabe einer Wirtschaft ist). Sarko will exakt dieses Modell nach Frankreich und ganz Europa exportieren.
Da fragt man sich, ob da nicht Kontakte mit hochrangigen deutschen Arbeitgebervertretern bestehen...
Hollande dagegen steht für das "andere" Europa. Eines, das der deutschen Expansion mit Schaufel und Industrieroboter Einhalt gebieten könnte und eventuell auch die Deutschen (einmal mehr) befreien könnte von der Diktatur der Wirtschaft.
Jedenfalls dann, wenn er seine Pläne umsetzt und umsichtige europäische Staatschefs mit ins Boot holt und klug handelt.
Wir werden abnwarten müssen, was am Sonntag und darüber hinaus passiert.
Sicher ist das so alles noch nicht.
Und vergesst Griechenland nicht. Auch dort wird gewählt.
Eine selbstbewusste Wahl gegen die Banken-und Wirtschaftslobby kann noch viel wichtigere Impulse liefern als die Frankreich-Wahl.
"Herausforderer Hollande war nicht zur Explosion zu bringen, bewahrte die Fassung und entschied diese Präsidentschaftsdebatte am Ende überraschend klar für sich."
Wahl in Frankreich: TV-Duell zwischen Sarkozy und Hollande - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE]
Vor einer halben Stunde auf SWR3 war es ein "klares Unentschieden".
Muss man sich wirklich dreistündige französische Rededuelle live anschauen, um zu wissen wie es gelaufen ist? Das ist mir zu anstrengend, da warte ich lieber das Wahlergebnis ab. Ich habe die Hoffnung das unterschiedliche Quellen wenigsten in der Lage sind, gleiche und richtige Zahlen widerzugeben, klappt beim Fußball ja auch.
Der Kommentator der NZZ ist hinsichtlich des Debattenergebnisses ganz anderer Ansicht:
Zitat:
"Sarkozy war aggressiv, aber sattelfest. Der Vorsprung von Hollande könnte ins Wanken geraten.
Manfred Rist, Paris
Die Fernsehdebatte am Mittwochabend hat hohe Erwartungen erfüllt. In einer an Rhetorik, Gehalt und Selbstbeherrschung eindrucksvollen Debatte zwischen Nicolas Sarkozy und François Hollande hat der Kampf um Frankreichs Präsidentschaft am Mittwoch einen Höhepunkt erreicht.
Sarkozy punktet
Während nahezu dreier Stunden kreuzten der Staatspräsident und der Herausforderer der sozialistischen Partei, François Hollande, im Fernsehstudio die Klingen. Ausrutscher und klare Fehler blieben aus. Aber Sarkozy wirkte kompetenter, erfahrener und verteidigte seine Amtszeit brillant.
Man sah einen anfänglich sehr gefasst und selbstsicher wirkenden Hollande, der sich – falls am Sonntag gewählt – als Präsident der Gerechtigkeit und des Aufschwungs positionierte. " Zitatende
Vor einer halben Stunde auf SWR3 war es ein "klares Unentschieden".
Muss man sich wirklich dreistündige französische Rededuelle live anschauen, um zu wissen wie es gelaufen ist? Das ist mir zu anstrengend, da warte ich lieber das Wahlergebnis ab. Ich habe die Hoffnung das unterschiedliche Quellen wenigsten in der Lage sind, gleiche und richtige Zahlen widerzugeben, klappt beim Fußball ja auch.[/QUOTE]