Idris Elba ist aus. Hackney, London. Großbritannien. Innit.
AP/ BBCGlamourös, gut, schwarz: Mit "Prometheus" könnte Idris Elba in die Top-Liga Hollywoods aufsteigen. Aber was bedeutet das für einen Afroamerikaner eigentlich - Top-Liga? Viele nichtweiße Darsteller sind noch immer im Ghetto des Genre-Kinos gefangen sind - wir stellen die besten vor.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,849087,00.html
Idris Elba ist aus. Hackney, London. Großbritannien. Innit.
Samuel L. Jackson toppt sie alle. Man spürt seine Präsenz förmlich in der Magengrube. In „Lakeview Terrace“
hofft man inständig, nie einem solchen Nachbarn zu begegnen. In „The 51th State“ zeigt er, dass er auch Komödien kann. In „Jackie Brown“ spielt er sogar de Niro an die Wand. So kann man endlos weitermachen. Der handfeste Skandal ist eigentlich nur, dass er nie einen Oscar bekommen hat, was eher dieser Auszeichnung als Jackson schadet, denke ich.
Einiges stimmt hier nicht...
- Idris Elba ist kein Afroamerikaner, bzw. kein Amerikaner, sondern Brite. Der Sohn nigerianischerer Einwanderer, in England aufgewachsen und dort als Schauspieler bekannt geworden, u.a in der guten BBC-Krimi-Serie "Luther" (war letztes Jahr im ZDF)
- Denzel Washington als Verkörperung des Gangsters? Da muss ich aber lachen. Gerade Denzel Washington hat fast immer den good guy gespielt. Er ist gerade die Verkörperung des guten, anständigen Kerls, man könnte sagen sowas wie der schwarze James Stewart. Die einzige zwei Rollen, wo er Bösewicht, bzw. Gangster gespielt hat, waren die erwähnten "American Gangster" und "Training Day". In allen anderen dutzenden Rollen war DZ immer der Gute. Er hat ja diese anständige Ausstrahlung, so dass er sicherlich nicht die Rolle spielen kann, die ein Samuel L. Jackson spielt.
- wann hat Eastwood "romantic lead" gespielt? Außer in dem Film "Brücken am Fluß", wobei das war auch nicht was man unter dem romantic lead sich vorstellt. Da war er schon 65 und seine Partnerin Meryl Streep war da 46. Gerade Eastwood hat fast immer den coolen, schweigsamen Typen gespielt
Stimmt nicht dass die Schwarzen nicht als "romantic lead" besetzt werden. Sie werden es, nur da ist die Partnerin auch schwarz. D. Washington hat doch in dem Remake dieses alten Filmes mit Cary Grant gespielt...Mitte der 90-er Jahre und seine Partnerin war Whitney Houston.
Es gibt aber in Hollywood im großen Mainstream-Kino, nach wie vor das Tabu, daß ein schwarzer Held eine weiße Frau als Partnerin hat und umgekehrt ein weißer Held eine schwarze Frau. Das ist immer noch nicht vorgekommen.. Weil, galube ich, die Hollywood-Studios Angst haben dass so ein Film in USA floppen würde, bzw. würde vom US Publikum nicht akzeptiert, weder von dem weißen, noch von dem schwarzen.
- Blair Underwood, Taye Diggs und noch mehrere die im Artikel erwähnt worden sind- sind doch B-Liga...oder bestensfalls Stars nur im "Black Cinema", den Filmen mit überwiegend schwarzen Darstellern.
Der große bullige M. C. Duncan ist nach dem Erfolg in "Green Mile" längst in B-Filmen verschwunden- Und die ganze Rapper, Möchte-Gerne-Schauspieler soll man nicht ernst nehmen.
Aber im Artikel fehlen welche grössere Namen, wie die Charakterdarsteller, Terrence Howard, Jeffrey Wright, Anthony Mackie, Forrest Whitaker, Comedy-Stars Chris Tucker, Martin Lawrence,... oder der Comedy-Star der 70-er und 80-er..Richard Pryor..,oder der ander Afro-Brite in Hollywood, Chiwetel Elfjour...ex-Oscar-Gewinner, Cuba Gooding Jr...usw..
...sind wo genau? Auf dem Leinwand (groß und klein) genau in den gleichen Klischee-Ecken, wo auch ihre amerikanischen Kollegen eingesperrt sing. Nur weitaus weniger häufig vertreten...
Und im Theater? Sicherlich nicht dort, wo ein Weißer mit Schuhwichse im Gesicht geschmiert schneller zur Hand war...
"Bis auf Tyler Perry, der ausschließlich Klamaukfilme für ein schwarzes Publikum verfertigt".
Tyler Perry's Filme und Theaterstücke sind hauptsächlich Dramen, die sich mit Beziehungsproblemen, häuslicher Gewalt, den Problemen alleinerziehender Mütter oder Väter, Kindesvernachlässigung und dem Glauben respektive Nichtglauben an Gott beschäftigen. Das ganze mit einer Prise Humor.
Da dieser Artikel über die „typischen Rollen“ von Afroamerikanern handelt noch ein Zusatz: Kritiker haben Perry sogar vorgeworfen, zu sehr die Stereotypen der afroamerikanischen Gesellschaft hervorzuheben.
Welche denn?
In Deutschland gibt es kaum afrodeutsche Schauspieler, nur eine Handvoll...
Pierre Sanoussi-Bliss der der in "Der Alte" den Assi gespielt hat, Charles Huber, Liz Bafoe aus "Lindenstrasse"...das ist alles, mehr gibt es nicht.. Jedenfalls von den bekannten Namen.
Also kein Vergleich zu USA...
Aber der Autor tut in diesem Artikel so, als wäre die Situation mit den schwarzen Schauspielern in USA so wie vor 40-50 Jahren und dem ist es natürlich nicht so. In den letzten 20-25 Jahren haben sich sehr viele schwarze Schauspieler in Hollywood etabiliert, darunter gibt es auch mehrere Mega-Stars.
zu den Rappern - sie WAREN sogar in Realität mal Gangster - Snoop, 50 Cent, fast alle, bis auf wenige Ausnahmen! Denzel - Oscar für eine Rolle als Schurke (die Afroamerikaner sind immer noch stinkig!), dabei gabs reichlich bessere/ überzeugendere Vorstellungen - In allen Ehren, möchte auch das Mainstream America nicht diffamieren, aber m.E. hätte er schon wesentlich früher und eventuell eher für seine Darstellung in Malcolm X einen Oscar verdient, aber gut, ich denke es liegt auf der Hand, weshalb das das damals nicht honoriert wurde, oder durfte? Und wo verdammt nochmal ist Cuba Gooding Jr.? Forest Whitaker - weshalb sind sie nicht in diesem Artikel erwähnt?
Apropos Eddie Murphy: Seine Synchronstimme ist dermassen daneben! Wer ihn in O-Ton schonmal gehört hat, weiß was ich meine... Es ist durschaus verständlich, daß sich "Ebonics" nicht übersetzen lässt (und nein Bushido-Deutsch würde dem auch nicht gerecht werden!), aber die Synchronisationsagenturen haben ihm mit dieser Stimme absolutes Unrecht getan!
also nochmal. brad pitt spielt keinen amistad-sklaven, weil nunmal so wenige weiße adonisse als sklaven verschifft wurden. und der gangster, den d.w. gespielt hat war auch afroamerikaner - zu jener zeit ein alleinstellungsmerkmal. was bitte ist daran rassistisch, wenn ein farbiger einen farbigenn spielt ?
Ich würde mir wünschen, wenn im Artikel nicht von " farbigen" Schauspielern die Rede wäre. Und irgendwie seltsam ist der Artikel auch. Die aufgezählten Schauspieler sind teilweise nicht mehr so aktuell, dafür wurden einige weggelassen, die in den letzten Jahren Erfolge hatten oder gerade im kommen sind. Und das Tyler Perry ausschließlich "Klamauk" produziert stimmt, wie schon gesagt wurde, natürlich auch nicht. Zwar verdient er bestimmt viel Geld mit Madea, aber er hat eben auch andere Filme realisiert. Und er ist der neue Alex Cross. Boris Kodjoe muss auch mal erwähnt werden. Natürlich ist er nicht so wahnsinnig erfolgreich, aber wenn er ein weißer Deutscher wäre, wüsste man hier bestimmt, wer er ist. Naja, wenigstens entsteht nicht mehr der Eindruck, Idris Elba sei Amerikaner. Und was ist eigentlich mit den
Frauen?