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Afghanistan: Unterstützung für Taliban - Nato*prangert Pakistan und Iran an

Die Nato schlägt kurz vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn Alarm: Pakistan und Iran unterstützen demnach die Taliban. Geheimdokumente untermauern den Vorwurf - offenbar werden Trainingslager und Geld für Kampfwillige zur Verfügung gestellt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...801521,00.html
  1. #150

    Hmhmhm...

    Zitat von fatih_ersoy Beitrag anzeigen
    Dass Iran tatsächlich konkret und unmittelbar die Taliban unterstützt, kann man sich nur sehr schwer vorstellen. Wenn es allerdings unter den Aufständischen auch schiitische Fraktionen gibt, dann könnte es durchaus sein, dass Iran Unterstützung leistet.
    Also ich kann mir gut vorstellen, dass Iran die Taliban unterstützt. Iran unterstützt auch andere sunnitische Terrororganisationen wie die Hamas und den Islamischen Jihad mit Waffen, Geld und militärischer Ausbildung.

    Letzten Endes geht es Iran darum, Saudi-Arabien als Hegemon der Region zu verdrängen. Deswegen müssen sie die arabische Straße gewinnen, welche überwiegend aus Sunniten besteht. Iran kann sich daher keine Berührungsängste mit Sunniten leisten, wenn seine hegemonialen Bestrebungen auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg haben sollen.

    Zitat von fatih_ersoy Beitrag anzeigen
    Es besteht aber Null iranisches Interesse daran, dass die Taliban in Afghanistan wieder an die Macht kommen oder auch nur gestärkt dastehen, wenn die westlichen Truppen das Land verlassen.
    Da wäre ich mir nicht so sicher. Und wenn Iran zwischen einer Taliban-Regierung und einer Regierung wählen kann, die dem Westen freundlich gegenübersteht, dann sind Iran wohl trotzdem die Taliban lieber.
  2. #151

    Bisschen blöd...

    Zitat von affenkopp Beitrag anzeigen
    Achso und die USA wollen eine Demokratie errichten? So wie in eins in Chile?
    Da wollten sie die Demokratie erhalten. Aber das Pferd, auf das sie gesetzt hatten, wollte nicht. Dumm gelaufen, konnte man aber vorher nicht wissen. Hinterher ist man eben immer schlauer. Abgesehen davon hätte es den Putsch in Chile und den Pinochet auch ohne die USA gegeben. Das Chile-Beispiel ist daher zwar sehr hübsch plakativ, aber in Wirklichkeit ein bisschen blöd gewählt.
  3. #152

    Ähem, nein...

    Zitat von dirk.kunkel.ronnenberg Beitrag anzeigen
    Die USA unterstützten einst selbst die Taliban in Afghanistan gegen die Sowjetunion und -auch wenn das keiner laut ausspricht- die tschetschenischen Rebellen gegen Russland.
    Weder, noch. Als die Taliban 1994 zum ersten Mal auftraten, waren die Sowjets schon längst geflohen. Und auch mit den tschetschenischen Rebellen konnten die USA nichts anfangen. In Wirklichkeit erließen die USA sogar Sanktionen gegen die tschetschenischen Rebellen, und stuften sie obendrein als terroristische Organisation ein.
  4. #153

    Wie peinlich!

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Der Unterschied ist etwa so groß, wie DDR-Bürger zu Ossi. "Mudjahedin" und "Talian" sind nur Tätigkeitsbeschreibungen, die die jeweiligen Personen und Gruppen gerade ausführen - aber keine geschlossenen Volksgruppen. Wer früher als "Mudjahedin" im Kampf gegen Besatzer kämpfte, zog danach als "Taliban" durch das Land und sorgte dafür, dass sein Kampf um die reine islamische Lehre nicht umsonst war.
    Deswegen haben die Taliban auch jahrelang so erbittert gegen die Mudjaheddin gekämpft. Zum Beispiel gegen den großartigen Achmad Schah Massoud, den sie letztlich ermordet haben.

    Ich schlage vor, dass Sie sich wenigstens die mindesten und einfachsten Grundkenntnisse aneignen, bevor Sie sich zur Abgabe eines Kommentars hinreißen lassen. Ich schäme mich fremd, dass ein aufgeklärter Mitteleuropäer solch einen unglaublichen Stuss absondert.
  5. #154

    Hm...

    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, ist es in deutschem/ eruopöischem Interesse, einen Krieg mit Iran anzuzetteln
    Nein, ist es nicht. Weder, noch.

    Weder ist es im deutschen, im europäischen, oder in irgendjemandes anderem Interesse, einen Krieg mit Iran "anzuzetteln" oder zu beginnen.

    Noch ist es die Frage, ob das im deutschen, europäischen oder irgend eines anderen Interesse ist. Die Frage ist vielmehr, die Folgen eines Angriffs gegen die iranischen Atomanlagen mit denen iranischer Atombombe abzuwägen. In welchem Fall sind die Folgen schlimmer? Das ist die Frage.

    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie wirklich Demokratiesierung in der Region unterstützen wollen [...] dann ist Krieg gegen Iran das allerdümmste.
    Schlagen Sie doch etwas Intelligenteres vor. Verhandlungen sind gescheitert. Sanktionen auch. Was jetzt?

    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    Ein Krieg gegen Iran wird die Bevölkerung Irans zur Einheit mit ihrer Regierung zwingen.
    Ein "klassischer" Krieg mit anschließender Besetzung ist sicherlich nicht zielführend. Aber ein begrenzter Schlag gegen bestimmte Einrichtungen möglicherweise schon. Wenn der iranischen Führung keine Grenzen aufgezeigt werden, wird sie weiterhin erfolgreich eskalieren.

    Das iranische Volk ist viel besser gebildet und informiert als seine arabischen Nachbarn, denn es hat eine kulturelle Tradition, die unter anderem Toleranz und Bildung betont. Die Menschen in Iran wissen sehr gut, wo der Fisch stinkt. Da hat es nach den "Wahlen" 2009 riesige Demonstrationen mit über einer Million Teilnehmern gegeben, durch die sich das Regime so unter Druck gesetzt sah, dass es sie blutig niederschießen, -knüppeln und -foltern ließ.

    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    Israels beste Option ist stetige geduldige Annäherung an seine Nachbarn.
    Das halte ich für einen Irrweg. Israel hat das probiert und sich aus Südlibanon und dem Gazastreifen zurückgezogen. Der Dank waren beide Male massive Wellen von Gewalt, die erst durch zwei Kriege gestoppt werden konnten.


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