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Afghanistans bittere Bilanz: Karzai bricht mit Amerika

AFPVier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...821615,00.html
  1. #110

    ...

    Zitat von Guitas Beitrag anzeigen
    ... und das Land wenigsten "ein bischen" in die Moderne bringen wollten.
    Aber genau das geht nicht in 10 Jahren. Erklären sie das mal einer Bevölkerung die zu 67% aus Analphabeten und Personen besteht denen ein ehrfürchtiges Raunen entfährt wenn auf Knopfdruck Licht angeht... die Menschen dort putzen sich den Hintern mit Steinen ab und das ist keine Propaganda. Mit dem was wir (NATO) dort bauen (auch von unseren Steuergeldern) können die Leuten dort überhaupt nichts anfangen weil die Infrastruktur als ganzes nicht vorhanden ist. Die Lichter für das gemeine Volk werden dort ziemlich fix ausgehen wenn die letzten Generatoren verladen sind. Die Abermilliarden welche in diesen Krieg geflossen sind sind längst versickert. Zum größten Teil übrigens dafür "unseren Jungs" dort eine möglichst erträgliche Zeit zu garantieren, also für militärinterne Infra- und Versorgungsstrukturen.
  2. #111

    Zitat von leepzscher Beitrag anzeigen
    1.) Von 1996 bis 2001 drückten die Taliban unter Einsatz massivster Gewalt einen militanten Islamismus durch.

    2.) Wer sich bitte erinnern möchte: nach 9/11 rief die NATO den Bündnisfall aus und die Bundesrepublik ist gefolgt.

    3.) Besonders verwerflich finde ich solche Leute, die hier unter dem Schutz einer Demokratie reden und dann unseren Soldaten in den Rücken fallen.
    [...]
    zu 1 - innerstaatliche Angelegenheit
    zu 2 - der "Bündnisfall" wurde konstruiert, Täter Zivilisten
    zu 3 - siehe 2, die BW hat da nichts zu suchen
  3. #112

    Superman

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.

    Afghanistans bittere Bilanz: Karzai bricht mit Amerika - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Struck ,der etwas weltpolitisch zurückgebliebene Mopedfahrer ,wäre jetzt gefragt, um den Hindukusch einwenig auf bundesrepublikanische Standards zu bringen .Wo er doch nun Zeit für solche Aufgaben hätte , und als "Little helper" könnte er ja Gazpromjerry mit nach Kabul nehmen !
  4. #113

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von ralf0810 Beitrag anzeigen
    Also so wie ich das verstanden habe wird die Bundeswehr nach dem Abzug der NATO dringender gebraucht denn je. Die sind BIS HEUTE offiziell dort um Straßen und Schulen zu bauen.......
    OT:
    Zu keinem Zeitpunkt war die Bw dort zum Straßen und Schulen bauen. Das haben die Politiker nur nach außen behauptet und die Medien haben es ungeprüft übernommen. Einschlägige Dokumente zu recherchieren ist halt nicht mehr "in"!
  5. #114

    Zitat von Noctim Beitrag anzeigen
    Das schlimme ist ja, dass das alles nur die Schuld von wenigen hundert Menschen (Politikern) ist. Die Millionen, die von Krieg nichts wissen wollten, wurden nie gefragt. Auf beiden Seiten.

    When the rich wage war, it's the poor who die.

    Der Hass, der in den letzten 10 Jahren geschührt wurde, reicht für weitere 100 Jahre Krieg. Wenn der Krieg ein Geschäft ist, dann sind die Amerikaner die Todeshändler. Und die haben sich einfach die Marktanteile für die nächsten Generationen gesichert. Leider haben sie nicht genug Geld, um diese zu bedienen.
    Ich weiß nicht, ich bin da anderer Meinung...
    Wenn die Machthaber in meinem Land Terroristen ausbilden, die in ein anderes Land fliegen und dort 2500 Menschen auf einen Schlag töten, dann muss ich davon ausgehen, dass dieses Land sich wehrt.
    Der Krieg wurde ohnehin nie gegen die Zivilbevölkerung geführt (im Gegensatz zu den islamistischen Terroristen). Das es zu Unfällen kommt ist bedauerlich, in einem Krieg aber unvermeidbar.
  6. #115

    Zitat von ofelas Beitrag anzeigen
    knapp 500 000 Kinder sind im Irak an den folgen von Uranmunition der USA und dem fehlen von medizinischen Guetern aufgrund der westlichen Sanktionen zu tode gekommen.

    die Zahl der von den USA und Verbuendeten getoeten Zivilisten im Irak und Afghanistan gehen weit ueber 100 000 hinaus. wieviel es sind werden wir nie erfahren, die USA benennt alle von Drohnen getoeteten als "Terroristen" (mutmasslich)
    Kann ich die Zahlen irgendwo nachlesen, oder haben sie das geträumt???
    Die Zahlen der UNO sagen was anderes.
    Aber einfach mal hochstapeln, oder wie ist das Motto von ihrem Beitrag?
  7. #116

    Ein kleines Detail dazu:

    Zitat von Hupert Beitrag anzeigen
    Aber genau das geht nicht in 10 Jahren. Erklären sie das mal einer Bevölkerung die zu 67% aus Analphabeten und Personen besteht denen ein ehrfürchtiges Raunen entfährt wenn auf Knopfdruck Licht angeht... die Menschen dort putzen sich den Hintern mit Steinen ab und das ist keine Propaganda. Mit dem was wir (NATO) dort bauen (auch von unseren Steuergeldern) können die Leuten dort überhaupt nichts anfangen weil die Infrastruktur als ganzes nicht vorhanden ist. Die Lichter für das gemeine Volk werden dort ziemlich fix ausgehen wenn die letzten Generatoren verladen sind. Die Abermilliarden welche in diesen Krieg geflossen sind sind längst versickert. Zum größten Teil übrigens dafür "unseren Jungs" dort eine möglichst erträgliche Zeit zu garantieren, also für militärinterne Infra- und Versorgungsstrukturen.
    Die VSA geben jedes Jahr 20 Milliarden (Billions) Dollar aus nur für den Betrieb von Klimaanlagen, damit die "Boys" in Afghanistan schön "cool" bleiben.
    Die Klimaanlagen werden mit Öl betrieben, das mit gigantischem Aufwand zu den VS-Basen transportiert wird.
  8. #117

    Zitat von Eimsbüttler Beitrag anzeigen
    zu 1 - innerstaatliche Angelegenheit
    zu 2 - der "Bündnisfall" wurde konstruiert, Täter Zivilisten
    zu 3 - siehe 2, die BW hat da nichts zu suchen
    Also wenn eine Gruppierung ohne Uniform tausende unserer Bürger umbringen würde, sollte man nichts gegen diese tun? Weil sie vordergründig Zivilisten sind?

    Gehts sonst noch?
  9. #118

    Sprache

    Zitat von Steinwald Beitrag anzeigen
    Ich lach mich schlapp, jeder auch nur annähernd vernunftbegabte Mensch konnte schon vor diesem Krieg sehen, dass er schwachsinnig ist. Er ist ein reiner Rachefeldzug eines verbrecherischen Ex-US-Präsidenten, der es geschafft hat, die blutgeifernde Stimmung im Land nach Nineeleven auszunutzen und die Welt ins Unglück zu stürzen.
    Der Krieg gegen Taliban & Co war humanitär und völkerrechtlich unabdingbar. Dass er scheitern würde, war zwar in der Tat absehbar, aber darüber freuen sich nur Wahnsinnige. Und ihre Sprache legt nahe, dass auch Sie zu den Kandidaten gehören - Sprache und politisches Programm entsprechen jedenfalls einander.
  10. #119

    Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten

    Zitat von realpolitiker Beitrag anzeigen
    Ich denke heute wieder an den schönen Spruch des damaligen Verteidigungsministers Struck (SPD): Die deutsche Freiheit wird am Hindukusch verteidigt. Ich habe selten so einen ausgewachsenen Blödsinn gehört. Jetzt gibt es für diese hohle Phrase wohl endlich die passende Quittung.

    Was mich besonders ärgert, ist die leidige Tatsache, dass es nach unserem politischen System nicht möglich ist, die verantwortlichen Politiker (die Herren Schröder, Struck, Jung, vzu. Guttenberg, de Maiziere sowie die Frau Merkel) für ihre Fehlentscheidungen bzw. das "Weitermachen" zur Verantwortung zu ziehen.

    Dabei sind diese Leute mitschuldig an dem Tod vieler unschuldiger Menschen und Soldaten sowie an der Verschleuderung von über 35 Milliarden Euro Steuergeldern! Und sie wußten genau, dass mindestens 2/3 der Bürger mit dem Afghanistan-Einsatz nicht einverstanden waren/sind.
    Die erwähnten deutschen Politiker wurden alle gewählt. Weil eine deutliche Mehrheit der Deutschen gar nicht den Mit aufbrächte, von ihrer gewählten Regierung eine klarere Abgrenzung von der Außenpolitik der USA und Großbritanniens zu erwarten bzw. zu verlangen. Deutschland hat sich dem IRAK-Krieg verweigert, sich zugleich aber verantwortlich gefühlt für langfristigen Wiederaufbau und eine "wirkliche" Friedensmission z.B. in Afghanistan - als Teil der NATO.

    Die USA und Großbritannien haben nur ein taktisches Verhältnis zur Nachhaltigkeit von Werten wie Freiheit und Demokratie im Nahen wie Fernen Osten. Primär sollen politische Systeme, die nicht willfährig Öl- und Rohstoffinteressen unterstützen, ggf. sogar eine "amerikafeindliche" Politik verfolgen, destabilisiert und zerstört werden. Zu langfristigem friedlichen Neuaufbau fehlen Zeit und Geld, weil die nächsten Waffengänge vorbereitet und durchgeführt werden sollen - derzeit in Syrien und dem IRAN.

    Aus dieser strategischen Sicht ist die US-Außenpolitik gar nicht gescheitert; denn IRAK oder Afghanistan sind destabilisiert und das bleiben sie vorerst. Die Friedensmissionen waren nur Wortgeklingel, jetzt werden sie abgeblasen, bis wieder ein Anlass zum nächsten Militärschlag gegeben ist.

    Solange die deutsche Außenpolitik nur ein Anhängsel dieser strategischen Interessen bleibt, werden Friedensmissionen weiterhin scheitern. Ist das ein Grund, sich mit Friedensmissionen aus der Weltpolitik herauszuhalten und das Geschehen nur anderen Welt- und Großmächten zu überlassen? Warum nicht (auch) in der NATO dafür kämpfen und eintreten, dass Werte wie Freiheit und Demokratie wirklich nachhaltig zu Konfliktlösungen und Frieden beitragen können - im Widerspruch zur doppelmoralischen, von Ressourcen-Interessen geleiteten Politik der USA und Großbritanniens?








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