Grausiger Anschlag in Afghanistan: Schon wieder wurden Mitarbeiter einer Hilfsorganisation Opfer der Taliban. US-Verteidigungsminister Panetta gibt sich bei einer Kabul-Visite trotzdem optimistisch. Nach dem Tod von Osama Bin Laden sei der Sieg über*al-Qaida nur noch eine Frage der Zeit, glaubt er.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...773490,00.html
Ach kommen Sie, alles schon dagewesen, was hat´s genützt? Nichts... Diverse Bandenbekämpfungseinheiten haben sich in Rußland wie die Sau benommen, und haben den Widerstandwillen nicht gebrochen, sondern eher noch angefacht. Gleiches gilt für den Afghanistankrieg der Russen. Schauen Sie sich mal die Verlustgegenüberstellungen an! An mangelnder Härte kann´s wohl nicht gelegen haben, daß die da mit eingekniffenenm Schwanz wieder rausgegangen sind. Nur scheint keiner dieser Politker, die anderer Leute Söhne da mal eben hinschicken, die noch nicht einmal das Kreuz besitzen, daß Kind beim Namen zu nennen (nämlich Krieg!), keiner von diesen Gestalten lernt aus der Geschichte! Und nachdem es nach 10 Jahren Einsatz in keinster Weise eine akzeptierte Verwaltung dort gibt (wie auch: die werden als Kollaborateure wahrgenommen, die sie letztendlich auch sind), ist mir völlig schleierhaft wie man bei diesem völlig verkorksten Einsatz noch optimistisch sein kann. Und wenn ich mir hier in Deutschland die Schulen und Straßen ansehe: das Geld, was diesem völlig korrumpierten Oberbürgermeister von Kabul in den Rachen geworfen wird, könnten wir selbst sehr gut gebrauchen! Auf Ihren Kommentar bezüglich der Legitimität, alle Afghanen ab 12 Jahren als legitime Ziele anszusehen geh ich mal nicht ein. Das was Sie da geschrieben haben, spricht für sich selbst.
Das ist realistisch. Wir kämpfen gegen eine Guerilla-Armee. Und eine solche kann nicht überleben ohne die Unterstützung weiter Teile der Bevölkerung.
Und sowas nenne ich dumm. HighTech nutzt in asymetrischen Kriegen ausgenommen wenig, Manpower ist nicht genug da (um Guerillas ernsthaft ausrotten zu können, braucht man Raten so um die 25:1) und die Taktiken sind nur geringfügig weiterentwickelt als im Vietnamkrieg.
Wir können diesen Krieg nicht gewinnen, weil wir uns selbst belügen. Wir tun so, als seinen die Taliban nur ein paar Terroristen die keiner mag, und wir würden das Volk vor ihnen beschützen. Nur ist das Volk Teil des Problems, genauer gesagt Stammesfehden, Clan-Loyalitäten und simples Gang-Denken. Wenn man versucht, so einen Krieg mit den Mitteln einer modernen, humanistischen Demokratie zu kämpfen, scheitert man fast zwangsläufig.
Wenn wir mal zugeben würden, dass uns das Schicksal des einzelnen Afghanen im Grunde scheißegal ist, könnten wir ohne Probleme eine einflussreiche Marionette aufstellen, bewaffnen und kurz wegsehen und die Kameras ausschalten, wenn er die Aufständischen mit Stumpf und Stiel ausrottet... ohne dass unsere Truppen einen Kratzer abbekommen. Alles was wir dafür tun müssten, wären monatlich ein paar Koffer Bares rüberwachsen lassen. Bei dem, was wir an Geld und Leben schon in dieses bodenlose Loch gekippt haben, wäre das ein absolutes Schnäppchen.
Aber solange wir weiterhin so tun, als würde IRGENDWER ein demokratisches Afghanistan wollen, werden wir auch weiter scheitern, werden wir Geld und Leben opfern, und sobald wir irgendwann die Schnauze voll haben und uns verziehen wird es schlimmer als es unter jedem westlichen Marionettenherrscher je sein könnte.
Hallo,
Selten so was unsinniges gelesen. Man denkt unwillkürlich an die strafaktionen der deutschen Wehrmacht nach Partisanenüberfällen, die mit recht als menschenrechtswidrig verurteilt wurden. Die Strafaktionen Israels halten den Krieg in Palestina seit 50 Jahren am kochen. Und dies ist ja auch der Sinn. Dort wie in Afghanistan will eigentlich niemand den Frieden.
Eigentlich hätte die Erfahrung der letzten 100 Jahre zeigen sollen, dass keine noch so gut gerüstete Arme gegen Partisanen erfolgreich sein kann, besonders wenn sie aus dem Ausland kommt. Frankreich, USA in Indochina, Russland in Afganistan. Je härter vorgegangen wird und "collaterale" Schäden wie von Bomben zerfetzte Kinder in Kauf genommen werden, um so mehr wächst der Rückhalt der Partisanen in der Bevölkerung. Schon jetzt werden sogar die deutschen Truppen, die sich sehr zurückgehalten haben, als unerwünschte Besatzer gesehen.
Der ganze Einsatz in Afghanistan ist ein kaum zu überbietender Wahnsinn und wird erfolglos bleiben.
Es geht von Afganistan auch keine Bedohung aus, wie sollen Turnschuhkämpfer mit Kalaschnikov und Dappeln als Notration uns gefährden?
Und die Attentäter vom 11. September haben sich in Deutschland organisiert und in USA ausgebildet. Also sind Polizei, Zoll und Grenzschutz warscheinlich effektiver als die Bundeswehr in Afghanistan. Es soll nicht zynisch klingen, aber ein guter Kaufmann schmeißt schlechtem Geld kein Gutes hinterher.
Auch wir sollten nicht versuchen, die bedauernswerten toten deutschen Soldaten damit zu rechtfertigen, dass wir weiter Soldaten in einen unnützen Tod schicken.
mfg Kioto
Mein Mitleid mit den "zivilen Helfern" hält sich in engen Grenzen. Man muss schon ziemlich ideologisch oder religiös verblendet sein um in dieses Land zu gehen. Es gibt genug notleidende Gesellschaften die dankbar für Hilfe sind.
Die Soldaten tun mir eher leid. Die sind wohl in den seltensten Fällen freiwillig dort.
sondern reich an Erfahrung, wie man sich gegen Imperialisten zur Wehr setzt.
Es ist das Anglo-Amerkika-Imperium, welches Afghanistan überfallen hat!
Wer sich dort als fremde Macht aufhält ist nicht unschuldig.
Der Freiheitskampf der Afghanen-Völker hat nur rudimentär mit dem Islam zu tun. Vorwiegend geht es darum zu verhindern, daß Afghanistan von "uns" als Opium-Plantage mißbraucht wird. Seit Jahren bewachen sogar deutsche Soldaten die Felder, die von den Taliban zerstört wurden. Es geht um einen gewaltigen Drogen-Markt von 500 Milliarden US$ im Jahr, den die Taliban nahezu ausgetrocknet hatte.
Im Zusammenhang mit Afghanistan ist das Imperium und seine Helfershelfer krank und barbarisch (nicht baba-risch=väterlich)
Zu den segnungen der Demokratie gehört die Meinungsfreiheit, aber die schließt leider nicht ein, dass diese Meinung irgend eine Sinn ergibt. So einen Sinnlosen Mist wie den Ihren habe ich sehr selten gelesen.
Diese Minenräumer, haben nicht nur aktiv eindeutige Hilfe für Afghanistan geleistet, sondern auch noch ihr Leben riskiert. Das wurde von mordlustigen Idioten bestraft, die zusätzlich noch behaupten, dass der Islam eine überlegene Religion ist und was allem die Krone aufsetzt ist, dass Menschen wie Sie dafür Verständnis aufbringen.
MfG. Rainer