wenn AGB's lesen das einzige wäre mit dem man sich täglich auseinander setzen müsste. Da sind noch tausend andere Sachen und Kleinigkeiten die ständig anfallen und mit denen man sich auseinander setzen muss.
Wir haben uns daran gewöhnt, mit einem Klick in AGB und andere Endlostexte einzuwilligen, die wir niemals lesen - weil es so bequem ist. Weil wir alles immer überall sofort wollen. Aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit kann uns nur Nerdigkeit retten.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...820864,00.html
wenn AGB's lesen das einzige wäre mit dem man sich täglich auseinander setzen müsste. Da sind noch tausend andere Sachen und Kleinigkeiten die ständig anfallen und mit denen man sich auseinander setzen muss.
denn es darf nichts überraschendes drin stehen, sonst unwirksam.
Auch übertriebene Länge führt zu Unwirksamkeit.
Von daher: ganz entspannt wegklicken.
Das AGB-Problem
Man kann nicht einzelne Punkte ablehnen, wenn man ablehnt, lehnt man den ganzen Deal ab, weil es dann nicht mehr weiter geht, in der Bestellung.
Man kann in der Spalte Bemerkungen noch die Einschränkung setzten, dass man seine daten definitiv nicht außerhalb des Unternehmens sehen will, mit dem man ein geschäft machen möchte. Aber eine Bestätigung erfolgt dann eben auch nicht.
ich habe schon viele Delas abgebrochen, weil ich die AGB's zu Ende gelesen habe, und wenn die meisten das machen würden, hätte dies wahrscheinlich ein Umdenken zur Folge.
Aber Lobo hats richtig beschrieben, Convinience, Bequemlichkeit.
Man müsste sich ja dann eine andere Einkaufsquelle suchen, und manche Produkte gibt es eben nur zu diesen Bedingungen.
Bei Google bin ich raus, wegen der Datengier dieses Kraken. Aber wie sehen die Alternativen aus?
Es hilft nur, dass die Gesetzgeber weltweit diesem Treiben eine Schranke setzen, der Einzelne ist entweder komplett hilflos, oder er betreibt Daten-Askese.
Steile These; AGB stimmen Sie mit der gleichen Unkenntnis zu, wenn Sie den Supermarkt betreten, da hat sich durch die digitale Welt nichts neues ergeben. Auch beim Supermarkt sind Sie nicht in der Lage, die AGB zu verstehen. Deshalb gibt es in Deutschland in weiser Voraussicht drei Dinge: ein AGB-Gesetz, welches "im Zweifel nichtig" sagt und den Verwender der AGB zwingt, sich Mühe zu geben; Verbraucherschutzorganisationen, die aktivlegitimiert sind; und Gerichte. Die sind zwar bisweilen ein bisschen hinterher, aber das gibt sich, und dann werden die AGBs auch nicht mehr so böse sein.
Es ist doch der Gesetzgeber, der die Anbietzer zu diesen endlos-Teten zwingt! Und wehe ein Wort fehlt, dann hat man gleich ein Abmahnverfahren an der Backe. Ich betreibe selbst einen Shop. Weder ich noch meine Kunden lesen diesen Mist. Aber so ist es in allen bereichen.
Vielleicht liegts es daran, dass so viele Juristen im Bundestag sitzen?!?
das ist wieder ein Beitrag, der sehr gelungen ist.
Nerdigkeit ist mir allerdings zu Germish. Wie wäre es mit gesundem Menschenverstand?
Übrigens Google hat die Veröffentlichung der neuen Richtlinien gut abgepasst. Gerade als hier die Anti ACTA Welle wogte, wurden sie veröffentlicht. Umso mehr freue ich mich, dass das Thema eines Blogs geworden ist, auch wenn der nicht auf die brisanten Punkte eingeht. Dazu gibt es leider nur einige wenige Klagen von Datenschützern, die man aber im Netz suchen muss.
Das hätten die Nutzer bedenkenlos tun können. Nach § 305c BGB wäre eine solche Klausel nach deutschem Recht nicht wirksam.
§ 305c BGB Überraschende und mehrdeutige Klauseln
wie wäre es wenn die politik anstatt über den angeblich rechtsfreien raum zu polemisieren und die IT zum prügelknaben zu machen, endlich mal verbindliche und vernünftige AGBs fürs internet verabschiedet. die negative haltung der deutschen politiker ist ein riesiger standort-nachteil für die deutsche industrie.