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Afrikanische Läufer: "Die stehen morgens auf und laufen"
Marcel Fehr ist einer der hoffnungsvollsten deutschen Mittelstreckenläufer. Nach einem Monat Höhentraining in Kenia sprach der 19-Jährige im Interview mit achim-achilles.de über die unterschiedlichen Voraussetzungen und Trainingsmethoden von Europäern und Afrikanern.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,812353,00.html
- #1 03.02.2012 08:27 von
Laufen ohne Uhr
Das Laufen ohne Uhr und Druck ist in der Tat anders, es befreit. Meine ersten Läufe und später Marathone waren von der Uhr geprägt, natürlich auf anderem Niveau als die Spitzenläufer. Wehe, die angepeilte zeit wurde verfehlt, der Frust der Breitensportlers war da. Die schönsten und entspannensten Marathon bin ich dann gelaufen, als ich meine Pulsuhr vergessen hatte, nur aus dem Bauch raus, mit Gefühl und der inneren Uhr. Die Zeit war dabei sogar besser. Seitdem bin ich den nächsten 20 Marathone ohne Uhr gelaufen! Und egal welche Zeit ich laufe, es ist immer Freude dabei, anzukommen, gelaufen zu haben.
- #2 03.02.2012 08:27 von
Der Bericht klingt ja
als würden sich die Kenianischen Trainer die Erkenntnisse die allgemeinen Trainingslehre für Ausdauersportarten beherzigen.
Dazu noch der Vorteil der grossen Höhe und der geringeren Ablenkung.
Bei den Voraussetzung wundert es mich nicht wer vorne wegläuft ;) - #3 03.02.2012 08:40 von
- #4 03.02.2012 08:42 von
- #5 03.02.2012 10:50 von
- #6 03.02.2012 10:53 von
naja
Also ich bin nicht ganz ueberzeugt davon dass die Kenianer dem Jung-Sigfried alle Ihre besten Methoden gezeigt haben. Auch in Europa gibt es Phasen, vor allem im Winter wo ueber 2-3 Monate lange lockere Laeufe stattfinden um die Grundlagen fuer die kommende Saison zu legen.
Im Februar, Maerz geht es dann von der Planung her aber anders zur Sache, mit ca 1-2 richtig schnellen Einheiten pro Woche auf der Bahn. - Und ich denke die Kenianer werden Jungsigfried eben nicht dazu eingeladen haben, sondern nur zum relativ lockeren Wald- und Wiesenjogging, wo eben wie besagt auch mal geschaut wird dass alle aus der Trainingsgruppe mitkommen. Bei Hochgeschwindigkeitseinheiten in der Wettkampfsaison wird diese Team-Tolereranz bestimmt auch mal in Kenia zurueckgestellt werden. - #7 03.02.2012 12:20 von
Zustimmung! Natürlich ist es normal,...
...daß ein junger Läufer mit Talent den Blick von der Uhr nicht lassen kann. Er läuft, um zu siegen, und das ist gut so.
Aber bei der großen Masse der Hobbyläufer ist die gelaufene Zeit in Wirklichkeit unwichtig, denn niemand außer ihr selbst interessiert sich wirklich dafür. Als ich im Alter von 55 Jahren mit dem Laufsport begann, versuchte ich auch noch bestimmte Zeiten zu unterbieten. Schnell merkte ich aber, daß dies für mich der falsche Weg war und entledigte mich meiner Uhr.
Und genau wie bei Ihnen ist es auch bei mir immer sehr freudvoll anzukommen. Mittlerweile bin ich 66 Jahre und habe inzwischen über 300 Marathons und Ultramarathons der härtesten Art weltweit gefinisht. Bernhard Sesterheims Laufseiten - #8 03.02.2012 13:29 von
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