Forum


 

Afghanistan-Einsatz: Mehr Selbstmörder als Gefallene in US-Armee

AFPDie Zahl der Selbstmorde im US-Militär ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Im Durchschnitt tötet sich pro Tag ein Soldat - damit sterben mehr amerikanische Soldaten durch Suizid als bei Kämpfen in Afghanistan. Die Militärführung gibt sich überrascht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837659,00.html
  1. #40

    Statistik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Zahl der Selbstmorde im US-Militär ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Im Durchschnitt tötet sich pro Tag ein Soldat - damit sterben mehr amerikanische Soldaten durch Suizid als bei Kämpfen in Afghanistan. Die Militärführung gibt sich überrascht.

    Immer mehr Selbstmorde unter US-Soldaten - SPIEGEL ONLINE
    Statistik und Journalisten!

    In der US Army dienen ca. 1,5 Millionen Menschen. Hinzu kommt, dass die Suizidrate in den USA ca. 15 Menschen auf 100.000 pro Jahr beträgt.

    Das heißt bei 1,5 Millionen Angehörigen der Army ist von 225 Suiziden pro Jahr auszugehen.

    Sind es 365 ist diese Zahl zwar leich erhöht, aber man muss dann eben auch berücksichtigen, dass Männer öfter Suizid begehen.Der überwiegende Teil der US Army ist immer noch männlich.

    Wenn man all das berücksichtigt, kann man kaum noch von erhöhten Suizidraten sprechen.
  2. #41

    Wie hier schon stand

    eine Zahl ist immer erst aussagekräftig, wenn es eine Vergleichszahl gibt. Da wäre z.b. die Anzahl der Selbsttötungen in der Normalbevölkerung. Liegt die in Prozenten höher oder niedriger? Liegt sie nämlich höher, spräche das (trauriger Weise) sogar für die Armee. Allein die Tatsache, dass die absoluten Zahlen höher geworden sind, deutet auf größere Probleme hin - aber auch das kann bei Normalbürgern ebenso der Fall sein. Die Frage die bleibt ist ob es ein "berufliches oder gesellschaftliches Problem" ist oder z.t. an der Zusammensetzung der Soldaten (Herkunft/Hintergrund).
    Einfach nur irgendwelche Zahlen in den Ring zu werfen ist unprofessionell, auch wenn hinter jedem einzelnen sicherlich ein tragisches Schicksal liegt.
    So bleibt als letzter Eindruck, dass Kriegsteilnehmer vermutlich eher zu Selbsttötungen neigen.
  3. #42

    Titellos

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Zahl der Selbstmorde im US-Militär ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Im Durchschnitt tötet sich pro Tag ein Soldat - damit sterben mehr amerikanische Soldaten durch Suizid als bei Kämpfen in Afghanistan. Die Militärführung gibt sich überrascht.

    Immer mehr Selbstmorde unter US-Soldaten - SPIEGEL ONLINE
    Womit Al-Kaida und Co. ihr Ziel erreicht haben. Terrorismus ist immer eine Aufforderung zur Selbstzerstörung. Kein Land wird durch Terrorismus zerstört, es zerstört sich selber.
    Und nach dem die USA ihre fundamentalen Grundrechte über den Haufen geworfen haben (PATRIOT-Act, Gunatanamo,...), ihre Wirtschaft am kriechen ist bringen sich jetzt sogar noch mehr Soldaten um, als dass sie umgebracht werden.

    Hätte George W. Bush damals besonnen reagiert, hätte er den USA das Tausendfache an Schmerz erspart, wie der 11. September verursacht hat.
  4. #43

    Ist im Vergleich nicht sehr hoch

    Die Suizidrate in Deutschland beträgt 11,4 pro 100.000 zzgl. wohl einer erheblichen Dunkelziffer. Wenn man dies bedenkt, erscheint die Rate nicht sehr hoch, da es sich um eine ausgewählte Gruppe handelt, die mehr Belastungen ertragen muß als die Durchschnittsbevölkerung. Ist schon Sommerloch ?
  5. #44

    Zu spät

    Zitat von hbommy Beitrag anzeigen
    dass Soldaten nicht per se Mörder sind, sondern durch die Politik gezwungen wird zu töten.
    Zynisch finde ich die Bemerkung von WolfHai:
    Es werden weltweit täglich Zivilisten durch das Militär getötet.
    Die müßten sich alle vor dem Einsatz umbringen.
  6. #45

    Man kann keinen Menschen gleichzeitig achten und ihn dann totschießen..

    Zitat von eulenspiegel_neu Beitrag anzeigen
    Die Führung in Amerika - militärisch und politisch - muß schnell handeln, um die akuten Probleme in den Griff zu bekommen. Drill ist eine Sache, Menschenführung und -achtung eine andere .......
    Man kann keinen Menschen gleichzeitig achten und ihn dann totschießen.
    Nur wenn ich Menschen nicht achte, kann ich das. Und Selbsttötung (Suizid) bedeutet ja letztlich auch, dass man sein eigenes Leben nicht mehr achtet.
  7. #46

    Köstlich: Die Selbstmörder des einen Landes gegen die eines anderen Landes auszuspie

    Zitat von lebenslang Beitrag anzeigen
    verglichen mit den selbstmordraten der russischen oder chinesischen armee dürften sich die der amerikaner in grenzen halten.
    Köstlich: Die Selbstmörder des einen Landes gegen die eines anderen Landes auszuspielen (oder haben sie das ironisch gemeint?).
  8. #47

    Überraschend?

    Auch wenn weniger Soldaten nach Afghanistan geschickt werden, auch wenn die "frei" Zeit zu Hause bei der Familie verlängert wird, heisst das noch lange nicht dass es dem Soldaten gut geht. Der US-Staat soll auch bedenken, dass die Pläne 100.000 Soldaten rauszuschmeissen, ganz viele Soldaten - und deren Familien - vor dem Nichts stehen lassen. Wie soll man sich denn schon fühlen, wenn man jahrelang seinen Hintern für den Staat hergehalten hat und man dann plötzlich hängen gelassen wird?!
  9. #48

    kaum mehr ein Soldaten?

    Zitat von WolfHai Beitrag anzeigen
    Tatsächlich ist diese Meldung ein Zeichen dafür, dass beim Einsatz in Afghanistan kaum mehr ein Soldat zu Tode kommt. Ein Leistungsausweis für die US-Armee also.
    Na da kann ich Sie eines besseren belehren. 2011 waren es insgesamt 566 tote Soldaten davon 418 US Soldaten in diesm Jahr bis her 187 Soldaten insgesammt davon 139 US Soldaten die gefallen sind.
    Insgesammt sind in Afgahnistan 3034 Soldaten gefallen und davon waren es 2003 US Soldaten. Wenn Sie noch Nahme und Dienstgrad wissen wollen schauen Sie mal bei iCasualties: Operation Iraqi Freedom and Operation Enduring Freedom Casualties vorbei.
  10. #49

    Eingeschränktes Staatsverständnis...

    Zitat von spiegelgabel Beitrag anzeigen
    Meine Achtung gilt den Altenpflegern, den Krankenpflegern, den Leuten die etwas aufbauen im eigenen Land, die haben besseres verdient.
    Wer sich ohne Not in Gefahr begibt hat selbst schuld.
    Ausserhalb des eigenlichen Einsatzgebietes NATO Staat und im Angriffskrieg gegen Afghanistan für ein korruptes Regime und für
    Lobbyfirmen allemal.
    Für was sind unsere BW Angehörigen nun verletzt und gefallen die letzten 10 Jahre?
    Damit Niebel seine Teppiche am Zolll vorbei einschmuggeln kann mit Hilfe des BND?
    ..., dass Sie da durchblicken lassen.
    Jaja, schon richtig, die Altenpfleger und Krankenschwestern... Feuerwehrleute wären ein passender Vergleich. Als Teil der staatlichen Gefahrenabwehr. Kein Soldat ist in AFG, weil er Spaß daran hat, sich in Gefahr zu begeben. Er ist auch nicht selbst Schuld. Er würde genauso an der Grenze zu Polen kämpfen, in einem Fiktiven Szenario, in dem Sie sicher über seinen Einsatz dankbar wären... Der Soldat ist dort, weil auch Ihre Regierung ihn dorthin befohlen hat. Das beantwortet die Frage nach dem Warum natürlich nicht, aber da sind Sie als Wähler und Bürger gefordert, nicht der Soldat im Feld... Aber das ist natürlich nicht so souverän, wie alle Verantwortung von sich weg auf den zu schieben, der sich mit der Hoheitsflagge des Staates, dessen Bürger Sie sind, auf dem Arm in aller Welt für seinen Auftrag einsetzt. ;-) (—> Siehe Betreff)








TOP



TOP