Ein Soldat verliert in den Bergen Afghanistans einen Handschuh - und soll*der Bundeswehr den Gegenwert von 7,17 Euro ersetzen. Immer wieder kämpfen deutsche*Truppen nicht nur gegen Taliban, sondern auch mit der Bürokratie an der Heimatfront.*Selbst*nötigste Ausrüstung fehlt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...789842,00.html
der mal selber bei der Bundeswehr war, weiß genau wovon die Soldaten in Afghanistan sprechen.
Die Bundeswehr ist und bleibt "ein Karnevalsverein, der die Russen unterhält, bis die Amerikaner da sind".
(sie hieß es früher, während des Kalten Krieges)
Die Bundeswehrverwaltung, das Wehrbeschaffungsamt und die dazugehörigen Politiker sorgen dafür, dass dieser Spruch auch heute noch seine Gültigkeit behält.
..ich weiß nicht ob ich lachen oder Mitleid haben soll.
Sie würden also jemanden als "potentiellen Mörder" bezeichen der seinen Dienst in der Bundeswehr im Sanitätsdienst tut? Oder im Nachschub? In der Küche? Als Pionier (die wohlgemerkt Schulen aufbauen)?
Sehr einseitige Sichtweise und absolut daneben! Aber starres Denken ist ja leider weitverbreitet. Das diese Menschen dort unten die Waffe nur nutzen um ihr eigenes Leben zu schützen scheint Ihnen offenbar entgangen sein.
Es ist traurig zu sehen was hier teilweise für Kommentare abgegeben werden. Diese Soldaten riskieren ihr Leben. Und das weil ihr oberster Dienstherr (die von den meisten gewählte Regierung) es verlangt. Und reich werden sie auch nicht davon. Allerdings wissen das auch nur diejenigen, die selber gedient haben. Komischerweise sind die Verweigerer die, welche am lautesten schreien. Man sollte eher ein wenig Respekt den Menschen beibringen. Vieles wird heutzutage als selbstverständlich angesehen.
Ich für meinen Teil finde es bewundernswert das es Menschen gibt die bei der Polizei arbeiten (trotz vieler Überstunden, wenig Gehalt, Anfeindungen, etc.). Genauso aber auch z.B. andere Berufsgruppen. Dazu gehört der Beruf "Soldat" nun mal dazu.
Aber manche verstehen es nicht, oder wollen es nicht verstehen. Sie leben in einer eigenen Welt und schreien aber als erstes nach Schutz wenn sie ihn nötig haben!
Wenn der Herr Verteidigungsminister die aufgeblähte Militärverwaltung drastisch verkleinern würde, hätte er die Mittel für seinen Konsolidierungsbeitrag gegenüber dem Finanzminister und sogar noch Geld, um seine Soldaten anständig auszurüsten, evtl. sogar gepanzerte Hubschrauber für den Kampfeinsatz und müsste nicht immer nach der Unterstützung der Amerikaner barmen.
...aber leider der ganz normale Wahnsinn !
Schon in den 70igern und 80igern war es so, "ohne kriegerische Auslandseinsätze" dass man sich bei/für Manöver privat um die eigene "komplette" Ausrüstung gekümmert hat.
Die Armeeshops waren meine Freunde:
Es gab noch Knobelbecher, vernünftige Springerstiefel privat gekauft. Messer gehörte nicht zur Ausrüstung, also ein Glock-Messer privat gekauft. Ferngläser gab es nicht, oder die taugten nichts, also ein starkes faltbares Fernglas privat gekauft. Die verfilzten Bundeswehrsocken durch private Ski/Trekkingsocken ersetzt. Die Thermounterhose kam von der finnischen Armee.....usw., usw.
Für mich ist es eine Schande wie die Bundeswehrverwaltung,
das Verteidigungsministerium mit den Soldaten umgeht !
Vielleicht sollte man die Mitarbeiter der Bundeswehrverwaltung zur Einführung einmal einen Tag in voller Schalke Fan-Montur durch Dortmund laufen lassen, dann einen Tag in BVB-Montur durch Gelsenkirchen und dann in 1860 Montur durch Dresden. Am Schluss dürfen sie Rechenschaft ablegen ob sie alle Ausrüstungsgegenstände vollständig und sauber zurückbringen.
1) An alle die den Soldaten vorwerfen "Ihr habt Euch freiwillig gemeldet, jetzt motzt nicht": Mit derselben Logik gehören alle Gewerkschaften verboten (Arbeitnehmer haben ihren Arbeitsvertrag ja freiwillig unterschrieben)
2) An alle die gegen diesen Einsatz wettern: Es ist eine UN Mission. Die UN ist dies Gremium welches gestern auf Grund von Vetos aus China und Russland keine Resolution gegen Syrien verabschiedet hat - und das oft als zahnloser Tiger verspottet wird. In Afghanistan war sie sich einmal einig. Vielleicht gab es ja dafür einen Grund. Vielleicht herrscht hier weltweit Konsens, dass die internationale Gemeinschaft in Afghanistan schlimmeres verhindert. [Hat schon ein Gegner des Einsatzes eigntlich einmal eine Vision gezeichnet was denn eine Alternative für Afghanistan wäre und wie dies realistisch erreicht und stabil gehalten werden könnte?]
3) An alle, die Soldaten zum Desertieren auffordern: Verschiedene Bundesregierungen und -Parlamente haben den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan wiederholt gebilligt. Als Demokrat will ich, dass meine Regierung und mein Volksvertreter Entscheidungen fällen (auch wenn ich im Einzelfall andere Meinung sein mag). Wollen Sie, dass jeder Bürger sich nur an die Gesetze hält die er für sinnvoll hält? Geben Sie mir bitte kurz Bescheid wo Sie wohnen. Ich kenne ein paar Leute die noch eine Unterkunft brauchen und Hausfriedensbruch für nicht so schlimm halten. Oder, intellektueller: Schon einmal was vom kategorischen Imperativ gehört?
Ich kann mich noch gut erinnern, als meine Einheit von Delmenhorst nach Oldenburg verlegt wurde. Damals kamen einige Vertreter des Landes, die für die Unterbringung von Asylanten zuständig waren, vorbei um zu sehen ob man nicht 1-2 Gebäude der alten Kaspari-Kaserne für die Unterbringung nutzen könnte.
Nach der Besichtigung lehnten sie eine derartige Nutzung ab, da eine Unterbringung in solche Gebäude Menschenunwürdig sei.
Da hatten wir es, staatlicherseits waren wir Soldaten keine Menschen...