AFPDas Museum in Kabul hat mehr als 800 gestohlene Kunstobjekte wiederbekommen. Während des Bürgerkriegs und unter den Taliban war das Haus immer wieder geplündert worden. Die Schätze sollen die Afghanen an die reiche Kultur ihres vom Krieg zerrütteten Landes erinnern.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...848339,00.html
endlich kommen die Teile wieder zurück. Wer mal das Kabul Museum besucht hat und die Trostlosigkeit der leere gesehen hat, dazu den Stolz der Angestellten, das wenigt zu präsentieren, der weiß das zu schätzen. Ein Volk definiert sich auch über Kunstschätze.
Zum Museum Kabul im Jahre 1969 siehe auch: Afghanistan 1969-1974 .
Es ist schade um diese Kulturgüter. In zwei Jahre, nach Abzug der ISAF Truppen, wenn die Taliban die Macht zurück erobert haben, werden die ganzen Kunstwerke wieder geraubt, oder höchstwahrscheinlich, wie es auch anderweitig auf der Welt geschieht, als unislamisch zerstört werden. Auch in Ägypten wird von den Islamisten schon die Zerstörung der vorislamischen (pharaonischen) Kulturschätze gefordert.
Der groteske Höhepunkt hier, ist die Forderung die Pyramiden mit Wachs zu überziehen, da die wg. deren gewaltigen Masse nicht so einfach beseitigbar sind.
In Mali ist schon ein Teil der Kulturschätze durch Islamisten vernichtet.
den Verantwortlichen solcher Länder werden immer wieder derartige Forderungen erhoben. Leider werden diese von unseren unbedarften Politikern und Museumsleitern ernst genommen und nicht als das was sie sind: Eine Aufforderung, sie zu bestechen, damit sie Ruhe geben. Natürlich wäre eine entsprechende Antwort politisch höchst unkorrekt, aber wenn man das 2 - 3x durchgezogen hätte, dann hätte man auch seine Ruhe.
Bei den, nach dem Abzug der westlichen Truppen zu erwartenden "Umwandlungen" in Afghanistan sollten interessierte Kunstsammler am besten schon mal bei den Taliban oder dem Stammesführer ihres Vertrauens die eine oder andere Vorbestellung aufgeben - dann kommt es bei den Plünderungen auch nicht zu versehentlichen Zerstörungen der Kunstobjekte.