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Afghanistan, Pakistan, Iran: Drei gegen Amerika

DPADie Präsidenten von Iran, Afghanistan und Pakistan zelebrieren demonstrativ ihre Freundschaft. Bei einem zweitägigen Gipfeltreffen geht es um den Kampf gegen den Terror, Gespräche mit den Taliban - und vor allem darum, den USA zu zeigen: Wir können auch ohne euch.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...815657,00.html
  1. #110

    Das Problem mit der durchaus wünschenswerten Säkularisierung...

    Zitat von genervtneu Beitrag anzeigen
    Wäre es nicht schön, wenn Religion wieder Privatsache wäre und sich die Protagonisten aus der Tagespolitik und vor allem der Gesetzgebung heraushalten würden. Das fängt bei islamistischen Diktaturen an geht über die evangelikalen Präsidentschaftskandidaten der USA, den pseudoreligiösen Führerkult in Nordkorea, bis hin zum dümmlichen Streit um Kruzifixe und Kopftücher in Deutschland.
    Afgahnistan ist da ohnehin ein Fall für sich, da kann man sich noch nicht mal auf ein menschliches Zusammenleben jenseits altestamentarischer Stammesriten einigen. Eine Bekannte aus Afghanistan mient dazu nur trocken, sie würde regelmässig für einen Tsunami beten, der Afgahnistan leergefegt hinterlässt, so dass man dort neu anfangen kann.
    ...lässt sich wohl am besten mit einem Zitat Emanuel Geibels, eines Pfarrerssohns, verdeutlichen:

    „Glaube, dem die Tür versagt,
    steigt als Aberglaub' ins Fenster.
    Wenn die Götter ihr verjagt,
    kommen die Gespenster.“

    Die Hoffnung, die Sie wahrscheinlich hegen und ich auch, richtet sich doch darauf, dass die Staatsregierungen dieser Welt ihre Bürger dazu anleiten, Religion in zwei Qualitäten aufzufassen:

    1) Heilsbotschaften, die sich für eine Stärkung der geistig-moralischen Verfasstheit anbieten und tatsächlich jedermanns Privatsache sind, und

    2) "Paraphernalien" der Religionsausübung wie der kleine Hunger zwischendurch und sowieso alles, was mit Zähnen, Augen, Klauen, Haut und Haaren zu tun hat.

    Letztere dürfen im öffentlichen Alltag nicht in einer für die Mitmenschen determinierenden Weise zur Schau getragen oder proklamiert werden.

    Der Bürger hält sich mit seiner Religionsausübung aus der Sphäre des Staates zurück, damit sich im Gegenzug der Staat auch nicht in die Spiritualität der Bürger einmischt und in das, was hinter geschlossener Türe der Gotteshäuser zelebriert wird.

    Herübergebracht hat die Politik diese Botschaft allzu oft mit einem betont liberalen und pauschalen "Religion ist eh' out!". Allerdings nicht ohne den Hintergedanken, das dabei entstehende Vakuum an Geistigkeit sofort zu besetzen, also ihr Versprechen zu brechen, den spirituellen Teil der Religion Privatsache sein zu lasen.

    Und so lässt sich die heutige Situation beschreiben: Wirklich in grossen Mehrheiten auf ihre Religion und die Unzahl an sittlichen Weisungen fixiert sind nur noch die Muslime, die sich mit Begriffen wie "Staat" oder "Nation" immer schon schwer getan haben und deshalb auf uns leicht hinterwäldlerisch wirken, während Christen und Juden (mit Ausnahme der Orthodoxen) sich in ihrer vermeintlich aufgeklärten Säkularität gefallen und dabei gar nicht merken, wie sehr sie dem Nationalismus nach der Art einer Religion anhängen. Das Heilsversprechen ist auf den durchschlagenden Erfolg der eigenen Nation im Wettstreit mit den andern ausgelagert worden.
  2. #111

    dreisten drei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Präsidenten von Iran, Afghanistan und Pakistan zelebrieren demonstrativ ihre Freundschaft. Bei einem zweitägigen Gipfeltreffen geht es um den Kampf gegen den Terror, Gespräche mit den Taliban - und vor allem darum, den USA zu zeigen: Wir können auch ohne euch.

    Afghanistan, Pakistan, Iran: Drei gegen Amerika - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    wenn diese dreisten drei gegen Amerika sind, auf dem Foto sind auch die Motorrad-Attentäter zu sehen ;-)
  3. #112

    Zitat von Darjaan Beitrag anzeigen
    das Schlimme daran ist, dass die deutschen Soldaten dort unten umsonst gefallen sind... und ich sage das ganz bewusst, auch wenn es weh tut...
    man darf sich diesbezüglich nicht in die Tasche lügen, denn gerade dieses Geschwätz von ehrenhaftem Auftrag usw führte ja gerade erst dazu, dass unsere Jungs dort unten indoktriniert von diesem Wahnwitz ihre Köpfe hinhalten...

    alles nur Spielbälle der schmutzigen Politik... Afghanistan ist oder wird scheitern und das war vorher klar...
    Ich fürchte, Sie haben recht.
  4. #113

    Zitat von mr_spock Beitrag anzeigen
    Mit Ihren eigenen Worten: glauben Sie im Ernst, dass Israel so wichtig in der restlichen Welt ist?
    Für manche schon - hier ebenso wie auch in der Realität.
  5. #114

    Zitat von MultiMoral Beitrag anzeigen
    wenn diese dreisten drei gegen Amerika sind, auf dem Foto sind auch die Motorrad-Attentäter zu sehen ;-)
    Ach so, wenn sich Staats- und Regierungschefs gegen den Willen der USA treffen, ist es dreist. Und dann dürfen natürlich auch Anschläge unternommen werden. Oder wie soll ich diesen Beitrag sonst verstehen? Bestimmt nicht als Witz!
  6. #115

    Zitat von bicyclerepairmen Beitrag anzeigen
    Naja, das grosse Töne spucken der westlichen Allianz ist ja nach Jahren der Siege gegen die "Feinde" Afghanistans in Afghanistan nun auch vorbei Afghanistans Präsident Karzai: "USA verhandeln mit den Taliban" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik.

    Und ein schnelles Kontrollieren der Taliban nach dem Abgang der Koalitionskräfte ist schon das zweite Komplettversagen westlicher Militärstrategen und Politker mit ( seit Jahren vorhergesagten ) tausenden von völlig unnötig hingemetzelten westlichen Soldaten.
    Daher gehören einige Politikrentiers auf die Anklagebank.
    Ich weiss noch wie vor dem 11. September die USA trotz massiver Proteste wegen Frauenrechten mit den Taliban weiter über Pipeline Bau verhandelt hat...Ist doch kein Zufall das der Iran sich der Nordallianz annähert während die USA auf die Taliban setzen...keiner in den Staaten Peilt was für eine Macht Pakistan in der Region ist, säbelrasseln sollten die Staaten lieber mit denen als mit dem Iran....
  7. #116

    Zitat von makake62 Beitrag anzeigen
    ...ist nicht zwangsläufig Kinderarbeit. Manchmal ist Kinderarbeit auch besser als Krieg, immer aber besser als Kinderprostitution. Und mal ganz ehrlich: Habe ich in meinem Statement Kinderarbeit gefordert?
    Da diese Staaten eher weit davon entfernt sind, das i-Pad 3 zu fertigen, wollte ich bewußt etwas bodenständiges vorschlagen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das falsch ist.
    häh? nach afghanistan wird wohl keiner fliegen um kinder zu ficken, das passiert da übrigens auch so weil nen 60 jähriger eine 10 jährige als 5. Frau heiraten kann. Und ich glaub afghanistan kann froh sein das es keine keine fabriken hat in denen minderjährige schuften. Da sollen die doch lieber auf ihren höfen in ihrer kultur aufwachsen, die möglichkeit bekommen in die Schule zu gehen, und damit die Islamistischen strukturen aufbrechen, weiter opium anbauen damit ihre familien geld haben, anstatt für hungerlöhne I-Pads zusammenzuschrauben..
  8. #117

    vorbildlich

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    In aller Freundschaft. So wie die arabische Liga, die ihre Einigkeit und Stärke gerade in Syrien bewiesen hat...
    dagegen NATO und UNO, wie die Libyen gezeigt haben wie Freiheit und Demokratie gemacht wird.
  9. #118

    ich befürchte

    Zitat von republica_banana Beitrag anzeigen
    Nur so schließt sich die Wertschöpfungskette aus Sicht der Waffenlobby (Waffen jeglicher Art zu jeder Zeit produzieren - Konflikte schaffen - Waffen an Freund und Feind verkaufen - Krieg führen - evt. eliminierte Feinde durch Neue ersetzen - Konflikte schaffen usw.).
    Sie haben Recht.
    Verkauft wird es als Menschenrechte, Freiheit und Demokratie.
  10. #119

    Zitat von zwop Beitrag anzeigen
    Wenn dann die Taliban sich wieder an die Macht kämpfen, spielt die Meldung vom Treffen dieser drei Herren keien Rolle mehr. Dann wird neu geordnet. Wir würden dann die Erkenntnis gewinnen, dass der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und die toten Soldaten umsonst waren.
    Ich glaube, diese Erkenntnis hat sich schon längst durchgesetzt. Seit zwei, drei Jahren versuchen alle Bündnispartner, einen Abgang ohne großen Gesichtsverlust hinzukriegen.
    Man weiß, dass so gut wie nichts erreicht wurde, aber es darf natürlich nicht offen zugegeben werden.


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