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Aga-Khan-Hotels in Krisengebieten: Im Fünf-Sterne-Bunker

CorbisÜbernachtung mit Sterne-Luxus, und das in Krisenorten wie Kabul oder Kigali: Wo kaum ein Tourist sich hintraut, bietet die Hotelkette Serena ihren Gästen ein weiches Bett, frisches Obst und höchste Sicherheit hinter Stacheldraht und Betonwällen. Lohnt sich dieses Geschäft?

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...837373,00.html
  1. #1

    Wann war der Autor...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Übernachtung mit Sterne-Luxus, und das in Krisenorten wie Kabul oder Kigali: Wo kaum ein Tourist sich hintraut, bietet die Hotelkette Serena ihren Gästen ein weiches Bett, frisches Obst und höchste Sicherheit hinter Stacheldraht und Betonwällen. Lohnt sich dieses Geschäft?

    Serena Hotels: Aga Khan baut Fünf-Sterne-Häuser in Krisenregionen - SPIEGEL ONLINE
    Wann war der Autor denn das letzte Mal in Ruanda?
    Seit wann ist das wieder ein Krisengebiet? Ich war erst kuerzlich da und von Krisengebiet konnte ich weder in noch ausserhalb Kigalis etwas sehen... Die kurze Zusammenfassung am Anfang sollte man vielleicht nicht so formulieren... Kann ja sein, dass das Serena dort bereits in den 90ern stand, aber dann sollte man es auch so darstellen.
  2. #2

    Man wolle nicht erstrangig Profit erzielen, aber auch keinen verlust machen. Man verstehe sich als Entwicklungsorganisation ...

    Ja, so kann man es auch nennen, wenn man inoffiziell und an keine politischen Autoritäten gebunden Brückenköpfe zur unkonventionellen Interessenwahrnehmung installieren möchte. So genannte "Nicht-Regierungs-Organisationen" auch kurz als NGO's bezeichnet, agieren weltweit mit Geldern verschiedener Einflußkreise, meist aus der Wirtschaft und deren protegierten Stiftungen, gGmbH's usw., ausgestattet. Mit dem Fall der der Blöcke, insbesondere die Auflösung der hermetisch gesicherten Grenzen an den Nahtstellen zwischen den Blöcken, erlebten NGO's einen Höhenflug und erleichterten den Interessengruppen immens die Arbeit, da der oft unbequeme Umweg über Nachrichtendienste und deren nachgeschaltete Gremien entfiel.
  3. #3

    Hi Hi

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Übernachtung mit Sterne-Luxus, und das in Krisenorten wie Kabul oder Kigali: Wo kaum ein Tourist sich hintraut, bietet die Hotelkette Serena ihren Gästen ein weiches Bett, frisches Obst und höchste Sicherheit hinter Stacheldraht und Betonwällen. Lohnt sich dieses Geschäft?

    Serena Hotels: Aga Khan baut Fünf-Sterne-Häuser in Krisenregionen - SPIEGEL ONLINE
    grade lese ich im - in Deutschland noch grösstenteils verbotenen Buch - Schwarzbuch WWF von Wilfried Huismann über den ökologischen Raubbau, den diese Hotelgruppe des Multimilliardärs Aga Khan im Ngorogoro Krater durch den Bau eines dortigen Luxusresorts (Wasserknappheit, Vertreibung der indigenden Bevölkerung) sowie über die Folgen, die das da dort hatte, und jetzt kommt da so ein schwärmerischer Artikel im SPON daher.

    Ui ui ui, wenn das mal die soziale Gerechtigkeit, für die der SPON doch so steht nicht tangiert, das könnten die Grün angehauchten Luxus und Bio Apologeten evtl. nicht goutieren, oder man findet einen dialektischen Kniff, es sich doch wieder schönzureden und zu rechtfertigen.
  4. #4

    Nicht auf Gewinn aus

    Nicht auf Gewinn aus? Man muss als Journalist nicht alles glauben, sondern auch mal selbst ein bisschen recherchieren: Die Serena Hotels gehören zu AKFED, nach eigener Aussage sind das Beteiligungen des AKDN, die gewinnorientiert arbeiten. Zitat von der Aga-Khan Website: "AKFED seeks to create profitable, sustainable enterprises through long-term investments that result in strong equity positions. "
  5. #5

    Auf dem Dach postieren Scharfschützen; wer in die Lobby will, muss mehrere Sicherheitskontrollen durchlaufen.
    In den Restaurants und Cafés im Hotel sitzen Gäste schon mal in Splitterschutzwesten, vor den Eingängen postieren Bewaffnete.
    Das halte ich nicht für korrekt.
  6. #6

    Kigali? Kampala?

    ...das sind doch wohl keine Krisenorte vergleichbar mit Kabul, evtl. Hauptstädte von sog. LDC. Die deutsche Starwood-Kette ist übrigens mit ihren Sheratons auch häufig dabei; z.B. Addis und Kampala...
  7. #7

    War da - ultra Langeweile

    Ich bin alle 3 Monate in Kabul. Normalerweise uebernachte ich privat in bewachter Villa. Im vergangenen Jahr im Juni habe fuer 3 Tage im Serena eingecheckt weil ich privat da war. Katastrophe. Hotel liegt im Zentrum, ist (relativ) gut gesichert (schleusen prinzip). Wachmaenner nicht trainiert und vermutlich nutzlos im Ernstfall.

    Fuer den Preis ein Witz: nichts los, Zimmer winzig, Restaurant super schlecht, wenn ein Kellner ueberhaupt auftaucht. Es waren vielleicht 10 Gaeste da.. alle genervt. Bei aller langeweile und Frustration fuer USD 250 bekommt man dann nicht mal ein Bier!! what a joke. Kabul hat Alkohol im Angebot in fast allen Restaurants.

    Fuer einen drink bin ich zur Gandamack Lodge ein paar strassen weiter gegangen: entspannter Biergarten, nette Leute, gute Bar und ok zimmer kosten um USD 50. Mindestens ebenso hoher wenn nicht hoeherer Sicherheitsstandard (laengere uebergang zwischen den checkpoints). Also, besser und billiger und die meisten Journalisten etc. wohnen.

    Im uebrigen ist Kabul nicht so schlimm. tagsueber kann man als Mann von halbwegs vernuenftiger Statur ohne weiteres duch die Stadt laufen - keine Probleme solange man die Uebersicht behaelt. Abends ist Vorsicht geboten. Ohne Waffe sollte man dann nicht raus und selbst dann Augen auf. Die Strassen sind dann leer und insofern sind Probleme leicht zu erkennen. Besser in einer Gruppe von mindestens 3 und wenn es Aerger gibt sollte man wissen was zu tun ist. Polizei existiert nicht. Das Risiko ist kidnapping.








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